Razer DeathAdder V2 Mini: DeathAdder V2 und Viper Mini haben ein Kind gezeugt

Fabian Vecellio del Monego 4 Kommentare
Razer DeathAdder V2 Mini: DeathAdder V2 und Viper Mini haben ein Kind gezeugt
Bild: Razer

Razer schrumpft die von ComputerBase im Test als hervorragend befundene DeathAdder V2 und setzt dabei auf die gleiche Sensor-Technik wie zuvor bei der Viper Mini (Test). Neu ist ein optionales Grip-Tape, übernommen werden die optischen Schalter, das Kabel, die Gleitfüße und natürlich die bekannte DeathAdder-Form.

Ein Hybrid aus DeathAdder V2 und Viper Mini

Eine Begleiterscheinung des Schrumpfprozesses ist wie zuvor beim Schritt von Viper Ultimate (Test) zu Viper Mini der Wechsel vom erstklassigen PixArt PMW-3399 zum guten, aber in bisherigen Mäusen nie ebenbürtigen PMW-3359. Problematisch sind dabei nicht etwa Auflösung oder Präzision, sondern die für PMW-3330-Derivate übliche hohe Lift-off-Distance, die schon bei der sonst guten Viper Mini einen faden Beigeschmack hinterließ. Inwiefern die DeathAdder V2 Mini jedoch in der Praxis betroffen ist, wird sich im Test klären – im Gegensatz zu den für den Fingertip-Grip optimierten Vipern handelt es sich bei der kleineren und leichteren Todesotter freilich um eine Palm-Grip Maus mit anderer Handhabung.

Apropos kleiner und leichter: Die DeathAdder V2 Mini unterbietet ihre große Schwester in allen Dimensionen. Am deutlichsten macht sich das beim mit 62 Gramm rund 25 Prozent niedrigeren Gewicht bemerkbar, doch auch die Abmessungen schrumpfen. Die Länge sinkt von 127 auf 114 Millimeter, in der Breite verliert sie rund 6 Millimeter und auch die Höhe fällt leicht. Damit ist sie sogar noch kleiner als Glorious' vor kurzem vorgestellte Model D-, die vermutlich als größte Konkurrentin gesehen werden kann.

Grip-Tape anstelle fester Gummierung

Viper und Viper Ultimate versah Razer an beiden Flanken mit einer griffigen Gummierung, um den Halt im Fingertip-Grip zu verbessern. Bei der kleineren Viper Mini verzichtete der Hersteller darauf – nicht nur, um den Preis zu drücken, sondern auch, weil viele Nutzer schlichtweg eine glatte Hartplastik-Oberfläche bevorzugen. Gummierungen gehen zudem immer mit einer höheren Gefahr für Abnutzungs­erscheinungen und Verunreinigungen einher. Folglich war die Viper Mini aber gar nicht per se eine kleinere Viper, sondern für eben jene eine Gummierung präferierenden Nutzer eine weniger gute Maus.

Bei der kleinen DeathAdder V2 löst Razer dieses Dilemma nun recht elegant. Ab Werk verfügt die Maus ausschließlich über plane, aber dennoch recht raue Hartplastik-Oberflächen; im Lieferumfang befinden sich aber vier Grip-Tapes. Diese rund 0,5 Millimeter dicken, selbstklebenden Gummi-Folien können Nutzer wahlweise an linker und rechter Flanke sowie auf der linken und rechten Primärtasten-Abdeckung anbringen und die DeathAdder V2 Mini somit individuell anpassen. Für die Tapes hat Razer mit 3M zusammengearbeitet und gab gegenüber ComputerBase zudem zu verstehen, dass „während des ersten Beklebens ein Entfernen und Justieren problemlos möglich“ sei. Die tatsächliche Haltbarkeit hänge von mehreren Faktoren ab, wie beispielsweise der Sauberkeit der Maus-Oberfläche oder der Umgebungstemperatur.

Die restlichen Komponenten sind alte Bekannte

Keine Änderungen gibt es bei Razers optomechanischen Primärtastern sowie der generellen Bestückung mit 4 Zusatztasten. Auch das flexibel umwickelte Kabel und die Gleitflächen aus weißen, unbeschichteten PTFE-Elementen bleiben erwartungsgemäß erhalten. Einen Verlust gibt es hingegen bei den RGB-LEDs: Die kleine DeathAdder verfügt nur noch über ein leuchtendes Razer-Logo; das Mausrad bleibt dunkel. Ebenfalls beschnitten wurde der interne Speicher, der lediglich Platz für ein einziges Profil bietet – zumindest in der Theorie, denn bei der ebenfalls mit einem Profil beworbenen Viper Mini zeigten sich im Test deutliche Einbußen.

Ab sofort für 50 Euro

Razer wandelt bei der Preisgestaltung leicht oberhalb der Spuren der Viper Mini. Die DeathAdder V2 Mini erhält eine unverbindliche Preisempfehlung von rund 60 Euro, die kleine Viper schlägt mit nur 50 Euro zu Buche. Die große DeathAdder V2 kostet rund 70 Euro. Erhältlich ist die neue Maus ab sofort über Razers Website und per Amazon; weitere Händler sollen in den nächsten Wochen folgen.

Razer DeathAdder V2
Razer DeathAdder V2 Mini
Razer Viper Mini
Ergonomie: Rechtshändig Symmetrisch (Rechtshändig)
Sensor: PixArt PMW-3399
Optisch
Lift-Off-Distance: 1,0 – 3,0 mm
PixArt PMW-3359
Optisch
Auflösung: 100 – 20.000 cpi
5 Stufen
100 – 8.500 cpi
5 Stufen
Geschwindigkeit: 16,5 m/s 7,6 m/s
Beschleunigung: 490 m/s² 343 m/s²
USB-Abfragerate: 1.000 Hz
Primärtaster: Razer Optical, 70 mio. Klicks Razer Optical, 50 mio. Klicks
Anzahl Tasten: 8
Oberseite: 5 Unterseite: 1
Linksseitig: 2
6
Oberseite: 4
Linksseitig: 2
Sondertasten: Mausrad
cpi-Umschalter, Profil-Umschalter
Mausrad
cpi-Umschalter
Software: 5 Profile
vollständig programmierbar, Sekundärbelegung
Makroaufnahme
Interner Speicher: 5 Profile
5 Profile
vollständig programmierbar, Sekundärbelegung
Makroaufnahme
Interner Speicher: 1 Profil
Beleuchtung: Farbe: RGB, 2 Zonen
Modi: Atmend, Wellen, Farbschleife
Reaktiv, Spiele-Integration
Farbe: RGB, 1 Zone
Modi: Atmend, Wellen, Farbschleife
Reaktiv, Spiele-Integration
Farbe: RGB, 2 Zonen
Modi: Atmend, Wellen, Farbschleife
Reaktiv, Spiele-Integration
Gehäuse: 127 × 70 × 43 mm
Hartplastik
Gummielemente
114 × 56 × 39 mm
Hartplastik
Gummielemente
118 × 54 × 38 mm
Hartplastik, Beschichtung
Glanzelemente
Gewicht: 82 Gramm (o. Kabel) 62 Gramm (o. Kabel) 61 Gramm (o. Kabel)
Anschluss: USB-A-Kabel, 2,10 m, umwickelt
Preis: ab 67 € ab 60 € ab 35 €

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Razer unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.