GPU-Gerüchte: Auch im Notebook soll GeForce „Super“ werden

Michael Günsch 15 Kommentare
GPU-Gerüchte: Auch im Notebook soll GeForce „Super“ werden

Laut einem Bericht plant Nvidia im kommenden März ein Refresh für die Notebook-Grafikkarten der GeForce-Familie. Die unbestätigten Informationen weisen auf fünf Modelle mit den Serien-Codenamen N18E und N18P hin, die analog zum Vorgehen Nvidias im Desktop-Bereich als „Super“-Modelle auf den Markt kommen könnten.

Angebliches Notebook-GPU-Refresh bei Nvidia

Unter Berufung auf eigene Quellen berichtet Notebookcheck über das angebliche Refresh bei den mobilen Grafikkarten von Nvidia, das demnach im März 2020 erfolgen soll. Eine Abbildung zeigt eine Liste mit den Codenamen von fünf Varianten in unterschiedlichen Leistungsklassen. Die Liste ist mit der Überschrift „N18E Refresh Preliminary Specs“ versehen, was mit „vorläufigen Spezifikationen für das N18E-Refresh“ zu übersetzen ist.

N18E-Modelle als RTX 2080/2070/2060 Super vermutet

An der Spitze steht die GPU N18E-G3R mit 8 GB GDDR6-Speicher, die demnach mit einer Total Graphics Power (TGP) von 150 Watt und am meisten Strom benötigt und entsprechend die höchste Leistung bieten sollte. Als Max-Q-Variante wird eine TGP von 80 Watt genannt. Notebookcheck spekuliert, dass es sich um eine GeForce RTX 2080 Super für Notebooks handelt.

Hinter N18E-G2R und N18E-G1R mit jeweils geringerer Standard-TGP von 115 Watt bei gleichem Speicherausbau werden RTX 2070 Super und RTX 2060 Super vermutet. Die RTX 2060 Super würde damit wie ihr Desktop-Pendant für zwei Gigabyte mehr Speicher als beim Vorgänger sorgen, aber auch etwas mehr Strom benötigen.

Angebliches GeForce-Super-Refresh (N18E) für Notebooks
Angebliches GeForce-Super-Refresh (N18E) für Notebooks (Bild: Notebookcheck)

Mit nur 50 Watt (Standard-TGP) respektive 35 Watt (Max-Q-TGP) liegen die Modelle N18P-G62 und N18P-G61 voraussichtlich auch bei der Leistungsfähigkeit deutlich unter den N18E-Varianten. Bei der N18P-G62 tippt die bei Notebooks in der Regel gut informierte Website auf eine GTX 1650 Super, rät bei dem voraussichtlich kleinsten Chip als potenziellen Nachfolger der GTX 1050 (Ti) aber ins Blaue hinein, was den möglichen Namen angeht. Letztlich wäre auch eine GTX 1660 Super und eine GTX 1650 Super denkbar. Beide sind mit 4 GB GDDR6 angegeben, womit ein Wechsel von GDDR5 in der unteren Leistungsklasse vollzogen würde.

Keinerlei Hinweise werden allerdings dazu geliefert, in welchen Punkten sich die mutmaßlichen Refresh-Modelle sonst von ihren Vorgängern ohne „Super“-Zusatz unterscheiden. Möglich wären zum Beispiel mehr aktive Recheneinheiten oder Taktsteigerungen.

Radeon RX 5700M im kommenden Jahr

In dem Bericht wird auch auf neue Notebook-Grafikkarten von AMD verwiesen. Demnach plant AMD für das kommende Jahr eine Radeon RX 5700M mit Navi-10-GPU, die sich bei der Leistung angeblich zwischen den bisherigen RTX 2070 und RTX 2080 für Notebooks einordnen soll. Die im selben Atemzug erwähnte Radeon RX 5500M ist aber kein Zukunftsprodukt, denn AMD hat diese bereits im Oktober offiziell vorgestellt. Die Radeon RX 5500M nutzt 22 der 24 Compute-Einheiten von Navi 14 und wird schon im mehrfach gezeigten MSI Alpha 15 eingesetzt, das in Kürze den Handel erreichen soll.

Compute
Units
Stream-
Prozessoren
Boost-Takt Game-Takt TFLOPs
(FP32)
Speicher Speicher-
Interface
Radeon RX 5700M* 36? 2.304? ? ? ? 8 GB GDDR6? 256 Bit?
Radeon RX 5500M 22 1.408 1.645 MHz 1.448 MHz bis 4,63 4 GB GDDR6 128 Bit
Radeon RX 5300M 22 1.408 1.445 MHz 1.181 MHz bis 4,07 3 GB GDDR6 96 Bit
*Daten unbestätigt

Ein weiterer Neuling ist die Radeon RX 5300M, deren Spezifikationen AMD bereits über die eigenen Webseiten verraten hat. Bei dieser handelt es sich demnach um eine RX 5500M mit deutlich verringertem Takt und einem auf 96 Bit gestutzten Speicherinterface über das nur 3 GB statt 4 GB GDDR6-Speicher angebunden werden.