1150 CPU Temperaturschutz aufheben? Gigabyte H87 HD3

Songoku.

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Hallo und herzlich Willkommen zu einem nächsten Review von mir.
Diesmal bekommt ihr ein etwas anderes Review von mir zu sehen. Ich werde 5 verschiedene Prozessor Kühler testen und beurteilen, welche Preisklasse für wen geeignet ist. Dazu habe ich einen Low End Budget, ein Mittelklasse Budget und drei High End Budget Kühler hier. Ob sich der Aufpreis zu teureren Modellen lohnt und ob eine High End Kompakt Wasserkühlung mit einem High End Luftkühler konkurrieren kann, werde ich in meinem Test klären. Viel Spaß!



Das Inhaltsverzeichnis:
1. Intro
2. Garantie
3. Technische Daten der Kühler// Spezifikationen// Kompatibilität
3.1 Persönliche Erwartung
4. Die CPU Kühler im Detail
4.1 Cooler Master Hyper 103
4.2 Thermalright HR-02 Macho Rev.B
4.3 Thermalright Archon IB-E X2
4.4 Noctua NH-D15
4.5 Cooler Master Nepton 240M

5. Testergebnisse und Testumgebung

5.1 Montage [ Intel 1150]
5.2 Lautstärke
5.3 Temperaturwerte
5.4 Probleme im Alltag

6. Fazit / Kaufempfehlung
7. Testsystem
8. Zukünftige Reviews: Vorschläge/ Wünsche



1. Intro


Ich möchte mich natürlich bei Cooler Master, Thermalright und Noctua für das Bereitstellen ihrer Kühler bedanken. Der Versand erfolgte sehr schnell und der Kontakt war sehr freundlich.


Dazu wurden mir 5 Kühler zur Verfügung gestellt: 4 Luftkühler und eine Kompaktwasserkühlung. Diese wurden mit Bedacht ausgewählt, denn ich möchte der Frage nachgehen, ob sich High End Kühler tatsächlich lohnen oder ob es auch ein etwas kleinerer Kühler sein darf.
Vor allem im oberen Preisbereich schwören Overclocker auf Luftkühler, da diese für den selben Preis eine höhere Kühlleistung und dadurch mehr Luft fürs Übertakten bieten.
Auch dieser Theorie werde ich heute nachgehen.
Der kleine Kühler dürfte für preisbewusste User eine Option sein. Ob er einen Intel Core i7 4770K mit und ohne Overclocking stemmen kann, checken wir später.
Folgende Kühler werde ich für den Test verwenden:


• Cooler Master Hyper 103: ~20€
Preisvergleich http://geizhals.de/cooler-master-hyper-103-rr-h103-a954312.html

• Thermalright Hr-02 Macho Rev.B: ~40€
Preisvergleich http://geizhals.de/thermalright-hr-02-macho-rev-b-100700726-a1193857.html

• Thermalright Archon IB-E X2: ~65€
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• Noctua NH-D15: ~85€
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• Cooler Master Nepton 240M: ~90€
Preisvergleich:http://geizhals.de/cooler-master-nepton-240m-rl-n24m-24pk-r1-a1184616.html





2. Garantie



Cooler Master gewährt auf alle Luftkühler 2 Jahre Gewährleistung. Auch bei dem 20€ teuren Hyper 103 ist das der Fall. Anders sieht das bei Kompakt Wasserkühlungen aus. Cooler Master gewährt auf alle Wasserkühlungen 5 Jahre Garantie. Das ist sehr schön zu sehen, denn bei einer Kompakt Wasserkühlung können schon deutlich mehr Sachen kaputt gehen. Eine Rechnung ist nicht Pflicht, es kann auch über die Seriennummer geklärt werden. Mir wurde mitgeteilt, dass auch nach Ablauf der angegebenen Garantiezeit geholfen werde.


Genauso wie Cooler Master bietet Thermalright eine 2 Jahre lange Gewährleistung an. Auch hier wurde mir mitgeteilt, das nach der Gewährleistung geholfen wird! Das ist sehr gut, denn somit wird der Kunde nicht alleine im Regen stehen gelassen.
Zwei Jahre sind für Luftkühler absolut ausreichend, denn um einen Luftkühler kaputt zu kriegen, muss man schon Gewalt anwenden.
Noctua setzt bei den Luftkühlungen noch eine Schippe drauf. Dort bietet man 6 Jahre Garantie auf alle Luftkühler. Das ist sehr ansehnlich, schön! Bei Noctua ist eine Rechnung Pflicht, ansonsten kann keine Garantie in Anspruch genommen werden.
Das positive an allen drei Herstellern ist: Sie bieten Endkundensupport. Solltet ihr mal Einzelteile vom Zubehör verlieren, dann bekommt ihr neues zugeschickt. Bei Herstellern die keinen Endkundensupport anbieten, läuft das alles über den Händler ab. Sollte der Händler kein Zubehör für das jeweilige Produkt auf Lager haben, dann müsst ihr euch selbstständig darum kümmern. Entweder man muss das komplette Produkt erneut kaufen oder sich in Marktplätzen umschauen.





3. Technische Daten der Kühler// Spezifikationen// Kompatibilität

Schauen wir uns die technischen Daten einmal genauer an. Ich habe Länge, Breite und Höhe nochmal nachgemessen, um ganz sicher zu gehen.





Wie man sehen kann, ist der Noctua NH-D15 mit Abstand der größte Kühler. Man sollte messen, ob der auch wirklich in das Gehäuse passt.

Was erstaunlich ist, ist dass der kleine Hyper 103 selbst auf 2011 Systeme passt. Es lässt darauf hin vermuten, dass er auch stärkere Prozessoren kühlen kann. Wenn auch wahrscheinlich nicht sehr leise.

Alle Lüfter besitzen einen 4-Pin PWM Anschluss. Die der Kompakt Wasserkühlung können laut Datenblatt mit 2400rpm am höchsten geregelt werden.
Wie bereits im Intro erwähnt, wurden die Kühler bewusst so ausgewählt. Für jeden sollte hier was dabei sein!

Interessant wird es vor allem in dem High End Segment. Der Noctua NH-D15 kostet 7€ weniger als die Kompakt Wasserkühlung, bietet aber größere Lüfter und die größere Kühlfläche. Auch beim 30€ günstigeren Thermalright IB-E X2 ist das der Fall.
Der Thermalright Macho dürfte mit 40€ die meisten Käufer ansprechen.








3.1 Persönliche Erwartung

Bevor wir zu den Testergebnissen kommen, möchte ich hier kurz meine Persönliche Erwartung preisgeben.

Ich denke, das sich der Noctua NH-D15 im Gesamtpaket am besten schlagen wird. Denn er bietet die größte Kühlfläche.
Auf Platz 2 wird es denke ich der Thermalright IB-E X2 schaffen. Er kostet zwar 30€ weniger als die Kompakt Wasserkühlung, bietet aber größere Lüfter und den größeren Kühlblock.
Auf Platz 3 tippe ich die Kompakt Wasserkühlung. Sie wird zwar vielleicht die selbe Kühlleistung wie die oberen Luftkühler erreichen, allerdings bei erhöhter Lautheit.
Danach folgen der HR-02 Macho und der kleine Cooler Master Hyper 103.

Die Platzierung nochmal kurz zusammengefasst ( Gesamtpaket. Kühler wurden noch nicht getestet, sodass dies hier nur die Erwartung vor dem Testen ist)
1. Noctua NH-D15
2. Thermalright IB-E X2
3. Cooler Master Nepton 240M
4. Thermalright HR-02 Macho
5. Cooler Master Hyper 103



4. Die CPU Kühler im Detail



4.1 Cooler Master Hyper 103

Der Hyper 103 kommt in einem relativ kleinen Pappkarton daher. Typisch Cooler Master wurde die Verpackung mit lilanen Akzenten beschmückt.
Viel ist auf der Verpackung nicht zu sehen, es werden die technischen Daten genannt und Bilder des Kühlers gezeigt.




Es kommt ein typisches Turmkühler-Prinzip zum Einsatz. Die Heatpipes transportieren die Abwärme ab und diese wird dann von dem Lüfter gekühlt.
Wie man sehen kann, verwendet Cooler Master hier 3 Heatpipes mit je 6mm Durchmesser, welche direkt auf der CPU, um genau zu sein auf dem Heatspreader, liegen. Das nennt man auch " Direct Contact Heatpipes ", denn eine klassische Bodenplatte kommt hier nicht zum Einsatz.




Der 92mm-Lüfter wurde komplett in schwarz gehalten und besitzt zudem eine blaue LED, welche im Betrieb leuchtet. Die LED kann nicht abgeschaltet werden. Die Montage des Lüfters ist sehr einfach: Dazu wird der Lüfter einfach nur an die Lamellen geklemmt, sodass keine Schrauben/Klammern oder des weiteren gebraucht werden.
Die Verarbeitung ist gut, wobei man natürlich am Material merkt, dass es ein etwas kostengünstigeres Modell ist. Unter anderem wurden die Heatpipes nicht vernickelt und die Unterseite besteht vollständig aus Kupfer.
Da der Kühler relativ geringe Abmessungen hat, sollte es überhaupt keine Probleme mit zu hohen RAM Bänken geben.



Im Lieferumfang befindet sich der Lüfter, Wärmeleitpaste (Gewicht und Artikelnummer unbekannt), eine kurze Montageanleitung und das Zubehör.




4.2 Thermalright HR-02 Macho REV.B

Sehen wir uns nun DIE Standardempfehlung im Mittelklasse Segment an. Der Macho ist mit einer der meist empfohlenen CPU Kühler.

Der Kühler befindet sich in einer schwarz gehaltenen Verpackung mit grünen Akzenten. Auf der Vorderseite sehen wir, dass Thermalright mehrmals den Hersteller des Jahres abgeräumt hat.
Auch hier bekommen wir den Kühler zu sehen und an den Seiten werden uns die Features und die technischen Spezifikationen des Kühlers nochmal aufgezählt.
Unter anderem verspricht Thermalright eine einfach Montage und eine geringe Betriebslautstärke.





Der Turmkühler besitzt 6 Heatpipes mit einem Durchmesser von 6mm.
Die Heatpipes sind alle vernickelt und hier kommt, anders als beim kleinen Hyper 103, eine Bodenplatte zum Einsatz. Die Heatpipes liegen also nicht direkt auf dem Heatspreader.



Die Optik und die Verarbeitung ist Thermalright wunderbar gelungen. Optisch finde ich den Kühler sehr ansprechend.
Außerdem wurde die letzte Lamelle schwarz eingefärbt, dass sollte vor allem Usern mit Sichtfenstern besser gefallen als noch beim Macho Rev.A.

Im Lieferumfang dabei ist der Lüfter, ein Schraubendreher, ein Y-Kabel, kleine Tüte mit Wärmeleitpaste, das Montagematerial und ein Thermalright Sticker:



4.3 Thermalright IB-E X2:

Kommen wir nun zum Flagschiff von Thermalright: Der IB-E Reihe.
Als ich den Karton aus dem Paket rausgeholt hab, dachte ich erstmal das mir Thermalright eine Umverpackung für Pressetester geschickt hat. Aber dem ist gar nicht so! Thermalright setzt hier auf einen ganz schlichten (unlackierten) Karton. Das ist aber für die meisten irrelevant. Hauptsache das Produkt kommt unversehrt an.


Da das Paket ganz schlicht in braun mit dem "Thermalright" Zeichen gehalten wurde, finden wir auch keine Spezifikationen oder Bilder. Das ist halb so wild, schließlich kann man dies per Google sofort herausfinden oder in die Anleitung schauen.



Das es sich um ein etwas teureres Produkt handelt, wird einem schon beim Auspacken bewusst. Wenn man den Kühler mit dem günstigeren Macho vergleicht, dann sieht man sofort: Der Archon bietet eine geringere Kühlfläche, obwohl er teurer ist. Ob sich die 25€ Aufpreis lohnen, werdet ihr später sehen.
Beim Archon IB-E X2 kommen 2 Lüfter mit je 140mm Durchmesser zum Einsatz. Thermalright verbaut hier nicht das selbe Lüftermodell wie beim Macho. Dieses hat ein anderes Lager, andere Drehzahlen und hat anstatt weiße, grüne Rotorblätter.

Thermalright verwendet ihr 8 Heatpipes mit je einem Durchmesser von 6mm.
Genau wie bei dem günstigeren Macho sind die Heatpipes vernickelt und Thermalright verzichtet auch hier auf einen direkten Kontakt der Heatpipes mit dem Heatspreader.




Die Verarbeitung ist hier ebenfalls sehr gut. Es kommt wertiges Material zum Einsatz und die Lamellen verlaufen sauber. Schön!





Thermalright legt in den Archon IB-E X2 folgendes Zubehör bei: Montagematerial, zwei Lüfter mit je 140mm Durchmesser, ein Y-Kabel(mit dem sich beide Lüfter zusammen regeln lassen), die Installationsanleitung, eine 4g Wärmeleitpaste(Chill Factor III), ein Y-Kabel und ein Gehäusesticker.


Warum hier auf den Schraubendreher verzichtet wurde, ist mir ein Rätsel. Zumindest beim Montieren des Macho, hat er sehr geholfen.


4.4 Noctua NH-D15

Der Noctua NH-D15 ist der größte Luftkühler in diesem Test. Dazu ist er mit einer der teuersten. Mit knapp 85€ Kampfpreis sollte er vor allem Overclocker ansprechen.
Nach dem sehr erfolgreichen NH-D14, hat Noctua vor knapp einem Jahr den Nachfolger rausgebracht.
Schauen wir uns zuerst die Verpackung an.
Diese ist für einen Luftkühler schon sehr sehr groß. Alleine dieses Merkmal lässt darauf schließen, das wir es mit einem richtigen Brocken zu tun haben!




Auf der Verpackung werden uns die Features und die Spezifikationen von dem Küher gezeigt.
Diese kommt mit braunen Akzenten, also der Farbe von Noctua, daher. Noctua verspricht mit dem Noctua NH-D15 exzellente Kühlung bei geringer Lautheit. Unter anderem sollen die RAM Slots vom Kühler nicht bedeckt werden. Das kann bei einigen klobigen Kühlern schon vorkommen.


Die Verpackung aufgemacht, strahlt uns der riesige Kühler an.
Auf dem ersten Blick ist der Kühler als typischer Noctua zu erkennen. Ein beiger Lüfterrahmen mit braunen Lüfterblättern kennzeichnet jedes Produkt dieser Firma. Der NH-D15 besitzt 6 Heatpipes mit je 6mm Durchmesser. Die beiden Lüfter haben eine Größe von je 140mm. Genau wie beim Thermalright HR-02 Macho und Thermalright Archon IBE-X2 sind die Heatpipes vernickelt und der Kühler besitzt eine Bodenplatte.


Noctua legt, für den Preis nicht sehr überraschend, das üppigste Zubehör bei.
Das Montagematerial von AMD und von Intel werden in getrennten Kartons mitgeliefert, sodass im Gegensatz zu den anderen Kühlern 3 kleine (Intel,AMD und Zubehör), anstatt 1 große Box mitgeliefert wird.




Als Zubehör legt Noctua einen Schraubendreher, eine 3g Wärmeleitpaste (Noctua NT-H1), zwei Low Noise Adapter, ein Y-Kabel und einen Sticker bei!
Das ist natürlich sehr üppig gehalten, spontan wüsste ich nicht was man bei einem CPU Kühler noch reinlegen könnte. Super!


4.5 Cooler Master Nepton 240M

Die Nepton 240M ist der einzige Kühler, der auf eine wassergekühlte Kühlung setzt.
Allerdings handelt es sich nicht um eine "echte" Wasserkühlung, wie einige User es bezeichnen.
Denn bei einer Kompakt Wasserkühlung ist das Kühlungsprinzip anders. Man hat sozusagen nur 3 Komponenten: Die Pumpe, den Radiator und den Kühlblock. Das Wasser leitet die Wärme in den Radiator, wo sie von den beiden Lüftern abgekühlt wird. Reservoir oder Ausgleichbehälter werden hier also nicht benötigt. Das Problem an Kompakt Wasserkühlungen ist nicht das sie schlecht kühlen, sondern das sie dies bei erhöhter Lautheit tuen. Die Kühlleistung ist mit einer echten Wasserkühlung natürlich nicht zu vergleichen.
Kommen wir nun zur der Verpackung:



Die ist, wie beim Hyper 103, mit lilanen Akzenten versehen. In der Mitte sehen wir den tatsächlichen Kühler abgebildet. An den Seiten werden uns die technischen Daten aufgezählt.
Cooler Master verspricht mit dieser Kompakt Wasserkühlung eine "extreme Kühlleistung". Angaben zur Lautstärke wird uns hier nicht genannt.


Optisch ist der Kühler einwandfrei. Man muss, außer die Lüfter auf den Radiator montieren, nichts weiteres machen.
Der komplette Kühler wurde in schwarz gehalten. Vor allem für User mit einem Sichtfenster am Gehäuse dürfte die Optik sehr interessant werden. Denn da alles relativ neutral gehalten wurde, kann man es mit anderen Farben kombinieren. Der "Cooler Master" Schriftzug auf dem Kühlblock leuchtet zudem in weiß auf.
Für die Schläuche wurde FEP ( Flour-Ethylen-Propylen) verwendet. Dies sieht nicht nur besser aus, sondern es fühlt sich auch hochwertiger an.


Mitgeliefert werden im Lieferumfang zwei Lüfter, ein PWM Y-Adapterkabel, Montagematerial, eine Installationsanleitung, der Garantieschein und eine kleine Tube der hauseigenen Cooler-Master Wärmeleitpaste.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kannst es mal mit SpeedFan probieren.

Aber warum will man den Temperaturschutz mit aller Gewalt umgehen?! :freak:
 
Ansonsten den CPU Lüfter nicht an den Stecker für CPU Fan sondern an einen Case Fan anschließen die sollten auf jedenfall unabhängig von der CPU Temp einstellbar sein.

@Bagbag
vermutlich um vergleichbare Ergebnisse zu haben, nützt ja nichts wenn alle Kühler gleich gut kühlen weil der Lüfter immer unterschiedlich dreht um eine bestimmte Temperatur zu halten.
 
Ich verstehe den Sinn nicht, läst du Prime95 jeden Tag laufen?
Aber um dein problem beim normalen Betrieb anzugehen,
man muss nur im Bios angeben das 100% Lüfter bei zb. 95C° ist und nicht schon bei 65C°.
 
Ok, jetzt verstehe ich zumindest den Sinn dahinter: den Vergleich mit einem anderen Kühler.

Aber warum nicht einfach schauen, welcher Kühler es schafft mit niedrigere Drehzahl des Lüfters bspw. 70°C zu halten.
Oder Drehzahl auf Maximum und schauen mit welchen Kühler ist die Temperatur geringer...
Anstatt die CPU in hohe (evtl. schädliche) Temperaturen zu bringen.
 
Falls du die CPU unbedingt schrotten willst nimm dir ne Bohrmaschiene und bohr die doch auf.
Oder bei 250°C in den Ofen schmeißen.
Hund drauf rumkauen lassen etc.

Wenn der Lüfter hoch dreht will er die CPU retten und dich nicht ärgern.
DEINE KÜHLUNG IST SO NICHT AUSREICHEND du musst sie verbessern.
 
Um hier mal auf die Panikmache einzugehen, bevor die CPU den Hitzetod stirbt schaltet die lange ab. Ich würde mir keine all zu großen Sorgen machen was das angeht. Server CPUs z.B.: laufen eigentlich immer an der Grenze der Spezifikation, welche für den i7 4770k bei 105° liegt meine ich.

Btw, warum schnallt man eigentlich einen i7 K auf ein H87 Board?
 
Zuletzt bearbeitet:
5. Testergebnisse und Testumgebung

Zum Einsatz kommt heute lediglich ein Testsystem. Allerdings sollte für jeden User was dabei sein!
Kurze Details zur Hardware:


1)


2)


3)


Ich werde den i7 4770k in drei unterschiedlichen Spannungsbereichen belasten.
Im ersten Szenario habe ich den Prozessor auf 1V undervolted. Das sollte jede Haswell CPU schaffen. Es gibt Leute, die den Prozessor nicht übertakten möchten. Für die ist diese Spannung optimal.
Das zweite Szenario mit 1.25V dürfte vor allem für "normale" User, die übertakten möchten, interessant sein.
Wie ihr vielleicht bemerkt habt, habe ich "normal" in Anführungsstriche gesetzt. Das hat einen recht simplen Grund: Höher als 1.25V sollte man einen Haswell nicht hochzüchten. Selbst wenn sich die Temperatur im guten Bereich befindet, ist es nicht sehr empfehlenswert höher zu gehen. Es belastet die CPU sehr stark und bringt euch dennoch keinen spürbaren Leistungsgewinn.
Dennoch gibt es Leute, die noch höher gehen möchten. Für die gibt es das dritte Szenario.
Dazu habe ich die CPU Spannung auf 1.3V angehoben. Das ist die maximale Spannung, die ich draufgeben würde. Für einen 24/7 Betrieb ist 1.3V auch nicht zu empfehlen. Aber es gibt ja dennoch welche, die sowas gerne ausprobieren würden.
1.35V habe ich mit Bedacht ausgelassen. Für einen Ottonormalverbraucher ist das schlichtweg irrelevant.

Wie man oben in der Tabelle sehen kann, kommt auch eine Grafikkarte zum Einsatz. Diese sollte die Testergebnisse überhaupt nicht beeinträchtigen, da die warme Luft nicht in sondern aus dem Gehäuse gepustet wird.
An alle User die keinen Haswell Prozessor haben: Ich habe eine kleine Tabelle erstellt, in denen ich die Leistungsaufnahme der verschiedenen Spannungsbereiche aufliste. Damit ihr sie mit eurem Prozessor vergleichen könnt, habe ich den ungefähren Verbrauch einiger CPUs nochmal gelistet:




Nebenbei sei gesagt: Die Kühlleistung hängt nicht von dem Verbrauch eines Prozessors ab. Da kommen andere Faktoren wie Größe etc dazu. Die Werte in der Tabelle sollen nur ungefähr der Orientierung dienen!


Als Netzteil kommt ein Corsair HX750i zum Einsatz. Das sollte Reserven für starkes Overclocking haben.
Als Wärmeleitpaste kommt die Arctic Silver 5 zum Einsatz.
Die mitgelieferten Wärmeleitpasten schlagen sich auch hervorragend, allerdings teste ich nur mit einer Wärmeleitpaste, da es sonst das Ergebnis verfälschen würde.

Kommen wir noch kurz zu den Lüfterdrehzahlen bei 25%, 50%, 75% und 100%.



Wie man sehen kann, stimmen einige Herstellerangaben nicht.
Beim Cooler Master Hyper 103 wird eine Mindestdrehzahl von 800 rpm angegeben, obwohl dieser schon bei 750 rpm anfängt zu drehen.
Beim Thermalright IB-E X2 läuft der Lüfter bei 543 rpm, obwohl er mit 800 rpm angegeben wurde.

Höhere Drehzahl heißt aber nicht gleich eine höhere Lautstärke. Wie man später sehen wird, drehen einige Lüfter zwar schneller, sind aber dennoch leiser als ihre Konkurrenz.

Was sehr erstaunlich ist: Den Thermalright Macho, den Thermalright IB-E X2 und die Cooler Master Nepton 240M kann man noch tiefer regeln! Vorausgesetzt ihr schließt den Lüfter nicht an den PWM Anschluss, sondern an die anderen Lüfteranschlüsse des Mainboards. Damit es nicht zu Missverständnissen kommt, hier ein Bild welches euch das ganze an einem Gigabyte H87 HD3 veranschaulicht. Der rot gekennzeichnete Lüfteranschluss ist ein PWM Anschluss und die blau gekennzeichneten sind die Non-PWM Anschlüsse:




Vor allem für Kompakt Wasserkühlungen dürfte das sehr hilfreich sein, wenn man die Pumpe sehr niedrig regeln kann. Denn diese sind oft nicht besonders leise.

Den Thermalright Macho kann man auf 20% Drehzahl runterregeln. Das resultiert in 240 rpm.
Die Cooler Master Nepton 240M kann man ebenfalls auf 20% Drehzahl runterregeln. Dies resultiert in 210 rpm.

Die absolute Mindestdrehzahl bietet der Archon IB-E X2 ! Diesen kann man auf 15% senken. Dann läuft der Lüfter mit 80(!) rpm. Ob das für eine gute CPU Kühlung sorgt, wage ich mal zu bezweifeln. Aber im Idle kann man den sogar so betreiben, die Temperaturen fallen mit 45° nicht sonderlich hoch aus.




Auf gehts!




5.1 Montage

Cooler Master Hyper 103:


Die Installation läuft wie bei der Nepton 240M ab. Daher werde ich mich etwas kürzer halten. Erst müsst ihr die mitgelieferten Schienen an den Kühler festschrauben. Dann schraubt ihr diese mit einer Schraube fest. Auch hier müsst ihr die Backplate hinten einsetzen ( mit den entsprechenden Löchern und den Brackets). Dann muss natürlich noch Wärmeleitpaste drauf. Der Kühler wird festgeschraubt. Fertig.


Thermalright Macho:

Thermalright setzt auf die selbe simple Lösung wie bei der ersten Revision vom Macho.
Die Installation mit AMD Prozessoren sind nahezu identisch, bei diesen muss man die Kühlerhalterungen des Kühlers entfernen, sonst ist die Installation gleich. Aus diesem Grund habe ich auf eine Intel- und AMD-Montageanleitung verzichtet.

Als erstes steckt ihr die im Lieferumfang enthaltene durch die Löcher der Backplate und macht sie mit Plastikhaltern ( ebenfalls im Lieferumfang) fest. Im Handbuch findet ihr die Löcher, in denen ihr die Plastikhalter klemmen müsst. Diese variieren von Sockel zu Sockel.
Nachdem ihr dies gemacht habt, kommt die Backplate an die Rückseite eures Mainboards.
Die Backplate hält nicht von alleine, daher muss man die Hand an der Backplate lassen und mit den vier mitgelieferten Abstandshaltern festdrehen.
Als nächstes muss man die Halterung auf die Abstandshalter legen und mit 4 Schrauben festziehen. Anschließend kommt Wärmeleitpaste auf den Prozessor.
Nun kommen wir zum Aufsetzen des Kühlers. Dazu nehmt ihr die mitgelieferte Querstrebe und setzt diese zwischen den Heatpipes des Kühlers. Diese Querstrebe wird anschließend mit der Halterung festgeschraubt und die Installation des eigentlichen Kühlkörpers ist vollbracht. Der mitgelieferte Schraubendreher kann bei der Installation sehr helfen, wenn man keinen magnetischen Zuhause hat.
Nun muss man nur noch den Lüfter befestigen. Dazu nehmt ihr die im Lieferumfang enthaltenen 2 Klammern und befestigt diese mit dem Lüfter. Fertig!


Thermalright Archon IB-E X2:

Die Montage des Archon läuft genauso ab wie beim Macho. Aus diesem Grund lasse ich die detaillierte Anleitung weg.


Cooler Master Nepton 240M:


Zuerst muss man ein eine Gummi Schicht auf den Radiator legen. Die sollen die Vibration der Lüfter dämpfen.
Danach werden die Lüfter mit 8 Schrauben an den Radiator geschraubt.
Nun solltet ihr den Radiator in euer Gehäuse unterbringen. Da es ein 240mm Radiator ist, sollte man eigentlich genug Platz haben. In meinem Fall wird der Radiator oben montiert.

Jetzt muss die Pumpe installiert werden. Zuerst bringt ihr zwei Schienen mit vorinstallierten Schrauben an die Pumpe dran.
Die Installation läuft dann wie folgt ab:
Mitgeliefert ist eine Backplate. Nun müsst ihr im Handbuch schauen, welche Löcher für euren Sockel sind.
Nun setzt ihr die Brackets so rein, dass durch das Loch die Schraube passt. Die Schrauben steckt ihr durch und die Backplate wird an die Rückseite des Mainboards befestigt.
Nun kommen auf die Schrauben Abstandshalter drauf. Zu guter letzt wird die Pumpe festgeschraubt und die Installation ist fertig. Natürlich darf man die Wärmeleitpaste nicht vergessen!



Noctua NH-D15:
Die Montage des Noctua ist wirklich sehr simpel gehalten. Da Intel(1150 etc), Intel 2011 und AMD Sockel eigene Backplates haben, muss man hier wenig machen.
Man setzt die Backplate hinten in das Mainboard rein, dann kommen die Abstandshalter drauf. Daraufhin kommen die "Schienen" drauf und werden mit den Schrauben festgemacht. Das wars. Jetzt muss nur noch Wärmeleitpaste auf den Prozessor aufgetragen werden und der Kühler wird dann festgeschraubt. Da noch ein zweiter Lüfter mitgeliefert wurde, könnt ihr auch diesen an den Kühler anbringen. Dies geschieht mit zwei einfachen Klammern und klappt problemlos. Für meinen Test verwende ich beide Lüfter, da ich das komplette Produkt teste.
Fertig!




5.3 Lautstärke



Cooler Master Hyper 103

25% Drehzahl
Hier arbeitet der Lüfter sehr leise. Dies hätte ich nicht erwartet, denn normalerweise sind kleine Lüfter deutlich lauter, da sie schneller drehen müssen. Als unhörbar stempel ich es aber nicht ab.

50% Drehzahl
Auch hier verhält sich der Lüfter laufruhig. Für Silent-Fetischisten könnte es dennoch hörbar sein.

75% Drehzahl
Bei höherer Drehzahl wird der Lüfter solang deutlich hörbar.
Hier ist der Lüfter definitiv hörbar. Als störend empfande ich das zwar nicht, aber es könnte definitiv leiser sein.

100% Drehzahl
Bei maximaler Drehzahl wird der Lüfter dann deutlich hörbar und leicht störend.

Insgesamt kann man hier aber sagen, dass der Lüfter leiser als der Intel Boxed Kühler arbeitet. Und dazu auch noch kühler, wie ihr später sehen werdet.



Thermalright Macho Rev.B

25% Drehzahl
Die Idle Lautstärke des neuen Macho hat mich absolut begeistert! In der Form habe ich sowas noch nicht erlebt.
Der Lüfter dreht mit absolut ausreichenden 300rpm. Das ist absolut nicht hörbar.
Ich habe alle Gehäuselüfter abgeknöpft und meine Festplatte nicht angeschlossen, selbst wenn ich mit meinem Ohr an den Lüfter drangehe kann man ihn nicht hören. Das ist vermutlich subjektiv, aber ich habe mehrere Leute testen lassen. Auch die kommen zum Ergebnis, das der Lüfter mit 300rpm nicht im Ansatz zu hören ist. Wohlgemerkt ist das bei nicht angeschlossenen Gehäuselüftern! Für diese Laufruhe hat sich Thermalright eine glatte 1 verdient!

50% Drehzahl
Bei 50% Drehzahl agiert der Lüfter ebenfalls sehr sehr leise. Wenn man die Seitenwand des Gehäuses aufmacht, hört man einen leichten Unterschied.
Wenn man normal auf seinem Arbeitsstuhl sitzt, ist der Lüfter nicht herauszuhören!

75% Drehzahl

Auch mit 75% arbeitet der Lüfter sehr laufruhig. Er ist, wenn man sich ganz genau darauf konzentriert, leicht herauszuhören!

100% Drehzahl
Selbst bei der höchsten Drehzahl verhält sich der Lüfter leise. Er ist ( bei geschlossenem Seitenfenster) etwas herauszuhören. Mit Musik oder Spielesound sollte der Lüfter nicht mehr zu hören sein.



Thermalright IB-E X2

25% Drehzahl
Hier hat Thermalright erneut sehr gute Arbeit geleistet.
Die Lüfter sind bei 25 % nicht herauszuhören und arbeiten ohne Nebengeräusche. Top!

50% Drehzahl
Mit dieser Drehzahl arbeiten die Lüfter leise, wenn auch nicht unhörbar. Wenn man sich genau auf das Geräusch konzentriert und kein Ton an hat, dann kann man die Lüfter leicht heraushören. Allerdings sollten die anderen Komponenten das Geräusch übertönen.


75% Drehzahl
Bei 75% Drehzahl ist der Archon ungefähr so laut wie der Noctua NH-D15 bei 75%.
In einem Silent System sind die Lüfter hörbar.


100% Drehzahl
Bei maximaler Drehzahl bin ich nicht zufrieden.
Dort drehen die Lüfter sehr weit hoch und sind auf jeden Fall hörbar. Als störend habe ich sie zwar nicht empfunden, aber bei einem sehr leisen System, könnte es einige stören.
Bei 100% ist die Lautstärke mit den Noctua Lüftern @100% zu vergleichen.



Cooler Master Nepton 240M


Die Lautstärke einer Kompakt Wasserkühlung zu beurteilen ist nicht einfach. Schließlich muss man 2 Faktoren bewerten: Die Lautstärke der Pumpe und die Lautstärke der Lüfter.
Ich werde beide getrennt beurteilen.

25% Drehzahl
Die Lautstärke bei dieser Drehzahl hat mich wirklich überrascht.
Sowohl die Pumpe als auch die Lüfter arbeiteten nahezu unhörbar. Mit geschlossenem Seitenfenster ist nichts herauszuhören.
Super!

50% Drehzahl
Bei 50% Drehzahl ist die Pumpe sehr leise! Die Lüfter drehen leicht auf und werden leicht hörbar.
Auch hier ist die Lautstärke nicht störend !

75% Drehzahl
Kommen wir nun zu einem der größten Kritikpunkte von Kompakt Wasserkühlungen: Der Lautstärke bei Volllast.
Die Pumpe ist selbst bei 75%, was wirklich sehr überraschend ist, leise. Sie ist, wenn man sich darauf konzentriert, leicht hörbar. Aber das ist alles andere als störend und im Alltag sollte man auch das nicht wahrnehmen
Aber die Lüfter..bei 75% drehen die sehr hoch hoch. Noch lauter als bei dem Noctua@ 100% oder dem Archon@ 100%.

100% Drehzahl
Selbes Bild, nur schlimmer: Die Pumpe ist leise und nur ganz leicht herauszuhören. Die Lüfter werden bei dieser Drehzahl definitiv störend und ich rate ab die Lüfter bei dieser Drehzahl zu betreiben.
Das gute an der ganzen Sache ist : Da die Pumpe selbst bei 100% leise ist, kann man die Lüfter einfach ersetzen und man bekommt eine leise Wasserkühlung. Top! Einziges Manko: Die AiO-Wakü ist mit 90€ nicht gerade billig und hochwertige 120mm Lüfter kosten auch um die 20-30€.
Ich empfehle die Lüfter bei 25 oder 50% laufen zu lassen. Dann sind diese auch relativ ruhig und man braucht nicht nochmal 30€ für Lüfter auszugeben.



Noctua NH-D15

25% Drehzahl
Man könnte denken, dass zwei Lüfter mit 140mm im Idle nicht leise sein können. Das stimmt ( wie man es auch beim IB-E X2 sehen kann) allerdings nicht.
Im Idle drehen Lüfter sehr leise und sind nicht hörbar. Sehr empfindliche könnten die Lüfter eventuell hören. Diese können die Lüfter per 3-Pin Anschluss noch tiefer regeln.

50% Drehzahl

75% Drehzahl
Bei einer Drehzahl von 75% verhalten sich die Noctua Lüfter etwas lauter als die des Macho.
Diese sind im normalen Betrieb zwar leicht hörbar, aber nicht störend. Bei einer Grafikkarte sollte das Geräusch nicht wahrnehmbar sein


100% Drehzahl
Hier merkt man, das Noctua nochmal das Maximum rausholen wollte.
Bei 100% Drehzahl werden die beiden Lüfter sehr laut und definitiv hörbar! Ich rate davon ab, die Lüfter bei 100% zu betreiben. Davor ist der Leistungsgewinn im Gegensatz zu 75% Drehzahl nicht der Rede wert.






5.3 Temperaturwerte

Schauen wir uns nun die Temperaturwerte der Kühler an! Fangen wir zuerst mit den Leistungswerten bei 1V an:




Wie man sehen kann, hat keiner der Kühler kein Problem den Prozessor in Spielen zu kühlen. Selbst bei sehr Prozessorlastigen Titeln wie Grand Theft Auto 5 oder Crysis 3 treten keine zu hohen Temperaturen auf. Bei diesen Einstellungen kann man den i7 4770k sogar mit dem Hyper 103 im Alltag extrem leise betreiben!




Bei Prime95, einem Einzelfall, sieht das Bild ähnlich aus. Die Temperaturen fallen logischerweise höher aus, sind aber dennoch unbedenklich.


Der stärkste Kühler bei diesen Einstellungen ist insgesamt der Noctua NH-D15. Danach kommt erstaunlicherweise der Thermalright Macho, ganz knapp gefolgt von der Cooler Master Nepton.
Der Archon IB-E X2 ist somit auf Platz 4.
Als letzter muss sich der Hyper 103 zufrieden geben. Für seinen Preis hat er sich dennoch sehr tapfer geschlagen!




Kommen wir jetzt zu einer anderen Hausnummer: 1.25V. Diese Spannung sollte man definitiv nicht unterschätzen und ich rate dazu, den Prozessor für eine dauerhafte Nutzung nicht höher zu züchten.





Hier kommt ein Kühler schon an seine Leistungsgrenze: Der kleine Cooler Master Hyper 103. Bei 100% Drehzahl könnte man den Prozessor sogar noch betreiben. So ein kleiner Kühler ist für solche Bereiche einfach nicht hergestellt worden. Ich habe den Kühler auch unter 1.25V ( 1.15V, also das womit ein normaler i7 4770k laufen sollte) betrieben und damit lief es problemlos und recht leise.
Nebenbei sei gesagt: Crysis 3 und GTA 5 sind sehr Prozessorlastige Spiele.

Die anderen Kühler schlagen sich soweit hervorragend und die Temperaturen sehen gut aus. Bis jetzt.





Ich kann das nicht oft genug erwähnen: Prime ist nur eine Extremsituation. So eine starke Belastung wird im Alltag nicht auftreten. Dennoch ist es interessant zu sehen, was die Kühler bei maximaler Belastung leisten.
Wie man sehen kann, schaffen es viele Kühler die Prozessor Temperatur im grünen Bereich zu halten.
Einzig der kleine Cooler Master Hyper 103 kommt mit dieser enormen Abwärme nicht klar und der CPU Temperaturschutz muss greifen.
Der Thermalright Archon kühlt bei 25% den Prozessor zwar kühler als der Macho, erkauft sich diese Leistung aber bei erhöhter Lautheit.


Auf Platz 1 stehen hier diesmal 2 Teilnehmer: Die Cooler Master Nepton 240M und der Noctua NH-D15. Fairerweise muss man sagen, das der Noctua mit 0.5 Grad besser abschneidet. Das ist aber nicht der Rede wert.
Platz 2 teilen sich erneut 2 Teilnehmer! Thermalrights Macho und Archon liegen beide gleichauf. Der letzte Platz gehört wieder dem Cooler Master Hyper 103.





Kommen wir nun zum letzten Spannungsbereich: 1.3V. Erneut rate ich davon ab, den Prozessor mit dieser Spannung zu betreiben. Auch wenn die Temperaturen im grünen Bereich sein sollten.




Bei Spielen haben die 4 großen Kühler absolut keine Probleme die Temperatur im grünen Bereich zu halten.
Der Hyper 103 ist mit dieser Abwärme total überfordert und läuft in die 100° Marke.





In diesem Spannungsbereich ist fast jeder Kühler total überfordert. Einzig der Noctua kann die Temperaturen bei niedriger Lautheit halten.

Platz 1 ist der Noctua NH-D15. Mich hat es wirklich überrascht, wie gut dieser Kühler mit der Abwärme zurechtkommt.
Auf Platz 2 ist erneut die AiO Wasserkühlung. Ganz knapp dahinter ist der Thermalright Macho, der mit 0.4 Grad dahinter ist.
Der vorletzte Platz geht an den Thermalright Archon IB-E X2.
Platz 5 geht erneut an den Cooler Master Hyper 103.


Gesamtergebnis: Temperaturwerte





5.4 Probleme im Alltag

Oft kann es zu Problemen mit CPU Kühlern kommen: Entweder ist der Kühler zu groß und die RAM Bänke werden blockiert oder die Grafikkarte passt aufgrund der Höhe nicht mehr rein.
Hier möchte ich kurz darauf eingehen, ob irgendwelche Probleme aufgetreten sind! Nebenbei sei gesagt, dass es oft vom Mainboard abhängt. Die Probleme beziehen sich also auf das Gigabyte H87 HD3.
Außerdem habe ich für diesen Test meine Grafikkarte auf den Arctic Accelero Xtreme IV umgebaut. Dieser Kühler ist aufgrund der Backsidekühlung ( erhöht die Karte nochmal um 2.5 cm) sehr hoch und könnte zu Problemen führen.

Cooler Master Hyper 103:
-Keine Probleme! Aufgrund seiner kompakten Bauweise gibt es keine Probleme mit RAM Bänken oder der Grafikkarte.

Thermalright Macho:
-Keine Probleme! Der erste RAM Slot wird gerade noch nicht bedeckt und die dicke Backsidekühlung des Accelero passt auch noch!

Thermalright IB-E X2:
-Ein Problem: Die RAM Bänke werden nicht bedeckt. Probleme mit dem Standardkühler der GTX Titan gibt es ebenfalls nicht. Allerdings passt der IB-E X2 nicht, wenn man den Accelero Kühler auf die Graifkkarte montiert hat.

Cooler Master Nepton 240M:
-Keine Probleme. Da die Kühlung sehr kompakt ist, kollidiert sie nicht mit der Grafikkarte oder den RAM Bänken.

Noctua NH-D15:
-Hier wird es extrem knapp. Einerseits muss ich loben, dass es absolut keine Probleme mit den RAM Bänken nicht. Noctua hat am Kühler Aussparungen vorgenommen: Daher passen auch höhere RAM Riegel. Bei der Grafikkarte kommt dann das kleine Problem: Mit dem Standardkühler gibt es keine Konflikte. Beim großen Accelero hingegen, wird es sehr knapp. Wenn man statt einer Lüfterklammer Kabelbinder verwendet, dann passt es. Ich finde, dass es für so einen großen Kühler beachtlich ist, dass es kaum Probleme gibt!


6. Fazit


Was lässt sich zum guten Schluss sagen?
Welcher Luftkühler passt zu welchem Anwender?
Fangen wir zuerst mit dem kleinsten Luftkühler in diesem Round-Up an:
Der Cooler Master Hyper 103 ist eine leise und kühlere Alternative zum Boxed Kühler. Mehr aber leider nicht. Dafür wurde er aber auch nicht konzipiert! Für Overclocking oder höhere Taktraten muss man eine Nummer größer kaufen.
Wem zB auf seinem Xeon der Boxed Kühler zu laut und ( vor allem im Sommer) warm arbeitet, für den ist der Hyper 103 für knapp 20€ eine perfekte Option!

Kommen wir nun zur Preis/-Leistungsbombe in dem Test! Der Thermalright Macho Hr-02 hat mich absolut überzeugt. Hier wurde ( teilweise) auf Optik oder Schnick-Schnack verzichtet. Das wichtigste sollte die Lautstärke unter Last und die Kühlleistung sein. Das wurde hervorragend gelöst. Man hat bei der Kühlfläche und beim Lüfter nicht gespart und für knapp 37€ einen Kühler konzipiert, der fast alles richtig macht. Absolute Kaufempfehlung für die Leute, die genug Platz im Gehäuse haben und nur auf pure Leistung und Lautstärke schauen. Ich bin mir sicher, dass man mit schneller drehenden Lüftern noch mehr Leistung herauskitzeln kann. Allerdings hat nicht jeder nochmal 15€, um sich einen stärkeren Lüfter zu kaufen. Für wen eignet sich der Kühler also? Für alle, die einen Kühler mit einem sehr guten Preisleistungsverhältnis suchen. Für "normale" Overclocker eignet sich der Kühler allemal, für noch höhere Taktraten und Spannungen muss man stärkere Geschütze auffahren. Denn bei 1.3V ist auch Schluss für den Macho.

Bei der oberen Bewertung zum Macho fragt man sich, warum man jetzt noch 30€ mehr für einen IB-E X2 ausgeben soll. Das habe ich mich zuerst auch gefragt, denn: Der IB-E X2 kühlt leicht schlechter und lauter als der Macho. Also warum den Archon kaufen? Nun: Nicht jeder hat den Platz, um so einen dicken Brocken wie den Macho im Gehäuse unterzubringen. Es ist beachtlich, dass Thermalright bei viel kleinerer Kühlfläche eine ähnliche Kühlleistung wie beim Macho hinkriegt. Mal davon abgesehen, dass die Lüfter höher drehen müssen.
Außerdem werden hier 2 Lüfter mitgeliefert, wenn man bedenkt das hier sehr hochwertige zum Einsatz kommen, ist der Preis vertretbar. Außerdem fühlt sich der Archon insgesamt wertiger an. Dennoch fände ich persönlich einen Preis von 60€ ansprechender.

Nun kommt die kompakte Wasserkühlung. Hat sie versagt? Ganz im Gegenteil! Cooler Master hat mit der Nepton 240M ein feines Stück Technik auf den Markt geworfen. Die Kühlleistung ist wirklich sehr gut und die Pumpe agiert auch ruhig. Bei der Lautstärke spiegelt sich die größte Problematik bei All-in-One Lösungen wieder. Bei Vollast arbeiten die Lüfter einfach zu laut. Cooler Master verbaut hier wirklich sehr hochwertige Lüfter, aber da diese hauptsächlich für den den amerikanischen Markt entwickelt wurden, ist das "normal". Das geht deutlich besser, Cooler Master! Ich halte es für sinnvoll und wahrscheinlich, dass der Hersteller kommende Netzteil-Reihen mit diesem hochwertigen Silencio FP Lüftern ausstatten wird. Mich hat das Ergebnis der Wasserkühlung wirklich überzeugt. Na klar: Bei der Kühlleistung hat sie es insgesamt auf Platz 2 geschafft.
Also die perfekte Option für ambitionierte Overclocker? Nicht ganz. Auch wenn hier mit Wasser gearbeitet wird, wird die Temperatur einer echten Wasserkühlung nicht erreicht. Das muss sie auch gar nicht, denn echte Wasserkühlungen kosten ungefähr das 3-4 fache.
Was kann man also verbessern?
1) die Lüfterlautstärke
2) den Radiator:
Meiner Meinung nach sollte Cooler Master auf einen größeren Radiator setzen, um die Kühlleistung zu steigern.
Aber reden wir nicht davon was wäre, sondern was gerade da ist.
Empfehlen kann ich die Wasserkühlung vor allem für Leute die nicht viel Platz in ihrem PC haben. Denn eine kompakte Wasserkühlung nimmt im Gegensatz zu großen Turmkühlern nicht viel Platz weg. Außerdem könnten Casemodder die LEDs auf der Pumpe gefallen.
Alles in allem ein sehr gutes Gesamtpaket! Toll!

Kommen wir zum guten Schluss zum Koloss namens Noctua NH-D15. Man kann das Fazit relativ gut zusamenfassen.
Wer das Maximum aus seinem Prozessor rausholen möchte, der muss zu diesem Monster greifen.
In jeder Situation bietet er eine hervorragende bis exzellente Kühlleistung und wird , außer bei 100%, nicht zu laut.
Wo andere Kühler in den kritischen Bereich kommen, kann der Noctua noch akzeptable bis gute Temperaturen erzielen!
Von der Kühlleistung bin ich absolut beeindruckt. Für Leute mit sehr stromhungrigen Prozessoren und Overclocking Ambitionen, ist es das perfekte Spielzeug.
Nicht umsonst hat sich der Noctua in der Disziplin ´Kühlleistung´ Platz 1 verdient! Es gibt von meiner Seite aus definitiv eine Kaufempfehlung.






Hier nochmal alle Punkte kurz zusammengefasst:












7.1 Testsystem:
i7 4770K@4.3 Ghz
Gigabyte H87 HD3
G.Skil 2x4GB 1600 Mhz
Enermax ETS T40 Black
GTX Titan
Corsair HX750i
Cooler Master CM Storm Stryker




8. Zukünftige Reviews: Vorschläge/Wünsche

Wenn ihr irgendwelche Wünsche haben solltet, dann könnt ihr mir gerne eine PN o.ä schreiben. Dann werde ich bei den jeweiligen Herstellern mal nachfragen. Grafikkarten sind nahezu unmöglich zu bekommen, aber ihr könnt ja sagen ob ihr lieber Kühler/Netzteile/Peripheriegeräte/Gehäuse etc interessanter finden würdet. Gerne könnt ihr auch genau das Produkt vorschlagen, was ihr gerne sehen würdet ( zB Cooler Master V-700 o.ä). Freue mich auf eure Rückmeldung! Schließlich muss das Review gut bei euch angekommen und interessant wirken.




Ich freue mich auf euer Feedback & möchte mich nochmal bei Cooler Master, Noctua und Thermalright bedanken!
 
Zuletzt bearbeitet:
Kartenlehrling schrieb:
Ich verstehe den Sinn nicht, läst du Prime95 jeden Tag laufen?
Aber um dein problem beim normalen Betrieb anzugehen,
man muss nur im Bios angeben das 100% Lüfter bei zb. 95C° ist und nicht schon bei 65C°.

Flare schrieb:
Falls du die CPU unbedingt schrotten willst nimm dir ne Bohrmaschiene und bohr die doch auf.
Oder bei 250°C in den Ofen schmeißen.
Hund drauf rumkauen lassen etc.

Wenn der Lüfter hoch dreht will er die CPU retten und dich nicht ärgern.
DEINE KÜHLUNG IST SO NICHT AUSREICHEND du musst sie verbessern.

Ja seid ihr des lesens und verstehen nicht mächtig oder wirklich so doof ?!
Lesen & verstehen und erst dann posten, oder es einfach sein lassen :)

@Songoku88 du könntest dir auch eine Lüftersteuerung kaufen und den cpu fan daran anschließen....Sollte nur keine mit drehpotentiometer sein, zwecks konstanter spannungen ( z.b. 5v 7v &12v biete meine an, war günstig (15€) https://www.alternate.de/Aerocool/F4XT-Lüftersteuerung/html/product/136043

Ansonten habe ich fast dein board und per hand kann man was Kartenlehrling vorgeschlagen hat leider nicht einstellen :o
 
Zuletzt bearbeitet:
Frage mich immer ernsthaft: Wo zu?
Wenn man einen Kühler sicher und absolut vergleichbar auf seine Leistung testen möchte, wäre es viel Sinnvoller dies nicht mit einer CPU zu tun (Turboboost, EIST, Hitzeschutz der VRMs können hier mächtig verfälschen) sondern mit einem regelbaren Heizelement. So das man typische TDPs wie 45W, 65W, 90W, 125W, etc... Einstellen kann und es egal ist wie heiß es wird. Denn so 230V Heizelemente halten gut mal über 200°C aus.

Die Test auf Basis einer CPU sind bei OC CPUs schon alleine deshalb ungenau da keiner garantieren kann das ein zweiter mit einer anderen, baugleichen CPU und dem baugleichen Board sie überhaupt reproduzieren kann.
So gesehen sind die diversen Schutzmaßnahmen wirklich zum Schutz da und nicht weil dem Hersteller gerade irgendwie öde war.

In dem geschilderten Fall ist es jedenfalls die Beste Lösung sich fixe Spannungen zu ersinnen und diese mit einer einfachen, analogen (3-Pin) Steuerung zu realisieren. Von diesen gibt es genügend am Markt oder man hat ein bisschen Spaß beim Löten und bastelt sich selbst eine ohne Spannungsdrop und mit über 30W Stabilität.
 
Songoku88 schrieb:
@kartenlehrling: Habe im bios nachgeschaut und da hab ich nichts gefunden. Ich guck mal morgen genauer.
Ansonten habe ich fast dein board und per hand kann man was Kartenlehrling vorgeschlagen hat leider nicht einstellen

Wenn man google liegt es wohl am Gigabyte Bios,
entweder ein Fan-program unter Windows wobei ich davon nicht viel halte oder
über ein Drehpotentiometer (6€) der in einer Slotbende gebohrt wird und so per Hand die Lüfter regeln.

Wenn die CPU-Cores einen Schwellwert im Bereich 75-80 Grad überschritten haben gehen die Lüfter gerne sprunghaft auf Max-Drehzahl.
Mit Extra Software rumzufummeln sollte nicht nötig sein ( und die Silent Option im Bios taugt auch wenig ... das ist es manchmal schon vorteilhafter 4-Pin CPU Lüfter auf Voltage laufen zu lassen.
https://www.computerbase.de/forum/t...e-mit-lueftersteuerung.1232699/#post-14257113
 
Candy_Cloud schrieb:
Frage mich immer ernsthaft: Wo zu?
Wenn man einen Kühler sicher und absolut vergleichbar auf seine Leistung testen möchte, wäre es viel Sinnvoller dies nicht mit einer CPU zu tun (Turboboost, EIST, Hitzeschutz der VRMs können hier mächtig verfälschen) sondern mit einem regelbaren Heizelement. So das man typische TDPs wie 45W, 65W, 90W, 125W, etc... Einstellen kann und es egal ist wie heiß es wird. Denn so 230V Heizelemente halten gut mal über 200°C aus.

Die Test auf Basis einer CPU sind bei OC CPUs schon alleine deshalb ungenau da keiner garantieren kann das ein zweiter mit einer anderen, baugleichen CPU und dem baugleichen Board sie überhaupt reproduzieren kann.
So gesehen sind die diversen Schutzmaßnahmen wirklich zum Schutz da und nicht weil dem Hersteller gerade irgendwie öde war.

In dem geschilderten Fall ist es jedenfalls die Beste Lösung sich fixe Spannungen zu ersinnen und diese mit einer einfachen, analogen (3-Pin) Steuerung zu realisieren. Von diesen gibt es genügend am Markt oder man hat ein bisschen Spaß beim Löten und bastelt sich selbst eine ohne Spannungsdrop und mit über 30W Stabilität.


Gut aber das sollen Realitätsnahe Tests sein, die dem Leser helfen sollen. Wie soll das bei einem Heizelement gehen?

@Kartenlehrling:

Ich probiere es mal vorerst mit Software, wenn das nicht geht muss ich sowas ja kaufen ;) Ich danke euch schon mal!
 
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