Nukleare Abschreckung: Dell liefert neue Intel Sapphire Rapids für Simulationen

Volker Rißka
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Nukleare Abschreckung: Dell liefert neue Intel Sapphire Rapids für Simulationen
Bild: US Navy

Dell liefert ab 2022 Intel-Systeme mit Sapphire Rapids für neue US-Supercomputer, die für Simulationen der nuklearen Waffen dienen. Bis 2025 sollen die Systeme stetig erweitert werden und am Ende eine Leistung von 40 PetaFLOPS bieten.

Das sogenannte Stockpile stewardship ist ein wichtiger Bestandteil im US-Atomprogramm, da seit fast drei Jahrzehnten keine neuen Atomwaffen gebaut werden. Insofern müssen die mindestens 29 Jahre alten Waffensysteme stets überwacht und gewartet werden, parallel dazu wird simuliert, wie sich die Systeme überhaupt noch verhalten, da seit fast 30 Jahren auch keine Testdaten aus realen Atomwaffentests mehr vorliegen. Im Jahr gibt die US-Regierung mehr als 4 Milliarden US-Dollar für diesen Bereich aus.

Insofern sind die 40 Millionen US-Dollar für einen neuen Supercomputer nur ein Tropfen auf den heißen Stein des riesigen Budgets. Dell wird den Auftrag mit neuen PowerEdge-Server übernehmen und ab Mitte 2022 erste Systeme mit Intel Sapphire Rapids ausliefern. Diese sollen auf Skalierung ausgelegt sein, kleine Nodes mit einer Leistung von 1,5 PetaFLOPS sollen bis zum Jahr 2025 auf bis zu 40 PetaFLOPS ausgebaut werden können. Insgesamt werden vom Department of Energy’s National Nuclear Security Administration’s (DOE/NNSA’s) drei Standorte nachgerüstet: Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL), Los Alamos National Laboratory (LANL) und Sandia National Laboratories (SNL).

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