Windows Insider Channels: Microsoft tauscht Ringe gegen Kanäle im Insider Programm

Sven Bauduin 16 Kommentare
Windows Insider Channels: Microsoft tauscht Ringe gegen Kanäle im Insider Programm
Bild: Microsoft

Microsoft streicht die Ringe aus seinem Insider Programm für Windows 10 und setzt zukünftig auf Kanäle, sogenannte Windows Insider Channels. Anstelle des Fast Rings tritt der „Dev Channel“, der Slow Ring firmiert zukünftig unter der neuen Bezeichnung „Beta Channel“ und der Release Preview Ring wird zum „Release Preview Channel“.

Microsoft macht Ringe zu Kanälen

Wie Microsoft in seinem Windows Blog bekanntgegeben hat, ersetzt das Unternehmen mit den kommenden Windows 10 Insider Preview Builds die drei bekannten Windows Insider Ringe „Fast“, „Slow“ und „Release Preview“ durch drei neue Kanäle, die sogenannten Windows Insider Channels, mit ähnlicher Bezeichnung.

Mit diesem Schritt möchte Microsoft Anwendern und Entwicklern eine bessere Übersicht über die verfügbaren Vorschau-Versionen von Windows 10 geben, später sollen weitere Anwendungen wie Microsoft Edge sowie Microsoft Office der neuen Release-Preview-Struktur folgen.

Der Fast Ring wird zum Dev Channel

Den Fast Ring des Windows 10 Insider Programms führt Microsoft zukünftig unter der Bezeichnung Dev Channel und spricht damit weiterhin in erster Linie „hoch-technische“ Anwender und Entwickler an, die immer die neusten Preview Builds ausprobieren möchten und auch vor fehlerbehafteten Versionen nicht zurückschrecken.

Die Insider Preview Builds aus dem Dev Channel sind deshalb explizit nicht für eine der kommenden Veröffentlichungen vorgesehen, sondern dienen fundierten Anwendern in erster Linie als Testumgebung, um neue Funktionen auf ihre Alltagstauglichkeit hin zu überprüfen.

Sollten sich neue Features jedoch bewähren, können sie durchaus den Weg in den stabilen Entwicklungszweig und damit in kommende Feature-Updates von Windows 10 finden, wie aktuell beispielsweise das Mai 2020 Update Windows 10 2004 („20H1“).

Der Slow Ring heißt zukünftig Beta Channel

Der ehemalige Slow Ring wird zum Beta Channel, in dem Anwender mit Vorab-Versionen kommender Windows 10 Feature-Updates versorgt werden. Wer aktuell im Slow Ring und damit zukünftig im Beta Channel unterwegs ist, kann beispielsweise erste Builds des kommenden Herbst 2020 Updates Windows 10 20H2 testen, das zur Zeit unter dem Codenamen „Mangan“ entwickelt wird.

Für den Beta Channel verspricht Microsoft, vorab validierte und weitestgehend stabile Preview Builds zu veröffentlichen.

Der Release Preview Channel ersetzt den Release Preview Ring

Im neuen Release Preview Channel, der eins zu eins dem Release Preview Ring entspricht, erhalten Anwender bereits kurz vor der offiziellen Veröffentlichung mehr oder weniger finale Feature-Updates und Windows-Versionen. Hiermit können Anwender die fertigen neuen Funktionen vorab testen und Unternehmen ihre System validieren.

Die drei Windows Insider Channels sollen für mehr Übersicht sorgen
Die drei Windows Insider Channels sollen für mehr Übersicht sorgen (Bild: Microsoft)

Die Umstellung von den Ringen auf die neuen Kanäle erfolgt für Teilnehmer des Windows 10 Insider Programms völlig automatisch auf Grundlage des aktuell gewählten Rings.

For Windows Insiders, the move to channels will be easy. If your device is currently flighting, we’ll automatically move your devices based on your current ring to the new channel that best corresponds with that experience. You won’t have to take any action for this change to happen.

Microsoft

Microsoft Office folgt im nächsten Schritt

Im nächsten Schritt möchte Microsoft sein Betriebssystem und seine Office-Suite im Hinblick auf deren Preview Builds und Entwicklung näher zusammenbringen und integriert Microsoft Office als erstes Programm in die neuen Kanäle. Wann genau Microsoft Office Teil der Windows Insider Channels wird, ist jedoch noch offen.

Im nächsten Schritt soll Microsoft Office in die Windows Insider Channels aufgenommen werden
Im nächsten Schritt soll Microsoft Office in die Windows Insider Channels aufgenommen werden (Bild: Microsoft)