Control Resonant im Test: Fazit
5/5Control Resonant ist kein weiteres Alan Wake 2
Remedy hat mit Alan Wake 2 (Test) vor drei Jahren ein Meisterwerk geschaffen. Bei Story, Atmosphäre und schlussendlich auch Technik hatten die finnischen Entwickler zum Release beinahe perfekte Arbeit abgeliefert. Ob das dem doch ganz anderen Control Resonant spielerisch auch gelingt, mögen andere bewerten. ComputerBase beschränkt sich wie gewohnt auf die Technik. Aus diesem Blickwinkel liefert die PC-Version im Test ein ordentliches Ergebnis ab. Mehr aber auch nicht.
Sieht Control Resonant gut aus? Es kommt darauf an. In der richtigen Situation kann Control Resonant toll aussehen. Wenn die gute Raytracing-Beleuchtung mit der wie gewohnt tollen künstlerischen Gestaltung zum richtigen Zeitpunkt zusammenkommt, bekommt das Auge viel geboten. Zum „falschen Zeitpunkt“ sieht Control Resonant aber auch schlechter aus als das mittlerweile fast drei Jahre alte Alan Wake 2.
Die Charaktere können optisch nicht mithalten, die Gegenden sind teils weniger detailliert und die Animationen sind oft ziemlich holprig. Das ist vermutlich der Unterschied zwischen einem sehr geradlinigen Alan Wake 2, in dem es fast nur den Hauptweg gibt, und der deutlich größeren Spielwelt von Control Resonant. Letzteres wird fast zwangsweise weniger detailliert sein als ersteres.
Für eine gute Optik benötigt es Raytracing
Control Resonant ist ein ziemlich anspruchsvolles Spiel, auch weil Raytracing für eine gute Grafikqualität ein Must-Have ist. Mit reiner Rasterizer-Optik müssen große Abstriche in Kauf genommen werden. Aber nicht nur Raytracing kostet das ein oder andere FPS, das Spiel benötigt generell eine flotte Grafikkarte.
Upsampling ist quasi Pflicht und die Performance-Modi von DLSS und FSR werden schnell zu Kumpanen werden. Mit DLSS 4.5 und FSR 4.1 sind die wichtigsten modernen Upsampler inklusive (Multi) Frame Generation dabei. Intel XeSS fehlt dagegen vollständig.
| Nvidia | AMD | Intel | |
|---|---|---|---|
| 2.560 × 1.440 | RTX 5060 Ti RTX 4070 |
RX 9060 XT RX 7700 XT |
X |
| 3.440 × 1.440 | RTX 5070 RTX 4070 Super |
RX 9070 GRE RX 7800 XT |
X |
| 3.840 × 2.160 | RTX 5070 Ti RTX 4070 Ti Super |
RX 9070 RX 7900 XT |
X |
Mit leichtem bis mittlerem Raytracing, ab letzterem gibt es eine gute Grafikqualität, sind 60 FPS mit einer schnellen Grafikkarte möglich, wobei sich Nvidia GeForce wie gewohnt einfacher tut als AMD Radeon. Die RDNA-4-Riege schneidet aber durchaus ordentlich ab, nur für Ultra HD ist dann auch die RX 9070 XT zu langsam – doch auch die RTX 5070 Ti scheitert knapp an dem Ziel.
Nochmal sichtbar mehr Grafikqualität gibt es mit den Raytracing-Ultra-Einstellungen, die RTX Mega Geometry nutzen. Hier benötigt es also zwangsweise eine GeForce RTX, wobei mit dieser Einstellung die aktuellen RTX-5000-Karten Leistungsvorteile gegenüber den älteren RTX-4000-Modellen haben. Dann ist eine GeForce RTX 5080 fast so schnell wie eine RTX 4090.
Die Review-Version war bei RX 7000 zickig
Ein handfestes Problem betraf im Test RDNA-3-Grafikkarten: Zumindest die Review-Version von Control Resonant startet nicht mit Radeon-RX-7000-Grafikkarten, wenn aktuelle Treiber installiert sind. RX 9000 und RX 6000 laufen dagegen problemlos.
Die Ursache liegt allem Anschein nach in einem auf RX 7000 nicht korrekt funktionierenden FSR 4.1. Mit älteren Treibern bis zum Adrenalin 26.6.1 und damit ohne FSR 4 startet das Spiel auch auf RX 7000 problemlos. Ob Remedy das Problem bei der finalen Version behoben hat, wird sich zeigen müssen.
Ein weiteres, kleineres Problem zeigte sich im Test auch mit Intel Arc: Auf diesen Modellen lassen die Renn-Animationen den Charakter wortwörtlich violett werden.
Mit entsprechender Hardware läuft die PC-Version mit einer Ausnahme ordentlich. Abstürze oder Ähnliches haben sich im Test nicht gezeigt, schon aber ein problematisches Frame Pacing. Vor allem Radeon-Grafikkarten haben mit einer etwas unregelmäßigen Bildausgabe zu kämpfen. GeForce-Beschleuniger machen dies besser, gut ist das Frame Pacing aber auch auf einer Nvidia-Grafikkarte nicht.
Entsprechend hat die PC-Version von Control Resonant mit einigen Problemen zu kämpfen. Womöglich sind diese zum Release jedoch bereits behoben. Das wird ComputerBase untersuchen, nachdem Updates und neue Treiber erschienen sind.
| Control Resonant | Eigenschaften |
|---|---|
| Entwickler | Remedy |
| Publisher | Remedy |
| Engine | Northlight |
| API | DirectX 12 |
| Nvidia Reflex | ✓ (nur mit Frame Gen) |
| Nvidia Reflex 2 | Nein |
| AMD Anti-Lag 2 | Nein |
| Intel XeLL | Nein |
| HDR | ✓ |
| Widescreen (21:9) | ✓ (Screenshot-Vergleich) |
| Kantenglättung | Nicht verfügbar |
| Temporales Upsampling | |
| Nvidia DLSS Super Resolution | ✓ (DLSS 4.5 im Spiel) |
| Nvidia DLSS Multi Frame Generation | ✓ (6×) |
| Nvidia DLSS Dynamic-MFG | ✓ |
| Nvidia DLSS Ray Reconstruction | ✓ (DLSS 4.5 im Spiel) |
| Nvidia DLSS 5 Neural Rendering | Nein |
| AMD FSR Upscaling | ✓ (4.1 im Spiel) |
| AMD FSR Frame Generation | ✓ (4.0 im Spiel) |
| AMD FSR Ray Regeneration | Nein |
| Intel XeSS Super Resolution | Nein |
| Intel XeSS Frame Generation | Nein |
| Native Auflösung + Upsampling | ✓ (DLAA, FSR Native) |
| Manuelles Nachschärfen | ✓ |
| Direkt zur Upsampling-Analyse | |
| Raytracing | |
| Globale Beleuchtung | ✓ |
| Reflexionen | ✓ |
| Schatten | ✓ |
| Umgebungsverdeckung | ✓ |
| Pathtracing | ✓ |
| Direkt zur Raytracing-Analyse | |
| 60 FPS im Benchmark ab (mit DLSS/FSR) ohne Raytracing | |
| WQHD | RTX 5060 Ti / RTX 4070 / RX 9060 XT / RX 7700 XT |
| UWQHD | RTX 5070 / RTX 4070 Super / RX 9070 GRE / RX 7800 XT |
| UHD | RTX 5070 Ti / RTX 4070 Ti Super / RX 9070 / RX 7900 XT |
| Direkt zu den Benchmarks | |
| Release-Datum | 24. September 2026 |
| Preis zum Release | 60 Euro 70 Euro (Deluxe Edition) |
ComputerBase hat Control Resonant von der für das Spiel zuständigen PR-Agentur zum Testen erhalten. Das Spiel wurde unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.
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