Huawei: P40 Pro hat sieben Kameras mit bis zu 240 mm Brennweite

Nicolas La Rocco 201 Kommentare
Huawei: P40 Pro hat sieben Kameras mit bis zu 240 mm Brennweite
Bild: Evan Blass

Huawei bereitet die Ankündigung des Flaggschiffs P40 Pro vor. Gerüchten zufolge soll der Nachfolger des P30 Pro (Test) Ende März in Paris vorgestellt werden. Hochauflösende Bilder aus vertrauenswürdiger Quelle zeigen das P40 Pro erstmals in vollem Umfang sowie insgesamt sieben Kameras auf Rück- und Vorderseite.

Nach Samsung mit dem Galaxy S20 wird auch Huawei dem Mobile World Congress in Spanien Ende Februar fern bleiben – zumindest mit Smartphones. Eine Pressekonferenz ist zwar für den 23. Februar angesetzt, dort wird sich vermutlich aber alles um Notebooks und Tablets drehen. Stattdessen plant Huawei für Ende März in Paris mit einer exklusiven Veranstaltung des P40 Pro. Letztes Jahr hatte sich Huawei zu gleicher Zeit in das Grand Palais eingemietet, um dort das P30 Pro vorzustellen.

Huaweis P-Serie ist vor allem für Neuerungen im Bereich der Kamera bekannt. Der für seine qualitativ hochwertigen Vorabveröffentlichungen bekannte Evan Blass hat auf Twitter Bilder veröffentlicht, die das P40 Pro von allen Seiten zeigen. Einen ersten Blick auf die technischen Daten der Kamera liefern auf das Gerät gedruckte Angaben im Bereich der Objektive.

Fünf Kameras hinten mit 18 mm bis 240 mm

Demnach kommt beim P40 Pro ein rückseitiges Kamerasystem mit insgesamt fünf Linsen zum Einsatz, die Brennweiten von 18 mm bis 240 mm bei Blenden von f/1.8 bis f/4.0 abdecken. Beim P30 Pro reicht das Spektrum von 16 mm bis 125 mm bei f/1.6 bis f/3.4. Die minimale Brennweite bezieht sich dabei jeweils auf das Ultraweitwinkelobjektiv, die am weitesten geöffnete Blende jedoch auf die Hauptkamera mit Weitwinkelobjektiv.

Huawei P40 Pro
Huawei P40 Pro (Bild: Evan Blass)

In der Detailansicht des Kameramoduls sind insgesamt fünf Linsen zu erkennen, die aller Wahrscheinlichkeit nach folgende Bereiche abdecken: Ultraweitwinkel, Weitwinkel, Tele, Makro und Time of Flight für die Tiefenerfassung. Das Teleobjektiv mit bis zu 240 mm Zoom ist erneut an der quadratischen Linse zu erkennen, die schon beim P30 Pro anzutreffen war. Huaweis Periskop-Zoom lenkt das Licht über ein Prisma um, der eigentliche Sensor sitzt nicht direkt hinter der Linse, sondern seitlich aufgestellt im Inneren des Smartphones. Offenbar ist es Huawei gelungen, dass System insofern zu vergrößern, dass der Zoom von 125 mm auf 240 mm erweitert werden konnte.

In das Display integrierte Dual-Kamera

Abseits der fünf Kameras auf der Rückseite finden sich zwei weitere auf der Vorderseite des Smartphones – und diesmal nicht in einer Notch, sondern wie beim Galaxy S10 von Samsung (Test) in einer pillenförmigen Aussparung im oberen Bereich des Displays. Ob Huawei damit verschiedene Winkel abdecken will oder die Bokeh-Funktion für Selbstporträts verbessern möchte, ist derzeit nicht klar. Ob das mit Apples Face ID vergleichbare System des Mate 20 Pro (Test) und Mate 30 Pro zum Einsatz kommen wird, ist ebenfalls nicht bekannt. Üblicherweise fehlt dieses bei der P-Serie, stattdessen gab es bisher einen in das Display integrierten optischen Fingerabdrucksensor.

Kirin 990 aus 7-nm-Fertigung

Weitere technische Details zum P40 Pro lassen sich insofern von den Bildern ableiten, als dass zum Beispiel erneut die 3,5-mm-Klinkenbuchse fehlt. Hinsichtlich des Prozessors dürfte Huawei auf den parallel zum Mate 30 Pro angekündigten Kirin 990 (5G) aus 7-nm-Fertigung setzen. Damit dürfte auch die Unterstützung des neuen Mobilfunkstandards gesichert sein.

Google-Dienste fehlen wahrscheinlich wieder

Was dem P40 Pro hingegen nach aktuellem Stand fehlen wird, sind die Google Mobile Services und damit das gesamte Google-Play-Ökosystem. Da es sich beim P40 Pro um eine vollständige Neuentwicklung und nicht nur um einen warmen Aufguss eines bestehenden Smartphones handeln wird, greift die Entity List von US-Präsident Trump, die es unter anderem Google verbietet, US-Technologien an Huawei zu exportieren. Huawei bietet deshalb seit der Ankündigung des Mate 30 Pro mit der AppGallery auch in Deutschland einen eigenen Store an.