Antec P380 im Test: Big-Tower mit 6-mm-Aluminium und wählerischem Panel

 4/5
Carsten Lissack
57 Kommentare

Erfahrungen

In einem Big-Tower mit einem äußeren Volumen von fast 70 Litern, da ist der Hardware-Einbau wahrhaftig ein Kinderspiel. Beim Hindurchführen der Kabel durch die Gummimanschetten bleiben diese unter normaler Belastung an Ort und Stelle. Festplatten sind schnell mit den Schienen verschraubt und eingeschoben.

Wer plant, einen Teil der Festplattenkäfige auszubauen, sollte etwas mehr Zeit als üblich einplanen. Denn beim Antec P380 geht Modularität nicht mit Geschwindigkeit einher. Ebenso umständlich gestaltet sich das Entnehmen des Nylonstaubfilters in der Front. Hierfür muss das Gehäuse zunächst auf die Seite gelegt werden.

Antec P380 – Testsystem ohne Sichtfenster

Prozessorkühler können im Antec P380 bis zu 175 mm hoch sein. Grafikkarten dürfen eine Länge von 350 mm nicht überschreiten, sollte davor der Festplattenkäfig verbaut sein. Wird dieser entnommen, wächst die maximale Länge auf 470 mm. Hinter dem Mainboardtray ist mit 30 mm genügend Raum zum Verlegen sämtlicher Kabel gegeben.

Antec P380 – Testsystem mit Sichtfenster
Diagramme
Grafikkartenlänge (Referenzdesign)
  • Benötigter Platz:
    • AMD Radeon HD 7990
      30,5
    • AMD Radeon R9 295X2
      30,5
    • Nvidia GeForce GTX 690
      28,0
    • AMD Radeon HD 7950
      27,5
    • AMD Radeon HD 7970
      27,5
    • AMD Radeon R9 290X
      27,5
    • Nvidia GeForce GTX Titan
      27,0
    • Nvidia GeForce GTX 780 Ti
      27,0
    • Nvidia GeForce GTX 680
      26,0
    • Nvidia GeForce GTX 660 Ti
      24,5
    • Nvidia GeForce GTX 670
      24,5
    • AMD Radeon R9 270X
      24,0
    • AMD Radeon R7 260X
      17,5
    • Nvidia GeForce GTX 750 Ti
      14,5
  • Vorhandener Platz:
    • Antec P380
      47,0
    • Fractal Design Define R5
      44,0
    • be quiet! Silent Base 800
      41,5
    • Phanteks Enthoo Evolv
      36,0
    • BitFenix Neos
      32,0
    • Cooltek UMX1 Plus
      27,0
    • Raijintek Metis
      17,5
Einheit: Zentimeter (cm)

Messergebnisse

Lautstärke

Antec nutzt den Marketing-Begriff „Quiet Computing“, um für die eigenen Produkte zu werben. Auch das P380 soll in Verbindung mit seinen Lüftern sehr leise sein und ein angenehmes Arbeiten ermöglichen.

Anhand der Messdaten ist abzulesen, das dieses Versprechen zwar für den 5-Volt-Betrieb mit durchschnittlich 33,8 Dezibel zutrifft, bei voller Umdrehungszahl kann der Hersteller seine Zusage an den Kunden jedoch nicht mehr halten. Im Durchschnitt 42 Dezibel werden erreicht, die Grenzen des „Quiet Computing“ wurden also bei Weitem überschritten.

Immerhin hält die Festplattenentkopplung das, was sie verspricht. Während des Testbetriebs waren keine Resonanzen am Korpus des P380 auszumachen. Auch Festplattenzugriffe schluckt der Big-Tower zu einem Großteil.

Lautstärke
Lautstärke – Vorne
  • Vorne:
    • Fractal Design Define R5 (5 V)
      29,1
    • be quiet! Silent Base 800 (5 V)
      29,8
    • Raijintek Metis (5 V)
      30,5
    • Cooltek UMX1 Plus (5 V)
      31,1
    • Fractal Design Define R5 (12 V)
      32,9
    • Antec P380 (5 V)
      33,4
    • Raijintek Metis (12 V)
      33,6
    • Cooltek UMX1 Plus (12 V)
      36,5
    • be quiet! Silent Base 800 (12 V)
      37,7
    • Antec P380 (12 V)
      40,1
Einheit: dB(A)

Temperatur

Seine Stärken spielt das Antec P380 durch Unterdruck bei der Systemkühlung aus. Die Prozessortemperatur pendelt sich auf 44 °C ein, wenn die Nvidia GTX 650 Ti Boost mit ihrem Radiallüfter zum Einsatz kommt und an allen Ventilatoren 12 Volt anliegen. Im 5-Volt-Szenario steigt die Temperatur leicht auf 49 °C an. Wird hingegen die Asus GTX 760 DirectCU II OC mit zwei Axiallüftern in das System eingebaut, so steigt die CPU-Temperatur während anliegender 5 Volt auf 66 °C an, was einen nicht zu verachtenden Temperaturunterschied von 17 °C bedeutet.

Die Nvidia GTX 650 Ti Boost selbst erreicht maximal 67 °C, während die Asus GTX 760 DirectCU II OC mit 80 °C um 13 °C wärmer wird. Geringe Abweichungen sind auch bei der Mainboard- und der Festplattentemperatur auszumachen. Auch sie fallen zugunsten von durch Radiallüfter gekühlten Grafikkarten aus.

Systemtemperaturen
Systemtemperaturen – CPU
  • Nvidia GTX 650 Ti Boost:
    • be quiet! Silent Base 800 (12 V)
      42
    • Antec P380 (12 V)
      44
    • Fractal Design Define R5 (12 V)
      49
    • Antec P380 (5 V)
      49
    • be quiet! Silent Base 800 (5 V)
      50
    • Raijintek Metis (12 V)
      50
    • Fractal Design Define R5 (5 V)
      52
    • Raijintek Metis (5 V)
      68
  • Asus GTX 760 DirectCU II OC:
    • Antec P380 (12 V)
      47
    • Fractal Design Define R5 (12 V)
      52
    • Cooltek UMX1 Plus (12 V)
      55
    • be quiet! Silent Base 800 (12 V)
      56
    • Raijintek Metis (12 V)
      65
    • Antec P380 (5 V)
      66
    • be quiet! Silent Base 800 (5 V)
      69
    • Cooltek UMX1 Plus (5 V)
      69
    • Fractal Design Define R5 (5 V)
      70
    • Raijintek Metis (5 V)
      72
      Abbruch nach 3:40 Minuten
Einheit: °C

Leistungsaufnahme

In Summe verbrauchen die drei Ventilatoren 2,1 Watt bei anliegenden 5 Volt. Bei voller Umdrehungszahl steigt der Verbrauch auf 7,3 Watt, was im Durchschnitt 2,4 Watt pro Lüfter macht. Damit sind die Werte vollkommen akzeptabel.

Leistungsaufnahme
  • 5 Volt:
    • Cooltek UMX1 Plus
      1,0
    • Raijintek Metis
      1,2
    • Fractal Design Define R5
      1,6
    • be quiet! Silent Base 800
      1,8
    • Antec P380
      2,1
  • 12 Volt:
    • Cooltek UMX1 Plus
      2,6
    • Raijintek Metis
      2,9
    • Fractal Design Define R5
      4,1
    • be quiet! Silent Base 800
      4,8
    • Antec P380
      7,3
Einheit: Watt (W)
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