GPU-Preis-Leistungs-Verhältnis: Die besten Gaming-Grafikkarten in FPS pro Euro (September)
Der Kauf einer Grafikkarte will wohlüberlegt sein. Neben der Leistung spielen auch andere Faktoren eine Rolle: Lautstärke, Stromverbrauch oder (proprietäre) Features wie CUDA oder DLSS. Eine zentrale Rolle spielt aber auch der Preis. Dieser Artikel zeigt, wie viele FPS pro Euro aktuelle GPUs liefern (Stand September 2026).
Was dieser Artikel bietet – und was nicht
Dieser Artikel richtet sich zu 100 Prozent an Spieler, denn im Fokus steht die Leistung von GeForce RTX, Radeon RX und Intel Arc in Spielen – ergänzt um einen Blick auf den Stromverbrauch. Die Performance einer Grafikkarte in anderen Szenarien (z. B. Videobearbeitung, Rendering, AI) und weitere Faktoren wie die Lautstärke oder das Ökosystem (CUDA, Omniverse) spielen keine Rolle. Wer sich in diese Richtung ebenfalls orientieren will, dem seien die aktuelle GPU-Kaufberatung und das Grafikkarten-Testarchiv der Redaktion angeraten:
- Grafikkarten-Rangliste 2026: GPU-Vergleich für September
- Grafikkarten von AMD, Intel und Nvidia im Test
Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird dabei in FPS im Testparcours pro Euro Einkaufspreis gewertet. Leistungsfaktoren, die sich nicht in den FPS niederschlagen, sind damit außen vor. Dazu gehört, sofern er noch nicht zu deutlichen Leistungsabschlägen führt, der VRAM. Dieser Aspekt wird weiter unten bei kritischen Modellen aber separat angesprochen.
Der Artikel wird an dieser Stelle in regelmäßigen Abständen aktualisiert, um immer eine möglichst aktuelle Übersicht über den Grafikkartenmarkt mit Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis in Spielen zu bieten. Er ergänzt die aktuelle GPU-Kaufberatung und das Grafikkarten-Testarchiv der Redaktion.
Wichtige Hinweise
- Grundlage dieses Artikels sind die Daten aus den aktuellen Grafikkarten-Tests der Redaktion. Daraus ergibt sich, dass Modelle, die nicht Teil dieser Tests (genauer: des Testparcours) sind, leider nicht enthalten sein können.
- Preisgrundlage ist das jeweils günstigste und als direkt lieferbar angegebene Angebot im Preisvergleich. Aspekte wie Hersteller, Übertaktung, Lautstärke, Farbe oder RGB-Beleuchtung spielen für die Auswertung keine Rolle. Unseriös erscheinende Angebote (z. B. relativ unbekannte eBay-Händler mit schlechten Bewertungen oder merkwürdig gemischtem Sortiment) werden dabei nach Möglichkeit nicht berücksichtigt.
- Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gemessen in FPS pro Euro sagt nichts darüber aus, ob auch tatsächlich gut spielbare Bildraten erreicht werden. Deshalb ist es auch nur einer von vielen Entscheidungsfaktoren beim Grafikkartenkauf und es sollte immer auch ein Blick in die Tests erfolgen.
- Die Darstellung erfolgt als Streu- und Balkendiagramm. Die Streudiagramme können hierbei zur besseren Lesbarkeit nicht alle Grafikkarten abbilden, sondern beschränken sich auf die für die jeweilige Auflösung relevanten Modelle. Die Balkendiagramme enthalten hingegen Daten zu allen jeweils getesteten Grafikkarten.
Marktpreise
Aktuelle Bestpreise im Handel
Die Speicherkrise (RAMageddon) schlägt weiterhin voll auf den Grafikkartenmarkt durch und alle in der Auswertung enthaltenen Grafikkarten sind seit dem letzten Update im August erneut teurer geworden. Der UVP der analysierten Grafikkarten wird flächendeckend teils erheblich überschritten, lediglich die Radeon RX 7600 liegt mit 299 Euro punktgenau auf diesem. Der UVP verkommt damit endgültig zur Lachnummer und ist für beispielsweise Nvidia nur noch ein bei speziellen Events präsentiertes Feigenblatt.
Und es spricht nichts dafür, dass es zeitnah besser wird: So hat der mit mehreren Marken (z. B. Zotac) vertretene Hersteller PC Partner erst kürzlich vor weiter steigenden Preisen und sinkender Verfügbarkeit gewarnt, in China hat AMD höhere Preise angekündigt und der RTX-5000-„Super“-Refresh wurde von Nvidia aufgrund zu hoher Speicherpreise bis auf Weiteres wieder auf Eis gelegt. Die Annahme, dass diese Grafikkarten nie kommen werden und die RTX 5000-Generation auf einen Refresh verzichtet, ist absolut berechtigt.
Was daher erstaunt: Die Verkäufe von Grafikkarten scheint all dies nicht zu beeinträchtigen und der Markt wächst weiterhin. Hier dürften allerdings verschiedene Aspekte wie vor allem die Nutzung für KI-Anwendungen oder die Angst vor noch höheren Preisen eine große Rolle spielen.
Der Preis von Nvidias GeForce RTX 5090 erreicht inzwischen derart schwindelerregende Höhen, dass sie für diesen Artikel und für Spieler in keinster Weise mehr einen Sinn ergibt. Sie verbleibt eher als Belustigung und Mahnmal, wie verrückt der Grafikkartenmarkt inzwischen ist. Eine Rolle spielt dabei sicher, dass sich diese Grafikkarte aufgrund ihrer 32 GB VRAM auch sehr gut für KI-Anwendungen eignet, aber auch Gerüchte über ein „End of life“ machten schon die Runde. Zur Erinnerung: der offizielle UVP beträgt weiterhin 2.099 Euro.
Aber selbst Nvidias obere Mittelklasse in Form der GeForce RTX 5070 Ti hat die Grenze von 1.000 Euro nun deutlich überschritten und auch AMDs RX 9000-Modelle liegen durchgehend wieder über dem UVP.
Preise im Zeitverlauf
Dieser Artikel wirft auch einen Blick auf die Preisentwicklung der letzten Monate. Seit April 2026 werden hierbei die automatisch aktualisierten Diagramme des ComputerBase-Preis-Bots benutzt, um eine konstante Datenbasis ohne Lücken bieten zu können. Ein Nachteil ist dabei, dass die Preisentwicklung der Vorgängergenerationen nicht mehr abgebildet werden kann; auch können Intel-Grafikkarten gegenwärtig nicht nachverfolgt werden. Der Medianpreis bietet sich hierbei sehr gut für eine Betrachtung der Preisentwicklung an, da einzelne, nur kurzzeitig verfügbare Angebotspreise bei diesem weitgehend herausfallen.
Im September 2026 zeigen sich dabei klar die starken Preissteigerungen bei allen betrachteten Modellen, egal, ob von Nvidia oder von AMD. Und selbst die hier nicht abgebildeten Intel-Grafikkarten werden kontinuierlich teurer.
Aktuelle Grafikkarten-Angebote
Ein Artikel wie dieser kann immer nur eine Momentaufnahme sein. Auch wenn versucht wird, möglichst regelmäßig eine Aktualisierung vorzunehmen, ändern sich Preise trotzdem zwischendurch häufiger. Die folgende Tabelle kann genutzt werden, um möglichst einfach bei den bekannten Händlern Alternate, Amazon und Notebooksbilliger zum gewünschten Modell zu kommen. Alternativ ist es möglich, im ComputerBase-Preisvergleich selbst nach dem günstigsten Angebot zu suchen.
So viel FPS pro Euro bieten aktuelle Grafikkarten
Die Berechnung der Diagramme erfolgt durch die Division der Testergebnisse des Grafikkarten-Parcours von ComputerBase (in FPS) durch den Marktpreis zum Zeitpunkt des Artikelupdates.
FPS pro Euro in 2.560 x 1.440
Ende September 2026 verändert sich das Bild im Vergleich zum letzten Artikelupdate nur leicht. Weiterhin liegt AMDs Radeon RX 9070 GRE im Hinblick auf FPS pro Euro vorne, praktisch gleichauf folgt die Radeon RX 9070. Auch der Rest der RX 9000-Generation liegt nur knapp dahinter, Nvidias erste Modelle sind die GeForce RTX 5060 Ti und RTX 5060. Hier macht sich erneut der Effekt bemerkbar, dass Nvidia-Grafikkarten in Relation zu AMD-Modellen die sogar noch stärkeren Preissteigerungen verkraften mussten.
Die zuletzt genannten GeForce RTX 5060 Ti und RTX 5060 bringen zudem den klaren Nachteil von nur 8 GB VRAM mit und das ist zu wenig: Eine Grafikkarte mit nur 8 GB VRAM sollte man im Jahr 2026 trotz der gestiegenen Preise einfach nicht mehr kaufen, sie kommt schon jetzt an Grenzen und ist nicht zukunftssicher.
VRAM-Mangel schlägt sich nicht immer in deutlich niedrigeren FPS nieder und kann daher in einer Auswertung wie der diesen nicht immer zutreffend abgebildet werden. Hier sei auf das Fazit des Tests der GeForce RTX 5060 Ti mit 8 GB VRAM verwiesen:
Soll (im Jahr 2025) eine neue Grafikkarte für einen Gaming-PC angeschafft werden, muss diese über mindestens 12 GB verfügen.
Für das Jahr 2026 gilt diese Aussage natürlich umso mehr.
Empfehlenswerter sind daher klar Radeon RX 9070 und RX 9070 XT mit jeweils 16 GB VRAM. Auch die Radeon RX 9060 XT bietet vergleichsweise viele FPS pro Euro, hier muss aber einschränkend erwähnt sein, dass ihr für anspruchsvollere Spiele in WQHD-Auflösung teilweise schon die Leistung fehlt.
Soll es eine Nvidia-Grafikkarte sein, ist auch die GeForce RTX 5070 mit 12 GB eine Option – wenngleich 12 GB VRAM in WQHD auch keine sichere Bank mehr sind. Weitere Modelle aus Nvidias Angebotspalette mit wirklich genügend VRAM wie die GeForce RTX 5080 und RTX 5090 finden sich hingehen deutlich weiter hinten im Ranking – sie bieten aufgrund ihres sehr (RTX 5080) oder exorbitant (RTX 5090) hohen Preises erheblich weniger FPS pro investiertem Euro.
Was auch deutlich wird: AMDs Vorgängermodelle der Radeon RX 7000-Reihe sind keine attraktiven Optionen mehr.
Kommt Raytracing als leistungsforderne Beleuchtungsberechnung mit ins Spiel, schieben sich die aktuellen Radeon-Modelle vor die versammelte Konkurrenz – 16 GB VRAM helfen bei Raytracing enorm. Das gilt aber nicht für die Radeon RX 9070 GRE, denn diese bietet nur 12 GB VRAM und fällt damit nun etwas zurück. Die GeForce RTX 5070 (12 GB) ist im Vergleich einfach zu teuer und damit nur dann eine valide Option, wenn das Nvidia-Ökosystem wirklich gewünscht wird und man wie mit der RX 9070 GRE im Zweifel auf etwas Bildqualität verzichten kann, damit die Texturen in den VRAM passen.
Den Schluss bildet auch hier die extrem teure GeForce RTX 5090, aber das dürfte wohl niemanden überraschen – die Radeon RX 9070 bietet über fünfmal so viele FPS pro Euro.
Der neue Benchmark-Parcours umfasst viele Spiele, die Raytracing zwar nutzen, aber nicht mehr so intensiv (und teils noch eher experimentell) wie Spiele aus dem alten Parcours – Cyberpunk 2077 als stark Nvidia-optimiertes Ray- und Pathtracing-Paradies sei hier als Beispiel genannt. Das führt dazu, dass der Unterschied zwischen den Modellen von Nvidia und AMD bei der Hinzunahme von Raytracing nicht mehr so deutlich ausfällt wie zuvor – mit RX 9000 hat AMD hier aber ohnehin ordentlich zugelegt und seinen Raytracing-Malus behoben.
FPS pro Euro in 3.440 x 1.440
In der Ultrawide-Auflösung 3.440 x 1.440 im Seitenverhältnis 21:9 übernimmt Ende September 2026 die Radeon RX 9070 die Führung, dicht gefolgt von der kleineren Schwester Radeon RX 9070 GRE und der schnelleren Radeon RX 9070 XT. Nvidias erster Vertreter in Form der GeForce RTX 5070 liegt dann schon deutlich weiter hinten. Für sowohl Radeon RX 9070 GRE, als auch GeForce RTX 5070 gilt es jedoch zu bedenken: 12 GB VRAM sind in dieser Auflösung kein Ruhekissen und es wird Titel geben, die nur mit reduzierten Texturdetails flüssig spielbar sind. GeForce RTX 5070 Ti, GeForce RTX 5080 und RTX 5090 haben zwar genug VRAM, sind im Vergleich aber zu teuer fürs Gebotene.
AMDs Radeon RX 9060 XT muss hier fehlen, da sie in dieser Auflösung nicht getestet wurde. Für die höhere Anzahl an Pixeln fehlt ihr dann doch langsam die Leistung.
Wird Raytracing aktiviert, schiebt sich die Radeon RX 9070 XT aufgrund ihres größeren VRAMs vor die Radeon RX 9070 GRE, ansonsten verändert sich das Ranking nicht.
Wenig überraschend ist auch in UWQHD mit Raytracing AMDs Vorgängergeneration in Form der Radeon RX 7900 XT keine empfehlenswerte Option mehr. Die GeForce RTX 5090 erfüllt ebenfalls die Erwartungen und rundet das Ranking nach (weit) unten hin ab.
FPS pro Euro in 3.840 x 2.160
Für die Nutzung der 4K-UHD-Auflösung braucht es in modernen Spielen immer öfter eine enorme Leistung, selbst wenn Upscaling-Techniken wie DLSS, FSR oder XeSS verwendet werden. Aus diesem Grund wurden von der Redaktion in dieser Auflösung nur die schnellsten Grafikkarten getestet.
AMDs Radeon 9070 übernimmt auch hier aktuell die Führung im Hinblick auf FPS pro Euro, nur knapp dahinter liegen die Radeon RX 9070 XT und Radeon RX 9070 GRE. Der Abstand zur GeForce RTX 5070 ist dann schon deutlich – die 12 GB VRAM werden bei beiden letztgenannten Modellen aber gerade in 4K-UHD immer häufiger zu Einschnitten zwingen. AMDs Vorgängergeneration in Form der Radeon RX 7900 XT sollte auch hier nicht mehr in Betracht gezogen werden: Die RX 9000-Modelle sind günstiger, praktisch gleich schnell und bieten das modernere Feature-Set, vor allem das jeweils neueste FSR ist hervorzuheben.
Aber: manchmal geschehen noch Wunder und AMD hat vor ein paar Wochen FSR 4.1 für RX-7000-Grafikkarten veröffentlicht, für RX 6000-Modelle soll es im Frühjahr 2027 soweit sein. ComputerBase hat dies auch direkt getestet und für gut befunden. Das könnte den älteren Generationen somit noch einmal neues Leben einhauchen – wohlgemerkt aber bei Bestandsware, nicht beim Neukauf.
In UHD mit aktiviertem Raytracing verändert sich die Reihenfolge nicht, nur die Relationen der Grafikkarten zueinander. Die Radeon RX 9070 GRE fällt aufgrund ihrer nur 12 GB VRAM etwas zurück, die GeForce RTX 5070 Ti kann mit ihren 16 GB hingegen ein bisschen Boden gutmachen.
Die beeindruckend schnelle, aber noch viel mehr beeindruckend teure GeForce RTX 5090 belegt konsequenterweise auch in 4K-UHD mit Raytracing mit deutlichem Abstand den letzten Platz.
FPS pro Euro in 1.920 x 1.080
Mit Full HD-Auflösung ist das Feld der getesteten Grafikkarten ebenfalls deutlich ausgedünnt, denn für diese Auflösung ist mittlerweile praktisch jede halbwegs moderne Grafikkarte schnell genug.
Ende September 2026 bietet AMDs Radeon RX 7600 in dieser Auflösung erneut am meisten FPS pro Euro, nun gefolgt von Intels Arc B580 und der Radeon RX 9060 XT. Nur knapp dahinter folgen Nvidias GeForce RTX 5060, RTX 5060 Ti und RTX 5050.
Und da wäre man wieder beim Thema VRAM: Diese Nvidia-Modelle bieten nur 8 GB Grafikspeicher, was selbst in FHD mittelfristig zu wenig ist.
Für die meisten Spieler empfehlenswerter sind daher Radeon RX 9060 XT und Intels Arc B580 – diese bieten 16 bzw. 12 GB VRAM und das dürfte für FHD noch eine ganze Weile ausreichen. Aber Achtung: Die Radeon RX 9060 gibt es auch mit 8 GB VRAM, dort muss beim Kauf also aufgepasst werden.
Mit aktiviertem Raytracing übernimmt AMDs Radeon RX 9060 XT (16 GB) dann konsequenterweise die Führung und es wird deutlich, dass selbst in FHD-Auflösung für Raytracing mehr VRAM von großem Vorteil ist – vor allem die Radeon RX 7600 verliert mit Raytracing massiv an Attraktivität. Daher kann sich auch Nvidias GeForce RTX 5060 Ti dank 16 GB VRAM etwas nach vorne schieben.
Ein Blick auf den Stromverbrauch
Neben den Anschaffungskosten einer Grafikkarte spielt natürlich auch der Stromverbrauch eine Rolle – Strom kostet ebenfalls Geld und muss erzeugt werden. Aus diesem Grund und von der Community mehrfach gewünscht, erfolgt nun auch ein Blick auf den Stromverbrauch der im Artikel enthaltenen Grafikkarten und dessen Einfluss auf die Betriebskosten.
Hierfür wird zuerst noch einmal ein Blick auf die Effizienz der von ComputerBase getesteten Modelle gelegt. ComputerBase hat die Verbrauchsmessungen von Grafikkarten vor einiger Zeit neu erstellt und das Messverfahren praxisnäher gestaltet, für weitergehende Informationen sei daher auf den entsprechenden Artikel verwiesen.
Im neuen Messparcours geht Nvidias GeForce RTX 5080 in beiden analysierten Auflösungen am effizientesten mit dem ihr zugeführten Strom um, aber auch AMD hat mit der RDNA4-Architektur einen beeindruckenden Effizienzsprung hingelegt und Radeon RX 9070 und RX 9070 XT liegen auf einem vergleichbaren Niveau wie ihre Pendants von Nvidia. Die alte Weisheit, dass Nvidias Architekturen eine deutlich bessere Energieeffizienz aufweisen, gilt so also nicht mehr, mit Blackwell und RDNA4 ist das Feld hier ausgeglichen.
Ebenfalls beeindruckend ist der Effizienzsprung bei Intels Battlemage-Architektur: Die Arc B580 ist etwa 40 Prozent energieeffizienter als der Alchemist-Vorgänger Arc A770.
Was kostet eine Stunde Spielen mit diesen Grafikkarten?
Um nun den Einfluss des Stromverbrauchs auf die Betriebskosten genauer zu betrachten, gibt es nun auch eine Berechnung der Stromkosten, die für eine Stunde Spielen mit den im Artikel behandelten Grafikkarten anfallen.
Grundlage der folgenden Diagramme sind die Daten zum Stromverbrauch in Spielen aus den aktuellen Grafikkartentests von ComputerBase und der laut Statistischem Bundesamt durchschnittliche Strompreis von 40,6 Cent/kWh (Datenstand 2. Halbjahr 2025). Die Datengrundlage für den Strompreis wurde im Januar 2026 auf diese Quelle umgestellt, da Angaben aus Vergleichsportalen zu stark von rabattierten Neukundenverträgen verzerrt sind.
Wichtig: Die Relation der Betriebskosten der Grafikkarten zueinander ändert sich durch den Strompreis natürlich nicht, nur die absoluten Kosten verändern sich.
Auch bleibt der Anschaffungspreis einer Grafikkarte für diese Auswertung außen vor: die Nutzungszeit einer Grafikkarte in Jahren (oder gar nur Monaten) ist einfach zu individuell, um sie hier abbilden zu können.
Die folgenden Diagramme geben darüber Aufschluss, welche Stromkosten bei welcher Grafikkarte pro Stunde Spielen im Durchschnitt anfallen.
Grafikkarten wie die GeForce RTX 4060, die eine verhältnismäßig geringe Leistungsaufnahme mit sich bringen, liegen bei der Betrachtung der Stromkosten logischerweise weit vorne – Grafikkarten mit hoher Leistungsfähigkeit und hohem Stromverbrauch sind im Betrieb hingegen teurer. So liegt die GeForce RTX 4060 in WQHD mit durchschnittlichen Stromkosten von 5,6 Cent pro Stunde vorne und der Abstand zum stromhungrigsten Modell in Form der GeForce RTX 5090 beträgt 15,2 Cent pro Stunde. Letztere ist mit 4K-UHD-Auflösung sogar noch stromhungriger, was sich in Stromkosten von 23,7 Cent pro Stunde niederschlägt.
Beispielrechnungen für die Stromkosten pro Jahr
Die folgenden Rechnungen sind als Beispiele dafür gedacht, wie sich der Verbrauch einer Grafikkarte über das Jahr gerechnet in Stromkosten niederschlägt. Für eine Berechnung der individuellen Kosten muss nur die Nutzungsdauer pro Tag und die verwendete Grafikkarte angepasst werden – und gegebenenfalls der individuelle Strompreis, sofern er deutlich vom genannten Durchschnittswert abweicht.
Herangezogen werden hier die Radeon RX 7900 XTX und die GeForce RTX 5070 Ti Super in WQHD, da diese eine eine vergleichbare Rasterisierungsleistung bieten, sich mit diesen Settings aber im Stromverbrauch um satte 95 Watt unterscheiden – was beim Vergleich von Vorgängergeneration und aktueller Generation nicht verwundert. Gerade AMDs RDNA3-Generation ist nicht für ihre Energieeffizienz bekannt und dieser Vergleich ist daher eigentlich auch ein bisschen unfair, aber: Das Ziel ist es ja, den Unterschied in den Stromkosten bei einem höheren Verbrauch zu veranschaulichen und dafür eignen sich diese beiden Modelle gut.
Bei einer Nutzungszeit von angenommenen 1 beziehungsweise 3 Stunden pro Tag ergibt sich folgende simple Rechnung:
| Grafikkarte | Nutzungszeit pro Tag | Berechnung | Stromkosten pro Jahr |
|---|---|---|---|
| Radeon RX 7900 XTX | 1 Stunde | 0,162 € x 1 Stunde x 365 Tage | 59,13 € |
| 3 Stunden | 0,142 € x 3 Stunden x 365 Tage | 177,39 € | |
| GeForce RTX 5070 Ti | 1 Stunde | 0,119 € x 1 Stunde x 365 Tage | 43,35 € |
| 3 Stunden | 0,104 € x 3 Stunden x 365 Tage | 130,31 € |
Drei Stunden Gaming an jedem einzelnen Tag des Jahres sind hierbei natürlich für die meisten Spieler als relativ viel anzusehen. Dieses Beispiel soll nur der Verdeutlichung dienen, dass selbst bei einer Verbrauchsdifferenz von 95 Watt und einer exzessiven Nutzung im Jahr nur ein Unterschied von ca. 50 Euro entsteht.
Fazit
Das Fazit Ende September 2026 fällt aus wie erwartet: Grafikkarten werden teurer und teurer. Die Auswirkungen der Speicherkrise schlagen nun schon seit Monaten voll und in der Breite auf den Grafikkartenmarkt durch und eine Besserung ist nicht in Sicht, sondern das Gegenteil: Alles deutet darauf hin, dass die Preise weiter steigen werden und die Verfügbarkeit sinken wird.
Es ist daher fast unmöglich, eine gute Empfehlung für den Zeitpunkt eines Grafikkartenkaufs auszusprechen, außer vielleicht dieser: Ein Kauf sollte nur dann erfolgen, wenn es unbedingt nötig ist. Und dann so schnell wie möglich.
Umso mehr ist angesichts dieser Entwicklung davon auszugehen, dass die Reise in die Richtung geht, dass mit KI höhere Bildraten erreicht werden sollen, wenn die Hardware aus verschiedenen Gründen stagniert: Das vor einiger Zeit vorgestellte und inzwischen auch für die RTX 4000-Generation angekündigte DLSS 5 (Test) zeigt, wie die Zukunft der Spielegrafik aussehen wird.
Detailbetrachtung wichtiger Modelle
Den trotz der gestiegenen Preise positivsten Eindruck hinterlassen im September 2026 AMDs Radeon RX 9070 GRE, RX 9070 und RX 9070 XT. Mit 12 respektive 16 GB VRAM sind sie für nahezu alle modernen Spiele gut gewappnet und bieten in vielen Szenarien am meisten FPS pro Euro unter den von ComputerBase getesteten Grafikkarten. Eine ordentliche Raytracingleistung und Unterstützung für FSR 4.1 sind ebenfalls mit an Bord. Gerade die RX 9070 GRE überrascht hier positiv, war sie doch zuerst in Relation zu den schnelleren Schwestermodellen immer zu teuer. Die in Relation stärkeren Preissteigerungen der 16 GB-Modelle haben das jedoch verändert.
Auch die Radeon RX 9060 XT mit 16 GB VRAM ist für WQHD und FHD eine valide Option, sofern es nicht die leistungshungrigsten Spiele oder Einstellungen sein müssen.
Keine Empfehlung ist hingegen die Variante der RX 9060 XT mit 8 GB VRAM: Das ist einfach zu wenig für aktuelle Spiele.
Aufgrund ihres vergleichsweise hohen Preises teils etwas weiter hinten in den Rankings, aber trotzdem viele FPS pro Euro bieten GeForce RTX 5060 Ti und RTX 5060 – wenngleich erst einmal nur auf dem Papier, denn auch hier findet sich der Nachteil von nur 8 GB Grafikspeicher. Es zeigt sich vor allem bei aktiviertem Raytracing in WQHD und FHD, dass diese Menge an VRAM inzwischen einfach zu wenig ist.
Etwas besser macht es die GeForce RTX 5070 mit 12 GB VRAM: Zwar ist auch diese Menge an Grafikspeicher nicht sonderlich üppig, sie reicht für mittlere bis hohe Ansprüche in WQHD-Auflösung aber aus. GeForce RTX 5070 Ti, RTX 5080 und RTX 5090 sind hingegen in den meisten Szenarien weiterhin (viel) zu teuer für die gebotene Leistung.
Einen zumindest ordentlichen Eindruck hinterlässt weiterhin auch Intels Arc B580 (12 GB). In Full HD-Auflösung kann sie bezüglich FPS pro Euro sehr gut mithalten, zudem bietet sie mehr VRAM als der Großteil der gegenwärtigen Konkurrenz und hat damit mehr Reserven für die Zukunft – die Problematik der nicht immer ausgereiften Treiber bleibt aber.
Beim Raytracing herrscht nun weitgehend Gleichstand
Mit RDNA4 hat AMD einen großen Sprung beim Raytracing gemacht – es herrscht nun praktisch Gleichstand zwischen den Architekturen. Für Spieler ist das eine gute Nachricht, denn Raytracing-Enthusiasten müssen nun nicht mehr zwingend zu Nvidia greifen, sondern können auch einen Blick auf Radeon RX 9000 werfen.
Nicht empfehlenswert sind mit Fokus auf Raytracing sind hingegen Modelle mit weniger VRAM wie die GeForce RTX 5070. Diese bringen den Nachteil von „nur“ 12 GB VRAM (oder noch weniger) mit sich, was für Raytracing inzwischen je nach Spiel bereits zu wenig ist.
FPS pro Euro ist nicht alles
Zum Fazit gehört auch der wichtige Hinweis, dass dieser Artikel hier nur eine von vielen Entscheidungshilfen sein kann. Jeder Spieler legt Wert auf andere Aspekte und dann kommt noch hinzu, dass es etliche andere Faktoren gibt, etwa die Lautstärke, das Ökosystem, die sonstigen proprietären Features (DLSS, FSR, CUDA und dergleichen) sowie mögliche weitere Anwendungszwecke (Video-Encoding, Rendering).
Auch der Stromverbrauch spielt eine Rolle bei der Bewertung einer Grafikkarte, der Einfluss ist aber geringer als oftmals angenommen und beträgt, wie im Artikel dargestellt, im Normalfall nur wenige Euro pro Jahr. Hier sind die anderen genannte Faktoren für die meisten Spieler mit Sicherheit relevanter.
Vor einem Kauf sollte man sich daher wirklich ein bisschen Zeit nehmen und Performance, Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die eben erwähnten Dinge abwägen. Die ComputerBase-Community bietet darüber hinaus quasi rund um die Uhr ihre Hilfe im Grafikkarten-Forum bei der Kaufentscheidung an.
Für die Aktualisierung im September wurden alle Preise und Texte auf den aktuellen Stand gebracht. Neue aufgenommene Grafikkarten gab es keine.
| Datum | Änderung |
|---|---|
| 24. September 2026 | Preise und Text aktualisiert. |
| 19. August 2026 | GeForce RTX 4060 und Radeon RX 7900 XTX mangels Verfügbarkeit aus dem Artikel entfernt, Preise und Text aktualisiert. |
| 26. Juni 2026 | Radeon RX 9070 GRE in den Artikel aufgenommen, GeForce RTX 4060 Ti mangels Verfügbarkeit aus dem Artikel entfernt, Preise und Text aktualisiert. |
| 26. Mai 2026 | Preise und Text aktualisiert. |
| 10. April 2026 | Preise und Text aktualisiert, GeForce RTX 4070 Super mangels Verfügbarkeit aus dem Artikel entfernt. |
| 16. Januar 2026 | Strompreis auf Datengrundlage des Statistischen Bundesamtes umgestellt, Preise und Text aktualisiert. |
| 19. Dezember 2025 | Radeon RX 7800 XT mangels Verfügbarkeit aus dem Artikel entfernt, Preise und Text aktualisiert. |
| 21. November 2025 | Preise und Text aktualisiert. |
| 30. Oktober 2025 | GeForce RTX 4070 und Radeon RX 6700 XT mangels Verfügbarkeit aus dem Artikel entfernt, Preise und Text aktualisiert. |
| 10. September 2025 | RTX 5050 in den Artikel aufgenommen, Preise und Text aktualisiert. |
| 14. Juli 2025 | Preise und Text aktualisiert. |
| 10. Juni 2025 | RTX 5060 und RX 9060 XT (16 GB) in den Artikel aufgenommen, Preise und Text aktualisiert. |
| 7. Mai 2025 | RTX 5060 Ti (8/16 GB) in den Artikel aufgenommen, Preise und Text aktualisiert. |
| 7. April 2025 | Preise und Text aktualisiert. |
| 12. März 2025 | RX 9070 (XT), RTX 5070 Ti und 5070 in den Artikel aufgenommen, Preise und Text aktualisiert. |
| 12. Februar 2025 | RTX 5090 und 5080 in den Artikel aufgenommen, Preise und Text aktualisiert. |
| 15. Januar 2025 | Preise und Text aktualisiert. |
| 19. Dezember 2024 | Alle Auswertungen und der dazugehörige Text wurden mit Erscheinen des neuen Benchmark-Parcours von ComputerBase aktualisiert. Strompreis für die Kostenberechnungen von Bestandskunden- auf Neukundenpreis umgestellt. |
| 08. November 2024 | Preise und Text aktualisiert. |
| 11. Oktober 2024 | Preise und Text aktualisiert. |
| 20. September 2024 | Preisverlaufsdiagramme hinzugefügt, RX 6800 XT aufgrund zu geringer Verfügbarkeit weniger sichtbar, Preise und Text aktualisiert. |
| 26. August 2024 | Preise und Text aktualisiert |
| 30. Juli 2024 | Preise und Text aktualisiert |
| 19. Juni 2024 | RTX 3080 und RX 6700 XT aufgrund zu geringer Verfügbarkeit weniger sichtbar, Preise und Text aktualisiert |
| 24. Mai 2024 | Preise und Text aktualisiert |
| 04. Mai 2024 | Preise und Text aktualisiert |
| 10. April 2024 | Daten zur Radeon RX 7900 GRE hinzugefügt, Preise und Text aktualisiert |
| 20. März 2024 | Auswertungen zum Stromverbrauch hinzugefügt, Preise und Text aktualisiert |
| 06. März 2024 | Preise und Text aktualisiert |
| 23. Februar 2024 | Artikel veröffentlicht |
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