Gothic Remake: Benchmarks (WQHD, UWQHD & UHD), Frametimes und VRAM
3/4Das Testsystem und die Benchmark-Szene
Alle Benchmarks werden auf einem AMD Ryzen 7 9800X3D (Test) durchgeführt, der mit den Standardeinstellungen betrieben wird. Als Mainboard ist das MSI MPG X870E Carbon WIFI (BIOS: 7E49v1A95) verbaut.
Die CPU wird von einem Noctua NH-D15 G2 mit zentral installiertem 140-mm-Lüfter gekühlt. 48 GB Speicher (Corsair Dominator, 2 × 24 GB, DDR5-6000, CL30-38-38-96) stehen dem Prozessor zur Verfügung. Windows 11 25H2 mit sämtlichen Updates und aktiviertem HVCI ist auf einer NVMe-M.2-SSD mit PCIe 4.0 installiert. Dasselbe gilt für das Spiel.
| Treiberversion | Game Ready | |
|---|---|---|
| AMD Radeon | Adrenalin 26.6.1 | Nein |
| Nvidia GeForce | GeForce 610.47 | Nein |
| Intel Arc | 8826 | ✓ |
Die 20 Sekunden lange Testsequenz findet nördlich vom alten Lager statt und zeigt einen typischen Marsch durch einen Wald. Entsprechend ist viel Vegetation zu sehen, es gibt zwei NPCs und einen Fluss. Die Szene ist recht anspruchsvoll, es handelt sich aber nicht um ein Worst-Case-Szenario. Bisweilen läuft das Spiel noch einmal etwas langsamer – vor allem bei schlechtem Wetter kann dies der Fall sein.
Benchmarks in WQHD, UWQHD und Ultra HD
| Grafikoptionen |
|---|
| Sehr-Hoch-Preset |
| GeForce RTX (DLSS 4 Balanced, 58 % Renderauflösung) |
| Radeon RX 9000 (FSR Upscaling 4.1 Balanced, 58 % Renderauflösung) |
| Radeon RX 7000/6000 (FSR Upscaling 3.1 Balanced, 58 % Renderauflösung) |
| Intel Arc (XeSS Quality, 58 % Renderauflösung) |
| Nvidia | AMD | Intel | |
|---|---|---|---|
| 2.560 × 1.440 | RTX 5060 Ti RTX 4060 Ti |
RX 9060 XT RX 7700 XT |
X |
| 3.440 × 1.440 | RTX 5070 RTX 4070 |
RX 9070 GRE RX 7800 XT |
X |
| 3.840 × 2.160 | RTX 5070 Ti RTX 4080 |
RX 9070 RX 7900 XT |
X |
- AMD-Grafikkarten sind durchweg leicht schneller als ihre jeweiligen GeForce-Pendants
- Nvidia GeForce hat vor allem in WQHD und UWQHD Schwierigkeiten
- Vor allem die Perzentil-FPS sind schlechter auf den Nvidia-Grafikkarten
- RDNA 4 ist in niedrigen Auflösungen schneller als RDNA 3, in höheren Auflösungen ist die Situation ausgeglichen
- Blackwell ist im Vergleich zu Lovelace langsamer als gewöhnlich
- Intel Arc kommt vor allem in WQHD überhaupt nicht zurecht. Selbst die Arc Pro B70 ist kaum schneller als die RTX 4060
- In UWQHD verliert Intel Arc kaum Performance, was auf Auslastungsprobleme in WQHD hindeutet
Benchmarks mit Frame Generation
Frame Generation zeigt sich in Gothic Remake als nützliches Tool, um das Bewegtbild zu verbessern. Hierbei ist es aber wichtig zu bedenken, dass eine gewisse Render-Framerate notwendig ist, um ein gutes Spielgefühl zu haben. Eine Render-Framerate von rund 50 FPS wird für ein gutes Spielgefühl benötigt, was von Person zu Person aber auch etwas unterschiedlich ausfallen kann. Das bedeutet (wie immer): Frame Generation ist nicht dafür gedacht, ein ruckelndes Spiel auf ein flüssiges Niveau zu hieven. Die Technologie kann dafür genutzt werden, um ein ziemlich gut laufendes Spiel in nochmals deutlich höhere Frame-Regionen zu hieven. Darüber hinaus wird nur das Bewegtbild auf dem Monitor flüssiger, der Input-Lag und damit die Steuerung verbessert sich nicht (und wird oft etwas schlechter).
Wichtig ist darüber hinaus, dass die Benchmark-Balken bezüglich der FPS immer sehr beeindruckend mit Frame Generation aussehen, die Latenzen für ein vollständiges Bild jedoch ebenso berücksichtigt werden müssen. Da vergleichbare Latenz-Messungen auf AMD- und Nvidia-Grafikkarten sehr zeitaufwendig sind, verzichtet die Redaktion an dieser Stelle auf die Messreihe. Daher zeigen die Benchmarks nur einen Teil der Wahrheit, das gilt es zu bedenken.
Leichte Probleme beim Frame Pacing
Das Gothic Remake kompiliert beim ersten Spielstart für wenige Sekunden Shader vorab. In Echtzeit während des Spielens werden zusätzlich weitere Shader kompiliert. Das ist ausreichend, zu Shader-Kompilierungsrucklern kommt es nicht.
Das lässt sich nicht ganz für Traversal-Stotterer gesagt werden, ab und zu hakt Gothic Remake beim Level-Streaming. Häufig passiert dies jedoch nicht, sodass dies kein sonderliches Problem ist.
Das eigentliche Framepacing hat dann durchaus kleinere Probleme. Vor allem auf der GeForce RTX 5070 Ti ist die Bildausgabe etwas unruhig, aber auch die Radeon RX 9070 XT hat mit dem Problem zu kämpfen – wenn auch in geringerem Ausmaß. Die vielen kleinen Abweichungen bei der Bildausgabe sind jedoch kein Problem, ein VRR-Monitor kann diese problemlos ausgleichen.
Das gilt aber nicht für die großen Ausreißer, die es immer mal wieder in Gothic Remake gibt. Und das ganz unabhängig von der eingesetzten Grafik. Dann hakt das Spiel kurz und läuft anschließend normal weiter. Um Traversal-Stotterer handelt es sich nicht, das scheint wahllos an manchen Stellen zu passieren. Auch dies haben Radeon-Grafikkarten besser im Griff als die GeForce-Kollegen, sind aber ebenso davon betroffen.
Geringer VRAM-Verbrauch im Remake
| 8 GB | 12 GB | 16 GB | 24 GB | |
|---|---|---|---|---|
| 2.560 × 1.440 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| 3.440 × 1.440 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| 3.840 × 2.160 | X | ✓ | ✓ | ✓ |