Framework Laptop 13 Pro im Test: Eingabegeräte und Bildschirm
2/3Tastatur in mehreren Sprachen und Layouts
Das neue Input Cover ist eines der Highlights des Framework Laptop 13 Pro. Es nimmt die generische Tastatur auf, die somit ohne spezielle Anpassungen für Microsoft wie die Windows- oder Copilot-Taste kommt, womit sie auch bei Verwendung von Linux nicht fehlplatziert wirkt. Die mehrstufig beleuchteten Tasten punkten darüber hinaus mit 1,5 mm Tastenhub und gutem Schreibgefühl, das zudem Stabilität vermittelt. Auch für dieses Cover setzt Framework auf Aluminium, um eine Deckeldurchbiegung zu verhindern. Verfügbar sind mehrere ANSI- und ISO-Layouts: in Schwarz, Schwarz-Lila und Schwarz mit Grau-Orange, wobei das Testgerät klassisch in Schwarz bestückt war.
Haptisches Touchpad überzeugt rundum
Den zweiten großen Pluspunkt sammelt Framework über das haptische Touchpad, das 123,7 × 76,7 mm misst und auf der Unterseite von vier piezoelektrischen Aktuatoren angetrieben wird. Dadurch liefert es ein konsistentes, hochwertiges Klickgefühl über die gesamte Glasfläche. Das ist vergleichbar mit den Trackpads, die Apple im MacBook verbaut, oder den Touchpads im Microsoft Surface oder zuletzt im Samsung Galaxy Book 6 Pro (Test). Das gab es zuletzt nicht einmal in der 2.000-Euro-Klasse des Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11 (Test), obwohl es in diesen Gefilden zum guten Ton gehören sollte. Rückmeldung und Gesten des Framework-Touchpads lassen sich vollständig nach eigenen Wünschen anpassen.
Das Display kommt im 3:2-Format
Die Surface-Produkte von Microsoft sind auch eine gute Überleitung zum neuen Bildschirm. Framework setzt nämlich ebenfalls auf das höhere 3:2-Format, das damit selbst über 16:10 hinausgeht. Auf 13,5 Zoll versammeln sich 2.880 × 1.920 Pixel (256 ppi), was für ein scharfes Schriftbild und eine insgesamt hochwertige Darstellung sorgt.
Hohe Helligkeit von über 700 cd/m²
Dazu trägt auch die hohe (typische) Helligkeit von 700 cd/m² bei, wobei Framework mindestens 600 cd/m² verspricht. Das Testgerät kam sogar auf noch bessere Werte von bestenfalls 780 cd/m² und im Durchschnitt aus neun Messbereichen noch 740 cd/m². Die Helligkeitsverteilung des LCD-Panels hätte aber ein wenig gleichmäßiger ausfallen können, denn das Testgerät leistete sich im rechten Bereich des Panels eine Abweichung von bis zu 12 Prozent auf nur noch 692 cd/m², an zwei anderen Stellen von 9 Prozent (712 cd/m²) und minimal noch 5 Prozent (746 cd/m²). Insbesondere die größeren Unterschiede im zweistelligen Bereich kann ein geschultes Auge selbst ohne Messgerät geringfügig wahrnehmen.
DC-Dimming kann Belastung reduzieren
Einen (kleinen und nicht für jedermann zutreffenden) Pluspunkt gibt es für das DC-Dimming, also die Steuerung der Hintergrundbeleuchtung durch eine Gleichstromregelung (Direct Current), anstatt diese über PWM (Pulse Width Modulation) zu regulieren. Der größte Vorteil besteht darin, dass für manche Anwender kein wahrnehmbares Flimmern mehr entsteht, was die Augen insbesondere bei niedriger Helligkeit entlasten und Ermüdungserscheinungen reduzieren kann. Nachteile sind eine potenziell geringere Farbtreue sowie leichte Veränderungen von Farbtemperatur und Helligkeitscharakteristik bei sehr niedrigen Helligkeitsstufen, da LEDs außerhalb ihres optimalen Betriebsbereichs arbeiten. Wer also für die negativen Eigenschaften von PWM-Dimming anfällig ist, wird diese Art der Umsetzung von Framework begrüßen.
Kontrast profitiert von Helligkeit
Auf der Habenseite des Panels stehen außerdem eine gute Farbkalibrierung auf den sRGB-Farbraum mit vollständiger Abdeckung sowie ein hohes Kontrastverhältnis von fast 2.000:1. Das wiederum wird allerdings nicht über tiefschwarzes Schwarz wie bei OLED erreicht, sondern eher über das Verhältnis zur hohen Helligkeit. OLED-Bildschirme bleiben in diesem Punkt unangefochten und hätten damit auch gut zum Framework Laptop 13 Pro gepasst.
120 Hz sind ab Werk eingestellt
Positiv hervorzuheben ist dann wieder die variable Bildwiederholfrequenz von 30 bis 120 Hz, die auch ab Werk aktiviert ist, während viele Hersteller zwar entsprechende Panels verbauen, diese ab Werk aber nur mit 60 Hz betreiben, um den Akku zu schonen – in der mutmaßlichen Hoffnung, Kunden würden das schon nicht mitbekommen.
Touch geht mit mattem Panel einher
Und ja, im Framework Laptop 13 Pro kommt ein Touch-Bildschirm zum Einsatz, nur dass man diese Eigenschaft nicht auf den ersten Blick wahrnimmt, da dennoch ein mattes Panel mit Anti-Glare-Beschichtung verbaut ist – nicht nur halbmatt, sondern tatsächlich matt. Das reduziert Reflexionen und ist allgemein einer besseren Ablesbarkeit dienlich. Und wer Touch nutzen möchte, was beim Testen unter Windows 11 allerdings nur eingeschränkt der Fall war, kann mit weniger Fingerabdrücken auf dem Panel rechnen.
Die Reader's Choice Awards 2026