Framework Laptop 13 Pro im Test: Eingabegeräte und Bildschirm

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Nicolas La Rocco
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Tastatur in mehreren Sprachen und Layouts

Das neue Input Cover ist eines der Highlights des Framework Laptop 13 Pro. Es nimmt die generische Tastatur auf, die somit ohne spezielle Anpassungen für Microsoft wie die Windows- oder Copilot-Taste kommt, womit sie auch bei Verwendung von Linux nicht fehlplatziert wirkt. Die mehrstufig beleuchteten Tasten punkten darüber hinaus mit 1,5 mm Tastenhub und gutem Schreibgefühl, das zudem Stabilität vermittelt. Auch für dieses Cover setzt Framework auf Aluminium, um eine Deckeldurchbiegung zu verhindern. Verfügbar sind mehrere ANSI- und ISO-Layouts: in Schwarz, Schwarz-Lila und Schwarz mit Grau-Orange, wobei das Testgerät klassisch in Schwarz bestückt war.

Haptisches Touchpad überzeugt rundum

Den zweiten großen Pluspunkt sammelt Framework über das haptische Touchpad, das 123,7 × 76,7 mm misst und auf der Unterseite von vier piezoelektrischen Aktuatoren angetrieben wird. Dadurch liefert es ein konsistentes, hochwertiges Klickgefühl über die gesamte Glasfläche. Das ist vergleichbar mit den Trackpads, die Apple im MacBook verbaut, oder den Touchpads im Microsoft Surface oder zuletzt im Samsung Galaxy Book 6 Pro (Test). Das gab es zuletzt nicht einmal in der 2.000-Euro-Klasse des Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11 (Test), obwohl es in diesen Gefilden zum guten Ton gehören sollte. Rückmeldung und Gesten des Framework-Touchpads lassen sich vollständig nach eigenen Wünschen anpassen.

Die vier piezoelektrischen Aktuatoren
Die vier piezoelektrischen Aktuatoren

Das Display kommt im 3:2-Format

Die Surface-Produkte von Microsoft sind auch eine gute Überleitung zum neuen Bildschirm. Framework setzt nämlich ebenfalls auf das höhere 3:2-Format, das damit selbst über 16:10 hinausgeht. Auf 13,5 Zoll versammeln sich 2.880 × 1.920 Pixel (256 ppi), was für ein scharfes Schriftbild und eine insgesamt hochwertige Darstellung sorgt.

Hohe Helligkeit von über 700 cd/m²

Dazu trägt auch die hohe (typische) Helligkeit von 700 cd/m² bei, wobei Framework mindestens 600 cd/m² verspricht. Das Testgerät kam sogar auf noch bessere Werte von bestenfalls 780 cd/m² und im Durchschnitt aus neun Messbereichen noch 740 cd/m². Die Helligkeitsverteilung des LCD-Panels hätte aber ein wenig gleichmäßiger ausfallen können, denn das Testgerät leistete sich im rechten Bereich des Panels eine Abweichung von bis zu 12 Prozent auf nur noch 692 cd/m², an zwei anderen Stellen von 9 Prozent (712 cd/m²) und minimal noch 5 Prozent (746 cd/m²). Insbesondere die größeren Unterschiede im zweistelligen Bereich kann ein geschultes Auge selbst ohne Messgerät geringfügig wahrnehmen.

Diagramme
Maximale Helligkeit
  • SDR (100 % APL):
    • Framework Laptop 13 Pro
      740
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      595
    • Apple MacBook Neo (2026)
      530
    • Samsung Galaxy Book 6 Pro
      504
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      491
    • Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11 (2,8K OLED)
      472
    • Dell XPS 14 (2026) (2,8K OLED)
      407
    • Asus Zenbook S16
      372
  • HDR (100 % APL):
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      1.129
      1.544 cd/m² bei 50%, 1.544 cd/m² bei 25%
    • Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11 (2,8K OLED)
      804
      1.058 cd/m² bei 50%, 1.072 cd/m² bei 25%
    • Framework Laptop 13 Pro
      740
    • Samsung Galaxy Book 6 Pro
      613
      1.071 cd/m² bei 50%, 1.126 cd/m² bei 25%
    • Asus Zenbook S16
      575
    • Apple MacBook Neo (2026)
      530
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      491
    • Dell XPS 14 (2026) (2,8K OLED)
      418
      481 cd/m² bei 50%, 510 cd/m² bei 25%

DC-Dimming kann Belastung reduzieren

Einen (kleinen und nicht für jedermann zutreffenden) Pluspunkt gibt es für das DC-Dimming, also die Steuerung der Hintergrund­beleuchtung durch eine Gleich­strom­regelung (Direct Current), anstatt diese über PWM (Pulse Width Modulation) zu regulieren. Der größte Vorteil besteht darin, dass für manche Anwender kein wahrnehmbares Flimmern mehr entsteht, was die Augen insbesondere bei niedriger Helligkeit entlasten und Ermüdungs­erscheinungen reduzieren kann. Nachteile sind eine potenziell geringere Farbtreue sowie leichte Veränderungen von Farbtemperatur und Helligkeits­charakteristik bei sehr niedrigen Helligkeitsstufen, da LEDs außerhalb ihres optimalen Betriebsbereichs arbeiten. Wer also für die negativen Eigenschaften von PWM-Dimming anfällig ist, wird diese Art der Umsetzung von Framework begrüßen.

Kontrast profitiert von Helligkeit

Auf der Habenseite des Panels stehen außerdem eine gute Farb­kalibrierung auf den sRGB-Farbraum mit vollständiger Abdeckung sowie ein hohes Kontrastverhältnis von fast 2.000:1. Das wiederum wird allerdings nicht über tiefschwarzes Schwarz wie bei OLED erreicht, sondern eher über das Verhältnis zur hohen Helligkeit. OLED-Bildschirme bleiben in diesem Punkt unangefochten und hätten damit auch gut zum Framework Laptop 13 Pro gepasst.

120 Hz sind ab Werk eingestellt

Positiv hervorzuheben ist dann wieder die variable Bildwiederholfrequenz von 30 bis 120 Hz, die auch ab Werk aktiviert ist, während viele Hersteller zwar entsprechende Panels verbauen, diese ab Werk aber nur mit 60 Hz betreiben, um den Akku zu schonen – in der mutmaßlichen Hoffnung, Kunden würden das schon nicht mitbekommen.

Touch geht mit mattem Panel einher

Und ja, im Framework Laptop 13 Pro kommt ein Touch-Bildschirm zum Einsatz, nur dass man diese Eigenschaft nicht auf den ersten Blick wahrnimmt, da dennoch ein mattes Panel mit Anti-Glare-Beschichtung verbaut ist – nicht nur halbmatt, sondern tatsächlich matt. Das reduziert Reflexionen und ist allgemein einer besseren Ablesbarkeit dienlich. Und wer Touch nutzen möchte, was beim Testen unter Windows 11 allerdings nur eingeschränkt der Fall war, kann mit weniger Fingerabdrücken auf dem Panel rechnen.

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