GeForce RTX 5060 im Test: Lautstärke, Temperatur, Leistungsaufnahme und OC
8/9Lautstärke & Kühlung
Die Asus GeForce RTX 5060 ist zwar keine Silent-Grafikkarte, aber ziemlich leise im Betrieb. Während des Spielens kommt diese mit dem Quiet-BIOS auf 33 Dezibel, was sich zwar aus einem geschlossenen Gehäuse heraushören lässt, aber nicht störend ist. Für die meisten Interessenten wird der Geräuschpegel völlig ausreichend sein.
Mit dem werksseitig aktivem Performance-BIOS wird es nur geringfügig lauter, 1 Dezibel mehr und damit 44 Dezibel lassen sich messen. Die Lüfter drehen in dem Fall mit 1.600 anstatt 1.500 Umdrehungen pro Minute, was sich nur geringfügig unterscheiden lässt. Anders als bei den meisten Asus-Grafikkarten ist es bei der GeForce RTX 5060 Prime also nicht nötig, den BIOS-Schalter unbedingt umzulegen.
Bezüglich elektrischer Störgeräusche gibt es über die GeForce RTX 5060 Prime nichts Negatives zu berichten. Wie alle anderen Grafikkarten auch „zirpt“ diese ein wenig unter Last, mehr ist es aber auch nicht. Aus einem geschlossenen Gehäuse fällt dies in Kombination mit dem Lüftergeräusch eigentlich gar nicht auf.
Temperaturen unter Last
Die Asus GeForce RTX 5060 Prime bleibt in allen Lebenslagen kühl. Beim Spielen erhitzt sich die GPU mit dem Quiet-BIOS auf gerade einmal 63 Grad Celsius, beim GDDR7-Speicher lassen sich 70 Grad messen. Auf der Kartenrückseite beträgt die Hitzeentwicklung ebenso geringe 47 Grad. Mit dem Performance-BIOS bleibt die Grafikkarte teils geringfügig kühler, doch bereits mit der Performance-Einstellung gibt es schier riesige Reserven für warme Sommertagen inklusive Overclocking.
Leistungsaufnahme gemessen: Spiele, YouTube, Desktop
Mit 14 Watt auf dem Windows-Desktop ist die GeForce RTX 5060 energiesparend unterwegs, weniger Energie benötigt dort keine andere Nvidia-Grafikkarte im Testfeld. Einige AMD-Modelle benötigen zwar geringfügig weniger, doch macht dies schlussendlich keinen entscheidenden Unterschied aus. Auch im Dual-Monitor-Betrieb ist der Energiehunger mit 14 Watt gering.
Das ändert sich auch bei den restlichen Messreihen nicht mehr. Auf YouTube lassen sich bei Nvidias Einsteiger-Modell der Blackwell-Generation 17 Watt bei einem SDR- und 18 Watt bei einem HDR-Video messen und damit nicht nur leicht weniger als bei der GeForce RTX 5060 TI, sondern auch am wenigsten von allen anderen Grafikkarten. Im praxisnahen Fenster-Bewegungstest kommt die RTX 5060 dann auf 19 Watt, womit zwar ein gutes Ergebnis, aber nicht mehr der Spitzenplatz erreicht wird. Zum Beispiel die GeForce RTX 4060 Ti benötigt mit 17 Watt leicht weniger.
Leistungsaufnahme in Games (gemessen)
Die GeForce RTX 5060 benötigt beim Spielen durchschnittlich 143 Watt in WQHD und bewegt sich damit nahe an der erlaubten TDP von 145 Watt. Das sind 16 Watt weniger als bei der GeForce RTX 5060 Ti, zugleich aber auch 19 Watt mehr als bei dem Vorgänger GeForce RTX 4060. Das ist nicht viel, in Prozentzahlen ausgedrückt liegt die Differenz aber immerhin bei 15 Prozent.
In den einzelnen Spielen zeigen sich nur kleine Unterschiede. Doom: The Dark Ages ausgeklammert – dort bremst der VRAM die Grafikkarte ein, darum wird das Spiel auch nicht in den Durchschnittswert mit ein berechnet – benötigt die GeForce RTX 5060 in Avowed mit 139 Watt am wenigsten und in The Last of Us Part II mit 146 Watt am meisten. Bei letzterem ändert sich der Wert auch mit einem FPS-Limiter nicht, da dieser das Spiel aufgrund fehlender Leistungsreserven nicht einbremsen kann.
Leistungsaufnahme Gaming (alle Spiele, Telemetrie)
Die nachfolgende Tabelle enthält die von der Telemetrie in den Full-HD-Benchmarks gemeldete durchschnittliche Leistungsaufnahme von GeForce RTX 5060. Sie wurde in diesem Fall also nicht separat gemessen.
| Keine Messung, nur Telemetrie-Werte! | |
|---|---|
| UHD | GeForce RTX 5060 |
| Black Myth: Wukong | 138 W |
| Call of Duty: Black Ops 6 | 115 W |
| Dragon Age: The Veilguard | 63 W (VRAM!) |
| Dragon Age: The Veilguard + RT | 64 W (VRAM!) |
| Dragon's Dogma 2 | 137 W |
| Dragon's Dogma 2 + RT | 135 W |
| Empire of the Ants | 118 W |
| F1 24 | 145 W |
| F1 24 + RT | 139 W |
| Final Fantasy XVI | 97 W |
| Frostpunk 2 | 128 W |
| Ghost of Tsushima | 130 W |
| God of War: Ragnarök | 135 W |
| Horizon Forbidden West | 131 W |
| Indiana Jones und der große Kreis + RT | 122 W |
| Kingdom Come 2 | 131 W |
| Lego: Horizon Adventures | 129 W |
| MechWarrior 5: Clans | 125 W |
| Outcast – A New Beginning | 142 W |
| Satisfactory | 118 W |
| Senua's Saga: Hellblade II | 122 W |
| Silent Hill 2 | 112 W |
| Silent Hill 2 + RT | 111 W |
| Spider-Man 2 | 114 W (VRAM!) |
| Spider-Man 2 | 87 W (VRAM!) |
| Stalker 2: Heart of Chornobyl | 123 W |
| Star Wars Outlaws + RT | 133 W |
| Warhammer 40k: Space Marine 2 | 142 W |
| Durchschnitt | 127 W |
| Keine Messung, nur Telemetrie-Werte! | |
Leistungsaufnahme Gaming (Die Last-Spitzen und die Aufteilung zwischen Slot und Stecker)
Mit großartigen Lastspitzen hat die GeForce RTX 5060 nicht zu kämpfen. Während des Spielens konnte die Redaktion maximal 176 Watt messen und damit 30 Watt mehr als der höchste Einzelwert. Das ist quasi nichts, was aufgrund des generell niedrigen Leistungsaufnahme aber auch nicht verwundert. Damit stellt die GeForce RTX 5060 nur sehr geringe Anforderungen an das Netzteil, sodass auch kleine Derivate völlig ausreichend sein werden.
Die Asus GeForce RTX 5060 Prime vertraut ihre Leistungsaufnahme nicht ausschließlich dem PCIe-Stromstecker an, auch über den PCIe-Slot läuft ein gutes Stück der Energie. Während der Stecker unter Last im Schnitt mit 104 Watt und maximal mit bis zu 129 Watt belastet wird, gehen 42 Watt durchschnittlich über den Slot, maximal beträgt der Wert 50 Watt.
| Perzentil | Leistungsaufnahme |
|---|---|
| 0,1% Perzentil | 161 Watt |
| 1% Perzentil | 159 Watt |
| 5% Perzentil | 156 Watt |
| 10% Perzentil | 154 Watt |
| 15% Perzentil | 153 Watt |
| 20% Perzentil | 152 Watt |
| 25% Perzentil | 151 Watt |
| 30% Perzentil | 150 Watt |
| 35% Perzentil | 150 Watt |
| 40% Perzentil | 149 Watt |
| 45% Perzentil | 148 Watt |
| 50% Perzentil | 147 Watt |
Energieeffizienz in FPS pro Watt
In der Blackwell-Generation liefert die GeForce RTX 5060 das schlechteste Performance-Pro-Watt-Verhältnisse aller Modelle, was zu einem Großteil aber an dem 8 GB großen VRAM liegt, der die Grafikkarte zu sehr einbremst. Damit ist die Grafikkarte nur 3 Prozent effizienter als die GeForce RTX 5060, während die GeForce RTX 5060 Ti mit 8 GB 4 Prozent mehr FPS pro Watt liefert. Der Abstand zur GeForce RTX 5060 Ti 16 GB liegt dagegen bei 17 Prozent, sodass der 8 GB große VRAM die Energieeffizienz um Durchschnittlich etwa 12 Prozentpunkte einbremst.
Das OC-Potenzial ist wieder ordentlich
Die kleineren Blackwell-GPUs zeigen alle ein ordentliches OC-Potenzial und das ist auch bei dem Testsample der Asus GeForce RTX 5060 Prime so. Die GB206-GPU lässt sich um 399 MHz übertakten, bevor erste Abstürze auftreten. Und der 8 GB große GDDR7-Speicher lässt einen zusätzlichen Takt von 1.749 MHz zu, darüber hinaus fängt die Grafikkarte an zu stocken.
Die Framerate in Star Wars Outlaws erhöht sich dadurch von 49,2 FPS auf 56,7 FPS, das ist ein Plus von guten 15 Prozent und damit ein gutes Ergebnis. Der Takt der GPU ist in dem Durchlauf von 2.743 MHz auf 3.147 MHz angestiegen, die Leistungsaufnahme laut Telemetrie von 133 Watt auf 145 Watt und damit um 12 Watt.