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Lenovo Creator Series: Vom Notebook bis zum „Display-Lautsprecher“

Michael Günsch 12 Kommentare
Lenovo Creator Series: Vom Notebook bis zum „Display-Lautsprecher“
Bild: Lenovo

Die Zahl der sogenannten „Creator“, die semiprofessionell oder privat digitale Inhalte wie etwa Fotos und Videos schaffen und bearbeiten, wächst. Auch Lenovo widmet dieser Zielgruppe eine eigene Produktlinie. Die Neuvorstellungen in der Lenovo Creator Series umfassen zwei Notebooks, einen Desktop-PC und zwei Monitore.

Hinweis: Am Ende der folgenden Bildstrecken finden sich weitere Spezifikationen.

Notebook: Yoga Creator 7

Das 15,6-Zoll-Notebook Yoga Creator 7 soll relativ viel Leistung mit relativ kompakten Maßen vereinen. Bei 17,9 mm Dicke liegt das Gewicht bei 1,8 kg, kommt das optionale Glas-Display zum Einsatz, kommen 100 Gramm hinzu. So oder so biete das IPS-Display Full HD, 300 cd/m² und 100 Prozent sRGB bei einem Farbabstand von Delta E <2. Als Prozessoren stehen nicht näher spezifizierte Intel-CPUs der 10. Core-Generation zur Verfügung, eine Fußnote im Datenblatt deutet an, dass neben Ice Lake auch Comet Lake in Frage kommt. Auch bei der „Nvidia GTX Graphics“ fehlen noch konkrete Angaben.

Acht oder 16 GB DDR4 sowie PCIe-SSDs mit 256 GB bis 1 TB dienen als flüchtiger und nicht flüchtiger Speicher. Die Tastatur besitzt eine Hintergrundbeleuchtung und zu den Anschlüssen zählen USB Typ C, HDMI und ein SD-Kartenleser; Wi-Fi 6 ist optional erhältlich. Die Akkulaufzeit soll unter bestimmten Bedingungen (MobileMark 2014) bis zu 13 Stunden betragen.

In „ausgewählten Märkten“ soll der Marktstart des Yoga Creator 7 im zweiten Quartal 2020 mit einem Startpreis von 1.099 Euro erfolgen.

Notebook: IdeaPad Creator 5

Mit 25 mm Dicke und 2,2 kg Gewicht ist das IdeaPad Creator 5 weniger kompakt und mit bis zu 8 Stunden Akkubetrieb auch kein Marathonläufer. Dafür bietet das 15,6 Zoll messende FHD-IPS-Display 100 Prozent Adobe RGB und ebenso eine Kalibrierung mit Delta E <2. Ebenfalls mit Intel-Prozessoren der 10. Core-Generation und GeForce GTX bestückt, ist die Mindestausstattung beim RAM mit 4 GB bis 16 GB erstaunlich gering. Neben PCIe-SSDs mit 256 GB und 512 GB steht eine 1 TB HDD zur Auswahl. Statt Wi-Fi-6-Option gibt es Wi-Fi 5 (802.11ac) und statt USB 3.2 Gen 2 nur USB 3.2 Gen 1. Weitere Anschlüsse bilden HDMI, RJ45 und Audio.

Die „Q-Control“ für eine Anpassung von Leistung und Kühlung zur Steigerung der Akkulaufzeit um „bis zu 20 Prozent“, gibt es bei diesem Notebook wie auch beim oben genannten Yoga Creator 7.

Der Startpreis ist mit 999 Euro genau 100 Euro geringer als beim schlankeren Yoga-Modell. Die Verfügbarkeit soll erst im dritten Quartal in ersten Märkten gegeben sein.

Desktop-PC: IdeaCentre Creator 5

Für den stationären Einsatz ist das IdeaCentre Creator 5 bestimmt. Mit 14 Litern Volumen ist das Desktop-Gehäuse kein Mini-PC, bietet aber Platz für Grafikkarten vom Typ Nvidia GeForce RTX, Intel Core i9 der Desktop-Klasse, bis zu 32 GB RAM und M.2-PCIe-SSDs mit maximal 1 TB sowie eine HDD mit bis zu 2 TB Speicherplatz. Dass auf schnelles USB 3.2 Gen 2 oder DisplayPort verzichtet wird, ist selbst bei günstigen Desktop-PCs kaum zu verzeihen.

Immerhin gibt es Wi-Fi 5 und Bluetooth 4.0, einen Kartenleser, HDMI und VGA sowie Gigabit-Ethernet. Mit Windows 10 Home und vorinstallierter Software starten die Preise bei 999 Euro und die Verfügbarkeit im dritten Quartal 2020.

Monitor: Qreator 27

Mit 10 Bit Farbtiefe, 98 Prozent Abdeckung des DCI-P3-Farbraums und Kalibrierung mit Delta E <2 soll der 27-Zoll-Monitor Ansprüche an die Farbwiedergabe befriedigen. Während ein IPS-Panel mit 4K UHD und 400 cd/m² Helligkeit in diesem Bereich keine Seltenheit ist, sticht das Design deutlich aus der Masse hervor. Das fast rahmenlos wirkende Display „schwebt“ über einem markant gestalteten Standfuß, der zugleich als Ablage und Qi-Ladestation für ein Smartphone dient. Ein Nachteil der Design-Spielerei ist, dass sich der Bildschirm nur im Neigungswinkel verstellen lässt, was nicht für Ergonomie am Arbeitsplatz genügt.

Eine Besonderheit bildet die Audiowiedergabe, denn beim sogenannten „Smart Crystal Sound Speaker“ macht eine Membran das ganze Display zum Lautsprecher. Dies erinnert an die Crystal-Sound-Technik im OLED-Display des Smartphones LG G8. Zu den Anschlüssen gehört USB 3.2 Gen 2 Typ C, HDMI 2.0 und DisplayPort 1.2. Zum Preis von 819 Euro soll der Monitor im zweiten Quartal erhältlich sein.

Monitor: Lenovo Q27h

Ein sehr ähnliches Design kommt beim 27-Zoll-Monitor Lenovo Q27h zum Einsatz, der ebenfalls ein IPS-Display bietet, aber nur mit 2.560 × 1.440 auflöst und sich auf 8 Bit pro Farbkanal beschränkt. Ebenso fehlen die Qi-Ladefunktion und die spezielle Sound-Technik, stattdessen sind herkömmliche Lautsprecher integriert. Abstriche gibt es auch bei den Anschlüssen, die unter anderem aus USB 3.2 Gen 1 Typ C, HDMI 1.4 und DisplayPort 1.2 bestehen. Beide Modelle unterstützen AMD FreeSync.

Die geringere Ausstattung macht sich im Preis deutlich positiv bemerkbar, denn mit 329 Euro kostet der Q27h weniger als die Hälfte des Qreator 27. Abermals erwartet Lenovo den Marktstart im zweiten Quartal 2020.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Lenovo unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühest mögliche Veröffentlichungszeitpunkt.