GeForce RTX 5060 im Test: Benchmarks zu DLSS 4 (Multi Frame Generation)

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Wolfgang Andermahr
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Limitierter Nutzen auf der RTX 5060

Auch wenn Nvidia dies im Marketing so darstellt, die GeForce RTX 5060 ist keine Grafikkarte für Full Raytracing. Auch mit normalem Raytracing ist das Einsteiger-Modell oft überfordert, Framerate und Speicherbestückung sind dafür einfach nicht gut genug. Nvidia zeigt in ihrem Marketing in so einem Szenario zwar oft 100 FPS mit DLSS Multi Frame Generation 4×, doch bedeutet dies dann eine Render-Framerate von gerade einmal 25 FPS – und damit ein schlechtes Spielgefühl.

Man kann es nicht oft genug sagen: Frame Generation und Multi Frame Generation sind keine Mittel, um ruckelnde Spiele flüssig darstellen zu können. DLSS Super Resolution eignet sich genau dafür, Frame Generation dagegen nicht, da dies zwangsweise eine sehr indirekte Steuerung und etwaige Bildfehler nach sich zieht. Für eine gute Spielerfahrung vom Frame Generation wird je nach Spiel (und Spieler) eine Renderframerate zwischen 50 und 70 FPS benötigt. Erst dann fühlt sich DLSS FG und DLSS MFG gut an.

Damit ist das Einsatzszenario von DLSS MFG auf einer GeForce RTX 5060 deutlich kleiner als zum Beispiel einer GeForce RTX 5070, allen voran die GeForce RTX 5090. Je mehr Rechenleistung, desto besser für das Feature. Hinzu kommt, dass der 8 GB kleine Speicher hier mal wieder bremst: DLSS FG benötigt Speicher, das ohnehin knappe Gut wird mit dem Feature weiter belastet. Zum Beispiel in Doom: The Dark Ages, wo die RTX 5060 60 FPS in WQHD bei niedrigsten Texturdetails erreicht. Dies wäre perfekt für den Einsatz von Frame Generation – doch mit DLSS FG geht die Framerate in den Keller, der VRAM läuft über.

Benchmarks mit DLSS MFG

DLSS Multi Frame Generation ist nicht ganz einfach korrekt einzusetzen, es ist aber möglich. Doom: The Dark Ages ist so ein Szenario, nur eben nicht in WQHD, sondern in Full HD bei zugleich geringster Texturstufe. Dann wird eine Render-Framerate von 78 FPS erreicht, was ein guter Basis-Wert für die künstlichen Bilder sind.

Mit DLSS Frame Generation steigen die Durchschnitt-FPS um 58 Prozent an, die Perzentil-FPS um 60 Prozent. Die Latenzen sind zwar 23 Prozent höher als wenn Reflex bei abgeschalteter Frame Gen aktiv ist, jedoch sind diese auch 22 Prozent besser, wenn der Vergleich ohne Reflex stattfindet.

Mit DLSS MFG 3× steigen die AVG-FPS dann um weitere 40 Prozent an, mit DLSS MFG 4× sind es noch einmal 23 Prozent. Gegenüber der normalen Frame Generation ist DLSS Multi Frame Generation also um 73 Prozent schneller. Die Latenzen steigen gegenüber DLSS FG zwar nochmal ein wenig an, bleiben aber auch mit DLSS MFG 4× noch unter dem Super-Resolution-Wert – ohne Reflex. Jedoch verbessern sich die Texturen eben nicht annähernd in dem Maße, wie es ohne Frame Generation bei gleicher Framerate der Fall wäre, weswegen ein gerenderter Frame für das Spielgefühl deutlich besser ist als ein künstlicher Frame per Frame Generation.

Doom: The Dark Ages, DLSS 4 MFG – 1.920 × 1.080
  • FPS, Durchschnitt:
    • RTX 5060 @ DLSS 4 SR Q + MFG 4×
      213,0
    • RTX 5060 @ DLSS 4 SR Q + MFG 3×
      172,9
    • RTX 5060 @ DLSS 4 SR Q + FG
      123,3
    • RTX 5060 @ DLSS 4 SR Q
      78,0
    • RTX 5060 @ DLSS 4 SR Q + Reflex
      78,0
    • RTX 5060 @ Nativ
      58,6
  • FPS, 1% Perzentil:
    • RTX 5060 @ DLSS 4 SR Q + MFG 3×
      135,7
    • RTX 5060 @ DLSS 4 SR Q + MFG 4×
      127,4
    • RTX 5060 @ DLSS 4 SR Q + FG
      112,7
    • RTX 5060 @ DLSS 4 SR Q
      70,3
    • RTX 5060 @ DLSS 4 SR Q + Reflex
      70,1
    • RTX 5060 @ Nativ
      51,9
  • PC Latency:
    • RTX 5060 @ Nativ
      61,0
    • RTX 5060 @ DLSS 4 SR Q
      45,0
    • RTX 5060 @ DLSS 4 SR Q + MFG 4×
      39,0
    • RTX 5060 @ DLSS 4 SR Q + MFG 3×
      37,0
    • RTX 5060 @ DLSS 4 SR Q + FG
      35,0
    • RTX 5060 @ DLSS 4 SR Q + Reflex
      27,0
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

Bei den Perzentil-FPS hakt es etwas

Bei den Durchschnitts-FPS schaut es gut aus, die Perzentil-FPS haben in Doom: The Dark Ages aber ein Problem. Und zwar verbessern sich diese mit DLSS MFG 3× nur um 20 Prozent, mit DLSS MFG 4× werden diese sogar wieder 6 Prozent langsamer. Warum das so ist, ist unklar, jedoch lässt sich das Verhalten reproduzieren. Es ist gut denkbar, dass der 8 GB VRAM eben doch nicht genug ist – das ist aber nur Spekulation.

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