USB-C mit 60 und 240 Watt: Neue Logos sollen Chaos beim Standard erklären

Frank Hüber
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USB-C mit 60 und 240 Watt: Neue Logos sollen Chaos beim Standard erklären
Bild: HDMI Licensing, LLC

Das für die USB-Standards zuständige USB Implementers Forum (USB-IF) hat neue Logos für USB-C-Kabel und -Anschlüsse veröffentlicht, die das Chaos, welcher Anschluss und welches Kabel welche Stromversorgung und Datenrate bereitstellen können, etwas verständlicher machen sollen. Unterschieden wird zwischen 60 und 240 Watt.

Mit der neuen Revision USB Typ-C 2.1 und USB Power Delivery 3.1 für den universellen Verbindungsstandard mit USB-Typ-C-Stecker wurde die Stromversorgung erweitert. Mit USB Power Delivery sind mit USB-C 2.1 nun bis zu 240 Watt (48 Volt bei 5 Ampere) statt zuvor maximal 100 Watt (20 Volt bei 5 Ampere) über den Stecker und die Kabel möglich. Verständlicher, wann welche Übertragungsrate und welche maximale Stromversorgung genutzt werden kann, wurde USB-C damit aber wieder einmal nicht.

Viele neue Logos sollen Klarheit schaffen

Die neuen Logos sollen nun auf einen Blick ersichtlich machen, ob 60 oder 240 Watt nach USB Power Delivery 3.1 bereitgestellt werden. Wenn es sich um einen zertifizierten USB-4-Anschluss handelt, lässt sich auch die Datenrate von 40 Gbit/s mit in das Logo aufnehmen, schließlich kann USB 4 auch nur mit 20 Gbit/s angeboten werden. Entsprechende Logos sollen auch für eine Stromversorgung von maximal 60 Watt und eine Transferrate von maximal 20 Gbit/s eingeführt werden. Für Ladegeräte gibt es zudem ein weiteres Logo, dass die Stromversorgung zeigt. Insgesamt sieben verschiedene Logos ergeben sich so allein für 240 und 60 Watt, je nachdem ob sie auf der Verpackung oder dem Anschluss und mit oder ohne Datenrate abgedruckt werden.

Neue USB-C Logos für Kabel und Stecker
Neue USB-C Logos für Kabel und Stecker (Bild: USB-IF)

Ob die neuen Logos mehr Klarheit und Kompatibilität bringen werden, bleibt abzuwarten. Da der USB-C-Anschluss inzwischen unterschiedlichste Datenraten und Stromversorgungen je nach Version des Standards unterstützt, die dem Kabel aber beispielsweise nicht anzusehen sind, kann es für den Nutzer aber kaum noch undurchsichtiger werden.

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