AMD Ryzen Threadripper 7000 im Test: Benchmarks in Anwendungen

 2/4
Update Volker Rißka
231 Kommentare

Testmethodik

Alle nachfolgenden Tests in Anwendungen wurden auf einem Asus Pro WS TRX50-Sage Wifi mit aktuellem BIOS 0217, aktuellem Windows 11 und 4 × 32 GB G.Skill Trident R5 Neo durchgeführt. Als Kühler kam ein Noctua NH-U14S mit Doppellüfter-Bestückung zum Einsatz.

AMD Ryzen Threadripper 7000 im Test
AMD Ryzen Threadripper 7000 im Test

In den Sicherheitseinstellungen von Windows 11 war die „Kernisolierung“ („Core Isolation“) aktiv, die „Speicherintegrität“ („Memory Integrity“) hingegen deaktiviert – so bleibt die Vergleichbarkeit mit älteren Testergebnissen in diesem Punkt gewahrt.

Benchmarks im Desktop-Parcours

Mehr-Kern-Anwendungen sind prädestiniert für die neuen Prozessoren, da sie viele Kerne und vor allem noch mehr Threads bieten. Diese werden je nach Software mehr oder weniger gut genutzt, in der Regel klappt das aber ziemlich gut.

Multi-Core
Multi-Core – 7-Zip
    • Ryzen Threadripper 7980X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      413.754
    • Ryzen Threadripper 7970X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      389.082
    • Ryzen Threadripper 3970X
      DDR4-3200CL14
      250.420
    • Ryzen Threadripper 3990X
      DDR4-3200CL14
      247.009
    • Ryzen Threadripper 3960X
      DDR4-3200CL14
      210.937
    • Intel Xeon w9-3495X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      209.118
    • Ryzen 9 7950X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      206.214
    • Ryzen 9 7950X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      200.946
    • Core i9-13900KS (offen)
      DDR5-5600CL38
      197.674
    • Core i9-14900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      194.619
    • Core i9-13900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      194.246
    • Ryzen 9 7900X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      163.563
    • Ryzen 9 7900X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      159.804
    • 2x Intel Xeon Platinum 8180
      DDR4-2666 (ECC, RDIMM)
      151.241
    • Core i7-13700K (253 W)
      DDR5-5600CL38
      150.339
    • Core i5-13600K (181 W)
      DDR5-5600CL36
      124.011
    • Ryzen 7 7700X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      123.745
    • Ryzen 7 7800X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      118.056
    • Ryzen 7 5800X3D
      DDR4-3200CL14
      96.855
    • Ryzen 5 7600X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      96.524
Einheit: MIPS

In Single-Core-Szenarien wird der Sprung beim Takt sichtbar, vor allem gegenüber der letzten HEDT-Generation. Zusammen mit der IPC-Steigerung geht es hier für den 64-Kerner um mitunter fast 50 Prozent nach oben, ähnlich ist es auch beim 32-Kerner. Die Werte der neuen Threadripper 7000 sind nun sogar so gut, dass sie den regulären Desktop-CPUs ziemlich nahekommen. Denn der Turbo-Takt kann im Extremfall den Multiplikator 56,5 anlegen, das entspricht 5.650 MHz und liegt damit hinter den Ryzen 7000 kaum zurück.

Single-Core
Single-Core – Cinebench R20
    • Core i9-14900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      903
    • Core i9-13900KS (offen)
      DDR5-5600CL38
      895
    • Core i9-13900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      880
    • Core i7-13700K (253 W)
      DDR5-5600CL38
      817
    • Ryzen 9 7950X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      798
    • Ryzen 9 7950X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      795
    • Ryzen 9 7900X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      792
    • Ryzen 9 7900X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      785
    • Ryzen Threadripper 7970X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      778
    • Ryzen 7 7700X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      777
    • Core i5-13600K (181 W)
      DDR5-5600CL36
      777
    • Ryzen 5 7600X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      758
    • Ryzen Threadripper 7980X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      739
    • Ryzen 7 7800X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      703
    • Intel Xeon w9-3495X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      691
    • Ryzen 7 5800X3D
      DDR4-3200CL14
      582
    • Ryzen Threadripper 3970X
      DDR4-3200CL14
      520
    • Ryzen Threadripper 3960X
      DDR4-3200CL14
      513
    • Ryzen Threadripper 3990X
      DDR4-3200CL14
      495
    • 2x Intel Xeon Platinum 8180
      DDR4-2666 (ECC, RDIMM)
      357
Einheit: Punkte

Benchmarks im Workstation-Parcours

Die Neuauflage des Workstation-Benchmarks von SPEC nutzt viele Anwendungen und kombiniert sie zu einer Suite. Dabei kann gewichtet werden, ob die CPU oder die GPU in den Fokus rücken soll – oder beides. Es kommen dann mitunter sehr ähnliche oder gar identische Anwendungen zum Einsatz, jedoch mit zum Teil gestreckten Parametern, sodass größere Unterschiede zwischen normalen Prozessoren auf Desktop-Plattformen und Profi-Lösungen sichtbarer werden. Ein kurzer Abriss zu den Tests ist auf der Herstellerseite hinterlegt.

SPEC-Tests
SPEC-Tests

ComputerBase hat neben den neuen Threadripper 7000X und dem stärksten regulären Ryzen 7000 am heutigen Tage im Sommer bereits den Intel Xeon w9-3495X und den Intel Core i9-13900K mit CPU-Fokus SPEC verglichen – ergänzt nun auch noch um den 14900K als regulär schnellste Mainstream-Lösung. Dadurch wird sichtbar, was mit der größeren Plattform besser oder schlechter funktioniert. Zuwächse gibt es überall, aber auch hier von leichter Stärke bis hin zu doch überaus deutlicher Natur.

Diagramme
Leistungsrating Workstationtests
    • AMD Ryzen Threadripper 7980X
      DDR5-6400 (RDIMM)
      93
    • Intel Xeon w9-3495X (offen)
      DDR5-6400 (RDIMM)
      79
    • AMD Ryzen Threadripper 7970X
      DDR5-6400 (RDIMM)
      68
    • AMD Ryzen 9 7950X
      DDR5-6000
      42
    • Intel Core i9-14900K (offen)
      DDR5-6000
      41
    • Intel Core i9-13900K (offen)
      DDR5-6000
      41
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

Der Speicherbenchmark von AIDA64 zeigt ebenfalls schnell Vorteile, wenn mehr Speicherkanäle zum Einsatz kommen. Der Gegenspieler heißt auch hier dann wieder eher Xeon als eine Desktop-CPU, wenngleich dieser als reine Workstation-Lösung hier mit acht Kanälen antritt. Dennoch verkauft sich Threadripper 7000 sehr gut, insbesondere mit niedrigen Latenzen dank DDR5R-6400 und vergleichsweise geringen Timings.

AMD Ryzen Threadripper 7980X im Speicherbenchmark
AMD Ryzen Threadripper 7980X im Speicherbenchmark
AMD Ryzen Threadripper 7970X im Speicherbenchmark
AMD Ryzen Threadripper 7970X im Speicherbenchmark
Intel Xeon w9-3945X  im Speicherbenchmark
Intel Xeon w9-3945X im Speicherbenchmark

Unterm Strich sind die Zugewinne für das HEDT-Produkt letztlich deutlich markanter ausgeprägt. Nicht jede Anwendung kann gleichermaßen profitieren. Wenn es aber auf die Arbeitszeit ankommt, die beispielsweise ein Projekt bis zur Fertigstellung benötigt, sind schnell Stunden und auf längere Zeit sogar Tage „freigerechnet“. Genau mit diesen Worten werben deshalb auch GPU-Hersteller für ihre Profi-Grafikkarten.

Die passende Unterstützung vorausgesetzt, bringen mehrere teure GPUs von Nvidia oder auch AMD in einem Verbund schnell eine extreme Zeitersparnis. Und sie benötigen den passenden Unterbau – exakt dafür wurden Threadripper Pro, Threadripper als HEDT-Version in kleinerem Rahmen und ebenso Intels Sapphire Rapids-WS schließlich geschaffen.

Leistungsaufnahme und Temperatur

AMD Threadripper bleibt sich auch in der 7000er Serie treu. Während Desktop-CPUs von AMD oberhalb der offiziellen TDP noch über die Verbrauchsobergrenze Package Power (PPT) verfügen, die nie überschritten wird, während die TDP solange bis maximal zur PPT gerissen werden darf, wie die Temperaturen nicht dagegen sprechen, liegen TDP und PPT bei den neuen Threadripper auf demselben Niveau von 350 Watt. Konsequenterweise nehmen Threadripper 7980X und 7970X unter Volllast nie mehr als 350 Watt auf.

Leistungsaufnahme
Leistungsaufnahme – Leerlauf (PC)
  • Windows-Desktop:
    • Ryzen 7 5800X3D
      DDR4-3200CL14
      46
    • Core i9-14900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      56
    • Core i9-13900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      56
    • Core i7-13700K (253 W)
      DDR5-5600CL38
      56
    • Core i5-13600K (181 W)
      DDR5-5600CL36
      56
    • Core i9-13900KS (offen)
      DDR5-5600CL38
      60
    • Ryzen 7 7800X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      62
    • Ryzen 9 7950X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      64
    • Ryzen 7 7700X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      64
    • Ryzen 9 7950X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      66
    • Ryzen 9 7900X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      74
    • Ryzen Threadripper 7970X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      83
    • Ryzen Threadripper 3990X
      DDR4-3200CL14
      93
      neues BIOS
    • Ryzen Threadripper 7980X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      95
    • Ryzen Threadripper 3960X
      DDR4-3200CL14
      110
    • Ryzen Threadripper 3970X
      DDR4-3200CL14
      110
    • Intel Xeon w9-3495X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      192
Einheit: Watt (W)

Kein Ruhmesblatt, im Vergleich zur Generation Threadripper 3000 trotzdem eine positive Entwicklung, ist der Verbrauch der Plattform im Leerlauf unter Windows, der die 100-Watt-Marke nicht überschreitet. Vorne liegt Threadripper 7000 auch im Vergleich zum getesteten Xeon auf Basis von Sapphire Rapids, wenngleich es sich in diesem Fall auch um eine waschechte Workstation-Plattform und damit keinen direkten Sparringspartner handelt.

Hinsichtlich der Temperaturen gibt es trotz eines Verbrauchs, der 50 Prozent über dem Spitzenverbrauch eines Ryzen 9 7950X (230 Watt PPT) liegt, keine Probleme. Das riesige Package kann diese Verlustleistung über den großen Heatspreader sogar besser an den voluminösen Kühler abgeben, der die Wärme dann über zwei große Lüfter an die Umgebung weiterleitet.

CPU-Temperatur (Multi-Core-Last)
  • Prime95 29.8 (Small FFTs max. Power/Heat):
    • Ryzen Threadripper 7980X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      71,0
    • Ryzen 7 7800X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      81,0
    • Core i5-13600K (181 W)
      DDR5-5600CL36
      81,0
    • Ryzen 9 7950X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      82,0
    • Ryzen 9 7900X3D (162 W)
      DDR5-5200CL32
      82,0
    • Ryzen Threadripper 7970X
      DDR5-6400 CL32 (RDIMM)
      84,0
    • Ryzen Threadripper 3970X
      DDR4-3200CL14
      85,0
    • Ryzen Threadripper 3960X
      DDR4-3200CL14
      87,0
    • Ryzen Threadripper 3990X
      DDR4-3200CL14
      89,0
    • Ryzen 7 5800X3D
      DDR4-3200CL14
      91,0
    • Ryzen 9 7950X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      95,0
    • Ryzen 7 7700X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      96,0
    • Core i9-14900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      100,0
    • Core i9-13900KS (offen)
      DDR5-5600CL38
      101,0
    • Core i9-13900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      101,0
    • Core i7-13700K (253 W)
      DDR5-5600CL38
      101,0
Einheit: °C
Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Dir gefällt ComputerBase? Lasse dir unsere neuesten Artikel in der Google-Suche ganz oben anzeigen!