Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11 im Test: Lautstärke, Verbrauch, Akkulaufzeit und Fazit

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Nicolas La Rocco
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Das Notebook bleibt leise

Die hohe CPU-Leistung des Snapdragon X2 Elite resultiert nicht in einer hohen Lautstärke – ganz im Gegenteil. Selbst im Leistungsmodus bleibt das Notebook beim CPU-Encoding in HandBrake mit 39 dB(A) erfreulich leise. Das Notebook ist damit unter Volllast gut ein Drittel leiser als das Samsung Galaxy Book 6 Pro mit Intel Core Ultra X7 358H oder halb so laut wie das aktuelle Dell XPS 14 (Test) mit dem gleichen Prozessor.

Lautstärke unter Last (40 cm vor Display)
  • HandBrake CPU-Encoding:
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      M5 Max (18C/40C), 128 GB LPDDR5X
      53,2
    • Asus Zenbook S16
      Ryzen AI 9 HX 370, 32 GB LPDDR5X
      44,5
    • Dell XPS 14 (2026)
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      44,3
    • Samsung Galaxy Book 6 Pro
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      42,8
    • Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11
      X2E-88-100, 32 GB LPDDR5X
      39,0
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      M5 (10C/10C), 32 GB LPDDR5X
      Passiv gekühlt
    • Apple MacBook Neo (2026)
      A18 Pro (6C/5C), 8 GB LPDDR5X
      Passiv gekühlt
Einheit: dB(A)

So viel verbraucht der Snapdragon X2 Elite

Zu kühlen gilt es bei dem Chip bis zu 65 Watt. Das ist jedoch nur ein Spitzenwert, der sehr kurz und nur zu Beginn von Multi-Thread-Lasten anliegt. Wie das Verlaufs­diagramm des Cinebench 2026.1 verdeutlicht, folgt nach dem Peak von 65 Watt eine Phase von circa 70 Sekunden, in denen das Kühlsystem 42 Watt abführen kann. Nach weiteren 30 Sekunden mit 34 Watt pendelt sich die langfristige TDP bei 24 Watt ein.

CPU Package Power (CB 2026.1, Multi-Core)
020406080Watt (W) 150100150200250300Sekunden

Das ist deutlich weniger als beim Samsung Galaxy Book 6 mit insgesamt geringerer Multi-Thread-Leistung, aber vergleichbar mit dem Dell XPS 14, das aufgrund der niedrigeren TDP-Konfiguration jedoch eine nochmals geringere Leistung bietet, obwohl es den gleichen Core Ultra X7 358H nutzt. Insofern ist die Kombination aus Leistung, Lautstärke und Verbrauch des Snapdragon X2 Elite im Windows-Umfeld durchaus beeindruckend.

Apple M5 bleibt Single-Core-Sparfuchs

Apples M-Prozessoren schneiden noch eine Ecke besser ab, wobei der Vergleich zum M5 aufgrund deutlich weniger Kerne und MT-Leistung hinkt. Besser eignet sich hier ein Single-Core-Vergleich, in dem Qualcomm mit rund 15 Watt dann doch deutlich über den 9 Watt eines M5 Max oder 7,5 Watt eines M5 abschneidet. Auch Intel Panther Lake zeigt sich bei Single-Core-Last mit 13 Watt etwas genügsamer im Cinebench 2026.1. Die Arm-Befehlssatz­architektur steht somit nicht automatisch für einen niedrigeren Verbrauch im Vergleich zu x86. Dem ist allerdings entgegenzuhalten, dass der Snapdragon X2 Elite für die rund 15 Prozent Mehrverbrauch rund 25 Prozent mehr Single-Core-Leistung abliefert.

CPU Package Power (CB 2026.1, Single-Core)
010203040Watt (W) 150100150200250300Sekunden

Die Akkulaufzeiten gehen in Ordnung

Was das für die Akkulaufzeiten bedeutet, zeigt sich in den Messungen für Office und YouTube-Streaming. Lenovo verbaut in dem Notebook eine 70-Wh-Batterie und erreicht damit in Microsoft 365 (Word, Excel, PowerPoint) ziemlich genau 10 Stunden Laufzeit und somit das gleiche Ergebnis wie das Samsung Galaxy Book 6 Pro. Das MacBook Air mit M5 landet eine Stunde vor Lenovo, das MacBook Neo drei Stunden dahinter. Deutlich mehr schaffte das Dell XPS 14 mit 14 Stunden. Auch in diesem Fall kommt Dells geringere TDP-Konfiguration erneut zum Tragen.

Diagramme
Procyon Office Battery Life 200 cd/m²
  • Office Productivity (Multi-Platform):
    • Dell XPS 14 (2026) (2,8K OLED)
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      14:01
      120 Hz
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      M5 Max (18C/40C), 128 GB LPDDR5X
      13:05
      120 Hz ProMotion
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      M5 (10C/10C), 32 GB LPDDR5X
      11:07
      60 Hz
    • Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11
      X2E-88-100, 32 GB LPDDR5X
      10:06
      120 Hz
    • Samsung Galaxy Book 6 Pro
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      10:02
      120 Hz
    • Apple MacBook Neo (2026)
      A18 Pro (6C/5C), 8 GB LPDDR5X
      7:01
      60 Hz
Einheit: Stunden, Minuten

Beim Videostreaming in 4K sortiert sich das Yoga Slim 7x Gen 11 mit rund 13 Stunden knapp hinter dem MacBook Air ein, die Panther-Lake-Notebooks laufen aber beide länger. In diesem Punkt hätte man sich dann doch ein etwas besseres Abschneiden der neuen Generation „Windows on Arm“ gewünscht. Wer die sehr hohe Leistung der 18 Kerne des Snapdragon X2 Elite nicht benötigt, erhält mit Panther Lake weniger Leistung, aber (in den Testgeräten von Dell und Samsung) dann auch mehr Laufzeit.

Fazit

Die zweite Generation der Qualcomm-Snapdragon-X-Prozessoren hinterlässt im Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11 insbesondere auf die CPU-Leistung bezogen einen guten Eindruck. Diese liegt sowohl in den Single-Core- als auch Multi-Core-Tests weit über dem, was derzeit Intel mit Panther Lake abliefern kann. Qualcomm schlägt auch den Apple M5, was – analog zu Intel – angesichts der geringeren Anzahl von Kernen aber auch nicht gänzlich überraschend kommt.

Die hohe Leistung wird bei Lenovo mit geringer Lautstärke und zufriedenstellenden Akkulaufzeiten gepaart. Man kommt mit dem Yoga Slim 7x Gen 11 durch den Tag, ein MacBook Air ist als „digitale Schreibmaschine“ aber besser geeignet. Apples Prozessor verbraucht weniger als der von Qualcomm.

Nachholbedarf besteht aufseiten der GPU und Media Engine. Erfreulich ist aber zunächst einmal, dass Qualcomm zuletzt mehr in die Grafiktreiber investiert hat. Der Update-Takt für neue Treiber und Day-one-Spieleoptimierungen muss aber noch höher ausfallen. Außerdem muss die Treiber-Qualität insgesamt noch zulegen, wie massive Leistungseinbrüche bei der Nutzung von Raytracing zeigen. Der GPU-Bereich ist am ehesten der, in dem Nvidia Qualcomm demnächst mit RTX Spark gefährlich werden könnte. Und für die Media Engine braucht es schlichtweg einen besseren Support, damit sich diese vollständig in Apps wie HandBrake oder Premiere nutzen lässt.

Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11 im Test
Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11 im Test

Rein auf das Yoga Slim 7x Gen 11 bezogen punktet das Notebook mit Verarbeitung, Eingabegeräten und Bildschirm. Die Anschlüsse beschränken sich auf einen Typ (USB4), sind für ein dünnes und leichtes Notebook aber in ausreichender Stückzahl vorhanden.

Bleibt zum Abschluss noch der potenzielle Knackpunkt: der Preis. Die Speicherkrise sorgt für horrende DRAM- und NAND-Preise, die entsprechend weitergegeben werden. So wie getestet, kostet das Lenovo-Notebook 2.169 Euro. In dieser Preisklasse bewegen sich auch Samsung Galaxy Book 6 Pro, Lenovo ThinkPad T14 G7 oder HP OmniBook Ultra AI. Ein Asus Zenbook 14 mit Core Ultra 9 386H, 32 GB RAM und 1-TB-SSD ist allerdings auch schon ab 1.879 Euro zu finden, ein kleineres MSI Prestige 13 AI+ bereits ab 1.399 Euro.

Die sehr hohen Preise für Consumer Electronics im Allgemeinen sorgen derzeit dafür, dass sich der Enthusiasmus selbst für technisch überzeugende Neuheiten wie den Snapdragon X2 Elite respektive das Yoga Slim 7x Gen 11 ein wenig in Grenzen hält. Sofern man diesen finanziellen Aspekt ausblenden kann, weiß das Gesamtpaket aber zu gefallen.

Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11 (X2E-88-100, 32 GB, 512 GB)
20.07.2026
  • Höchste Single-Core-CPU-Leistung
  • Höchste Multi-Core-CPU-Leistung
  • Höchste NPU-Leistung
  • Leiser Betrieb selbst unter Volllast
  • Hochauflösendes, helles OLED-Panel
  • Gute Tastatur
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Leicht und dünn
  • Dreimal USB4
  • Webcam lässt sich deaktivieren
  • GPU-Leistung bei Raytracing
  • GPU-Support in Apps
  • Media-Engine-Support in Apps
  • Kein haptisches Touchpad verbaut

ComputerBase wurde das Yoga Slim 7x Gen 11 leihweise von Lenovo und Qualcomm zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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