InsideInfinity schrieb:
Weist du ich will dich jetzt nicht beleidigen, aber du bist ein Teil dieses Problems. Nur weil jemand vor 15 Jahren mal nen Fehler gemacht hat muss man keine lebenslange Hexenjagt gegen diese Person machen.
Der Grund für Molyneux' schlechten Ruf ist nicht
ein Fehler
vor 15 Jahren, sondern
all die Fehler
innerhalb der letzten 15 Jahre. Hier mal eine kurze Übersicht:
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Curiosity (2012), ein Mobilegame-Machwerk das ein "soziales Experiment" sein wollte und einen "lebensumwälzenden" Preis versprach. Dieser entuppte sich dann als Versprechen über eine Herrscherrolle in dem nachfogenden Spiel Godus, einen Anteil am Umsatz des besagten Spiels, sowie Mitwirkung am Design.
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Godus (2014), ein Spiel das über Kickstarter finanziert wurde, ziemlich mies war und und von Molyneus aufgegeben wurde. Angeblich hat es auch nie Profit gemacht, weswegen der Gewinner des obigen Preises nie einen Cent sah. Die Miteinbeziehen beim Design fand auch nie statt. Das Spiel blieb unvollendet, obwohl Molyneux bis zuletzt versrpach, dass es "bald" viele neue Features geben würde...
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Godus Wars (2016), ein RTS-Spinoff vom kickstarterfinanzierten Godus, das mit MTX zugepflastert war und - oh Wunder - nicht gut angenommen und auch bald aufgegeben wurde.
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The Trail: Frontier Challenge (2017), ursprünglich ein mobile-game, das auf den PC und die Switch geportet wurde. Viele MTX, unterwältigendes Gameplay.
- Legacy (2023), ein NFT-
Scam Spiel, in dem bereits vor Release Spielinhalte in NFT-Form für rund 50 Millionen Dollar verkauft wurden. Nachdem die Spielerschaft gemolken war, wurde das Spiel - Überraschung - auch aufgegeben und zahllose Bugs und Probleme blieben ungefixt.
Der schlechte Ruf ist also wohlverdient und für mich ist nicht nachvollziehbar, warum du ihn verteidigst und versuchst, seinen jüngeren Werdegang schönzureden.
Ja, Molyneux war einmal einer der großen Pioniere der Computerspielwelt. Populous, Dungeon Keeper, Fable, B&W waren Spiele, die die gesamte Branche mitgeprägt haben. Aber das ist lange vorbei und er hat m. E. durch seine diversen Abzockereien in den letzten 15 Jahren einfach jedweden guten Willen verspielt.
Wenn Masters of Albion irgendwann als ein gutes Spiel, das seine Versprechen erfüllt, den Early-Accesss verlassen sollte, fände ich das toll. Ich würde mich darüber freuen, wenn Molyneux zum Abschluss seiner Karriere es noch einmal schaffen sollte, die Kreativität und den Funken des gewissen Etwas heraufzubeschwören, die seine frühen Werke geprägt haben.
Aber bis es so weit ist, bleibe ich sehr skeptisch und lasse die Finger davon.