ROG GR70 im Test: Fazit und Empfehlung

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Volker Rißka
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Der ROG GR70, die AMD-Version des aktuellen ROG NUC mit Intel-Prozessor, beeindruckt in Form des konkreten Testmusters mit seiner sehr hohen Prozessorleistung. Ohne die CPU bei der TDP ans Limit zu treiben, wird annähernd die Leistung der besten AMD-Desktop-Prozessoren in einem mobilen Paket geliefert. Das Niveau liegt sehr hoch. 16 Zen-5-Kerne sind nach wie vor eine Bank, nicht nur für Anwendungen; garniert mit einem gestapelten L3-Cache sind sie das auch für Spiele.

Dabei besitzt der AMD Ryzen 9 9955HX3D als Dual-Chiplet-CPU mit nur einem X3D-Chip die Macken dieser Technik: Um wirklich sicherzustellen, dass auch der CPU-Die genutzt wird, der den großen L3-Cache bietet, muss man die Xbox Game Bar bemühen und die kann sich irren. Ohne manuelle Anpassung geht sonst auch im Jahr 2026 schnell extrem viel Leistung und letztlich der Gaming-Vorteil von X3D-CPUs verloren. Aber das Problem lässt sich umgehen.

ROG GR70 im Test
ROG GR70 im Test

Bei der verbauten Nvidia GeForce RTX 5070 Laptop GPU ist das nicht immer der Fall: Die Rohleistung der GPU ist für 110 Watt durchaus ansprechend, aber eben „nur“ knapp auf dem Niveau einer GeForce RTX 5060 Ti für Desktop-PCs – mit 8 GByte VRAM. Die Desktop-Variante unter gleichem Namen bietet mehr Leistung und 12 GB VRAM (wie die neue, aber auch deutlich teurerer GeForce RTX 5070 Laptop GPU 12 GB auch)

Die Kühlung des kleinen PCs ist vor allem bei leichter Last und im Windows-Alltag als sehr gut zu bezeichnen, in diesen Szenarien ist der 3-Liter-PC fast unhörbar. Wird die Hardware gefordert, wird es hingegen laut. Die vom Hersteller als „leise“ bezeichnete Betriebsweise trifft dann nicht mehr zu, das System ist in Spielen in 40 cm Entfernung auch gern mal über 42 dB(A) laut. Das dürfte in der Regel auch gut hörbar sein, weil das System direkt auf dem Schreibtisch im Blickfeld des Nutzers stehen wird.

ROG GR70 im Test
ROG GR70 im Test

Alles in allem ist der ROG GR70 ein durchdachter und – insbesondere mit Blick auf die CPU – sehr flotter 3-Liter-Mini-PC mit einer Vielzahl an Anschlüssen, über dessen Schwächen ein niedriger Preis hinwegsehen lassen könnte. Im Sommer 2026 tut der Preis dem System diesen Gefallen aber nicht und der AMD-Version schon gar nicht.

Bei Alza.cz gibt es das getestete System mit 32 GB RAM und 1 TB großer SSD zwar sporadisch „schon für 2.699 Euro“, andere Händler verlangen hingegen Preise ab 3.336 Euro für die Version mit Ryzen 9 9955HX statt Ryzen 9 9955HX3D, die offiziell für Deutschland vorgesehen ist. Doch auch das „Sonderangebot“ der HX3D-Variante über Alza.cz ist kein guter Preis, wenn man bedenkt, dass die Intel-Version, die sich ROG NUC nennen darf, mit schnellerer RTX 5070 Ti Laptop GPU 12 GB ab 2.599 Euro verfügbar ist. Das kann unterm Strich dann auch kein noch so guter AMD-X3D-Prozessor aufwiegen.

So schlägt das Pendel letztlich aktuell zugunsten der ansonsten baugleichen ROG NUC mit Intel-Prozessor. Günstig ist die Anschaffung aber auch dann nicht. Und Einschränkungen bei der Wartung und der Aufrüstbarkeit gibt es auch dort.

ComputerBase hat den ROG GR70 bereits im Februar leihweise vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA, jedoch die Bitte, bis zum Ablauf des Verkaufsverbots, zu warten.

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