Star Wars Jedi: Fallen Order im Test: GPU-Benchmarks und Frametimes

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Wolfgang Andermahr 238 Kommentare

Die nachfolgenden Grafikkarten-Benchmarks sind auf einem Intel Core i9-9900K durchgeführt worden, der mit den Standard-Einstellungen betrieben wird und auf insgesamt 32 Gigabyte Arbeitsspeicher mit einer Geschwindigkeit von DDR4-3200 (16-16-16-38) zugreifen kann. „Windows 10 November 2019 Update“ (1909) inklusive aller derzeit verfügbaren Patches ist installiert. Als Treiber wurden der Adrenalin 19.11.2 und der GeForce 441.20 genutzt. Beide Treiber sind offiziell für Star Wars Jedi: Fallen Order optimiert.

Testsequenz und Einstellungen

Die 25 Sekunden lange Testsequenz zeigt einen Marsch auf dem Planeten Kashyyyk im Gebiet „Imperiale Raffinerie“. Der Benchmarks spielt in der Außenwelt, entsprechend ist die Sichtweite recht hoch und es gibt viel Vegetation zu sehen. Gebäude und NPCs müssen in dem Test ebenso berechnet werden. Die Testsequenz ist ziemlich anspruchsvoll, meistens läuft Star Wars Jedi: Fallen Order schneller. Allerdings gibt es von Zeit zu Zeit immer wieder vergleichbar fordernde Szenen.

In 1.920 × 1.080 sowie in 2.560 × 1.440 werden im Test die maximalen Grafikdetails und damit das Episch-Preset genutzt. In 3.840 × 2.160 wird für eine bessere Performance auf die Einstellung Hoch zurückgeschaltet.

Auflösung Grafikdetails
1.920 × 1.080 Episch-Preset
2.560 × 1.440 Episch-Preset
3.840 × 2.160 Hoch-Preset

Aufgrund des Aktivierungs-Limits in Origin sind nur eine begrenzte Anzahl an Benchmarks möglich, bevor der Origin-Account automatisch für 24 Stunden gesperrt wird. Daher sind die Tests auf weniger Grafikkarten und Prozessoren beschränkt als gewöhnlich.

Benchmarks in Full HD, WQHD und Ultra HD

In Star Wars Jedi: Fallen Order haben Nvidia-Grafikkarten die Nase durchweg knapp vor den Konkurrenzmodellen von AMD. Das ist wenig verwunderlich, denn letztere haben schon immer kleinere und mal größere Leistungsprobleme mit der Unreal Engine 4 gezeigt, solange diese mit DirectX 11 und nicht mit DirectX 12 läuft.

So ist die GeForce GTX 1080 in 2.560 × 1.440 10 Prozent schneller als die Radeon RX Vega 64, die gewöhnlich leicht schneller arbeitet. Und die GeForce RTX 2070 ist ein Prozent schneller als die Radeon RX 5700 XT, im Schnitt anderer Spiele ist letztere sonst um acht Prozent voraus. Die GeForce RTX 2070 mit Turing liefert 13 Prozent mehr Leistung als die GeForce GTX 1080 mit Pascal, sodass die neue Architektur leicht besser abschneidet als im Schnitt anderer Spiele, der bei neun Prozent liegt. Die Radeon RX 5700 XT ist derweil 23 Prozent flotter als die Radeon RX Vega 64, ansonsten sind es 14 Prozent. RDNA kommt mit der Unreal Engine 4 generell besser zurecht als GCN, das gilt auch für Star Wars Jedi: Fallen Order. Anders als zuletzt noch Red Dead Redemption 2 zeigt sich für die neuen Architekturen aber kein ungewöhnlich großer Leistungssprung zum Vorgänger-Design.

Die gewählte Testsequenz zeigt in 1.920 × 1.080 ein doch schon ziemlich großes CPU-Limit. Daher kann sich die GeForce RTX 2080 Ti auch nur um zehn Prozent von der GeForce RTX 2070 absetzen, in 3.840 × 2.160 sind es dagegen gleich 65 Prozent. In anderen Szenen vom Spiel limitiert die CPU oft weniger, in diesen ist die Framerate dann auch generell deutlich höher.

Die Frametimes zeigen sich meist in guter Form

Star Wars Jedi: Fallen Order hat stellenweise etwas unruhige Frametimes, zeigt aber mit der Ausnahme des Streamings – siehe unten – keine generell großen Ausreißer. Sowohl die Radeon RX 5700 XT als auch die GeForce GTX 1080 und die GeForce RTX 2070 haben recht ruhige Frametimes. Es geht zwar andauernd etwas auf und ab, kommt aber nicht zu größeren und damit störenden Spikes. Einzig die Radeon RX Vega 64 hat im Test einen mittel- und einen großen Ausreißer gezeigt.

Eine schnelle SSD ist wichtig fürs Streaming

Star Wars Jedi: Fallen Order hat ein paar Schwierigkeiten beim Streaming. Es gibt auf einem Planeten keine Ladezeiten – Levelabschnitte werden immer „on the fly“ in den Speicher geladen. Das lässt sich stellenweise spüren, denn dann hakt das Spiel für wenige Sekunden – mal weniger, mal aber auch deutlich. Je schneller der Datenträger ist, desto kürzere hängt das Spiel. Entsprechend sollte das Spiel auf der schnellsten im System verbauten SSD installiert werden.

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