AMD Ryzen 7 5800X3D im Test: Benchmarks in Spielen und Anwendungen

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Volker Rißka
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Testsystem und Testmethodik

Um immer die aktuellsten und insbesondere perfekt vergleichbare Gaming-Benchmark-Ergebnisse liefern zu können, wird das Testfeld regelmäßig aktualisiert. Der Nachteil: Das Feld an Vergleichskandidaten schrumpft.

Zuletzt wurde der Reboot Ende 2025 für den Test AMD Ryzen 5 7500X3D vs. 7600X3D vollzogen, Windows 11 25H2 und die Asus ROG GeForce RTX 5090 Astral OC statt der Founders Edition hielten Einzug. Dasselbe Setup wurde für den Test des Ryzen 7 9850X3D, aber auch Nachtests des Vorgängers Ryzen 7 9800X3D sowie des Intel-Flaggschiffs Core Ultra 9 285K genutzt. Nach den Plus-Modellen war die Dual Edition an der Reihe, aktualisierte Werte gab es passend auch vom 9950X3D. Hier werden nun auch die drei alten CPUs platziert, da 7500X3D und auch 9600X und andere CPUs dabei sind, ergibt sich so ein stimmiges Bild.

AMD Ryzen 7 5800X3D
AMD Ryzen 7 5800X3D
AMD Ryzen 5 3600
AMD Ryzen 5 3600
Intel Core i5-14600K mit DDR4
Intel Core i5-14600K mit DDR4

Doch wie verhält es sich mit dem Abstand zu anderen beliebten CPUs, die aktuell nicht im Diagramm enthalten sind? Der Quervergleich mit älteren Ranglisten, in denen sie noch enthalten sind, liefert die Antwort.

Leistungsrating in Spielen (CPU-Limit)

In Spielen liefert der Ryzen 7 5800X3D nach wie vor eine ansprechende Leistung. Vor allem hält er den Mitbewerber von Intel bei Nutzung von gleichem DDR4-3200-Speicher auf Distanz – AMDs eigene Benchmarks zeigten dies bereits richtig an. Gegenüber aktuellen AM5-CPUs reicht das aber kaum noch aus, vor allem wenn dort noch X3D dazu kommt, werden die Unterschiede schnell riesig.

Dabei gibt es gleich mehrere Erkenntnisse:

Leistungsrating 720p + Astral RTX 5090
Leistungsrating 720p + Astral RTX 5090 – Durchschnitts-FPS
    • AMD Ryzen 7 9850X3D
      120/162 W, DDR5-5600CL26
      191
    • AMD Ryzen 7 9800X3D
      120/162 W, DDR5-5600CL26
      182
    • AMD Ryzen 7 7800X3D
      120/162 W, DDR5-5200CL26
      160
    • Intel Core Ultra 7 270K Plus
      250/250 W, CU-DDR5-7200CL38
      149
    • AMD Ryzen 5 7600X3D
      65/88 W, DDR5-5200CL26
      147
    • Intel Core Ultra 5 250K Plus
      159/159 W, CU-DDR5-7200CL38
      142
    • Intel Core i9-14900K
      253/253 W, DDR5-5600CL26
      142
    • AMD Ryzen 5 7500X3D
      65/88 W, DDR5-5200CL26
      141
    • AMD Ryzen 7 9700X
      65/88 W, DDR5-5600CL26
      134
    • Intel Core Ultra 5 245K
      159/159 W, CU-DDR5-6400CL36
      129
    • AMD Ryzen 7 5800X3D
      120/162 W, DDR4-3200CL14
      128
    • AMD Ryzen 5 9600X
      65/88 W, DDR5-5600CL26
      126
    • Intel Core i5-14600K
      181/181 W, DDR4-3200CL14
      116
    • AMD Ryzen 5 3600
      65/88 W, DDR4-3200CL14
      71
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS), Geometrisches Mittel

Vorschau auf den Ryzen 7 7700X3D möglich

Das neue Diagramm lässt auch eine sehr genaue Prognose für den im Juli erwarteten AMD Ryzen 7 7700X3D zu. Dieser wird wie der 7800X3D auf acht Kerne und den vergrößerten L3-Cache setzen, aber etwas weniger Takt bietet. Das gleiche Prozedere hat AMD in der Liga der 6-Kerner gemacht: Auf den 7600X3D folgte der 7500X3D, alles gleich, nur etwas weniger Takt. Da die Unterschiede hier mit vier Prozent klar definiert sind, könnte auch beim 7700X3D ein ähnlicher Rückstand zum 7800X3D herauskommen. Selbst wenn es ein, zwei Prozent mehr oder weniger sein würden, ändert sich am Gesamtbild letztlich nichts und das Ergebnis wäre, dass der 7700X3D rund 20 Prozent schneller als der 5800X3D ist.

Die Realität: 4K-Tests mit 5800X3D, 14600K und 3600 sowie Community-Benchmarks

CPU-Tests zur reinen Bestimmung der CPU-Leistung sind natürlich das eine, doch was kommt am Ende davon an, wenn die Grafikkarte mehr Aufgaben übernimmt? Mit 4K-Auflösung sei auch dies gezeigt. Je nach Test stellt sich eine ziemlich gleiche Leistung ein, es bleiben aber auch Spiele, in denen man die CPU durchaus merkt.

AMD Ryzen 7 5800X3D in SoTR
AMD Ryzen 7 5800X3D in SoTR
Intel Core i5-14600K mit DDR4
Intel Core i5-14600K mit DDR4
AMD Ryzen 5 3600
AMD Ryzen 5 3600
AMD Ryzen 7 5800X3D in Cyberpunk
AMD Ryzen 7 5800X3D in Cyberpunk
Intel Core i5-14600K mit DDR4
Intel Core i5-14600K mit DDR4
AMD Ryzen 5 3600
AMD Ryzen 5 3600

Und so liefert auch hier der 5800X3D das durchschnittlich beste Ergebnis. Mal ist der 14600K gleichauf, dann aber auch gern mal zurück. Der ältere 3600 liegt stets deutlich zurück, in SoTR ist das System mit 5800X3D in hoher Auflösung mehr als doppelt so schnell – SoTR liebt den Stapelcache! Macht aber klar: Selbst in der Realität ist eine Gaming-CPU nicht zu verachten und bringt auf gleicher Plattform Vorteile in Form eines deutlichen Leistungsgewinns.

AMD Ryzen 7 5800X3D & DDR4-Konkurrenz im Test
AMD Ryzen 7 5800X3D & DDR4-Konkurrenz im Test

Der Blick in die Community-Benchmarks der Leser von ComputerBase untermauert diese Angaben. In WQHD gibt es dort beispielsweise viele Einsendungen eines 5800X3D im Zusammenspiel mit diversen Grafikkarten. Der Blick kann dabei in weiteren Auflösungen bis hinauf zu UHD schweifen und hilft so bei der realistischen Einordnung der CPU in ganz verschiedenen Setups gegenüber vielen anderen Möglichkeiten der Zusammenstellung.

Leistung in Anwendungen bleibt eher schwach

Der AMD Ryzen 7 5800X3D war noch nie eine CPU, die in Anwendungen glänzen konnte. Schon 2022 fasste es der ComputerBase-Test mit den Worten „Effizienter Gaming-Spezialist“ zusammen. Acht Kerne sehen auf dem Papier zwar gut aus, doch Zen 3 und ein geringer Takt sind eine Bremse – in Single-Core-Tests ist so ein neuer und viel günstigerer Prozessor schnell über 50 Prozent schneller.

Leistungsrating
Leistungsrating – Multi-Core
    • Intel Core Ultra 5 245K
      159/159 W, CU-DDR5-6400CL36
      35
    • Intel Core i5-14600K D5
      181/181 W, DDR5-5600CL26
      33
    • Intel Core Ultra 5 235
      65/121 W, CU-DDR5-6400CL36
      32
    • Intel Core i5-14600K D4
      181/181 W, DDR4-3200CL14
      30
    • AMD Ryzen 5 9600X
      65/88 W, DDR5-5600CL26
      27
    • Intel Core Ultra 5 225F
      65/121 W, CU-DDR5-6400CL36
      26
    • AMD Ryzen 5 7600X
      105/142 W, DDR5-5200CL26
      25
    • Intel Core i5-12600K
      150/150 W, DDR5-4800CL24
      25
    • AMD Ryzen 5 7600
      65/88 W, DDR5-5200CL26
      24
    • AMD Ryzen 5 7500F
      65/88 W, DDR5-5200CL26
      24
    • AMD Ryzen 5 7600X3D
      65/88 W, DDR5-5200CL26
      23
    • AMD Ryzen 7 5800X3D
      105/142 W, DDR4-3200CL14
      22
    • AMD Ryzen 5 7500X3D
      65/88 W, DDR5-5200CL26
      22
    • AMD Ryzen 5 8400F
      65/88 W, DDR5-5200CL26
      22
    • AMD Ryzen 7 5800X3D 26H1
      105/142 W, DDR4-3200CL14
      22
    • Intel Core i5-14400F
      65/148 W, DDR5-4800CL24
      21
    • AMD Ryzen 5 3600
      65/88W, DDR4-3200CL14
      13
    • Intel Core i3-12100F
      58/89 W, DDR5-4800CL24
      13
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

Dass Mitte 2026 der nun für 360 Euro neu in den Handel kommende Prozessor von einem AMD Ryzen 5 8400F für 94 Euro in Multi-Core-Test geschlagen wird, macht das ganze nur noch dramatischer und auf einen Schlag klar: Wer etwas Produktives plant, kaufe bitte eine andere CPU. Denn im Anwendungsbereich ist Zeit schnell Geld; und Zeit braucht man beim 5800X3D mitunter bereits ziemlich viel. Oder wie das Zwischenfazit anno 2022 bereits lautete: Gaming go, Office no! Ein 14600K ist mit gleichem Speicher 40 Prozent flotter, der 5800X3D kostet aber 50 Prozent mehr. Auch das zeigt erneut, dass er hier absolut keine Rolle spielt.

AMD Ryzen 7 5800X3D
AMD Ryzen 7 5800X3D
Intel Core i5-14600K mit DDR4
Intel Core i5-14600K mit DDR4
AMD Ryzen 5 3600
AMD Ryzen 5 3600
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