ROG GR70 im Test: Spiele- und Anwendungsbenchmarks

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Volker Rißka
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Gaming-Leistung

So schnell ist der 9955HX3D

Die 2024 getroffene ökonomische Entscheidung, dem AMD Ryzen 9 als X3D-Variante auch in der 9000er-Serie vorerst nur ein X3D-Chiplet zu spendieren, hat – mit Ausnahme des ganz neuen Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition (Test) – die bekannten Folge für den Praxisalltag.

Denn ob eine Anwendung oder ein Spiel nun favorisiert auf CCD0 (Chip mit X3D-Cache) oder CCD1 (Chip ohne Cache) läuft, entscheidet das Betriebssystemzusammen mit einer weiteren Software: der Xbox Game Bar, zu aktivieren mit „Windows-Taste + G“. Erkennt sie ein Spiel, werden dessen Threads auf das Chiplet mit größerem Cache gelegt.

Doch diese Game Bar ist weiterhin oftmals nicht up-to-date, was dazu führen kann, dass Anwendungen (insb. Spiele) auf dem falschen Chiplet ohne Cache laufen, bis die Zuordnung „ist ein Spiel“ manuell getroffen worden ist. Ryzen 7 9850X3D mit nur einem Chipletz und der ganz neue Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition mit erstmals zwei X3D-Chiplets benötigen diese Software nicht.

Bei den größeren X3D-Prozessoren mit zwei ungleichen Chiplets ist die Abhängigkeit von der Game Bar aber weiterhin vorhanden. Das größte Problem sind aus Erfahrung der Redaktion sogar ältere Titel, die einmal durchs Raster gefallen sind und dann nicht mehr berücksichtigt werden. Das in der Redaktion genutzte Outcast (Test) von März 2024 wird beispielsweise immer noch nicht als Spiel erkannt. Hier muss man manuell eingreifen, nach jeder Windows-Installation erneut.

Outcast muss man daran erinnern das es „ein Spiel ist“ – erst dann geht X3D
Outcast muss man daran erinnern das es „ein Spiel ist“ – erst dann geht X3D

Und der Leistungsunterschied? Der ist nicht nur messbar, denn er kann deutlich ausfallen. Denn ausgerechnet Outcast ist eines der Spiele, die extrem auf den X3D-Cache reagieren und erst nach der manuellen Zuweisung ihr volles Potenzial ausspielen können.

X3D bei 2-CCD-CPUs brauchen manuelle Zuweisung
  • Outcast – FPS:
    • 9955HX3D (Man. Zuweisung)
      143,1
    • 9955HX3D (Default)
      89,3
  • Outcast – Frametimes:
    • 9955HX3D (Man. Zuweisung)
      89,1
    • 9955HX3D (Default)
      63,3
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

In Titeln, in denen die Zuordnung passt, ist der Ryzen 9 9955HX3D am Ende in Sachen Gaming-Leistung jedem Zweifel erhaben. Er ist schnell genug für Titel, die sehr CPU-limitiert sind (Anno 1800), und definitiv kein Flaschenhals in Titeln, die die GPU fordern – die ist in Form der GeForce RTX 5070 Laptop GPU nämlich gar nicht so schnell, wie man meinen mag.

So schnell ist die RTX 5070 Laptop GPU

Denn bei der GPU sollte man wirklich wissen, was man kauft. In dem Fall sind keine potenziell falschen Thread-Zuweisungen ein Thema, sondern die Leistung allgemein. Der Grund: Die RTX 5070 Laptop GPU entspricht in Bezug auf GPU, GPU-Konfiguration und Speicher einer GeForce RTX 5060 Ti aus dem Desktop, die mit maximal 125 Watt auch noch weniger als das Desktop-Modell (180 Watt) verbraucht.

GeForce RTX 5000 Laptop GPU vs. RTX 4000 Laptop GPU im Vergleich
Modell GPU Shader Speicher,
Interface
TGP max. Dynamic Boost 2.0 DLSS 4 MFG NVENC/NVDEC*
5070 Ti Laptop GB205 5.888 12 GB GDDR7
192 Bit
60 – 115 Watt +25 Watt 1/1
RTX 5070 GB205 6.144 12 GB GDDR7
192 Bit
250 Watt 1/1
RTX 5070 Laptop GB206 4.608 8 GB GDDR7
128 Bit
50 – 100 Watt +25 Watt 1/1
RTX 5060 Ti GB206 4.608 16/8 GB GDDR7
128 Bit
180 Watt 1/1
RTX 5060 GB206 3.840 8 GB GDDR7
128 Bit
145 Watt 1/1
[i]RTX 5000: 9. Gen NVENC, 6. Gen NVDEC

Was das im direkten Vergleich mit der GeForce RTX 5070 für Desktop-PCs bedeutet, zeigen die nachfolgenden Benchmarks, deren Einstellungen der nachfolgenden Tabelle entnommen werden können.

Spiel Zielauflösung Preset Upsampling
Arc GeForce Radeon
Anno 117 WQHD Hoch DLSS 4 Quality
Avatar WQHD Hoch DLSS 4 Quality
Cyberpunk 2077 WQHD Raytracing Mittel DLSS 4 Quality
F1 WQHD, 16x Ultramax (VSR aus) DLSS 4 Quality
SotTR WQHD DX12, Ultrahoch DLSS Quality

Verglichen hat ComputerBase die RTX 5070 Laptop GPU im Asus GR70 mit einem Desktop-PC mit GeForce RTX 5070 Founders Edition und Ryzen 7 9800X3D. Im Durchschnitt hat die GeForce RTX 5070 Laptop GPU im System von Asus 110 Watt aufgenommen. Das liegt 10 Watt über der maximal spezifizierten TDP. Diese kann aber um bis zu 25 Watt überschritten werden, wenn die CPU ihr eigenes Budget nicht ausreizt (Dynamic Boost 2.0). Die Desktop-Version schöpft im selben Testparcours ihr Maximum von 230 Watt aus. Obwohl die Desktop-Version einen viel größeren Chip und mehr Speicher aufweist, liegt am Ende auch deren Takt noch einmal höher.

Benchmark Asus ROG GR70
RTX 5070 Laptop + 9955HX3D
Desktop-PC
RTX 5070 + 9800X3D
GPU CPU GPU CPU
TDP Takt TDP Takt TDP Takt TDP Takt
3DMark Steel Nomad Light 112 2.583 34 5.131 235 2.764 54 5.220
3DMark Port Royal 113 2.565 33 5.199 243 2.769 42 4.688
Anno 117 Pax Romana 110 2.547 46 5.291 222 2.773 65 5.224
Avatar: Frontiers of Pandora 111 2.576 58 5.328 230 2.776 81 5.225
Cyberpunk 2077 111 2.627 54 5.311 231 2.794 81 5.225
F1 25 104 2.729 45 5.332 234 2.809 48 4.866
Shadow of the Tomb Raider 112 2.594 51 5.268 223 2.783 88 5.225
Durchschnitt 110 2.603 46 5.266 231 2.781 66 5.096
TDP in Watt, Takt in MHz (iGPU)

Im Ergebnis ist die GeForce RTX 5070 Laptop GPU im Asus GR70 ein Drittel langsamer als ein Desktop-System mit GeForce RTX 5070, auch eine GeForce RTX 5060 Ti wird dank höherer TDP noch etwas schneller sein. Das ist keine neue Erkenntnis, darf aber auch im Jahr 2026 nicht außer Acht gelassen werden, wenn man einen PC mit mobiler GeForce RTX 5070 Laptop GPU oder einer anderen Variante der Serie kauft.

Diagramme
Leistungsrating Full HD
    • GeForce RTX 5070 Desktop
      9800X3D, 64 GB DDR5-5600
      100
    • Asus ROG GR70
      9955HX3D, RTX 5070 Laptop
      65
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel
Benchmark
GPU/CPU Package Power in F1 25 (Benchmark)
04080120160200Watt (W) 150100150200250300Sekunden

Anwendungs-Leistung

Wie auf der vorherigen Seite bereits bei den Leistungsprofilen erwähnt, ist es wenig ratsam, das System im Turbo-Modus zu betreiben – es ist nur lauter, ohne zusätzlich mehr Leistung zu bieten. Der Leistungsmodus ist im Regelfall der optimale, hier drehen die Lüfter nicht aufs Maximum und vor allem nicht in jeder Anwendung, zudem liegt die Leistung dann weiterhin sehr hoch. Wem das nicht passt, der darf selbst Hand anlegen und vielleicht einen goldenen Mittelweg finden.

Manueller Modus für die CPU-Powerlimits
Manueller Modus für die CPU-Powerlimits

Da der Leistungsmodus aber 120 Watt TDP und 162 Watt PPT (werden gehalten, solange die CPU-Temperatur nicht zu hoch liegt) bietet, ist er sehr gut vergleichbar mit ganz regulären Desktop-CPUs, die in der Oberklasse bei Ryzen 9000 genau so spezifiziert sind.

Leistungsvergleich vs. Desktop-CPUs dieser Klasse
Test AMD Ryzen 9 9955HX3D AMD Ryzen 7 9850X3D AMD Ryzen 9 9950X3D
Cinebench R24 Single/Multi 129/2077 Punkte 143/1361 Punkte 140/2402 Punkte
Blender 4.3.0 546,32 Punkte 329,01 Punkte 613,63 Punkte
Handbrake 401 Sekunden 640 Sekunden 352 Sekunden

Die Anwendungstests zeigen letztlich, dass die mobile CPU im Leistungsmodus eine sehr hohe Leistung liefert, die ein AMD Ryzen 9 9950X3D nur im 190-Watt-Betrieb übertrifft. Im Schnitt entspricht die Leistung des Notebook-Chips so bei knapp über 120 Watt im Durchschnitt etwa 80 bis auch mal fast 90 Prozent der Desktop-Lösung. Der 9850X3D mit im Schnitt in Multi-Core-Apps sogar fast 140 Watt Verbrauch hat mit nur acht Kernen in den Tests keine Chance – außer im Single-Core-Test dank höherem Takt.

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