Gothic Remake: Fazit

 4/4
Wolfgang Andermahr
41 Kommentare

Gothic Remake ist eine gelungene Neuinterpretation des Originals aus dem Jahr 2001. Spielerisch orientiert sich der Titel sehr an dem Vorbild, ohne dabei gänzlich auf moderne Elemente zu verzichten. Dasselbe gilt für die Technik. Doch das bringt eben auch seine Limitierungen mit sich.

Gothic Remake sieht vom Grafikstil wirklich aus wie ein modernes Gothic 1. Mehr als eine leicht überdurchschnittliche Grafikqualität ist dadurch jedoch auch mit der Unreal Engine 5 nicht möglich. Oft sieht das Spiel schick und atmosphärisch aus, immer mal wieder aber eben auch ziemlich simpel und starr.

Gothic Remake im Benchmark-Test

Bezüglich der Anforderungen an den PC orientiert sich Gothic Remake an den anderen Spielen mit UE5-Technik, sie sind entsprechend hoch. In Verbindung mit aggressiven DLSS- und FSR-Modi kann man das jedoch gut in den Griff bekommen. Einzig die maximale Grafikstufe bleibt richtigen High-End-Grafikkarten vom Kaliber einer GeForce RTX 5070 Ti und aufwärts vorbehalten, sonst gibt es auch in geringeren Auflösungen schnell „volles Pfund aufs Maul“. Die optischen Vorteile der Maximalstufe sind aber gering, beim Verzicht wird nicht allzu viel verpasst.

AMD-Grafikkarten haben in Gothic Remake geringfügige Vorteile gegenüber den Konkurrenten von Nvidia. Vor allem bei der aktuellen Generation sind Radeon-Beschleuniger eine gute Ecke schneller unterwegs als GeForce-GPUs. Intel Arc zeigt in dem Spiel dagegen Leistungsprobleme. Selbst die Arc Pro B70 (alias Arc B770) kommt gerade einmal an die GeForce RTX 4060 heran, die Arc B580 ist klar langsamer.

60 FPS werden in Gothic Remake erreicht ab (Direkt zu den Benchmarks):
Nvidia AMD Intel
2.560 × 1.440 RTX 5060 Ti
RTX 4060 Ti
RX 9060 XT
RX 7700 XT
X
3.440 × 1.440 RTX 5070
RTX4070
RX 9070 GRE
RX 7800 XT
X
3.840 × 2.160 RTX 5070 Ti
RTX 4080
RX 9070
RX 7900 XT
X

Die PC-Version von Gothic Remake hat noch kleinere Probleme, jedoch keine, die für Kopfschmerzen sorgen. Das Frame Pacing ist generell noch etwas wackelig, mit einem VRR-Monitor aber keine sonderliche Herausforderung. Traversal-Stotterer sind vorhanden, aber nur geringfügig ausgeprägt. Abstürze oder Probleme sonstiger Art gab es im Test wiederum keine. Wer über die entsprechende Grafik-Hardware verfügt, kann also problemlos zur PC-Version von Gothic Remake greifen.

Die technischen Merkmale
Spielname Eigenschaften
Entwickler Alkimia Interactive
Publisher THQ Nordic
Engine Unreal Engine 5.4.3.0
API DirectX 12
Nvidia Reflex
Nvidia Reflex 2 Nein
AMD Anti-Lag 2 Nein
Intel XeLL Nein
HDR
Widescreen (21:9) (Screenshot-Vergleich)
Kantenglättung TAA
Temporales Upsampling
Nvidia DLSS Super Resolution ✓ (DLSS 4.5 für Performance-Modus im Spiel
DLSS 4.5 komplett per Nvidia-App)
Nvidia DLSS Frame Generation
Nvidia DLSS Multi Frame Generation ✓ (6×)
Nvidia DLSS Dynamic-MFG Nein
Nvidia DLSS Ray Reconstruction Nein
AMD FSR Upscaling ✓ (3.1.4 im Spiel, FSR 4.1 per AMD-App)
AMD FSR Frame Generation ✓ (3.1.4 im Spiel, FSR 4 per AMD-App)
AMD FSR Ray Regeneration Nein
Intel XeSS Super Resolution
Intel XeSS Frame Generation Nein
Epic UE TSR
Native Auflösung + Upsampling ✓ (DLAA, FSR + XeSS + TSR Native)
Manuelles Nachschärfen
Direkt zur Upsampling-Analyse
Raytracing
Software-Lumen (UE5) ✓ (Beleuchtung, Reflexionen)
Hardware-Lumen (UE5) Nein
60 FPS im Benchmark ab (mit DLSS/FSR)
WQHD RTX 5060 Ti / RTX 4060 Ti / RX 9060 XT / RX 7700 XT
UWQHD RTX 5070 / RTX4070 / RX 9070 GRE / RX 7800 XT
UHD RTX 5070 Ti / RTX 4080 / RX 9070 / RX 7900 XT
Direkt zu den Benchmarks
Release-Datum 05. Juni 2026
Preis zum Release 50 Euro

ComputerBase hat Gothic Remake von der für das Spiel zuständigen PR-Agentur zum Testen erhalten. Das Spiel wurde unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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