Fokus auf High-End: Microsoft soll keine günstigere Xbox Scarlett planen

Frank Hüber 134 Kommentare
Fokus auf High-End: Microsoft soll keine günstigere Xbox Scarlett planen

Zur E3 2018 sprach Phil Spencer von Microsoft noch davon, dass Microsoft derzeit „die nächsten Xbox-Konsolen entwerfe“ und auch in den Gerüchten der letzten Monate war von zwei Xbox-Konsolen als Nachfolger der Xbox One X die Rede. Neuen Gerüchten zufolge hat Microsoft diese Gedanken inzwischen verworfen.

Das „Project Xbox Scarlett“ stand ursprünglich als Codename für die Familie der neuen Xbox-Konsolen, nicht aber für eine Xbox-Konsole direkt. Den Gerüchten zufolge trugen die beiden geplanten Varianten des Xbox-One-X-Nachfolgers innerhalb des Project Xbox Scarlett die Codenamen „Lockhart“ und „Anaconda“, wobei Anaconda die High-End-Konsole darstellen sollte und mit Lockhart ein günstigeres, weniger leistungsfähiges Modell geplant gewesen sein soll, ähnlich wie es derzeit mit der Xbox One und Xbox One X zwei unterschiedlich leistungsstarke Modelle derselben Konsolengeneration gibt.

Microsoft spricht selbst nur noch von Scarlett

Bei der offiziellen Ankündigung vor rund zwei Wochen im Rahmen der E3 2019 sprach Microsoft jedoch nicht von zwei Varianten und nannte selbst erstmals Xbox Scarlett als Codenamen für die neue Spielekonsole, die Ende 2020 mit einem speziell zugeschnittenen Zen-2-Prozessor von AMD und einer Grafikeinheit auf Basis von AMDs neuer Navi-Grafikarchitektur erscheinen und die Leistung in Relation zu einer Xbox One X vervierfachen soll.

Optimale Leistung nur bei Fokus auf eine High-End-Konsole

Von einer zweiten neuen Konsole mit dem Codenamen „Lockhart“ war und ist jedoch keine Rede mehr. Neuen Gerüchten zufolge soll Microsoft seine Pläne diesbezüglich geändert haben und Lockhart schon im letzten Jahr von der Roadmap gestrichen haben. Man wolle die Entwicklung auf eine Konsole fokussieren, nicht nur bei Microsoft selbst, sondern vor allem bei Spieleentwicklern, die ihre Spiele so nicht für zwei unterschiedlich leistungsstarke Konsolen entwickeln und anpassen müssen. Entwickler sollen aus dem High-End-Modell das Maximum herausholen, statt nur eine höhere Auflösung oder ähnliches zu bieten, würden sich bei zwei Konsolen aber immer vorrangig an der schwächeren orientieren, damit die Spiele auch auf dieser zufriedenstellend gespielt werden können.

Insbesondere wenn Sony nur eine Version der PlayStation 5 auf den Markt bringt, möchte Microsoft durch eine kompliziertere Spieleentwicklung für zwei Konsolen, wodurch die Grafik schlussendlich vielleicht sogar hinter der PlayStation 5 zurückbleiben könnte, nicht ins Hintertreffen geraten.