Dell XPS 14 (DA14260) im Test: Leistung, Verbrauch, Lautstärke und Fazit

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Nicolas La Rocco
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Intel Core Ultra X7 358H im neuen XPS 14

Dell hat sich bei XPS 14 und XPS 16 exklusiv für Intel Panther Lake entschieden, Modelle mit AMD- oder Qualcomm-Prozessor stehen nicht zur Auswahl. Im Testgerät verbaut war der Core Ultra X7 358H, ein Prozessor mit 16-Kern-CPU (4P + 8E + 4LPE) und großer Arc B390 mit 12 Kernen – dafür steht das „X“ im Namen. Das LPDDR5X-9600-Speicherinterface bedient Dell ab dem 358H immer mit 32 GB RAM, optional auch mit 64 GB. Dasselbe gilt für den Core Ultra X9 388H, wohingegen die kleineren Core Ultra 5 325 und Core Ultra 7 355 lediglich mit 16 GB LPDDR5X-6800 angeboten werden.

Kioxia-BG7-SSD reizt PCIe 4.0 fast aus

Unterschiede gibt es je nach gewählter Kapazität auch bei der SSD des Notebooks, wo bei 512 GB und 1 TB (Testgerät) auf Modelle nach PCIe 4.0 gesetzt wird und bei 2 TB und 4 TB dann schnelleres PCIe 5.0 zum Einsatz kommt. Im Muster der Redaktion war eine Kioxia BG7 verbaut, die bei den sequenziellen Übertragungsraten auf rund 7.050 MB/s für das Lesen und 6.050 MB/s für das Schreiben kam. Dass in jedem XPS 14 mit 1-TB-SSD die Kioxia BG7 zum Einsatz kommt, lässt sich damit allerdings nicht sagen.

CrystalDiskMark 9.0.2
CrystalDiskMark 9.0.2 – Read SEQ1M Q8T1
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      M5 Max (18C/40C), 128 GB LPDDR5X
      13.713,00
      AmorphousDiskMark 4.0.1
    • Dell XPS 14 (2026)
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      7.049,22
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      M5 (10C/10C), 32 GB LPDDR5X
      5.551,35
      AmorphousDiskMark 4.0.1
    • Apple MacBook Neo (2026)
      A18 Pro (6C/5C), 8 GB LPDDR5X
      1.735,44
      AmorphousDiskMark 4.0.1
Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Was Intel Panther Lake leisten kann, konnte die Redaktion bereits anhand mehrerer, unterschiedlich ausgelegter Notebooks von Asus, MSI und Samsung demonstrieren.

Core Ultra X7 358H mit kurzzeitig 71 Watt

Dell erlaubt dem Core Ultra X7 358H im XPS 14 kurzzeitig bis zu 65 Watt (PL2) und langfristig bis zu 41 Watt (PL1), zumindest laut HWiNFO im Profil für beste Leistung. Das PL1 reduziert sich bei „Ausbalanciert“ auf 25 Watt und bei „Beste Energieeffizienz“ auf 19 Watt. Der Verbrauch fiel im Test mit 71 Watt kurzzeitig sogar höher aus, der Rückgang auf 41 Watt erfolgte nach 35 Sekunden, stellt aber noch nicht das Ende dar, das im späteren Verlauf mit 25 Watt bei moderater Lautstärke von 44,3 dB(A) gemessen aus 40 cm zum Bildschirm erreicht wird.

Diagramme
CPU Package Power (CB 2026.1, Single-Core)
010203040Watt (W) 150100150200250300Sekunden

Apple bietet deutlich mehr Leistung pro Watt

In dem diesem Test zugrundeliegenden Cinebench 2026.1 kommt das XPS 14 auf 3.792 Punkte für den Multi-Core-Benchmark. Das sind 6 Prozent mehr als bei Apples MacBook Air mit M5, das dabei aber lediglich die Hälfte von Intels Leistungsaufnahme erreicht. Panther Lake aus (unter anderem) 18A-Fertigung von Intel ist eine effiziente Lösung geworden, die Arm-Prozessoren von Apple bieten aber deutlich mehr Leistung pro Watt.

Cinebench 2026.1
  • Multi-Core:
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      M5 Max (18C/40C), 128 GB LPDDR5X
      9.253
    • Dell XPS 14 (2026)
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      3.792
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      M5 (10C/10C), 32 GB LPDDR5X
      3.577
    • Apple MacBook Neo (2026)
      A18 Pro (6C/5C), 8 GB LPDDR5X
      1.498
  • Single-Core:
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      M5 Max (18C/40C), 128 GB LPDDR5X
      732
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      M5 (10C/10C), 32 GB LPDDR5X
      731
    • Apple MacBook Neo (2026)
      A18 Pro (6C/5C), 8 GB LPDDR5X
      543
    • Dell XPS 14 (2026)
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      513
  • GPU:
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      M5 Max (18C/40C), 128 GB LPDDR5X
      92.507
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      M5 (10C/10C), 32 GB LPDDR5X
      24.060
    • Apple MacBook Neo (2026)
      A18 Pro (6C/5C), 8 GB LPDDR5X
      0
      GPU nicht unterstützt
    • Dell XPS 14 (2026)
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      0
      GPU nicht unterstützt
Einheit: Punkte

Intel gewinnt das Duell gegen den M5 über die Anzahl der CPU-Kerne, die Single-Core-Leistung zeigt 513 Punkte bei 12 bis 24 Watt Verbrauch. Hier schafft der M5 hingegen 42 Prozent mehr (731 Punkte) bei zugleich lediglich 8 Watt Leistungsaufnahme.

Aktive Kühlung hilft Multi-Core-Tests

Langwierige Multi-Core-Tests wie das Software-Encoding in Adobe Premiere liegen dem XPS 14 hingegen besser, weil dort die passive Kühlung des MacBook Air ein besseres Abschneiden verhindert. Auch in HandBrake 1.11.1 lässt sich dieses Phänomen bei der Verwendung des Software- statt Hardware-Encoders beobachten. 7-Zip, Blender und Cinebench gehen an das XPS 14, im Geekbench liegen beide gleichauf, und WebXPRT 5 geht wieder an Apple.

Diagramme
7-Zip 26.00
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      M5 Max (18C/40C), 128 GB LPDDR5X
      186.292
    • Dell XPS 14 (2026)
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      105.695
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      M5 (10C/10C), 32 GB LPDDR5X
      90.511
    • Apple MacBook Neo (2026)
      A18 Pro (6C/5C), 8 GB LPDDR5X
      43.196
Einheit: MIPS

Intel bietet Hardware-Encoder für AV1

Apples Hardware-Encoder schneidet zudem besser in Adobe Premiere ab, doch Intel kann sich im Gegenzug auf die Fahne schreiben, auch AV1 in Hardware encodieren zu können, was bei Apple zwangsweise zu einem langsamen CPU-Encoding führt. Einen AV1-Hardware-Encoder bietet auch Qualcomm beim Snapdragon X1 und X2, dieser wird aber nach wie vor selbst in den neuesten Versionen von HandBrake nicht unterstützt.

Spielen auf dem XPS 14

Wer mit dem Notebook spielen will, ist im „Wintel“-Lager weiterhin deutlich besser aufgehoben. Während synthetische Benchmarks wie der 3DMark Solar Bay Extreme die Grafikeinheit des M5 teils vor Intel sehen, schneidet die Arc B390 mit ihren 12 Kernen in „echten“ Spielen wie Cyberpunk 2077 besser ab.

Diagramme
Cyberpunk 2077 – FHD, Hoch, Native
  • FPS, Durchschnitt:
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      M5 Max (18C/40C), 128 GB LPDDR5X
      115,5
    • Dell XPS 14 (2026)
      Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      41,3
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      M5 (10C/10C), 32 GB LPDDR5X
      27,1
    • Apple MacBook Neo (2026)
      A18 Pro (6C/5C), 8 GB LPDDR5X
      10,0
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

Intels Grafikeinheit erlaubt flüssiges Spielen knapp oberhalb von 40 FPS entweder in nativer Full-HD-Auflösung mit hohen Details oder in WQHD mit XeSS 2.0 Quality und hohen Details. Die mittlere RT-Stufe in Cyberpunk 2027 lässt die Bildwiederholrate allerdings auf 21 FPS abrutschen, selbst mit Upscaling. UHD liegt realistisch betrachtet weit außerhalb der Reichweite einer Arc B390, das war anders aber nicht zu erwarten. Dennoch: Die Grafikeinheit ist schnell genug für AAA-Titel, sofern bei den qualitativen Einstellungen ein paar Kompromisse hingenommen werden und auf RT verzichtet wird.

Fazit

Das XPS ist zurück und endlich wieder gut. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf eine Reihe von Grundsatzentscheidungen, die Dell zum Guten des Notebooks getroffen hat. Welche Prozessor-Generation in einem Notebook steckt, ist zwar auch wichtig, aber das Drumherum muss eben auch stimmen, und das ist beim neuen XPS 14 jetzt wieder deutlich mehr der Fall, als Verbraucher über die letzten Modelle hinweg regelrecht ertragen mussten.

Das neue XPS 14 punktet mit sehr guter Verarbeitung und hochwertiger Haptik, guten bis sehr guten Eingabegeräten, endlich wieder mehr Anschlüssen, langen Akkulaufzeiten sowie hoher Office- und Multimedia-Leistung. Auch das hochauflösende OLED-Display ist ein Hingucker, wenngleich das LCD die vernünftigere Wahl für längere Laufzeiten darstellt – und das reflexionsarm in matt.

Dell XPS 14 (DA14260) im Test
Dell XPS 14 (DA14260) im Test

Kritisch ist beim XPS 14 in erster Linie, wie viel Interessenten für das rundum gute Paket bezahlen müssen. Mindestens 1.849 Euro sind es für das Basismodell, das Testgerät kommt auf 2.599 Euro. Ein Office-Begleiter braucht die große GPU und 32 GB RAM aber gar nicht, sodass man mit Core Ultra 5 325, 16 GB RAM und 1-TB-SSD mit 1.949 Euro auch knapp unterhalb der Marke von 2.000 Euro bleiben kann. Das wiederum ist derselbe Preis, den Apple derzeit für ein MacBook Air 13" mit M5 aufruft, dann aber mit 32 GB RAM und ebenfalls 1-TB-SSD. Alternativ gibt es für 1.899 Euro das MacBook Pro 14" mit M5, 16 GB RAM und 1-TB-SSD.

Für wen das „Äpfel mit Birnen vergleichen“ ohnehin keine Rolle spielt, weil das nächste Gerät definitiv ein Windows-Notebook werden soll, muss die Speicherkrise derzeit bei allen Herstellern mit höheren Kosten ausbaden, was die Attraktivität des jeweiligen Gesamtpakets schmälert – selbst wenn es sich um so ein gutes Paket wie das wiederbelebte XPS 14 handelt. Willkommen zurück, Dell!

Dell XPS 14 (358H, 16 GB, 1 TB)
04.05.2026
  • Stark verbesserte Eingabegeräte
  • Lange Akkulaufzeiten
  • Perfekt abgestimmtes Scharnier
  • OLED-Display mit hoher Pixeldichte
  • Hohe Office- und Multimedia-Leistung
  • Eingeschränkt auch für Spiele geeignet
  • Moderate Lautstärke unter Volllast
  • Hochwertige Haptik und Materialwahl
  • Kompakt für ein 14-Zoll-Notebook
  • Speicherkrise macht alles Gute madig
  • LCD statt OLED sollte für noch längere Akkulaufzeiten gewählt werden

ComputerBase wurde das XPS 14 (DA14260) leihweise von Dell zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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