GPU-Preis-Leistungs-Verhältnis: Die besten Gaming-Grafikkarten in FPS pro Euro (April 2026)
Der Kauf einer Grafikkarte will wohlüberlegt sein. Neben der Leistung spielen auch andere Faktoren eine Rolle: Lautstärke, Stromverbrauch oder auch (proprietäre) Features wie CUDA oder DLSS. Eine zentrale Rolle spielt aber auch der Preis. Dieser Artikel zeigt, wie viele FPS pro Euro aktuelle GPUs liefern (Stand April 2026).
Was dieser Artikel bietet – und was nicht
Dieser Artikel richtet sich zu 100 Prozent an Spieler, denn im Fokus steht die Leistung von GeForce RTX, Radeon RX und Intel Arc in Spielen – ergänzt um einen Blick auf den Stromverbrauch. Die Performance einer Grafikkarte in anderen Szenarien (z. B. Videobearbeitung, Rendering, AI) und weitere Faktoren wie die Lautstärke oder das Ökosystem (CUDA, Omniverse) spielen keine Rolle. Wer sich in diese Richtung ebenfalls orientieren will, dem seien die aktuelle GPU-Kaufberatung und das Grafikkarten-Testarchiv der Redaktion angeraten:
- Grafikkarten-Rangliste 2025: GPU-Vergleich für Dezember
- Grafikkarten von AMD, Intel und Nvidia im Test
- Upscaling-FAQ: Fragen zu Nvidia DLSS, AMD FSR und Intel XeSS beantwortet
Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird dabei in FPS im Testparcours pro Euro Einkaufspreis gewertet. Leistungsfaktoren, die sich nicht in den FPS niederschlagen, sind damit außen vor. Dazu gehört, sofern er noch nicht zu deutlichen Leistungsabschlägen führt, der VRAM. Dieser Aspekt wird weiter unten bei kritischen Modellen aber separat angesprochen.
Der Artikel wird an dieser Stelle in regelmäßigen Abständen aktualisiert, um immer eine möglichst aktuelle Übersicht über den Grafikkartenmarkt mit Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis in Spielen zu bieten. Er ergänzt die aktuelle GPU-Kaufberatung und das Grafikkarten-Testarchiv der Redaktion.
Wichtige Hinweise
- Grundlage dieses Artikels sind die Daten aus den aktuellen Grafikkarten-Tests der Redaktion. Daraus ergibt sich, dass Modelle, die nicht Teil dieser Tests (genauer: des aktuellen Testparcours) sind, nicht enthalten sein können.
- Preisgrundlage ist das jeweils günstigste und als direkt lieferbar angegebene Angebot im Preisvergleich. Aspekte wie Hersteller, Übertaktung, Lautstärke, Farbe oder RGB-Beleuchtung spielen für die Auswertung keine Rolle. Unseriös erscheinende Angebote (z. B. relativ unbekannte eBay-Händler mit schlechten Bewertungen oder merkwürdig gemischtem Sortiment) werden dabei nach Möglichkeit nicht berücksichtigt.
- Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gemessen in FPS pro Euro sagt nichts darüber aus, ob auch tatsächlich gut spielbare Bildraten erreicht werden. Deshalb ist es auch nur einer von vielen Entscheidungsfaktoren beim Grafikkartenkauf und es sollte immer ein Blick in die Tests erfolgen.
- Die Darstellung erfolgt als Streu- und Balkendiagramm. Die Streudiagramme können hierbei zwecks besserer Lesbarkeit nicht alle Grafikkarten enthalten, sondern beschränken sich auf die für die jeweilige Auflösung relevanten Modelle. Die Balkendiagramme enthalten hingegen Daten zu allen jeweils getesteten Grafikkarten.
Marktpreise
Aktuelle Bestpreise im Handel
Nach einer kleineren Pause wirft ComputerBase wieder einen Blick auf das aktuelle Preis-Leistungs-Verhältnis von Grafikkarten. Im Vergleich zum letzten Update muss dabei konstatiert werden, dass sich gar nicht so viel verändert hat. Die meisten Grafikkarten sind nur minimal teurer geworden, einzelne Modelle sogar etwas günstiger. Einzig die GeForce RTX 5090 ist deutlich teurer geworden und kostet, Stand 10. April 9:15 Uhr, mindestens 3.399 Euro. Dies ist in Anbetracht der letzten Wochen fast schon als wenig zu bezeichnen, lag der Medianpreis doch zuletzt bei 3.800 Euro. Zur Relation: Der UVP liegt bei 2.329 Euro.
Es bleibt festzuhalten, dass die Versorgungskrise am Speichermarkt und der Fokus auf KI-Anwendungen deutlich auf den Grafikkartenpreis durchschlagen und sowohl Modelle von Nvidia als auch AMD deutlich mehr kosten als noch vor einem halben Jahr.
Das führt zu teils recht absurden Entwicklungen, so soll Nvidia zum einen wieder vermehrt Modelle mit nur 8 GB VRAM fertigen, der „Super“-Refresh der aktuellen RTX 5000-Generation scheint komplett abgesagt worden zu sein und zudem soll die Fertigung nun auf die stärkeren (teureren) Modelle fokussiert sein. Ein Produktionsende für bestimmte Modelle wurde zwar dementiert, aber ob dies Bestand haben wird, bleibt abzuwarten.
Die von ComputerBase getestete Radeon RX 9700 GRE 12 GB (Test) glänzt auch weiterhin mit Abwesenheit und angesichts der beschriebenen Entwicklung kann man guten Gewissens davon ausgehen, dass diese Grafikkarte in Europa nicht mehr erscheinen wird.
Neue Grafikkarten werden zudem noch deutlich auf sich warten lassen: Frühestens ab Mitte 2027 ist laut Gerüchten mit dem Start der RTX 6000-Generation zu rechnen, gleiches gilt für AMDs RDNA4-Nachfolgemodelle. Ohnehin geht die Reise aktuell eher in die Richtung, dass mit KI höhere Bildraten erreicht werden sollen, wenn die Hardware aus verschiedenen Gründen stagniert: Das vor kurzem vorgestellte (und direkt harsch kritisierte) DLSS 5 zeigt auf, wie die Zukunft der Spielegrafik sehr wahrscheinlich aussehen wird.
Verabschieden muss sich hingegen mit diesem Artikelupdate die GeForce RTX 4070 Super: Diese Grafikkarte ist inzwischen kaum noch lieferbar.
Die Preispyramide wird weiterhin von Nvidias GeForce RTX 5090 angeführt, dahinter fächern sich die „langsameren“ Modelle aller Hersteller übersichtlich und nachvollziehbar auf – wenngleich zwischen dem teuersten und dem zweitteuersten Modell in Form der GeForce RTX 5080 eine beachtliche Lücke von über 2.200 Euro klafft.
Preise im Zeitverlauf
Dieser Artikel wirft auch einen Blick auf die Preisentwicklung der letzten Monate. Seit April 2026 werden hierbei die automatisch aktualisierten Graphen des ComputerBase-Preis-Bots benutzt, um eine konstante Datenbasis ohne Lücken bieten zu können. Ein Nachteil ist dabei, dass die Preisentwicklung der Vorgängergenerationen nicht mehr abgebildet werden kann, auch können Intel-Grafikkarten gegenwärtig nicht nachverfolgt werden. Deren Preisschwankungen halten sich aber ohnehin stark in Grenzen.
Der Medianpreis bietet sich hierbei für eine Betrachtung der Preisentwicklung sehr gut an, da einzelne, nur kurzzeitig verfügbare Angebotspreise bei diesem weitgehend herausfallen. Im April 2026 lässt sich konstatieren, dass die schlimmste Zeit vorerst überwunden scheint und die meisten aktuellen Grafikkarten seit Jahresbeginn wieder etwas günstiger geworden sind – mit einer Ausnahme: die GeForce RTX 5090 wird im Durchschnitt (Median) teurer und teurer.
Aktuelle Grafikkarten-Angebote
Ein Artikel wie dieser kann immer nur eine Momentaufnahme sein. Auch wenn versucht wird, möglichst regelmäßig eine Aktualisierung vorzunehmen, ändern sich Preise trotzdem zwischendurch häufiger. Die folgende Tabelle kann genutzt werden, um möglichst einfach bei den bekannten Händlern Alternate, Amazon und Notebooksbilliger zum gewünschten Modell zu kommen. Alternativ ist es möglich, im ComputerBase-Preisvergleich selbst nach dem günstigsten Angebot zu suchen.
So viel FPS pro Euro bieten aktuelle Grafikkarten
Die Berechnung der Diagramme erfolgt durch die Multiplikation der aktuellen Marktpreise mit den Testdaten des aktuellen Grafikkarten-Testparcours von Computerbase (in FPS).
FPS pro Euro in 2.560 x 1.440
WQHD ist die Standardauflösung der Benchmarks auf ComputerBase und damit ist sie es auch hier in diesem Artikel.
Nvidias GeForce RTX 5060 Ti bietet gegenwärtig am meisten FPS pro Euro – bringt allerdings nach wie vor den Nachteil von nur 8 GB VRAM mit sich und das ist zu wenig: Eine Grafikkarte mit nur 8 GB VRAM sollte man im Jahr 2026 trotz der gestiegenen Preise einfach nicht mehr kaufen, sie kommt schon jetzt an Grenzen und ist nicht zukunftssicher. VRAM-Mangel schlägt sich nicht immer in deutlich niedrigeren FPS nieder und kann daher in einer Auswertung wie der diesen nicht immer zutreffend abgebildet werden. Hier sei auf das Fazit des Tests der GeForce RTX 5060 Ti mit 8 GB VRAM verwiesen:
Soll (im Jahr 2025) eine neue Grafikkarte für einen Gaming-PC angeschafft werden, muss diese über mindestens 12 GB verfügen.
Für das Jahr 2026 gilt diese Aussage natürlich umso mehr.
Empfehlenswerter sind daher die nicht weit dahinter liegenden Radeon RX 9070, RX 9070 XT und 9060 XT mit jeweils 16 GB VRAM, soll es eine Nvidia-Grafikkarte sein, ist auch die GeForce RTX 5070 mit 12 GB eine Option. Weitere Modelle aus Nvidias Angebotspalette mit genügend VRAM wie die GeForce RTX 5080 und RTX 5090 finden sich hingehen deutlich weiter hinten im Ranking vor – sie bieten aufgrund ihres (sehr) hohen Preises deutlich weniger FPS pro investiertem Euro.
Was auch deutlich wird: Die Vorgängermodelle der GeForce RTX 4000- und Radeon RX 7000-Reihe sind keine attraktiven Optionen mehr.
Kommt Raytracing als leistungsforderne Beleuchtungsberechnung mit ins Spiel, schieben sich die aktuellen Radeon-Modelle vor die versammelte Konkurrenz – 16 GB VRAM helfen bei Raytracing enorm und AMDs Grafikkarten sind zuletzt im Vergleich zu Nvidias Modellen auch stärker im Preis gefallen. Die GeForce RTX 5070 (12 GB) ist jedoch nicht allzu weit entfernt.
Den Schluss bildet auch hier die extrem teure GeForce RTX 5090, aber das dürfte wohl niemanden überraschen – die Radeon RX 9060 XT bietet mehr als dreieinhalb Mal so viele FPS pro Euro.
Der neue Benchmark-Parcours umfasst viele Spiele, die Raytracing zwar nutzen, aber nicht mehr so intensiv (und teils noch eher experimentell) wie Spiele aus dem alten Parcours – Cyberpunk 2077 als stark Nvidia-optimiertes Ray- und Pathtracing-Paradies sei hier als Beispiel genannt. Das führt dazu, dass der Unterschied zwischen den Modellen von Nvidia und AMD bei der Hinzunahme von Raytracing nicht mehr so deutlich ausfällt wie zuvor – mit RX 9000 hat AMD hier aber ohnehin ordentlich zugelegt und seinen Raytracing-Malus behoben.
FPS pro Euro in 3.440 x 1.440
In der Ultrawide-Auflösung 3.440 x 1.440 im Seitenverhältnis 21:9 übernimmt ebenfalls die Radeon RX 9070 die Führung, dicht gefolgt vom schnelleren Schwestermodell RX 9070 XT und mit etwas Abstand der GeForce RTX 5070. Bei der GeForce RTX 5070 gilt es trotzdem zu bedenken: 12 GB VRAM sind in dieser Auflösung kein Ruhekissen und es wird Titel geben, die nur nur mit reduzierten Details flüssig spielbar sind.
GeForce RTX 5080 und RTX 5090 haben genug VRAM, sind im Vergleich aber auch hier zu teuer fürs Gebotene, die Vorgängergeneration von Nvidia ist preislich ebenfalls nicht mehr attraktiv.
AMDs Radeon RX 9060 XT muss hier fehlen, da sie in dieser Auflösung nicht getestet wurde. Für die höhere Anzahl an Pixeln fehlt ihr dann doch langsam die Leistung.
Wird Raytracing aktiviert, ändert sich das Bild kaum und lediglich Nvidias GeForce RTX 5070 Ti kann aufgrund des größeren VRAMs etwas Boden auf die vorderen Plätze gutmachen.
Wenig überraschend ist auch in UWQHD mit Raytracing AMDs Vorgängergeneration in Form der Radeon RX 7900 XT(X) keine empfehlenswerte Option mehr. Die GeForce RTX 5090 erfüllt ebenfalls die Erwartungen und rundet das Ranking nach unten hin ab.
FPS pro Euro in 3.840 x 2.160
Für die Nutzung der 4K-UHD-Auflösung braucht es in modernen Spielen immer öfter eine enorme Leistung, selbst wenn Upscaling-Techniken wie DLSS, FSR oder XeSS verwendet werden. Aus diesem Grund wurden von der Redaktion in dieser Auflösung nur die schnellsten Grafikkarten getestet.
AMDs Radeon 9070 übernimmt auch hier aktuell die Führung im Hinblick auf FPS pro Euro, praktisch gleichauf liegt die Radeon RX 9070 XT und erneut mit etwas Abstand folgt die GeForce RTX 5070. AMDs Vorgängergeneration in Form der Radeon RX 7900 XT und RX 7900 XTX sollten auch hier nicht mehr in Betracht gezogen werden: Die RX 9000-Modelle sind günstiger, praktisch gleich schnell und bieten das modernere Feature-Set, vor allem FSR4 ist hervorzuheben.
In UHD mit aktiviertem Raytracing verändert sich die Reihenfolge nur marginal. Die schnellere Radeon RX 9070 XT schiebt sich mit minimalen Vorsprung an die Spitze, die GeForce RTX 5070 Ti kann aufgrund ihres größeren VRAMs etwas aufholen.
Die GeForce RTX 5080 verbleibt erneut mit deutlichem Abstand zu den günstigeren Modellen. Die beeindruckend schnelle, aber noch viel mehr beeindruckend teure GeForce RTX 5090 belegt konsequenterweise auch in 4K-UHD mit Raytracing mit deutlichem Abstand den letzten Platz.
FPS pro Euro in 1.920 x 1.080
Wie im neuen Benchmarkparcours von ComputerBase muss sich die Full HD-Auflösung auch hier nun hinten anstellen. Zudem ist das Feld der getesteten Grafikkarten deutlich ausgedünnt. Das ergibt auch absolut Sinn, denn für diese Auflösung ist mittlerweile praktisch jede halbwegs moderne Grafikkarte schnell genug.
Im April 2026 bietet Nvidias GeForce RTX 5050 die meisten FPS pro Euro, gefolgt von GeForce RTX 5060 Ti, RTX 5060 und Radeon RX 7600. Und auch Intels Arc B580 macht gar keine schlechte Figur.
Und da wäre man wieder beim Thema VRAM: Bis auf die Arc B580 (12 GB) bieten diese Grafikkarten nur 8 GB Grafikspeicher, was selbst in FHD mittelfristig zu wenig ist. Allerdings kämpft Intels Architektur immer noch deutlich häufiger mit Treiberproblemen in neuen Spielen als die Konkurrenz.
Auch wenn sie in Punkto FPS pro Euro in FHD nur im Mittelfeld liegt, sollte daher AMDs Radeon RX 9060 XT mit 16 GB VRAM in Betracht gezogen werden, denn VRAM-Mangel wird es in FHD-Auflösung mit diesem Modell auf absehbare Zeit nicht geben.
Mit aktiviertem Raytracing übernimmt AMDs Radeon RX 9060 XT (16 GB) dann hingegen klar die Führung. Schon hier wird deutlich, dass selbst in FHD-Auflösung für Raytracing mehr VRAM benötigt wird, da sich vor allem die GeForce RTX 5060 Ti mit 16 GB VRAM ebenfalls weiter nach vorne schieben kann.
Ein Blick auf den Stromverbrauch
Neben den Anschaffungskosten einer Grafikkarte spielt natürlich auch der Stromverbrauch eine Rolle – Strom kostet ebenfalls Geld und muss erzeugt werden. Aus diesem Grund und von der Community mehrfach gewünscht, erfolgt nun auch ein Blick auf den Stromverbrauch der im Artikel enthaltenen Grafikkarten und dessen Einfluss auf die Betriebskosten.
Hierfür wird zuerst noch einmal ein Blick auf die Effizienz der von ComputerBase getesteten Modelle gelegt. ComputerBase hat erst kürzlich die Verbrauchsmessungen von Grafikkarten neu erstellt und das Messverfahren praxisnäher gestaltet, für weitergehende Informationen sei daher auf den entsprechenden Artikel verwiesen.
Im neuen Messparcours geht Nvidias GeForce RTX 5080 in beiden analysierten Auflösungen am effizientesten mit dem ihr zugeführten Strom um, aber auch AMD hat mit der RDNA4-Architektur einen beeindruckenden Effizienzsprung hingelegt und Radeon RX 9070 und RX 9070 XT liegen auf einem vergleichbaren Niveau wie ihre Pendants von Nvidia. Die alte Weisheit, dass Nvidias Architekturen eine deutlich bessere Energieeffizienz aufweisen, gilt so also nicht mehr, mit Blackwell und RDNA4 ist das Feld hier ausgeglichen.
Ebenfalls beeindruckend ist der Effizienzsprung bei Intels Battlemage-Architektur: Die Arc B580 ist etwa 40 Prozent energieeffizienter als der Alchemist-Vorgänger Arc A770.
Was kostet eine Stunde Spielen mit diesen Grafikkarten?
Um nun den Einfluss des Stromverbrauchs auf die Betriebskosten genauer zu betrachten, gibt es nun auch eine Berechnung der Stromkosten, die für eine Stunde Spielen mit den im Artikel behandelten Grafikkarten anfallen.
Grundlage der folgenden Diagramme sind die Daten zum Stromverbrauch in Spielen aus den aktuellen Grafikkartentests von ComputerBase und der laut Statistischem Bundesamt durchschnittliche Strompreis von 40,6 Cent/kWh (Datenstand 2. Halbjahr 2025). Die Datengrundlage für den Strompreis wurde im Januar 2026 auf diese Quelle umgestellt, da Angaben aus Vergleichsportalen zu stark von rabattierten Neukundenverträgen verzerrt sind.
Wichtig: Die Relation der Betriebskosten der Grafikkarten zueinander ändert sich durch den Strompreis natürlich nicht, nur die absoluten Kosten verändern sich.
Auch bleibt der Anschaffungspreis einer Grafikkarte für diese Auswertung außen vor: die Nutzungszeit einer Grafikkarte in Jahren (oder gar nur Monaten) ist einfach zu individuell, um sie hier abbilden zu können.
Die folgenden Diagramme geben darüber Aufschluss, welche Stromkosten bei welcher Grafikkarte pro Stunde Spielen im Durchschnitt anfallen.
Grafikkarten wie die GeForce RTX 4060, die eine verhältnismäßig geringe Leistungsaufnahme mit sich bringen, liegen bei der Betrachtung der Stromkosten logischerweise weit vorne – Grafikkarten mit hoher Leistungsfähigkeit und hohem Stromverbrauch sind im Betrieb hingegen teurer. So liegt die GeForce RTX 4060 in WQHD mit durchschnittlichen Stromkosten von 5,6 Cent pro Stunde vorne und der Abstand zum stromhungrigsten Modell in Form der GeForce RTX 5090 beträgt 15,2 Cent pro Stunde. Letztere ist mit 4K-UHD-Auflösung sogar noch stromhungriger, was sich in Stromkosten von 23,7 Cent pro Stunde niederschlägt.
Beispielrechnungen für die Stromkosten pro Jahr
Die folgenden Rechnungen sind als Beispiele dafür gedacht, wie sich der Verbrauch einer Grafikkarte über das Jahr gerechnet in Stromkosten niederschlägt. Für eine Berechnung der individuellen Kosten muss nur die Nutzungsdauer pro Tag und die verwendete Grafikkarte angepasst werden – und gegebenenfalls der individuelle Strompreis, sofern er deutlich vom genannten Durchschnittswert abweicht.
Herangezogen werden hier die Radeon RX 7900 XTX und die GeForce RTX 5070 Ti Super in WQHD, da diese eine eine vergleichbare Rasterisierungsleistung bieten, sich mit diesen Settings aber im Stromverbrauch um satte 95 Watt unterscheiden – was beim Vergleich von Vorgängergeneration und aktueller Generation nicht verwundert. Gerade AMDs RDNA3-Generation ist nicht für ihre Energieeffizienz bekannt und dieser Vergleich ist daher eigentlich auch ein bisschen unfair, aber: Das Ziel ist es ja, den Unterschied in den Stromkosten bei einem höheren Verbrauch zu veranschaulichen und dafür eignen sich diese beiden Modelle gut.
Bei einer Nutzungszeit von angenommenen 1 beziehungsweise 3 Stunden pro Tag ergibt sich folgende simple Rechnung:
| Grafikkarte | Nutzungszeit pro Tag | Berechnung | Stromkosten pro Jahr |
|---|---|---|---|
| Radeon RX 7900 XTX | 1 Stunde | 0,162 € x 1 Stunde x 365 Tage | 59,13 € |
| 3 Stunden | 0,142 € x 3 Stunden x 365 Tage | 177,39 € | |
| GeForce RTX 5070 Ti | 1 Stunde | 0,119 € x 1 Stunde x 365 Tage | 43,35 € |
| 3 Stunden | 0,104 € x 3 Stunden x 365 Tage | 130,31 € |
Drei Stunden Gaming an jedem einzelnen Tag des Jahres sind hierbei natürlich für die meisten Spieler als relativ viel anzusehen. Dieses Beispiel soll nur der Verdeutlichung dienen, dass selbst bei einer Verbrauchsdifferenz von 95 Watt und einer exzessiven Nutzung im Jahr nur ein Unterschied von ca. 50 Euro entsteht.
Fazit
Das Fazit im April 2026: Nachdem der Anfang des Jahres für Grafikkartenkäufer ein reinstes Trauerspiel darstellte, hat sich die Lage inzwischen zumindest teilweise wieder etwas entspannt. Grafikkarten bleiben zwar im Vergleich zu früheren Zeiten teuer, aber zumindest zeigt der Trend für die meisten aktuellen Modelle gegenwärtig nach unten – die GeForce RTX 5090 ist dabei wie nun mehrfach erwähnt die Ausnahme.
Die grundlegende Empfehlung, den Kauf einer Grafikkarte möglichst sein zu lassen, gibt es daher dieses Mal nicht – gut überlegt sollte eine solche Anschaffung aufgrund des generell hohen Preisniveaus aber auf jeden Fall sein.
Detailbetrachtung wichtiger Modelle
Den positivsten Eindruck hinterlassen im April 2026 AMDs Radeon RX 9070 XT und Radeon RX 9070. Mit 16 GB VRAM sind sie für alle modernen Spiele gewappnet und bieten in vielen Szenarien am meisten FPS pro Euro unter den von ComputerBase getesteten Grafikkarten. Eine ordentliche Raytracingleistung und Unterstützung für FSR4 sind ebenfalls mit an Bord.
Ähnliches gilt für die Radeon RX 9060 XT (16 GB): Die Grafikkarte bietet zwar nicht immer am meisten FPS für den Kaufpreis, dafür bringt sie zukunftssichere 16 GB VRAM mit. Keine Empfehlung ist die Variante mit 8 GB VRAM: Dieser ging im Test einfach zu schnell die Puste aus.
Aufgrund ihres vergleichsweise hohen Preises teils etwas zurückgefallen, aber trotzdem viele FPS pro Euro bieten GeForce RTX 5060 und 5060 Ti – aber erst einmal nur auf dem Papier, denn hier findet sich der Nachteil von nur 8 GB Grafikspeicher. Es zeigt sich vor allem bei aktiviertem Raytracing in WQHD und FHD, dass diese Menge an VRAM inzwischen einfach zu wenig ist.
Besser macht es die GeForce RTX 5070 mit 12 GB VRAM: Zwar ist auch diese Menge an Grafikspeicher nicht sonderlich üppig, reicht für mittlere bis hohe Ansprüche in WQHD-Auflösung aber aus. GeForce RTX 5070 Ti, RTX 5080 und RTX 5090 sind hingegen in den meisten Szenarien weiterhin zu teuer für die gebotene Leistung.
Einen ordentlichen Eindruck hinterlässt weiterhin auch Intels Arc B580 (12 GB). In Full HD-Auflösung kann sie bezüglich FPS pro Euro ganz gut mithalten, zudem bietet sie mehr VRAM als der Großteil der gegenwärtigen Konkurrenz und hat damit mehr Reserven für die Zukunft – die Problematik der nicht immer ausgereiften Treiber bleibt aber.
Beim Raytracing herrscht nun Gleichstand
Mit RDNA4 hat AMD einen großen Sprung beim Raytracing gemacht – es herrscht nun praktisch Gleichstand zwischen den Architekturen. Für Spieler ist das eine gute Nachricht, denn Raytracing-Enthusiasten müssen nun nicht mehr zwingend zu Nvidia greifen, sondern können auch einen Blick auf Radeon RX 9000 werfen.
Nicht empfehlenswert sind mit Fokus auf Raytracing sind hingegen Modelle mit weniger VRAM wie die GeForce RTX 5070. Diese bringen den Nachteil von „nur“ 12 GB VRAM (oder noch weniger) mit sich, was für Raytracing inzwischen je nach Spiel bereits zu wenig ist.
FPS pro Euro ist nicht alles
Zum Fazit gehört auch der wichtige Hinweis, dass dieser Artikel hier nur eine von vielen Entscheidungshilfen sein kann. Jeder Spieler legt Wert auf andere Aspekte und dann kommt noch hinzu, dass es etliche andere Faktoren gibt, etwa die Lautstärke, das Ökosystem, die sonstigen proprietären Features (DLSS, CUDA und dergleichen) sowie mögliche weitere Anwendungszwecke (Video-Encoding, Rendering).
Auch der Stromverbrauch spielt eine Rolle bei der Bewertung einer Grafikkarte, der Einfluss ist aber geringer als oftmals angenommen und beträgt, wie im Artikel dargestellt, im Normalfall nur wenige Euro pro Jahr. Hier sind die anderen genannte Faktoren für die meisten Spieler mit Sicherheit relevanter.
Vor einem Kauf sollte man sich daher wirklich ein bisschen Zeit nehmen und Performance, Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die eben erwähnten Dinge abwägen. Die ComputerBase-Community bietet darüber hinaus quasi rund um die Uhr ihre Hilfe im Grafikkarten-Forum bei der Kaufentscheidung an.
Änderungshistorie
| Datum | Änderung |
|---|---|
| 10. April 2026 | Preise und Text aktualisiert, GeForce RTX 4070 Super mangels Verfügbarkeit aus dem Artikel entfernt. |
| 16. Januar 2026 | Strompreis auf Datengrundlage des Statistischen Bundesamtes umgestellt, Preise und Text aktualisiert. |
| 19. Dezember 2025 | Radeon RX 7800 XT mangels Verfügbarkeit aus dem Artikel entfernt, Preise und Text aktualisiert. |
| 21. November 2025 | Preise und Text aktualisiert. |
| 30. Oktober 2025 | GeForce RTX 4070 und Radeon RX 6700 XT mangels Verfügbarkeit aus dem Artikel entfernt, Preise und Text aktualisiert. |
| 10. September 2025 | RTX 5050 in den Artikel aufgenommen, Preise und Text aktualisiert. |
| 14. Juli 2025 | Preise und Text aktualisiert. |
| 10. Juni 2025 | RTX 5060 und RX 9060 XT (16 GB) in den Artikel aufgenommen, Preise und Text aktualisiert. |
| 7. Mai 2025 | RTX 5060 Ti (8/16 GB) in den Artikel aufgenommen, Preise und Text aktualisiert. |
| 7. April 2025 | Preise und Text aktualisiert. |
| 12. März 2025 | RX 9070 (XT), RTX 5070 Ti und 5070 in den Artikel aufgenommen, Preise und Text aktualisiert. |
| 12. Februar 2025 | RTX 5090 und 5080 in den Artikel aufgenommen, Preise und Text aktualisiert. |
| 15. Januar 2025 | Preise und Text aktualisiert. |
| 19. Dezember 2024 | Alle Auswertungen und der dazugehörige Text wurden mit Erscheinen des neuen Benchmark-Parcours von ComputerBase aktualisiert. Strompreis für die Kostenberechnungen von Bestandskunden- auf Neukundenpreis umgestellt. |
| 08. November 2024 | Preise und Text aktualisiert. |
| 11. Oktober 2024 | Preise und Text aktualisiert. |
| 20. September 2024 | Preisverlaufsdiagramme hinzugefügt, RX 6800 XT aufgrund zu geringer Verfügbarkeit weniger sichtbar, Preise und Text aktualisiert. |
| 26. August 2024 | Preise und Text aktualisiert |
| 30. Juli 2024 | Preise und Text aktualisiert |
| 19. Juni 2024 | RTX 3080 und RX 6700 XT aufgrund zu geringer Verfügbarkeit weniger sichtbar, Preise und Text aktualisiert |
| 24. Mai 2024 | Preise und Text aktualisiert |
| 04. Mai 2024 | Preise und Text aktualisiert |
| 10. April 2024 | Daten zur Radeon RX 7900 GRE hinzugefügt, Preise und Text aktualisiert |
| 20. März 2024 | Auswertungen zum Stromverbrauch hinzugefügt, Preise und Text aktualisiert |
| 06. März 2024 | Preise und Text aktualisiert |
| 23. Februar 2024 | Artikel veröffentlicht |
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