GeForce RTX 5060 im Test: Preis-FPS, Verfügbarkeit und Fazit

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Wolfgang Andermahr
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Die UVP und FPS/Leistung

Die GeForce RTX 5060 ist am 19. Mai mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 319 Euro gestartet. Das sind 10 Euro weniger als bei der GeForce RTX 4060 und zugleich 80 Euro weniger als bei der GeForce RTX 5060 Ti mit derselben Speicherausstattung.

Modell UVP 16. April 2025 UVP zum Marktstart Marktstart
GeForce RTX 5090 2.329 Euro 30. Januar 2025
GeForce RTX 4090 1.799 Euro 1.949 Euro 12. Oktober 2022
GeForce RTX 4080 1.329 Euro 1.469 Euro 16. November 2022
GeForce RTX 5080 1.169 Euro 30. Januar 2025
Radeon RX 7900 XTX 1.149 Euro 13. Dezember 2022
GeForce RTX 4080 Super 1.109 Euro 31. Januar 2024
Radeon RX 7900 XT 1.050 Euro 13. Dezember 2022
GeForce RTX 4070 Ti 899 Euro 4. Januar 2023
GeForce RTX 4070 Ti Super 889 Euro 24. Januar 2024
GeForce RTX 5070 Ti 879 Euro 20. Februar 2025
Radeon RX 9070 XT 689 Euro 6. März 2025
GeForce RTX 4070 Super 659 Euro 17. Januar 2024
GeForce RTX 5070 649 Euro 5. März 2025
Radeon RX 9070 629 Euro 6. März 2025
GeForce RTX 4070 609 Euro 659 Euro 13. April 2023
Radeon RX 7900 GRE 609 Euro 27. Februar 2024
Radeon RX 7800 XT 549 Euro 6. September 2023
GeForce RTX 4060 Ti 16 GB 549 Euro Juli 2023
Radeon RX 7700 XT 459 Euro 489 Euro 6. September 2023
GeForce RTX 5060 Ti 16 GB 449 Euro 16. April 2025
GeForce RTX 4060 Ti 8 GB 439 Euro 23. Mai 2023
Arc A770 419 Euro 12. Oktober 2022
GeForce RTX 5060 Ti 8 GB 399 Euro 16. April 2025
Radeon RX 7600 XT 359 Euro 24. Januar 2024
Arc A750 349 Euro 12. Oktober 2022
GeForce RTX 4060 329 Euro 29. Juni 2023
GeForce RTX 5060 319 Euro 19. Mai 2025
Radeon RX 7600 299 Euro 23. Mai 2023

Im Handel ist die GeForce RTX 5060 wie bereits einige andere Blackwell-Modelle erstaunlich schnell unter den Preis der UVP gerutscht. Ab 299 Euro sind erste Modelle aktuell lieferbar und dafür für 20 Euro weniger als die Empfehlung. Damit ist die Grafikkarte nur eine Handvoll Euro teurer als die GeForce RTX 4060, während die GeForce RTX 5060 Ti mit 8 GB 76 Euro mehr kostet.

Marktpreis (Stand 30.05.2025)
    • GeForce RTX 5060 Ti (16 GB)
      448
    • GeForce RTX 4060 Ti (8 GB)
      402
    • Radeon RX 7700 XT (12 GB)
      395
    • GeForce RTX 5060 Ti (8 GB)
      375
    • GeForce RTX 5060 (8 GB)
      299
    • GeForce RTX 4060 (8 GB)
      293
    • Arc B580 (12 GB)
      279
    • Radeon RX 7600 (8 GB)
      243
Einheit: Euro

In Anbetracht des günstigen Marktpreises schaut es für die GeForce RTX 5060 gut aus, wenn man rein auf das Preis-Leistungs-Verhältnis schaut. Einzig die Radeon RX 7600 kann dort in Full HD bei Rasterizer-Grafik mithalten, ist dort aber eine Leistungsklasse darunter angesiedelt. Mit Raytracing muss sich die GeForce RTX 5060 dagegen der klar teureren GeForce RTX 5060 Ti mit 16 GB geschlagen geben. Diese kostet zwar deutlich mehr, der doppelte Speicher bringt in dem Szenario aber auch klar spürbar mehr Performance.

FPS/Euro (Stand 15.01.2025)
FPS/Euro (Stand 15.01.2025) – 1.920 × 1.080
01836547290Bilder pro Sekunde (FPS) besser schlechter 7700 XT76005060 Ti5060 Ti 8 GBRTX 50604060 Ti4060B580 0100200300400500Euro

Fazit

Die GeForce RTX 5060 passt gut in Nvidias Blackwell-Portfolio, sowohl was die Stärken als auch was die Schwächen betrifft. So gibt es ein starkes Ökosystem für Spieler mitsamt DLSS Multi Frame Generation, zugleich hält sich der Fortschritt gegenüber der GeForce RTX 4060 aber in Grenzen. Beim Speicher wird dann wie bei dem Vorgänger geknausert, mehr als 8 GB gibt es nicht – das ist heutzutage einfach zu wenig. Und dabei hatte bereits die GeForce RTX 3060 aus dem Jahr 2021 deutlich bessere 12 GB.

In Rasterizer-Spielen zeigt die GeForce RTX 5060 in Full HD 17 Prozent mehr FPS als die GeForce RTX 4060, in Raytracing-Titeln sind es 19 Prozent. Damit liegt die Grafikkarte in etwa auf dem Leistungsniveau der GeForce RTX 4060 Ti, was zwar ein gutes Leistungsniveau für das Spielen in Full HD ist, mehr dann aber eben auch nicht. Der Generationensprung ist gleich groß wie beim Wechsel von der RTX 3060 auf die RTX 4060, was es aber nicht besser macht.

Der 8-GB-Speicher bremst das Potenzial

Das ist nicht schön, aber das eigentliche Problem der Grafikkarte liegt woanders. Das ist der nur 8 GB große VRAM, der in heutigen Spielen auch in Full HD immer mal wieder ein Problem darstellt, bis hin dazu, dass die Framerate unspielbar ist oder der Titel erst mit stark reduzierten Texturdetails starten will. Zukunftssicher ist die Grafikkarte damit nicht, denn auch in der Gegenwart kriselt es damit bereits. Das macht die Grafikkarte nicht automatisch schlecht, schränkt den Nutzen aber doch spürbar ein. Wer zum Beispiel gerne AAA-Spiele spielt, sollte von der GeForce RTX 5060 absehen, hier gibt es als erstes Probleme. Wer dagegen ausschließlich kleinere Produktionen oder Titel wie Counter-Strike 2 spielt, wird die VRAM-Limitierung vermutlich umgehen können. Zumindest noch eine Zeit lang.

Die Krux an der Sache ist, dass zum Beispiel auch Nvidias wichtigstes Feature der neuen Blackwell-Architektur, DLSS Multi Frame Generation, VRAM benötigt. Und da kann es dann passieren, dass die 8 GB ohne die künstlichen Bilder gerade noch ausreichen, mit aber plötzlich nicht mehr. Das ist der Redaktion so in Doom: The Dark Ages in WQHD bei 60 FPS passiert und niedriger konnte dort der Texturregler nicht mehr gedreht werden. Das in Kombination mit der geringen Rechenleistung der GeForce RTX 5060 grenzt das Einsatzgebiet von DLSS MFG ordentlich ein, denn eine Render-Framerate von je nach Spiel 50 bis 70 FPS wird für ein gutes Spielgefühl benötigt. Auch auf einer RTX 5060 kann DLSS MFG schlussendlich noch einen hohen Nutzen haben, aber das gilt eben längst nicht mehr für jeden Titel und in jeder Situation.

Die Asus GeForce RTX 5060 Prime OC im Test
Die Asus GeForce RTX 5060 Prime OC im Test

Leistungsaufnahme und Custom-Design zeigen sich von der guten Seite

Bezüglich der Leistungsaufnahme zeigt sich die GeForce RTX 5060 tiefenentspannt, viel Energie benötigt die Grafikkarte nicht. Beim Spielen werden etwas mehr als 140 Watt aufgenommen, was zwar ein Stück mehr als beim Vorgänger, schlussendlich aber wenig ist. Auch in Idle- und Niedrig-Last-Szenarien zeigt sich das Modell von seiner guten Seite.

Dasselbe gilt auch für die Asus GeForce RTX 5060 Prime, die zwar zweifellos ziemlich unspannend ist, aber genau das macht, was ein gutes Custom-Design machen sollte. Die Grafikkarte bleibt kühl und zugleich leise. Zwar nicht „Silent leise“, für die meisten Spieler wird der Geräuschpegel aber absolut zufrieden stellend sein. Damit gibt es auch genügend Reserven für einen Übertaktungsversuch, denn hier weiß das Testsample zu überzeugen. Ungefähr das Leistungsniveau einer GeForce RTX 5060 Ti kann erreicht werden.

Der Preispunkt ist attraktiv. Der Rest Mittelmaß.

319 Euro will Nvidia für die GeForce RTX 5060 haben, im Handel gibt es erste Exemplare bereits ab 300 Euro. Hätte die Grafikkarte wie die Intel Arc B580 einen 12 GB großen Speicher, wäre das ein attraktives Angebot, so ist dieses aber nicht mehr als „okay“. Ja, der Preis ist ordentlich, aber der Leistungssprung zum Vorgänger und der Speicherausbau hauen einen nun einmal nicht gerade aus den Socken. Beides macht dann auch Blackwells neues Feature, DLSS Multi Frame Generation, weniger sinnvoll, was noch obendrauf kommt und ein kleiner Widerspruch in sich selbst ist.

ComputerBase hat die Asus GeForce RTX 5060 Prime von Asus zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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