Corsair CX-F und XPG Pylon im Test: Lautstärke

 4/5
Nico Schleippmann
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Viele aktuelle Netzteile sind insbesondere bei geringer Belastung derart leise, dass kein Unterschied in den Messdaten festgestellt werden kann, wenn der Umgebungsschall nicht gedämpft wird. ComputerBase schließt das Netzteil deshalb in einer Thermokammer mit einem Volumen von 210 l ein, wobei eine passiv gekühlte Last extern angeschlossen ist.

Lüfterdrehzahl
04008001.2001.6002.000Umdrehungen pro Minute (UPM) Last 1Last 2Last 3Last 4Last 5

In dieser Disziplin erweisen sich beide Netzteile als keine Silent-Könige. Die PWM-Ansteuerung des Lüfters beim Corsair CX550F RGB White erlaubt zwar eine sehr niedrige Minimal-Drehzahl, weshalb dieser allenfalls durch ein sehr zurückhaltendes Geräusch auf sich aufmerksam macht. Als schwerwiegender gelten aber die hochfrequenten Elektronikgeräusche vom Schaltwandler, die dazu führen, dass das Netzteil in sehr leisen Systemen durchaus negativ in Erscheinung treten kann.

Das XPG Pylon 550W andererseits tritt bei Schwachlast nicht durch die Elektronikgeräusche hervor, sondern durch die Geräusche des Lüfters, der mit 825 Umdrehungen pro Minute (UPM) deutlich schneller dreht. Die Verwirbelungen des Luftstroms und ein gewisses Rattern des Motors verweigern dem Netzteil auch die Silent-Tauglichkeit. Quantitativ treten diese Störgeräusche aber nur geringfügig in Erscheinung, weshalb das Netzteil mit 34,5 dB(A) in diesem Szenario immer noch als „leise“ einzuordnen ist.

Corsair CX550F RGB White – Geräuschentwicklung bei Last 1
Corsair CX550F RGB White – Geräuschentwicklung bei Last 2
Corsair CX550F RGB White – Geräuschentwicklung bei Last 3
Corsair CX550F RGB White – Geräuschentwicklung bei Last 4.2
XPG Pylon 550W – Geräuschentwicklung bei Last 1 - 3
XPG Pylon 550W – Geräuschentwicklung bei Last 4.2

In den höheren Lastszenarien ist nur eine unwesentliche Vergrößerung der Drehzahl beim Pylon 550W feststellbar. So bleibt es auch mit „Last 3“ noch vergleichsweise leise. Nur wenn ein Vergleich zu effizienteren 80Plus-Gold-Probanden gezogen wird, ordnet sich das Netzteil auf den unteren Positionen ein. Beim CX550F RGB White sind mit „Last 2“ und 36,7 dB(A) bereits ein deutlich höherer Schalldruckpegel messbar, wobei das Netzteil nach wie vor relativ ruhig agiert. Mit „Last 3“ wird das Netzteil aber schon deutlich aufdringlicher. Der Lüfter bleibt zwar sehr laufruhig, ein gewisses „Surren“, das im Frequenzspektrum sehr breitbandig in den höheren Frequenzanteilen erkennbar ist, kann sich aber als ein nerviges Geräusch herausstellen.

Schalldruckpegelmessung
  • Last 1 = 100 W:
    • Corsair CX550F RGB White
      31,6
    • XPG Pylon 550W
      34,5
  • Last 2 = 260 W:
    • XPG Pylon 550W
      34,5
    • Corsair CX550F RGB White
      36,7
  • Last 3 = 400 W:
    • XPG Pylon 550W
      35,3
    • Corsair CX550F RGB White
      41,2
  • Last 4:
    • XPG Pylon 550W
      38,1
      Last 4.2 = 500 W
    • Corsair CX550F RGB White
      46,1
      Last 4.2 = 500 W
  • Last 5 = 600 W:
Einheit: dB(A)

Nahe der Volllast verstärkt sich dieses Geräusch etwas – hier überwiegen aber nun die von den Lüfterblätter hervorgehenden Verwirbelungen. Bei einer Drehzahl von 1.200 UPM und sieben Lüfterblättern können die daraus hervorgehenden Frequenzanteile entsprechend bei den Vielfachen von 140 Hz abgelesen werden, die knapp zu einer Verdoppelung des durchschnittlichen Schalldrucks führen. Beim Pylon 550W fällt das Rauschen zwar auch auf, bleibt aber deutlich zurückhaltender, was der Schalldruckpegel mit 38,1 statt 46,1 dB(A) ebenfalls beweist.

Modell Corsair CX550F RGB White XPG Pylon 550W
Subjektive
Wahrnehmung
Lüfter Elektronik Lüfter Elektronik
Last 1 ++ + + ++
Last 2 + + + ++
Last 3 o + + ++
Last 4.2 o + + ++
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