Diablo IV: Blizzard zeigt UI, Koop-Modus und Monsterfamilien

Sven Bauduin 127 Kommentare
Diablo IV: Blizzard zeigt UI, Koop-Modus und Monsterfamilien
Bild: Blizzard

Im Rahmen des ersten Entwickler-Updates zu Diablo IV hat Blizzard neben des UIs über den Koop-Modus und die Monsterfamilien des Hack-and-Slay-Titels gesprochen. Im Diablo IV Quarterly Update spricht der Entwickler zudem über die neue Belegung der Maustasten und den Controller-Support der PC-Version des Action-Rollenspiels.

(R)evolution des Linksklicks

Eine kleine Änderung mit großer Wirkung erfährt die linke Maustaste. Hat die Doppelbelegung des Linksklicks in der Vergangenheit doch nicht unwesentlich zum hohen Spieltempo der Serie beigetragen, sollen die Fähigkeiten Angreifen und Bewegen zukünftig voneinander getrennt werden. Eine kleine Revolution.

Eine überraschend große Anzahl an Spielern bat um die Option, ihre primären Fähigkeiten an etwas anderes als die linke Maustaste zu binden, damit sie diese vom Angriff trennen können.“, so Blizzard. Da der Entwickler im gleichen Atemzug von „mehr Flexibilität“ spricht, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine optionale Funktion und damit mehr um eine Evolution als eine Revolution.

Zudem sollen Controller in Diablo IV die gleiche Aufmerksamkeit erhalten wie die klassische Steuerung per Maus und Tastatur.

Aktionsleiste wandert in die Mitte

Während der letzten Wochen experimentierten die Entwickler mit einer neuen Position der Aktionsleiste, die sich zeitweise unten links befand, „um den zentralen Kampfbereich und den unteren Bildschirmrand freizugeben, wo die isometrische Kamera konzeptbedingt ohnehin weniger sieht“, so Blizzard. Auf Grund des Feedbacks der Entwickler und der Resonanz auf die erste Demo, habe man sich aber dazu entschlossen, die Aktionsleiste weiterhin zentriert zu platzieren.

Die Aktionsleiste wandert ...
Die Aktionsleiste wandert ... (Bild: Blizzard)
... von Links in die Mitte
... von Links in die Mitte (Bild: Blizzard)

UI-Update für Koop-Modus

Auch der mit Diablo 3: Reaper of Souls (Test) eingeführte Koop-Modus findet sich in Diablo IV wieder, erhält aber laut Blizzard ein entscheidendes Update hinsichtlich der Benutzeroberfläche. War in Diablo 3 noch einer der Spieler zum Nichtstun verdammt, während der andere Spieler einen UI-Bildschirm wie das Inventar geöffnet hatte, wurde das UI in Diablo IV so konzipiert, dass beide Spieler das UI unabhängig voneinander und sogar gleichzeitig nutzen können.

Spieler können das Interface im Koop-Modus unabhängig voneinander bedienen
Spieler können das Interface im Koop-Modus unabhängig voneinander bedienen (Bild: Blizzard)

Die Kannibalen als erste Monsterfamilie

In Diablo IV wird es nicht nur Monster, sondern ganze Monsterfamilien wie die Kannibalen und Kultisten geben. Wurden die Monster im Bestiarium von Diablo III noch in Kategorien wie Dämonen, Unheilige, Untote, Humanoiden oder Wildtiere eingeteilt, erfordert die riesige und nahtlose Welt von Diablo IV eine andere Herangehensweise.

Aus diesem Grund haben die Entwickler die sogenannten Monsterfamilien geschaffen, welche sich „raffinierter und robuster anfühlen“ sollen als die Monster im Vorgänger und jede für sich ihren einzigartigen Kampfstil besitzen soll. Jede Familie besteht aus mehreren Mitgliedern, die sich auch untereinander deutlich unterscheiden sollen.

Die Monsterfamilie der Kannibalen besteht aus insgesamt fünf Mitgliedern, die als Heiler, Schamane, Nahkämpfer, Fernkämpfer oder Dungeon-Boss in Erscheinung treten können. Blizzard möchte das Bestiarium in Diablo IV mit den Monsterfamilien völlig neu interpretiert und mit ganz spezifischen Mechaniken erweitert haben.

Die Monsterfamilie besteht aus fünf Mitgliedern
Die Monsterfamilie besteht aus fünf Mitgliedern (Bild: Blizzard)

Blizzard hatte Diablo IV auf der Blizzcon 2019 vorgestellt und bislang noch keinen Erscheinungstermin für das Spiel genannt. Der Titel befindet sich zur Zeit in der Entwicklung für die Plattformen PC, PlayStation 4 und Xbox One. Vor Ende 2020 sollten Spieler nicht mit dem Erscheinen des Action-Rollenspiels rechnen.