E3

Twelve Minutes: Indie-Titel besteht aus zwölfminütigen Zeitschleifen

Fabian Vecellio del Monego 36 Kommentare
Twelve Minutes: Indie-Titel besteht aus zwölfminütigen Zeitschleifen
Bild: Twelve Minutes

Neben all den erwarteten Triple-A-Titeln wurden im Rahmen der E3 2019 auch einige Indie-Spiele im Detail vorgestellt. Darunter auch Twelve Minutes, in dem der Spieler immer wieder eine namensgebenden Zeitschleife von zwölf Minuten Länge durchlebt. Erscheinen soll das Spiel unter Publisher Annapurna Interactive Anfang 2020.

Zwölf Minuten führen zu zahlreichen verschiedenen Ausgängen

Das Spiel startet vor der Wohnung des Protagonisten, deren Betreten wiederum die Zeitschleife startet. Was er in diesen „Twelve Minutes“ – die anhand der Systemzeit gemessen werden – macht, ist dem Spieler grundlegend freigestellt: Er kann mit der Lebensgefährtin des Protagonisten zu Abend essen, sie ignorieren und alleine essen, sich im Bad einsperren oder zu Bett gehen.

Eine Konstante gibt es jedoch: Nach rund drei Minuten in der Wohnung klingelt ein Polizist an der Tür und bezichtigt die Lebensgefährtin des Mordes. Die Zeitschleife endet folglich besonders zu Beginn des Spiels oftmals verfrüht, beispielsweise mit dem eigenen Tod, der den Spieler wieder an den Anfang des Geschehens zurückversetzt. Alternativ lässt sich die Zeit beispielsweise durch Schlafen beeinflussen, womit rund drei Minuten vorgespult werden. Das Verlassen der Wohnung startet die Zeitschleife derweil direkt neu.

Auf der E3 konnte Twelve Minutes bereits für rund eine halbe Stunde angespielt werden. Die Steuerung fällt sehr simpel aus: Aus der Vogelperspektive bewegt der Spieler seinen Charakter durch Mausklicks; Items können per Drag und Drop in das eigene Inventar an der oberen Bildschirmkante gezogen werden. Zusätzlich gibt es ein an Rollenspiele erinnerndes Dialog-System, über das beispielsweise in mehreren Stufen die Lebensgefährtin von der Existenz der Zeitschleife überzeugt werden kann.

Eine Anleitung oder Hinweise gibt Twelve Minutes dabei niemals, der Spieler ist gänzlich auf sich allein gestellt und muss herausfinden, welche Wege zu welchem Ende führen. Nach rund sechs bis acht Stunden Spielzeit soll man derer laut dem Entwickler alle gesehen haben.

Zeitschleife startet voraussichtlich Anfang 2020

Grundsätzlich erinnert Twelve Minutes bezüglich der Dialoge und Zeitmanipulation an Life is Strange, wenngleich die Beeinflussung der Zeit in letzterem aktiv geschieht. Während der kurzen Spielzeit vor Ort weckte das Spiel durchaus Neugier und lud zum Experimentieren ein, welche Aktionen zu welchen Ergebnissen führten. Twelve Minutes soll in der ersten Hälfte des nächsten Jahres – vermutlich bereits im Frühling – via Steam für Windows-PCs und für Xbox One erscheinen.