Xiaomi: 2021 kommt das Smartphone mit Unter-Display-Kamera

Frank Hüber 106 Kommentare
Xiaomi: 2021 kommt das Smartphone mit Unter-Display-Kamera
Bild: Xiaomi

Xiaomi hat die dritte Generation der Unter-Display-Kamera-Technologie vorgestellt, die nun so weit fortgeschritten ist, dass sie ab nächstem Jahr in der Massenproduktion bei Smartphones eingesetzt werden soll. So entfällt die derzeit häufig für die Frontkamera genutzte Notch beim Smartphone.

Bereits im letzten Jahr hatte Xiaomi einen Ausblick auf eine Integration der Frontkamera unter das Display gegeben, wobei es sich um die zweite Generation der Technik handelte, wie Xiaomi nun bekannt gegeben hat. In einem auf Twitter veröffentlichten Video zeigt Xiaomi-Präsident Shou Zi Chew ein Video, in dem die neue Technologie zur unsichtbaren Integration der Kamera unter dem Display im direkten Vergleich mit einem Smartphone mit der bekannten Kamera-Aussparung verglichen wird.

Volle Pixeldichte auch im Kamerabereich

Die Platzierung unter dem Display soll laut Xiaomi keine Nachteile mehr in Bezug auf die Bildqualität der Kamera aufweisen. Mit der neuen Generation sei es gelungen, nicht mehr auf einzelne Pixel im Kamerabereich verzichten zu müssen. Stattdessen kann ein vollständiges RGB-Subpixel-Layout eingesetzt werden, indem das Licht durch Lücken zwischen den verkleinerten Subpixeln auf den Kamerasensor trifft. So lässt sich auf dem Displaybereich über dem Kamerasensor dieselbe Pixeldichte wie auf dem restlichen Display erreichen, so dass kein qualitativer Unterschied festzustellen sein soll, da Helligkeit, Sättigung und Farbumfang identisch sind.

Wie hoch die Pixeldichte bei dieser Technik maximal sein darf und ob sie mit aktuellen Smartphone-Flaggschiffen mithalten kann, damit noch ausreichend Licht auf den Sensor trifft, ist aber nicht bekannt.

3. Generation der Unter-Display-Kamera
3. Generation der Unter-Display-Kamera (Bild: Xiaomi)

Kameras unter dem Display als Fingerabdrucksensoren

Bereits jetzt werden Kameras unter den Displays von Smartphones genutzt, allerdings nur für optische Fingerabdrucksensoren, sofern kein Ultraschall-Fingerabdrucksensor zum Einsatz kommt, den Qualcomm entwickelt hatte und wie er beispielsweise bei Samsung seit dem Galaxy S10 genutzt wird.