007 First Light im Test: Fazit
4/4Deutlich hübscher, ABER
Der optische Gewinn durch Pathtracing in 007 First Light ist unglaublich groß – und vermutlich größer als in jedem anderen Pathtracing-Titel. Das liegt primär daran, dass das Spiel auf „einfaches“ Raytracing gänzlich verzichtet und auch mit dem neuesten Update entweder ausschließlich Rasterizer-Optik oder gleich Pathtracing bietet. Mit Pathtracing sieht das Spiel absolut toll aus und es macht sich sofort bemerkbar, was dem Spiel bis jetzt gefehlt hat: eine gute Beleuchtung. Klingt gut, ist aber nur eine Seite der Medaille.
Das fängt damit an, dass AMD-Grafikkarten gar nicht erst unterstützt werden, für Pathtracing benötigt es eine GeForce RTX. Und zugleich sind die Anforderungen an Pathtracing unglaublich hoch. Unterhalb der GeForce RTX 4080 oder GeForce RTX 5070 Ti muss das Feature gar nicht erst großartig probiert werden, für Ultra HD muss es gleich eine GeForce RTX 5090 sein.
Mit einer simpleren Raytracing-Beleuchtung hätte sich vermutlich 70 Prozent des Ergebnisses mit 30 Prozent der Leistungskosten erzielen lassen. Der Friss-oder-stirb-Ansatz bringt somit nur Besitzern einer High-End-GeForce-RTX etwas.
DLSS MFG ist quasi Pflicht
Der Einsatz von DLSS Frame Generation ist dabei ein Must-have, ohne bleiben 60 FPS fast durchweg unerreicht. Das Feature funktioniert aber sehr gut in dem Spiel. Auch das klingt gut, doch ein Grund ist, dass Nvidia Reflex mal wieder nur in Verbindung mit Frame Gen funktioniert. Selbst mit DLSS MFG 6× fühlt sich das Spiel direkter an, als wenn auf die künstlichen Bilder verzichtet wird, das Bewegtbild wird zudem massiv flüssiger. Reflex ohne MFG würde noch niedrigere Latenzen ermöglichen.
Aber auch im MFG-Szenario werden immer noch rund 40 Render-FPS benötigt, sonst gibt es zu viele Grafikfehler. Und dazu benötigt es eine der oben erwähnten Grafikkarten.
Pathtracing verpasst Gesichtern einen „DLSS-5-Effekt“
Ein interessantes Detail am Rande: 007 First Light mit Pathtracing sieht toll aus. Im Test ist der Redaktion dabei aufgefallen, dass allen voran die Charaktere mit der realistischen Beleuchtung gänzlich anders aussehen als mit der Raster-Optik und teils wie andere Charaktere wirken. Da werden im Gesicht zahlreiche Details sichtbar, die vorher schlicht überhaupt nicht dargestellt werden. Teils wirken die Gesichter, als wären sie mit DLSS 5 (Test) aufgewertet worden. Was schlussendlich auch zeigt, dass DLSS 5 zwar nicht perfekt ist, aber durchaus viel richtig macht. Pathtracing und DLSS 5 gehen in dieselbe Richtung.
Radeon RX mit FSR 4.1
Nicht nur Pathtracing hat den Weg in 007 First Light gefunden, dasselbe gilt für FSR Upscaling 4.1, das die Entwickler zum Release des Spiels sträflich vernachlässigt hatten. Damit kommen nun auch endlich Besitzer von Radeon RX 9000 und RX 7000 in den Genuss von hochwertigem Upsampling. Das sollte, nein muss heutzutage aber schlicht schon beim Launch so sein.
Mit Rasterizer-Grafik zeigt das Spiel dabei die gewohnte Performance, hier hat sich in den letzten Monaten offenbar nur wenig getan. Radeon-Grafikkarten sind entsprechend eine gute Ecke schneller als die GeForce-Kollegen unterwegs, die schlussendlich überraschend langsam für ihre Verhältnisse sind. Da die Bildqualität mittlerweile dank FSR 4.1 vergleichbar ist, gibt es auch diesbezüglich keine unfairen Vorteile im 1:1-Vergleich in den Benchmarks mehr.
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