1. Krise im Job

Bevor du überhaupt in die Position kommst, wo du dich selbstständig machen kannst, dauert es noch einige Zeit. Du brauchst Startkapital, Berufserfahrung und einen privaten Notgroschen, der mal mindestens ein halbes Jahr ausreicht. Und natürlich eine Geschäftsidee.

Da du nichts davon hast, bleibt dir erstmal nur eine Anstellung. Meine Empfehlung: arbeite mindestens ein Jahr in deiner aktuellen Position, suche dir dann einen anderen Arbeitgeber bei dem du dich ggf. wohler fühlst. Vorteil ist, dass du dann noch ein Jahr Zeit zum suchen hast und nicht aus Not heraus irgendwas annimmst.
Spare so viel Geld wie möglich und mache keine Schulden (höhere Kredite). Wenn du bei dem neuen Arbeitgeber immer noch unzufrieden bist, spare weiter und überlege dir einen Businessplan. Du kannst jetzt schon auf eine Selbstständigkeit hinarbeiten, aber du benötigst eben Erfahrung und Geld. Außerdem wirkt es auf mich so, dass du die Selbstständigkeit wirklich etwas naiv betrachtest. Gerade in Deutschland ist es wirklich nicht einfach, mal eben so ein Unternehmen zu gründen und in kürze direkt Erfolgreich zu sein. Die meisten geben innerhalb der ersten zwei Jahre wieder auf. Weil das Arbeitspensum hoch ist, der Verdienst zu gering ausfällt, die Bürokratie gerade zu Beginn enorm erscheint und die Geschäftsidee vielleicht doch eher eine Schnapsidee war. Oder weil das Kapital ausgeht.
 
1337LEET schrieb:
Mit „nach Belieben Autos kaufen“ meinte ich schon eher den AMG als den Polo. Mir ist auch bewusst dass wir da nicht von einem Juniormanager-Gehalt sprechen.

Und natürlich muss man als Selbstständiger viel arbeiten - aber es steht einem jeden Tag frei das zu tun oder nicht. Wenn ich selbstständig bin und heute nicht arbeite dann verdiene ich auch nichts - aber ich habe keinen Vorgesetzten der mich kündigt weil ich nicht zur Arbeit erschienen bin. Versteht ihr?
In den Postings ist bemerkenswert viel Unreifheit. Wie stellst Du Dir eigentlich die Selbstständigkeit vor? Wenn Du eine Deadline hast, einen Abgabetermin etc. dann steht es Dir nicht wirklich frei zu entscheiden ob Du an dem Tag arbeitest oder nicht.
Du hast zwar keinen Vorgesetzten, aber Auftraggeber und normalerweise auch gesetzte Termine. Und so ein Beauftragungsverhältnis ist definitiv schneller gekündigt, als man als Angestellter rausgeworfen wird.
 
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Mextli schrieb:
Wenn Du eine Deadline hast, einen Abgabetermin etc. dann steht es Dir nicht wirklich frei zu entscheiden ob Du an dem Tag arbeitest oder nicht.

Natürlich steht ihm das absolut frei zu entscheiden wann er seine arbeit verrichtet. Das ist ja gerade einer der vorteile in einer selbstständigkeit, das man sich eben in der regel aussuchen kann wann (und wie) man arbeitet.

Frei nach dem Motto, heute habe ich keine lust, zeit oder was auch immer dafür morgen dann aber vollgas. Den auftrageber ist es völlig egel wann und wie du deine arbeit verrichtest solange die deadline und die qualität eingehalten wird.
 
^was sich jetzt nicht grundsätzlich von bestimmten Angestelltenpositionen unterscheidet. Trotzdem kenne ich einige Freiberufler und diejenigen, die gut verdienen arbeiten recht viel und haben lediglich eine größere Flexibilität wann genau sie arbeiten (statt am Donnerstag wird dann halt am Sonntag gerabeitet).
Mit der Vorstellung des TE, 'oh heute bleibe ich mal liegen' hat das aber nahezu nichts zu tun. 50+ Stunden müssen halt auf 7 Tage verteilt werden, das begrenzt etwas die Flexibilität.
 
Meine Mutter hat sich nach 25 Jahren als Apothekerin selbstständig gemacht und plant heute Gärten und Stellt auf Märkten ihre Produkte (Dekorationen, Floristik...) aus. Die beste Entscheidung ihres Lebens...

voodoo_child schrieb:
Spare so viel Geld wie möglich und mache keine Schulden

Kaufe dir ein Häuschen und zahle dein Auto ab... genau.

Das ist mit unter das Problem in unserer Gesellschaft. Schulden sind steuerfreies Geld zum fast Nulltarif. Solange man Sicherheiten hat (ein festes Einkommen oder eben Vermögenswerte) wird man mit Geld zugeworfen. Wer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus einander halten kann, dessen Zusammenhänge mit Steuern und Schulden versteht und daraus eine Bilanz ziehen kann, dem öffnen sich komplett neue Möglichkeiten und Sichtweisen auf das heutige perverse Finanzsystem. Das bringt dir aber niemand auf der Schule oder im Studium bei...
 
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1337LEET schrieb:
Welche Alternativen gibt es?
  • den Arbeitgeber wechseln? Ich sehe nicht, welchen Vorteil das haben sollte.
  • auf eigene Faust weiter studieren? Wohl auch keine Garantie auf einen wesentlich besseren Job in der Zukunft.
  • intern wechseln? Das wird auf "gleiche Arbeit, anderer Chef" hinauslaufen.
Dann hast du wohl einfach eine falsche Wahl getroffen und musst dich neu entscheiden. Und ja, ich weiß was du meinst.
 
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Wenn ich von Selbstständigkeit spreche dann meine ich nicht als Einzelkämpfer und Freelancer 80h die Woche zu arbeiten um den Kopf über Wasser halten zu können - sondern sich eine erfolgreiche Firma mit Mitarbeitern aufzubauen die man letztendlich nur noch verwalten muss.
Denn erst in diesen Gefügen kann man auch mal einen Tag „Homeoffice“ machen und statt zu arbeiten den nächsten AMG probe fahren.
Geld ist für mich nur Mittel zum Zweck. Hat man Geld hat man Freiheit. D.h. Ziel ist es möglichst schnell möglichst viel Geld zu verdienen. Ich weiß, dass dieser Ansatz nur selten von Erfolg geprägt ist - dennoch muss man irgendwo ansetzen. Als Angestellter wird man selbst mit sechsstelligem Jahresbrutto Jahrzehnte benötigen um finanziell frei zu sein. Und das demotiviert mich aktuell extrem.
 
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Das stimmt. Schulden machen sollte man nur, wenn das Geld auch gewinnbringend eingesetzt wird (z.B. für ein gut geplantes Unternehmen/Selbstständigkeit). Alles was Konsum betrifft, sollte man (abseits der Immobilie) nicht über Kredite laufen lassen - auch wenn es 0% Kredite sind. Denn die meisten können mit sowas einfach nicht umgehen, das sieht man ganz aktuell dank Corona und Wirtschaftskrise. Die Kredite laufen weiter, aber viele sind nun arbeitslos oder in Kurzarbeit und haben dementsprechend weniger Geld zur Verfügung um diese Kredite zu bedienen. Da bringen einem auch die 0% nichts, wenn die Rücklagen unzureichend sind. Ganz schlimm sind heutzutage Autokredite. Die Leute kaufen sich überteuerte Autos, die Ihnen keinen Mehrwert bringen, finanzieren das ganze über immer längere Zeiträume und da die Schlussrate zu hoch ist, gibt man den Wagen dann wieder zurück. Ein Auto ist nunmal keine Wertanlage. Ich habe persönlich auch das Gefühl, dass die Leute immer weniger realistisch über ihre Zukunft nachdenken und alles direkt haben wollen. Und Gleichzeitig über ihren Beruf meckern, der langweilig und/oder schlecht bezahlt ist. Die wenigsten wollen aber wirklich etwas daran ändern, weil es Zeit, Kraft und Geld kostet. Da ist meckern und mit Kreditoren über die Verhältnisse leben deutlich leichter. Denn einen Auto und auch Immobilienkredit bekommt heute gefühlt jeder, auch ohne besondere Rücklagen.

1337LEET schrieb:
Wenn ich von Selbstständigkeit spreche dann meine ich nicht als Einzelkämpfer und Freelancer 80h die Woche zu arbeiten um den Kopf über Wasser halten zu können - sondern sich eine erfolgreiche Firma mit Mitarbeitern aufzubauen die man letztendlich nur noch verwalten muss.
Denn erst in diesen Gefügen kann man auch mal einen Tag „Homeoffice“ machen und statt zu arbeiten den nächsten AMG probe fahren.
Geld ist für mich nur Mittel zum Zweck. Hat man Geld hat man Freiheit. D.h. Ziel ist es möglichst schnell möglichst viel Geld zu verdienen. Ich weiß, dass dieser Ansatz nur selten von Erfolg geprägt ist - dennoch muss man irgendwo ansetzen. Als Angestellter wird man selbst mit sechsstelligen Jahresbrutto Jahrzehnte benötigen um finanziell frei zu sein. Und das demotiviert mich aktuell extrem.

Um so ein Unternehmen aufzubauen benötigst du mehrere Jahre und viel Startkapital. Du hast bislang nicht mal eine Geschäftsidee.
Und mit einem sechstelligen Jahresbrutto kann man durchaus finanziell frei sein. Bei 100.000 Jahresbrutto bekommst du ca. 55.000 Netto im Jahr. Wenn du davon 25.000 im Jahr beiseite legen kannst, hast du innerhalb von 10 Jahren 250.000 Euro. Wenn du die 25.000 jedes Jahr investierst und wir von einer realisitschen Jahresrendite von 5% p.a. ausgehen (ETF mit geringem TER), hast du nun etwa 315.000 Euro.
Das reicht zwar nicht für die Rente, aber nach weiteren 5 Jahren hast du nun 530.000 Euro. Weitere 5 Jahre und du hast über 800.000 Euro. Das wäre ein Anlagehorizon von 20 Jahren und einer Sparquote von 45%. Bei dem Gehalt durchaus machbar, du hättest trotz der Sparrate noch 2.500 Euro Netto monatlich zur Verfügung.
Wenn du also mit 30 Jahren ein sechsstelliges Gehalt bekommst und viel sparst, kannst du mit 50 in Rente gehen und von Kurssteigerung, Dividende und sonstigem Einkommen (Gesetztl. Rente, Zusatzrenten, ggf. Mieteinnahmen) leben.
 
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1337LEET schrieb:
Als Angestellter wird man selbst mit sechsstelligem Jahresbrutto Jahrzehnte benötigen um finanziell frei zu sein. Und das demotiviert mich aktuell extrem.

Dann bleibt dir nur dich an die Leute zu halten, die es geschafft haben und aus deren Handeln zu lernen. Entweder man hat den Mut und den Ehrgeiz oder man bleibt angestellter.
 
Wer hätte nicht gerne das ominöse Unternehmen, das für einen Geld verdient.
 
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1337LEET schrieb:
Als Angestellter wird man selbst mit sechsstelligem Jahresbrutto Jahrzehnte benötigen um finanziell frei zu sein. Und das demotiviert mich aktuell extrem.
Finanziell frei zu sein definiert glaube ich jeder etwas anders. Das Problem ist eher die stetige Unzufriedenheit und fehlende Genügsamkeit eines jeden Menschen.
Immer höher, immer schneller, immer weiter. Einerseits ist das zwar der Grundstock unseres Lebens wie wir es kennen, andererseits haben viele es verlernt (oder auch nie gelernt) mit etwas zufrieden zu sein.
Da kommt mir ein Liedtext von früher in den Sinn: „Frei zu sein bedarf es wenig, denn wer Frei ist, ist ein König.“ Du hast die Freiheit jeden morgen zu tun und zu lassen was du willst. Du möchtest dies aber tun ohne Konsequenzen für dich. Also ganz im Sinne von „Komm ich heut nicht komm ich morgen.“

Ich kenne aus meinem eigenen Umfeld einige Selbstständige bzw. beruflich erfolgreiche Menschen. Die werden im Alter allesamt keinerlei finanzielle Probleme haben. Jahresgehälter weit jenseits der 100k€ (Nahe 7-Stellig), etliche Eigentumswohnungen die vermietet sind und andere Immobilien usw.
Sie haben aber so manches bereut. Besonders die verpasste Zeit mit ihren Kindern (Wenn sie Kinder haben) bzw. die verpasste Zeit zu Leben. Werde nie vergessen, wie der Sohn von einem mal gesagt hat, dass er nicht so werden möchte wie sein Vater, denn der war ja nie da und immer nur arbeiten. Hatten ein Geschäft, Mo-Sa offen, 3 Angestellt. Als GF bist du halt quasi immer da. Und auch wenn du nicht in der Firma bist, bist du doch auch gedanklich dort. Oder arbeitest dann am Wochenende weiter etc.
Geld kauft keine Zeit. Das sollte man nie vergessen. Mein Ziel ist es nicht, später mal der reichste auf dem Friedhof zu sein.
Ich für mich vereine das Beste aus beiden Welten. Hauptberuflich Angestellter mit sicherem Gehalt und flexiblen Zeiten (Volle Gleitzeit zw. 6 und 19 Uhr; keine Kernzeiten) und meiner nebenberuflichen Selbstständigkeit, mit der ich meine Ideen und Konzepte völlig eigenständig umsetzen und ausprobieren kann. Ich muss aber nicht zwingend erfolgreich sein und kann genau deswegen auch mal sagen, dass ich heute nicht daran arbeiten will.
Ich würde auch zu diesem Modell für den Anfang raten. Lerne laufen bevor du rennen willst. Schau dir an wie der Markt deine potentielle Geschäftsidee annimmt. Der Traum, dass du als GF das große Geld machst und dich nur noch ums Verwalten kümmerst, halte ich auch für sehr naiv. Als GF bist du oft der wichtigste Ansprechpartner für Kunden gerade bei Preisverhandlungen etc. Das ändert sich mMn erst bei Firmen mit mehreren hundert Angestellten, dass der GF nicht mehr direkt bei den Einzelgeschäften innvolviert ist. Und zwar nur deswegen, weil er andere Sachen machen muss. Nicht, weil er Tag aus Tag ein bei den Autohäusern neue Boliden in Augenschein nimmt.
Ich will nicht sagen, dass das unmöglich ist. Da musst du aber schon eine echte Marktlücke finden und damit hier dann auch noch Branchenführer werden. Ein Bekannter aus meinem Ort hat so eine Nische gefunden. Er ist einer von ganz wenigen, die diese Dienstleistung überhaupt anbietet. Bei manchen Anfragen schlägt er 200,300% Marge auf weil er den Auftrag eigentlich garnicht will und bekommt trotzdem den Zuschlag weil es schlicht keinen anderen dafür gibt. So kann es natürlich auch laufen. Im Verhältnis zu den jährlichen Neugründungen ist das aber wohl mehr ein Einzelfall als die Regel.
 
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Mextli schrieb:
was sich jetzt nicht grundsätzlich von bestimmten Angestelltenpositionen unterscheidet.

Es unterscheidet sich sehr wohl stark von angestelltenpositionen. Der AN kann nicht morgens einfach, weil er noch müde ist, im bett liegen bleiben oder nach 3 stunden aufhören zu arbeiten weil er keine lust mehr hat usw. Ganz grober blödsinn was du da schreibst.

Mextli schrieb:
haben lediglich eine größere Flexibilität wann genau sie arbeiten (statt am Donnerstag wird dann halt am Sonntag gerabeitet).

Genau das habe ich doch geschrieben und "lediglich" ist hier absolut die falsche wortwahl. Denn wie ich schon bereits erwähnte ist das einer der vorteile einer selbstständigkeit.

Mextli schrieb:
Mit der Vorstellung des TE, 'oh heute bleibe ich mal liegen' hat das aber nahezu nichts zu tun. 50+ Stunden müssen halt auf 7 Tage verteilt werden, das begrenzt etwas die Flexibilität.

Wieso muss man 50+ stunden auf 7 tage verteilen? Man kann auch 20 stunden auf 5 tage verteilen oder sogar 10 stunden auf 2 tage wenn es der stundenlohn erlaubt.

Man merkt sofort, du bist und warst noch nie selbstständig.
Ergänzung ()

1337LEET schrieb:
Wenn ich von Selbstständigkeit spreche dann meine ich nicht als Einzelkämpfer und Freelancer 80h die Woche zu arbeiten um den Kopf über Wasser halten zu können - sondern sich eine erfolgreiche Firma mit Mitarbeitern aufzubauen die man letztendlich nur noch verwalten muss.
Denn erst in diesen Gefügen kann man auch mal einen Tag „Homeoffice“ machen und statt zu arbeiten den nächsten AMG probe fahren.
Geld ist für mich nur Mittel zum Zweck. Hat man Geld hat man Freiheit. D.h. Ziel ist es möglichst schnell möglichst viel Geld zu verdienen. Ich weiß, dass dieser Ansatz nur selten von Erfolg geprägt ist - dennoch muss man irgendwo ansetzen. Als Angestellter wird man selbst mit sechsstelligem Jahresbrutto Jahrzehnte benötigen um finanziell frei zu sein. Und das demotiviert mich aktuell extrem.

Pauschalisierungen, träume und falsche vorstellungen die dir definitiv noch im weg stehen werden.
 
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Wenn ich von Selbstständigkeit spreche dann meine ich nicht als Einzelkämpfer und Freelancer 80h die Woche zu arbeiten um den Kopf über Wasser halten zu können - sondern sich eine erfolgreiche Firma mit Mitarbeitern aufzubauen die man letztendlich nur noch verwalten muss.

Das haben sich so einige gedacht die Ich kenne.
Die haben das aber bereut die sind aus der Arbeit nicht mehr rausgekommen soviel wurde das.
Wenn du Mitarbeiter hast wird alles sicher nicht einfacher und der Aufwand steigt teilweise beträchtlich an.
Also einfach in den Chefsessel fletzen ist da nicht.
 
Kuba schrieb:
Ganz grober blödsinn was du da schreibst.
..
Man merkt sofort, du bist und warst noch nie selbstständig.
Ich habe nie behauptet das ich selbstständig bin, habe jedoch mehrere Freunde die es sind. Und Selbständige mit gehobenem Einkommen kommen einfach auf eine entsprechende Stundenzahl, da mag der Stundensatz noch so gut sein. Da arbeitet keiner nur 4-5 h am Tag.
Ich glaube eher, daß Du recht wenig Ahnung hast. Weder von den Vorteilen des AT Daseins, noch von den Nachteilen der Selbstständigkeit. Aber ist gehupft wie gesprungen, bei Dir ist wohl jeder Angestellter Sklave der Stechuhr und wird im Mikromanagement geführt. :rolleyes:
 
Kuba schrieb:
Es unterscheidet sich sehr wohl stark von angestelltenpositionen. Der AN kann nicht morgens einfach, weil er noch müde ist, im bett liegen bleiben oder nach 3 stunden aufhören zu arbeiten weil er keine lust mehr hat usw. Ganz grober blödsinn was du da schreibst.

Ich kann bzw. darf das sehr wohl :) und mache es auch.
Am Ende der Woche bzw. vom Monat muss die Stundenanzahl aber passen und die Arbeit muss natürlich auch erledigt werden. Dafür gibt es ein Zeitkonto. Mal einen Vormittag frei nehmen ist überhaupt kein Problem.

Nur ausgemachte Meetings sollte man nicht verschlafen ;)

Dem TE kann ich nur raten sich alles gut zu überdenken, aber natürlich auch mutig zu sein. Von selber kommt in der Regel nichts - außer die Eltern haben Vorarbeit geleistet, dann kanns aber auch schnell weg sein.
Ein erfolgreiches Unternehmen zu gründen und zu führen ist viel Arbeit. Angestellte sind viel Arbeit. Der TE möchte von 0 in die Eigentümer Position mit GF der das Unternehmen führt so wie ich das lese.

Ich wär auch gern in der Position eines langjährigen Mitarbeiters eines Großkonzerns mit Spezialwissen, so dass ich im Endeffekt machen kann was ich will. Der Weg zum einen und zum anderen ist mit viel Arbeit verbunden und wenn man aus den 20ern draußen ist und Familie hat muss man sich entscheiden was einem wichtiger ist. Ein gutes festes Einkommen ermöglicht auch ein sehr schönes Leben.
 
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Willkommen im echten Leben. :D
 
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Khaotik schrieb:
Geld kauft keine Zeit. Das sollte man nie vergessen. Mein Ziel ist es nicht, später mal der reichste auf dem Friedhof zu sein.

Geld kauft keine Zeit - das ist richtig. Aber Geld sorgt dafür, dass wir die Zeit die wir haben für Dinge nutzen können die uns Spaß machen.
Der reichste auf dem Friedhof möchte ich auch nicht werden - und genau deshalb bringt es mir nichts wenn ich die finanzielle Freiheit erst mit 50 oder 60 erreiche... da ist für mich der Zug abgefahren.
 
Dann musst du am besten ein innovatives Unternehmen gründen, es rentabel machen und dann bestenfalls für viel Geld verkaufen. Gelingt nur quasi niemandem.

Kurzer Auszug aus dem Manager-Magazin:
Eine Studie von KPMG ergab, dass Venture-Capital-Unternehmen weltweit allein im ersten Quartal 2018 49,3 Milliarden US-Dollar investiert haben - immer mit dem Ziel das nächste Unicorn zu kreieren, also ein Unternehmen, das bereits vor dem Börsengang mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet wird. 326 dieser Einhörner gibt es laut dem Global Venture Capital Report der Venture-Capital-Datenbank CB Insights aktuell weltweit. 156 von ihnen sind in den USA angesiedelt, 92 in China.
Deutschland landet hinter Großbritannien und Indien auf Rang fünf, hierzulande haben zurzeit neun Unternehmen Einhorn-Status, darunter die Online-Bank N26, das Berliner Reise-Start-up Goeuro, das seit kurzem unter dem Markennamen Omio auftritt, und der Online-Modehändler About You.

Eine solche Entwicklung ist allerdings die absolute Ausnahme. Nur eines von zehn Start-ups wird richtig erfolgreich, neun gehen bereits innerhalb der ersten drei Jahre nach ihrer Gründung pleite. Sogar ehemalige Stars der Start-up-Szene sind davor nicht geschützt - etwa, wenn sie die erhoffte und versprochene Anschlussfinanzierung nicht erhalten.
 
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Um das Mal zusammenzufassen - ich muss entweder im Lotto gewinnen, zufällig die Tochter eines Milliardärs heiraten oder eine Firma a la SAP gründen um das Leben leben zu können das ich mir wünsche.

Man könnte jetzt poetisch sagen „If you can dream it you can achieve it.“

Aber die Chancen eines dieser Ziele zu erreichen sind doch verschwinden gering.
 
1337LEET schrieb:
Der reichste auf dem Friedhof möchte ich auch nicht werden - und genau deshalb bringt es mir nichts wenn ich die finanzielle Freiheit erst mit 50 oder 60 erreiche... da ist für mich der Zug abgefahren.
Dann bleibt dir im Grunde nur noch der Gang an die Börse. Oder ein großes Erbe erhalten.
Glaub mir, wenn ich mit ende 30 für 40h arbeiten, bisschen Kaffee trinken und etwas Mitarbeiter ärgern rumscheuchen jedes Jahr einen neuen AMG kaufen könnte würde ich den Job sofort machen. Wie vermutlich der Großteil der Bevölkerung. Leider sind wir aber nicht bei „wünsch dir was“.
Was du machen und „opfern“ musst um in deine Traumvorstellung zu kommen, haben dir hier schon einige beschrieben. Es bleibt aber dir überlassen, mit welchem Elan du diese Ziele verfolgen willst.
Abschließend: Keiner wird dich aufhalten deinem Traum nachzujagen. Hole dir einen Gründerkredit, mach dich Selbstständig, probier dein Glück. Aber sei bitte nicht überrascht, wenn du in 5 Jahren in der Privatinsolvenz stehst und deine angestellten Kollegen in der Zeit ein hohes 5- bis 6-stelliges Vermögen aufgebaut haben. Ein ehemaliger Freund ist den Weg gegangen weil er der „Sklaverei des Gutbürgertums“ entsteigen wollte. Jetzt steht er mit über 50.000€ Schulden da und hat effektiv 4 Jahre verloren. Ist dabei von einer tollen Geschäftsidee in die nächste Gerutscht. Daher kann ich dir nur den Tipp geben es langsam anzugehen.
 
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