Gothic Remake: Fazit
4/4Gothic Remake ist eine gelungene Neuinterpretation des Originals aus dem Jahr 2001. Spielerisch orientiert sich der Titel sehr an dem Vorbild, ohne dabei gänzlich auf moderne Elemente zu verzichten. Dasselbe gilt für die Technik. Doch das bringt eben auch seine Limitierungen mit sich.
Gothic Remake sieht vom Grafikstil wirklich aus wie ein modernes Gothic 1. Mehr als eine leicht überdurchschnittliche Grafikqualität ist dadurch jedoch auch mit der Unreal Engine 5 nicht möglich. Oft sieht das Spiel schick und atmosphärisch aus, immer mal wieder aber eben auch ziemlich simpel und starr.
Bezüglich der Anforderungen an den PC orientiert sich Gothic Remake an den anderen Spielen mit UE5-Technik, sie sind entsprechend hoch. In Verbindung mit aggressiven DLSS- und FSR-Modi kann man das jedoch gut in den Griff bekommen. Einzig die maximale Grafikstufe bleibt richtigen High-End-Grafikkarten vom Kaliber einer GeForce RTX 5070 Ti und aufwärts vorbehalten, sonst gibt es auch in geringeren Auflösungen schnell „volles Pfund aufs Maul“. Die optischen Vorteile der Maximalstufe sind aber gering, beim Verzicht wird nicht allzu viel verpasst.
AMD-Grafikkarten haben in Gothic Remake geringfügige Vorteile gegenüber den Konkurrenten von Nvidia. Vor allem bei der aktuellen Generation sind Radeon-Beschleuniger eine gute Ecke schneller unterwegs als GeForce-GPUs. Intel Arc zeigt in dem Spiel dagegen Leistungsprobleme. Selbst die Arc Pro B70 (alias Arc B770) kommt gerade einmal an die GeForce RTX 4060 heran, die Arc B580 ist klar langsamer.
| Nvidia | AMD | Intel | |
|---|---|---|---|
| 2.560 × 1.440 | RTX 5060 Ti RTX 4060 Ti |
RX 9060 XT RX 7700 XT |
X |
| 3.440 × 1.440 | RTX 5070 RTX4070 |
RX 9070 GRE RX 7800 XT |
X |
| 3.840 × 2.160 | RTX 5070 Ti RTX 4080 |
RX 9070 RX 7900 XT |
X |
Die PC-Version von Gothic Remake hat noch kleinere Probleme, jedoch keine, die für Kopfschmerzen sorgen. Das Frame Pacing ist generell noch etwas wackelig, mit einem VRR-Monitor aber keine sonderliche Herausforderung. Traversal-Stotterer sind vorhanden, aber nur geringfügig ausgeprägt. Abstürze oder Probleme sonstiger Art gab es im Test wiederum keine. Wer über die entsprechende Grafik-Hardware verfügt, kann also problemlos zur PC-Version von Gothic Remake greifen.
| Spielname | Eigenschaften |
|---|---|
| Entwickler | Alkimia Interactive |
| Publisher | THQ Nordic |
| Engine | Unreal Engine 5.4.3.0 |
| API | DirectX 12 |
| Nvidia Reflex | ✓ |
| Nvidia Reflex 2 | Nein |
| AMD Anti-Lag 2 | Nein |
| Intel XeLL | Nein |
| HDR | ✓ |
| Widescreen (21:9) | ✓ (Screenshot-Vergleich) |
| Kantenglättung | TAA |
| Temporales Upsampling | |
| Nvidia DLSS Super Resolution | ✓ (DLSS 4.5 für Performance-Modus im Spiel DLSS 4.5 komplett per Nvidia-App) |
| Nvidia DLSS Frame Generation | ✓ |
| Nvidia DLSS Multi Frame Generation | ✓ (6×) |
| Nvidia DLSS Dynamic-MFG | Nein |
| Nvidia DLSS Ray Reconstruction | Nein |
| AMD FSR Upscaling | ✓ (3.1.4 im Spiel, FSR 4.1 per AMD-App) |
| AMD FSR Frame Generation | ✓ (3.1.4 im Spiel, FSR 4 per AMD-App) |
| AMD FSR Ray Regeneration | Nein |
| Intel XeSS Super Resolution | ✓ |
| Intel XeSS Frame Generation | Nein |
| Epic UE TSR | ✓ |
| Native Auflösung + Upsampling | ✓ (DLAA, FSR + XeSS + TSR Native) |
| Manuelles Nachschärfen | ✓ |
| Direkt zur Upsampling-Analyse | |
| Raytracing | |
| Software-Lumen (UE5) | ✓ (Beleuchtung, Reflexionen) |
| Hardware-Lumen (UE5) | Nein |
| 60 FPS im Benchmark ab (mit DLSS/FSR) | |
| WQHD | RTX 5060 Ti / RTX 4060 Ti / RX 9060 XT / RX 7700 XT |
| UWQHD | RTX 5070 / RTX4070 / RX 9070 GRE / RX 7800 XT |
| UHD | RTX 5070 Ti / RTX 4080 / RX 9070 / RX 7900 XT |
| Direkt zu den Benchmarks | |
| Release-Datum | 05. Juni 2026 |
| Preis zum Release | 50 Euro |
ComputerBase hat Gothic Remake von der für das Spiel zuständigen PR-Agentur zum Testen erhalten. Das Spiel wurde unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.
Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.