007 First Light im Test: Benchmarks (WQHD, UWQHD & UHD), Frametimes und VRAM
2/3Das Testsystem und die Benchmark-Szene
Alle Benchmarks werden auf einem AMD Ryzen 7 9800X3D (Test) durchgeführt, der mit den Standardeinstellungen betrieben wird. Als Mainboard ist das MSI MPG X870E Carbon WIFI (BIOS: 7E49v1A95) verbaut.
Die CPU wird von einem Noctua NH-D15 G2 mit zentral installiertem 140-mm-Lüfter gekühlt. 48 GB Speicher (Corsair Terminator, 2 × 24 GB, DDR5-6000, CL30-38-38-96) stehen dem Prozessor zur Verfügung. Windows 11 25H2 mit sämtlichen Updates und aktiviertem HVCI ist auf einer NVMe-M.2-SSD mit PCIe 4.0 installiert. Dasselbe gilt für das Spiel.
| Treiberversion | Game Ready | |
|---|---|---|
| AMD Radeon | Adrenalin 26.5.2 | Nein |
| Nvidia GeForce | GeForce 596.49 | ✓ |
| Intel Arc | 8801 | Nein |
Die 20 Sekunden lange Testsequenz findet im Kapitel „Alle Zeit der Welt“ in der Slowakei statt und zeigt bei mittlerer Sichtweite ein Gebäude, mehrere NPCs und etwas Vegetation. Die Szene ist anspruchsvoll für die Grafikkarte, fordert aber ebenso den Prozessor. Meistens läuft das Spiel etwas schneller, es handelt sich aber nicht um ein Worst-Case-Szenario.
Eine wichtige Anmerkung für die Benchmarks
Huch, was ist denn da los? Normalerweise kostet DLSS 4 nur geringfügig mehr Performance als FSR-Upscaling 3.1. Das bedeutet, dass zum Beispiel mit FSR 3.1 Quality eine GeForce-Grafikkarte geringfügig mehr FPS liefern würde als mit DLSS 4 Quality. Aber nicht so in 007 First Light. In dem Spiel sind die Unterschiede absolut riesig und zwar zu Gunsten von FSR Upscaling 3.1. DLSS Quality bringt gegenüber der nativen Auflösung nur einen kleinen Leistungsschub von wenigen Prozentpunkten, FSR Upscaling 3.1 dagegen den gewohnten, großen Leistungsschub.
Aus diesem Grund stellt die Redaktion GeForce- und Radeon-Grafikkarten nicht wie gewohnt in einem Diagramm gegeneinander. Stattdessen haben AMD- und Nvidia-Grafikkarten dieses Mal separate Diagramme. Denn das Problem ist, dass man die Qualität auch nicht sinnvoll angleichen kann. Selbst DLSS 4 Performance sieht noch deutlich besser aus als FSR 3.1 Quality. Und das deutlich hübschere FSR 4 steht auf RX-9000-Grafikkarten nicht zur Verfügung.
TAA Native sieht in dem Spiel wiederum ebenso schlecht aus, sodass in dem Fall ebenso DLSS Performance ein optisch besseres Ergebnis erzielt wie TAA Native. Sinnvoll angleichen lässt sich die Qualität nicht.
Um dennoch einen kleinen Einblick auf die Leistung bei vergleichbarer Qualität zu erhalten, wird die Redaktion einige Grafikkarten mit TAA Native testen. Auch wenn man so zumindest auf einer GeForce RTX keinesfalls spielen sollte.
Benchmarks in WQHD, UWQHD und Ultra HD mit GeForce RTX
| Grafikoptionen |
|---|
| Maximale Grafikdetails |
| GeForce RTX (DLSS 4 Quality, 67 % Renderauflösung) |
Benchmarks in WQHD, UWQHD und Ultra HD mit Radeon RX und Arc
| Grafikoptionen |
|---|
| Maximale Grafikdetails |
| Radeon RX 9000 (FSR Upscaling 3.1 Quality, 67 % Renderauflösung) |
| Radeon RX 7000/6000 (FSR Upscaling 3.1 Quality, 67 % Renderauflösung) |
| Intel Arc (XeSS Ultra Quality, 67 % Renderauflösung) |
- AMD Radeon und Intel Arc sind deutlich schneller als Nvidia GeForce
- Vor allem in niedrigen Auflösungen sind die Unterschiede extrem
- Der Grund dafür ist DLSS Super Resolution, das einen deutlich kleineren FPS-Schub als FSR bringt.
- Lovelace ist gegenüber Blackwell stärker unterwegs als gewohnt, die RTX 4080 Super ist ein Stück schneller als die RTX 5070 Ti
- RDNA 4 kommt nicht ganz an die Leistung von RDNA 3 heran, die RX 7900 XTX liegt in allen Auflösungen vor der RX 9070 XT
- Intel Arc ist auf gewohntem Niveau unterwegs
Direkt Vergleichbar: Benchmarks mit TAA Native
Fair vergleichbar ist die Grafikkarten-Performance damit aktuell nur mit TAA Native, auch wenn man so vor allem auf einer GeForce RTX nicht spielen sollte – dann mit DLSS Super Resolution sieht das Spiel wesentlich besser aus. Doch weil DLSS Super Resolution eine derart merkwürdige Leistung aufweist, sind vergleichbare Benchmarks mit DLSS in dem Spiel aktuell einfach nicht möglich.
So legt die Radeon RX 9070 XT durch FSR Quality gegenüber TAA Native in WQHD um 49 Prozent und in Ultra HD um 70 Prozent an FPS zu – normale Werte für FSR Quality. Die GeForce RTX 5070 Ti wird durch DLSS dagegen nur um 13 respektive 47 Prozent schneller, was deutlich weniger als gewöhnlich ist. Darum sind Radeon-Grafikkarten bei gleicher Renderauflösung und dem Einsatz von Upsampling deutlich schneller als ihre GeForce-Pendants.
Radeons bleiben auch bei absolut gleichen Bedingungen mit TAA Native schneller, der Abstand ist aber kleiner. In WQHD rendert die Radeon RX 9070 XT dann noch 11 Prozent schneller als die GeForce RTX 5070 Ti, in Ultra HD sind es fünf Prozent. Ungefähr so müssten die Abstände eigentlich auch beim direkten Vergleich zwischen DLSS und FSR sein. DLSS 4 benötigt zwar leicht mehr Rechenzeit als FSR 3.1.5, der Unterschied ist aber nicht sonderlich groß.
Benchmarks mit Frame Generation
Frame Generation zeigt sich in 007 First Light als nützliches Tool, um das Bewegtbild zu verbessern. Hierbei ist es aber wichtig zu bedenken, dass eine gewisse Render-Framerate notwendig ist, um ein gutes Spielgefühl zu haben. Eine Render-Framerate von rund 50 FPS wird für ein gutes Spielgefühl benötigt, was von Person zu Person aber auch etwas unterschiedlich ausfallen kann. Das bedeutet (wie immer): Frame Generation ist nicht dafür gedacht, ein ruckelndes Spiel auf ein flüssiges Niveau zu hieven. Die Technologie kann dafür genutzt werden, um ein ziemlich gut laufendes Spiel in nochmals deutlich höhere Frame-Regionen zu hieven. Darüber hinaus wird nur das Bewegtbild auf dem Monitor flüssiger, der Input-Lag und damit die Steuerung verbessert sich nicht (und wird oft etwas schlechter).
Wichtig ist darüber hinaus, dass die Benchmark-Balken bezüglich der FPS immer sehr beeindruckend mit Frame Generation aussehen, die Latenzen für ein vollständiges Bild jedoch ebenso benötigt werden. Da vergleichbare Latenz-Messungen auf AMD- und Nvidia-Grafikkarten sehr zeitaufwendig sind, verzichtet die Redaktion an dieser Stelle auf die Messreihe. Daher zeigen die Benchmarks nur einen Teil der Wahrheit, das gilt es zu bedenken.
Der FPS-Schub von Frame Generation ist wie gewohnt hoch. DLSS FG 2× erhöht die Framerate auf der GeForce RTX 5070 Ti um 68 Prozent, DLSS MFG 4× um weitere 76 Prozent und DLSS MFG 6× dann noch einmal um 31 Prozent. Insgesamt lässt sich die Framerate damit um 287 Prozent auf der RTX 5070 TI steigern.
Da sich Reflex nicht manuell aktivieren lässt, hat damit selbst DLSS MFG 6× bessere Latenzen als beim Verzicht auf jegliche künstlichen Bilder – diese sind dann immer noch 14 Prozent niedriger. Entsprechend direkt steuert sich DLSS Frame Generation, mit nur DLSS FG 2× läuft das Spiel sogar spürbar direkter.
Das Frame Pacing ist gut
007 First Light kompiliert beim ersten Spielstart einige Shader vorab. Das ist dann auch ausreichend, mit Shader-Kompilierungsruckler hat das Spiel nicht zu kämpfen. Traversal-Stotterer gibt es zwar stellenweise, doch treten diese wirklich nur sehr selten auf. Das ist nicht wirklich ein Problem.
Das eigentliche Frame Pacing zeigt sich dann sowohl auf der GeForce RTX 5070 TI als auch der Radeon RX 9070 XT gut in Form und ist auf beiden Grafikkarten vergleichbar. Es gibt zwar mehrere kleine Ausreißer bei der Bildausgabe. Jedoch nichts, was ein VRR-Monitor nicht ausgleichen könnte. Bei entsprechender Framerate fühlt sich das Spiel daher sehr flüssig an.
Sonderlich VRAM braucht es nicht
| 8 GB | 12 GB | 16 GB | 24 GB | |
|---|---|---|---|---|
| 2.560 × 1.440 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| 3.440 × 1.440 | X | ✓ | ✓ | ✓ |
| 3.840 × 2.160 | X | ✓ | ✓ | ✓ |