Framework Laptop 13 Pro im Test: Verbrauch, Lautstärke, Leistung, Laufzeiten und Fazit
3/3SSD im Testgerät reizt PCIe 4.0 aus
Unter dem Input Cover arbeitet mit der neuen Laptop-Generation die eingangs erwähnte Intel Core Ultra Series 3 alias Panther Lake, die Leistung, Verbrauch und Laufzeiten positiv beeinflussen soll. Dabei nutzt Framework das für bis zu LPDDR5X-9600 spezifizierte Speicherinterface von Panther Lake allerdings „nur“ mit 7.467 MT/s.
Im Testgerät ist zudem eine SSD mit PCIe 4.0 (WD SN7100) verbaut, die das Interface auch ausreizt, obwohl Intels Plattform auch schnelleren, aber auch teureren Storage nach PCIe 5.0 unterstützt. Dass Framework bei DRAM und SSD derzeit vor mehreren Herausforderungen steht, ist aber unlängst bekannt geworden. Kurz gesagt: Alles wird mal wieder deutlich teurer, selbst CPUs und Windows-Lizenzen.
Framework stellt drei Power-Profile zur Auswahl
Framework bietet den Laptop 13 Pro (in der Intel-Variante) mit drei unterschiedlichen CPUs an: Core Ultra 5 325, Core Ultra X7 358H (Testgerät) und Core Ultra X9 388H. Dabei lassen sich diese in drei Power-Profilen betreiben, die sich über die Windows-Einstellungen konfigurieren lassen. Das Kühlsystem besteht aus Honeywell-PTM7958-Wärmeleitpaste, einer 10-mm-Heatpipe und einem 65 × 5,5 mm großen Lüfter.
| Modus | Boost | Sustained |
|---|---|---|
| Performance | 60 W | 30 W |
| Balanced | 25 W | |
| Efficiency | 20 W | 15 W |
Das bislang leiseste Notebook
Das verbaute Kühlsystem ermöglicht einen leisen Betrieb, selbst wenn der Performance-Modus genutzt wird, der für alle Benchmarks mit Ausnahme der Akkutests zum Einsatz kam. Mit lediglich 36,1 dB(A) beim Software-Encoding in HandBrake ist der Framework Laptop 13 Pro das bislang leiseste Notebook im erneuerten Benchmark-Parcours.
Tatsächliche TDP und Taktraten
Im Einklang damit kam das Notebook unter Multi-Core-Volllast zumindest im Cinebench 2026 aber auch nicht an die maximale Boost-TDP heran, die Framework angibt. Anstelle von 60 Watt waren 43,2 Watt das höchste der Gefühle, dabei ließ sich ein maximaler effektiver Multi-Core-Takt von 3.612 MHz (Mittelwert der P-Cores) ermitteln. Bei Single-Core-Last lag die TDP bei 23 Watt, der höchste Takt bei 4.704 MHz – Intel gibt 4,8 GHz an.
- CPU Package Power (CB 2026.1, Multi-Core)
- CPU Package Power (CB 2026.1, Single-Core)
- CPU Takt (CB 2026.1, Multi-Core)
- CPU Takt (CB 2026.1, Single-Core)
Leistung leicht hinter anderen Panther-Lake-Notebooks
Der Framework Laptop 13 Pro liefert insgesamt betrachtet typische Panther-Lake-Leistung, aufgrund der TDP-Auslegung und des niedrigeren Speichertaktes landet er in den Benchmarks in etwa auf dem Niveau des Dell XPS 14 (Test) mit dem gleichen Prozessor oder knapp dahinter, in ausgewählten Tests wie HandBrake auch mal davor.
GPU und Media Engine mit Vorteilen gegenüber Qualcomm
Intels integrierte B390-GPU mit 12 Xe-Kernen lässt sich unter Windows 11 nach aktuellem Stand zudem selektiv besser nutzen, als es jüngst mit der Adreno-Grafikeinheit des Snapdragon X2 Elite im Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11 (Test) möglich war, wie die Unterstützung in Anwendungen wie Blender zeigt. Die GPU liefert zudem schlichtweg mehr Leistung als das Pendant von Qualcomm, wie der 3DMark und Cyberpunk 2077 zeigen. Die Wahl eines Intel-Prozessors bringt auch eine bessere Unterstützung der Media Engine mit sich, da sich unter anderem in Adobe Premiere und HandBrake einwandfrei die Hardwarebeschleunigen nutzen ließ.
Die Batterie wächst auf 74,45 Wh
Der Wechsel zu Panther Lake soll laut Framework auch mit einer gesteigerten Effizienz und in Kombination mit der größeren Batterie, die sich selbstverständlich ebenso leicht austauschen lässt wie die anderen Komponenten, zu längeren Laufzeiten führen. Framework verbaut eine 21 Prozent größere Batterie mit 74,45 Wh, die laut Datenblatt nach 1.000 Ladezyklen noch bis zu 80 Prozent ihrer Kapazität aufweisen soll.
Laufzeitangaben des Herstellers
Der Hersteller selbst hat eigene Batterietests durchgeführt, die sich jedoch von den Tests der Redaktion unterscheiden. Die Angaben von Framework beruhen auf dem Betrieb im Windows-11-Energieprofil mit der höchsten Effizienz, einem auf 250 cd/m² Helligkeit kalibrierten Display im 60-Hz-Modus und 30 Prozent Lautstärke. Damit kommt der Hersteller auf 20 Stunden 4K-Streaming in der Netflix-App für Windows 11, 17 Stunden für die Internetnutzung, 11 Stunden für Videokonferenzen in Google Meet im Edge-Browser und – hier aber unter Ubuntu – bis zu sieben Tage Standby-Betrieb.
YouTube-Streaming und Office-Laufzeit
Das sind durchaus realistische Nutzungsszenarien, die Redaktion testet dennoch etwas anders. Im Test war das Display für die Akkutests auf 200 cd/m² kalibriert, es wurde aber im ab Werk eingestellten 120-Hz-Modus betrieben. Darüber hinaus war als Energieprofil „Ausbalanciert“ eingestellt. Der 4K-Streaming-Test fand zudem auf YouTube im Chrome-Browser statt und der Ton (und die Tastaturbeleuchtung) waren dabei ausgeschaltet.
Das Testgerät ermöglichte unter diesen Bedingungen eine Laufzeit von dennoch guten 14:42 Stunden und erreichte damit das Niveau des Dell XPS 14. Das sind rund zwei Stunden mehr, als mit dem MacBook Air 15" mit M5 (Test) oder Yoga Slim 7x Gen 11 möglich waren. Mit einem größeren Galaxy Book 6 Pro bekommen Käufer rund eine Stunde, mit einem MacBook Pro 16" rund zwei Stunden mehr Laufzeit im gleichen Test. Bei der Office-Nutzung in Word, Excel und PowerPoint ließ sich mit 13:31 Stunden ein sehr guter Wert erzielen, der eine Nutzung über den gesamten Tag ermöglicht. Mehr war im erneuerten Benchmark-Parcours bislang ausschließlich mit dem XPS 14 möglich.
Fazit
Der Framework Laptop 13 Pro ist ein in fast allen Aspekten überzeugendes Notebook, das abseits der klassischen Notebook- und Hardware-Eigenschaften, die man in ähnlicher Umsetzung auch bei anderen Herstellern finden kann, vor allem mit seinem modularen und zugleich einfach verständlichen Aufbau, der davon abgeleiteten sehr guten Reparierbarkeit und den einfach zu beschaffenden Ersatzteilen punktet. Dabei müssen Käufer noch nicht einmal Kompromisse eingehen, was Haptik oder Verarbeitung anbelangt, allenfalls Größe und Gewicht fallen marginal höher als bei anderen Notebooks der (wenige Geräte umfassenden) 13,5-Zoll-Klasse aus, ohne jedoch Ausschlusskriterien zu sein.
Damit bedient Framework den Markt abermals auf ganz eigene Art und Weise und kommt den Bedürfnissen zahlreicher Nutzer nach, die genau solche Möglichkeiten auch bei anderen Herstellern fordern, aber nicht bekommen. Das gilt abseits der Hardware auch für die Software, wo neben Windows 11 auch zwei Linux-Distributionen vollständig offiziell und weitere Ableger mit Community-Support unterstützt werden – vorbildlich!
Aber selbst wenn diese speziellen Punkte ausgeklammert werden, bleibt unterm Strich ein tolles Notebook mit hervorragenden Eingabegeräten, vielen selbst konfigurierbaren Anschlüssen, guter Leistung, leisem Betrieb, langen Akkulaufzeiten und überzeugendem Bildschirm. Da kann man als Tester dann auch kleinere Kritikpunkte wie die in gewissen Bereichen nicht optimale Ausleuchtung des LCDs oder die nicht vollständige Ausnutzung des 60-Watt-TDP-Rahmens im höchsten Leistungsprofil hinten anstellen.
Nicht so toll ist für Verbraucher selbstredend die omnipräsente Speicherproblematik. Alles kostet viel mehr als früher, ohne dabei besser zu sein. Ein 2.000-Euro-Notebook kostet plötzlich 3.000 Euro, eine alte Spielkonsole heute mehr als zum Marktstart vor vielen Jahren. Die Speicherkrise macht derzeit jedes noch so tolle Gerät madig, das ist aktuell – auf gut Deutsch gesagt – einfach ätzend. Dafür kann im konkreten Fall aber Framework nichts, der Hersteller geht die Problematik so transparent wie möglich an und versucht zu mitigieren. Der Framework Laptop 13 Pro überzeugte die Redaktion dennoch in einem derart hohen Maße, dass es sich deswegen diesmal auch einen Award verdient.
- Einfach zu warten und zu reparieren
- Unkomplizierter modularer Aufbau
- Vielfältige Individualisierbarkeit
- Vollständige Linux-Unterstützung
- Freie Wahl der Anschlüsse
- Tolles haptisches Touchpad
- Hochwertiges Aluminiumchassis
- Mattes Display trotz Touch-Support
- Sehr helles, hochauflösendes LCD-Panel
- Lange Akkulaufzeiten
- Webcam lässt sich abschalten
- Gute produktive Leistung
- Sehr leiser Betrieb selbst bei Volllast
- Kompakt in der Fläche
- Helligkeitsverteilung des Displays (teils)
- TDP wird nicht voll ausgeschöpft
- Speicherkrise schmälert Begeisterung
ComputerBase wurde der Framework Laptop 13 Pro leihweise vom Hersteller unter NDA zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Die einzige Vorgabe des Embargos war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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