Parallels Desktop für Chromebook Enterprise: Windows auch ohne Internet lokal auf Chromebooks

Frank Hüber 22 Kommentare
Parallels Desktop für Chromebook Enterprise: Windows auch ohne Internet lokal auf Chromebooks
Bild: Parallels

Mit „Parallels Desktop for Chromebook Enterprise“ bringt Parallels die bekannte Windows-Virtualisierung auf Enterprise-Chromebooks, so dass Windows-Anwendungen lokal auf Chromebooks auch ohne Internetverbindung genutzt werden können. Angekündigt war dieser Schritt im Rahmen einer Partnerschaft mit Google bereits.

Integration in Chrome OS und die Admin-Konsole

Parallels Desktop for Chromebook Enterprise ist ab heute erhältlich und ist vollständig in Chrome OS und die Google-Admin-Konsole integriert, worüber die Chromebooks und Parallels von Admins verwaltet werden können.

Neben dem Ausführen von Windows und allen Anwendungen auf einem Chromebook parallel zu Anwendungen von Chrome OS ermöglicht Parallels auch unter Chrome OS die von anderen Plattformen bekannte Möglichkeit, zwischen beiden Systemen direkt zu interagieren. So können Texte und Grafiken per Copy & Paste zwischen Chrome OS und Windows 10 ausgetauscht werden und über freigegebene Drucker in Chrome OS auch direkt aus den Anwendungen unter Windows 10 heraus gedruckt werden. Dateien aus Windows 10 können wahlweise lokal oder in der Cloud gespeichert werden, oder beides. Die Windows-Dateiordner wie Desktop, Dokumente und Downloads werden dabei auf die Ordnerstruktur in Chrome OS weitergeleitet, so dass sie auch für Anwendungen aus Chrome OS zugänglich sind und keine Duplikate gespeichert werden müssen. Zudem kann jeder Ordner aus Chrome OS auch für das Windows-System in Parallels freigegeben werden – auch aus Google Drive oder OneDrive.

Wird Windows 10 im Vollbildmodus auf einen virtuellen Desktop in Chrome OS gelegt, kann über die Gestensteuerung des Chromebooks zwischen Chrome OS und Windows 10 hin und her gewechselt werden. In den Optionen kann zudem festgelegt werden, ob Web-Links, auf die unter Windows geklickt wird, in Windows oder Chrome OS geöffnet werden sollen. Zudem kann festgelegt werden, dass bestimmte Dateitypen immer mit Windows geöffnet werden, so dass die virtuelle Maschine bei Bedarf gestartet wird.

Windows nutzt die Netzwerkverbindung von Chrome OS, so dass auch darüber bestehende VPN-Verbindungen weiterhin genutzt werden können.

Schnelle CPU und 16 GB RAM empfohlen

Als Systemvoraussetzungen für die Chromebooks empfiehlt Parallels Modelle mit Intel Core i5 oder Core i7 Prozessor und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher. Als Hauptspeicher wird eine mindestens 128 GB große SSD empfohlen. Enterprise-Kunden können ihre vorhandenen Windows-10-Lizenzen nutzen. Als empfohlene Geräte nennt Parallels unter anderem das HP Elite c1030 Chromebook Enterprise und Pro c640 Chromebook Enterprise, Google Pixelbook und Pixelbook Go, das Acer Chromebook Spin 713 und Spin 13, das Dell Latitude 5300 2-in-1 Chromebook Enterprise und 5400 Chromebook Enterprise, das Lenovo Yoga C630 Chromebook und das Asus Chromebook Flip C436FA.

59,99 Euro pro Lizenz

Parallels Desktop for Chromebook Enterprise ist als lokalisierte Version in den Sprachen Portugiesisch, Chinesisch, Tschechisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Polnisch, Russisch und Spanisch erhältlich. Eine Einzellizenz kostet 59,99 Euro pro Jahr, wobei Volumenrabatte für Unternehmen möglich sind. Zudem steht auch eine einmonatige Testversion für fünf Geräte auf der Website zur Verfügung. Ob und wann das Angebot auch abseits von Enterprise-Chromebooks zugänglich sein wird, ist noch nicht bekannt.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Parallels unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.