AMD Epyc 2: Dual-Sockel-Rome deklassiert 2× Intel Cascade-Lake-SP

Volker Rißka 95 Kommentare
AMD Epyc 2: Dual-Sockel-Rome deklassiert 2× Intel Cascade-Lake-SP

AMD lässt auch an der Serverfront die Muskeln spielen. Erstmals führte der Hersteller den neuen Server-Prozessor Rome mit je 64 Kernen und 128 Threads in einer Dual-Sockel-Version im Benchmark vor. Intels neuer Cascade Lake-SP sieht in der 20.000 Euro teuren Dual-Sockel-Kombination mit zwei Xeon Platinum 8280 laut AMD kein Land.

Auch zur Computex 2019 stichelt AMD gegen Intels Preise. Die Xeon Platinum 8280M kosten mehr als 10.000 US-Dollar, im Dual-Sockel-System das Doppelte. Letzteres gilt zwar auch für Rome, aber auch wenn die Preisgestaltung noch unbekannt ist, will AMD die doppelte Leistung bieten. Dabei hilft unter anderem die über 15 Prozent gesteigerte IPC, die AMD heute erstmals öffentlich als Sprung der Generation Zen 2 gegenüber dem Vorgänger preisgab, was sich auf Zen+ bezieht. Im Server wurde Zen+ aber gar nicht angeboten, ein Sprung von rund 18 Prozent ist deshalb realistisch.

Die Verdoppelung der Leistung eines Dual-Sockel-Servers je nach gewählter Anwendung ist logisch. Denn Rome wird 64 Kerne pro Prozessor bieten, während Intels Xeon-CPUs aus der regulären Serie nur mit maximal 28 Kernen unterwegs sind. Erst die Xeon der Serie Cascade Lake-AP bieten 56 Kerne auf einem Multi-Chip-Package, doch frei verfügbar sind diese noch nicht. Sie sind ebenfalls explizit für Dual-Sockel-Systeme gedacht – hier wird das zweite Halbjahr mehr Erkenntnisse bieten und eine direkte Vergleichbarkeit ermöglichen.

Start nun doch nach Desktop

Das zweite Halbjahr bleibt auch das Stichwort für die Epyc-Prozessoren der zweiten Generation. Entgegen der ursprünglich geäußerten Pläne, dass der Server zuerst mit Zen 2 kommt, wird dieser nun erst nach dem Desktop bedient. Das dritte Quartal soll es aber nach wie vor sein und AMD verspricht mehr als die doppelte Anzahl an Systemen zum Start als noch mit der ersten Generation Epyc.

AMD Epyc 2
AMD Epyc 2