Vivo X300 Ultra im Test: Leistung, Akkulaufzeiten und Fazit

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Nicolas La Rocco
203 Kommentare

Vivo verspricht sieben Jahre Sicherheitsupdates

Und abseits der Kamera? Das Vivo X300 Ultra ist ein vollwertiges High-End-Smartphone mit Android 16 und der Vivo-Ergänzung OriginOS 6, das der Hersteller mit fünf Jahren Android-OS-Hauptversionen und sieben Jahren Sicherheitsupdates versorgen will.

Dieses Smartphone merkt man in der Hosentasche

Das X300 Ultra ist ein bestenfalls 76,8 × 163,0 × 8,19 mm großes Smartphone, wobei neben der Farbe „Volcano Black“ auch „Steppe Green“ (Testgerät) angeboten wird, das mit 8,49 mm marginal dicker aufträgt. Das Smartphone ist weder kompakt noch leicht (237 g), bietet aber einen hochwertigen Aufbau und einen IP69-Schutz gegen Staub und Wasser. Vivo setzt auf einen rechteckigen Aufbau mit kleinen Radien für die Ecken, der lediglich von dem riesigen Kameramodul durchbrochen wird, der dem Gerät weitere 7-8 mm hinzufügt. Dass man dieses Smartphone in der Hosentasche mit sich trägt, lässt sich im Alltag nicht verschleiern.

Sehr helles OLED-Display mit 144 Hz

Der 6,82 Zoll große Bildschirm bietet mit 3.168 × 1.440 Pixeln eine sehr hohe Auflösung und mit 144 Hz anstelle der sonst üblichen 120 Hz eine hohe Bildwiederholfrequenz. Standardmäßig lässt Vivo den OLED-Bildschirm unter der falschen Bezeichnung „Ultra HD“ mit 2.772 × 1.260 Pixeln laufen, in den Android-Einstellungen lässt sich aber zur ebenso falschen Bezeichnung „Extrem HD“ mit nativer Pixelanzahl wechseln.

Diagramme
Display-Helligkeit max.
  • Automatikmodus 100% APL:
    • Google Pixel 10 Pro XL
      2.280
      Weißpunkt: ca. 6.500
    • Google Pixel 9a
      1.903
      Weißpunkt: ca. 7.000
    • Oppo Find X9 Pro
      1.834
      Weißpunkt: ca. 6.800
    • Vivo X300 Ultra
      1.820
      Weißpunkt: ca. 6.700
    • Oppo Find N6 (innen)
      1.785
      Weißpunkt: ca. 6.600
    • Oppo Find N6 (außen)
      1.780
      Weißpunkt: ca. 6.600
    • Honor Magic 8 Pro
      1.666
      Weißpunkt: ca. 7.000
    • Nothing Phone (3)
      1.546
      Weißpunkt: ca. 6.660
    • Samsung Galaxy Z Flip 7
      1.468
      Weißpunkt: ca. 6.800
    • Samsung Galaxy Z Fold 7
      1.450
      Weißpunkt: ca. 6.800
    • Samsung Galaxy S26 Ultra
      1.438
      Weißpunkt: ca. 6.900
    • Apple iPhone 17 Pro Max
      1.057
      Weißpunkt: ca. 6.500
    • Xiaomi 15
      1.047
      Weißpunkt: ca. 7.400

Das Panel lässt sich sowohl mit einer hohen Flächen- als auch mit einer hohen Spitzenhelligkeit betreiben: 1.820 cd/m² waren das Maximum für vollflächiges Weiß, bei noch 10 Prozent steigt der Wert auf bis zu 3.680 cd/m² – mehr als genug für den Alltag.

Snapdragon 8 Elite Gen 5 mit 16 GB RAM

Beim Prozessor vertraut Vivo auf Qualcomms aktuellen Snapdragon 8 Elite Gen 5 mit 16 GB RAM und 1 TB Speicher, was dadurch auch für den hohen Verkaufspreis von 1.999 Euro sorgt. Kleinere Konfigurationen sind nach aktuellen Kenntnisstand der Redaktion nicht für den deutschen Markt vorgesehen.

Vivo X300 Ultra im Benchmark

In den Benchmarks liefert der Qualcomm-Chip die erwarteten Ergebnisse auf hohem Niveau, wobei es knapp hinter dem zuletzt getesteten Oppo Find N6 und dem Galaxy S26 Ultra (Test) landet, für das Qualcomm die CPU und GPU des Snapdragon 8 Elite Gen 5 etwas höher taktet.

Diagramme
Geekbench 6.3 – Single-Core Total
    • Apple iPhone 17 Pro Max (iOS 26.0.1)
      3.905
    • Samsung Galaxy S26 Ultra (Android 16.0)
      3.770
    • Honor Magic 8 Pro (Android 16.0)
      3.703
    • Oppo Find N6 (Android 16.0)
      3.553
    • Vivo X300 Ultra (Android 16.0)
      3.465
    • Asus ROG Phone 9 (Android 15.0)
      3.191
    • Oppo Find X9 Pro (Android 16.0)
      3.150
    • Oppo Find X8 Ultra (Android 15.0)
      3.096
    • Samsung Galaxy Z Fold 7 (Android 16.0)
      3.049
    • Xiaomi 15 (Android 15.0)
      2.984
    • Google Pixel 10 Pro XL (Android 16.0)
      2.329
    • Nothing Phone (3) (Android 15.0)
      2.189
    • Google Pixel 9a (Android 15.0)
      1.751
Einheit: Punkte

Das Leistungsverhalten unter Dauerlast fällt weitgehend positiv aus, selbst wenn das Smartphone den 3DMark Steel Nomad Light mit einigen Schwankungen durchläuft. Dem Vivo X300 Ultra fehlt zwar ein wenig an Spitzenleistung, im späteren Verlauf des Benchmarks bleibt es mit Ausnahme von Apple aber vor dem Wettbewerb. Auch im 3DMark Solar Bay und Wild Life hält das X300 Ultra lange ein hohes Leistungsniveau.

Metal/Vulkan
3DMark Steel Nomad Light Unlimited Stress Test (Metal/Vulkan)
01.0002.0003.0004.000Punkte 1. Durchlauf2. Durchlauf3. Durchlauf4. Durchlauf5. Durchlauf6. Durchlauf7. Durchlauf8. Durchlauf9. Durchlauf10. Durchlauf11. Durchlauf12. Durchlauf13. Durchlauf14. Durchlauf15. Durchlauf16. Durchlauf17. Durchlauf18. Durchlauf19. Durchlauf20. Durchlauf

6.600-mAh-Akku sorgt für lange Laufzeiten

Vivo rüstet das X300 Ultra mit einer 6.600 mAh starken Silizium-Kohlenstoff-Batterie aus, die im Test für lange Laufzeiten sowohl in den Akku-Benchmarks als auch beim häufigen Fotografieren sorgte. Oppo bleibt mit dem Find X9 Pro (Test) und Außendisplay des Find N6 der Spitzenreiter in beiden Messungen. Das X300 Ultra sortiert sich unter der versammelten Konkurrenz aber sehr weit oben ein. Über 19 Stunden im PCMark 3.0 und knapp 31 Stunden YouTube-Streaming in 720p sind beachtliche Ergebnisse.

Diagramme
PCMark 3.0 Akkutest 200 cd/m²
    • Oppo Find X9 Pro (Android 16.0)
      25:14
    • Oppo Find N6 (außen) (Android 16.0)
      23:27
    • Vivo X300 Ultra (Android 16.0)
      19:16
    • Asus ROG Phone 9 (Android 15.0)
      19:11
    • Nothing Phone (3a) (Android 15.0)
      17:31
    • Samsung Galaxy S26 Ultra (Android 16.0)
      16:45
    • Nothing Phone (3) (Android 15.0)
      16:39
    • Oppo Find N6 (innen) (Android 16.0)
      16:33
    • Google Pixel 9a (Android 15.0) (120 Hz)
      16:32
    • Xiaomi 15 (Android 15.0)
      16:12
    • Samsung Galaxy S25 Ultra (Android 15.0)
      16:01
    • Nothing Phone (3a) Pro (Android 15.0)
      15:36
    • Honor Magic 8 Pro (Android 16.0)
      15:35
    • Oppo Find X8 Ultra (Android 15.0)
      14:49
    • Google Pixel 10 Pro XL (Android 16.0)
      14:27
Einheit: Stunden, Minuten

Vivo ermöglicht das USB-C-Schnellladen mit bis zu 100 Watt, auf das passende 100-W-Schnellladegerät erhalten Vorbesteller 50 Prozent Rabatt. Das drahtlose Laden mit 40 Watt setzt den Vivo Wireless Charger 2 voraus, der aktuell bei 89 Euro liegt.

Fazit

Das Vivo X300 Ultra ist ein derart spezielles Smartphone, dass sich obgleich des sehr guten Kamerasystems und der weiteren High-End-Eigenschaften nicht gerade leicht ein allgemein gültiges Fazit ziehen lässt. Vivo sagt, das Smartphone soll mit Geräten wie dem Leica Leitzphone (Hands-on) konkurrieren, das ebenfalls bei 1.999 Euro liegt. Vivo selbst bewegt sich bereits in einer Nische, das X300 Ultra besetzt damit die Nische in der Nische.

Die sehr spitze Zielgruppe für ein derartiges Smartphone findet mit dem X300 Ultra potenziell genau das richtige Modell, auf das vielleicht seit Jahren gewartet wurde. Das Fotografieren mit den drei nativen Brennweiten und dem zusätzlichen 400-mm-Objektiv sorgte im Test aufgrund der vielen Möglichkeiten und der abgelieferten Qualität immer wieder für positive Momente.

Vivo X300 Ultra im Test
Vivo X300 Ultra im Test

Einfach nur als High-End-Smartphone geht das Konzept hinter dem X300 Ultra weniger auf, weshalb es aus Sicht der Redaktion richtig ist, dass Vivo das Gerät direkt im großen Bundle zum hohen Preis anbietet – wenn schon, denn schon. Nicht nachvollziehen lässt sich aber, warum das Bundle aus dem kostenlosen Pro Video Rig Kit, aber nicht aus dem Fotografie-Set besteht, auf das es lediglich einen Rabatt gibt. Sinnvoller wäre es genau umgekehrt gewesen: 400-mm-Objektiv und Kameragriff kostenlos und das noch nischigere Pro Video Rig Kit optional mit Rabatt anbieten.

Unterm Strich steht ein sehr spezielles Smartphone mit tollen, exklusiven Möglichkeiten zum Fotografieren und Filmen, die sich mittels Zubehör noch weiter steigern lassen. Eine allgemein gültige Kaufempfehlung lässt sich für das 2.000-Euro-Smartphone nicht aussprechen, aber zumindest die Empfehlung, bei entsprechenden Anforderungen das Vivo X300 Ultra zu erwägen.

Vivo X300 Ultra (Steppe Green)
16.04.2026
  • Sehr gutes Triple-Kamerasystem
  • Starkes optionales 400-mm-Objektiv
  • OLED-Display mit 1440p und 144 Hz
  • Bildschirm erreicht hohe Helligkeiten
  • Lange Akkulaufzeiten
  • Schnelles (drahtloses) Aufladen
  • Hochwertige Verarbeitung
  • IP69-Schutz gegen Staub und Wasser
  • Hohes Leistungsniveau
  • Viel RAM (16 GB) und Speicher (1 TB)
  • Langjährige Software-Updates
  • Super speziell und super teuer
  • Autofokus manchmal unzuverlässig
  • Komplettpaket ist groß und schwer
  • Bundle-Zusammenstellung

ComputerBase wurde das Vivo X300 Ultra leihweise vom Hersteller unter NDA zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Die einzige Vorgabe des Embargos war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt des Tests.

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