Wochenrückblick: Xeon gegen Threadripper, Apples A12X und MacBook Air

Frank Hüber 7 Kommentare
Wochenrückblick: Xeon gegen Threadripper, Apples A12X und MacBook Air

Im wöchentlichen Rückblick auf die vergangenen sieben Tage steht heute die 44. Woche 2018 im Fokus. Es sind 69 News/Notizen und 7 Tests/Berichte erschienen. Welche davon haben die ComputerBase-Leser besonders interessiert? Was empfiehlt sich als Wochenendlektüre?

Auf dem ersten Platz der Tests landet der Ausblick auf Intels für das Ende des Jahres erwarteten 28-Kern-High-End-Desktop-Prozessor Xeon W-3175X anhand des 10.000 Euro teuren Intel Xeon Platinum 8180, der fast dieselben Spezifikationen bietet. Ihm wird der AMD Threadripper 2990WX mit 32 Kernen entgegengestellt. Da der Xeon W-3175X höher takten wird als der Platinum 8180, könnte sich Intel die Leistungskrone zurückholen, voraussichtlich aber zu einem deutlich höheren Preis als AMDs Threadripper.

Mit dem Threadripper 2970WX und 2920X hat AMD in der vergangenen Woche das eigene Portfolio der High-End-Desktop-CPUs für die X399-Plattform mit 24 und 12 Kernen komplettiert. Der Test landet auf dem zweiten Platz. Zusammen mit dem Threadripper 2990WX und 2950X bietet AMD nunmehr vier AMD Ryzen Threadripper der 2000-Serie an, wobei die letztgenannten Modelle 32 respektive 16 Kerne bieten. Der Threadripper 2970WX platziert sich sowohl bei Leistung als auch Preis zwischen den beiden bereits erhältlichen Modellen, hat aber mit 24 Kernen und 48 Threads auch mit den Problemen des 2990WX zu kämpfen. Der Threadripper 2920X hat hingegen aktuell mit seinem Vorgänger, dem 1920X zu kämpfen. Denn obwohl er rund 10 Prozent schneller ist, kostet er mit rund 650 Euro derzeit noch über 50 Prozent mehr. Dieses „Problem“ wird sich schlussendlich dadurch lösen, dass die erste Generation ausläuft und nicht mehr verfügbar sein wird.

Bei den News der vergangenen Woche wurde die Meldung, dass das Apple-SoC A12X Bionic im Geekbench fast so schnell ist wie Intels Core i9-8950HK am häufigsten gelesen. Den A12X Bionic mit acht Kernen trennen im Benchmark nur wenige Prozent von dem Intel Core i9-8950HK, der sich auch im Apple MacBook Pro findet. Da Geekbench schlecht mit x86-CPUs skaliert, ist der Vergleich jedoch nicht sonderlich aussagekräftig. Dennoch ist der A12X Bionic ohne Zweifel ein sehr schnelles SoC, Apple selbst spricht ihm eine Grafikleistung auf dem Niveau einer Xbox One S zu.

Die Neuauflage des Apple MacBook Air mit Retina Display landet auf dem zweiten Platz. Das völlig veraltete 13,3-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1.400 × 900 Pixeln wird im neuen Modell durch ein Display mit 2.560 × 1.600 Bildpunkten im bekannten Verhältnis von 16:10 ersetzt. Als Prozessor setzt Apple auf den vorher unbekannten Intel Core i5-8210Y, der sowohl die CPU als auch die iGPU etwas höher taktet als der Core i5-8200Y, wodurch auch die TDP von 5,0 auf 7,0 Watt steigt. Die Basiskonfiguration des MacBook Air 2018 kostet 1.349 Euro, bietet 8 GB RAM und eine 128 GB große SSD. Mit 16 GB RAM und 256 GB SSD kostet das Modell schon 1.839 Euro.

Auf den dritten Platz schafft es die Meldung zu den Änderungen der Grafikkarten-Preise im Oktober 2018. Der bevorstehende Start der AMD Radeon RX 590, der für den 15. November erwartet wird, und das Auslaufen der beiden Pascal-Modelle in Form der GeForce GTX 1080 und GeForce GTX 1080 Ti bei Nvidia haben sich im Oktober bereits auf die Preise der Grafikkarten ausgewirkt. Die letzten erhältlichen Modelle der GTX-1080-Reihe sind bereits im Preis gestiegen. Während die GTX-1080-Serie zügig aus dem Handel verschwinden wird, sollen alle niedrigeren Pascal-Modelle wie auch die GTX 1070 und GTX 1070 Ti noch länger im Handel verfügbar sein. Die AMD Radeon RX 580 und 570 sind hingegen ob des erwarteten Nachfolgers deutlich im Preis gefallen.

Auf dem vierten Rang liegen die offiziellen Systemanforderungen für die finale Version von Battlefield V, bei denen EA die Anforderungen an AMD-CPUs sowie den Grafikspeicher im Vergleich zur Beta teils deutlich angehoben hat, während die Empfehlung für den Arbeitsspeicher von 16 auf 12 GB fällt.

Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag!