12x3 TB oder 5x 8 TB?

revx

Banned
Registriert
Aug. 2013
Beiträge
274
Hallo zusammen,

ich möchte den Speicher von meinen Backup-Server aufrüsten. Hier habe ich 12 freie Festplattenslots.

Als mögliche Konfiguration kommen für mich in Frage:
12x 3TB (WD RED) oder 5x8 TB (aus WD MyBook ausgebaut).
Bei beiden Konstellationen komme ich auf ca. 20€ pro TB.

Verbunden wird das ganze über Drive Pool zusammen mit SnapRide.

Bedeutet also entweder:
10x3TB = 30TB + 2x3TB Parität.
oder
4x8TB = 32TB + 1x8TB Parität.

Welche von den Zusammenstellungen würdet ihr präferieren?
 
5 Platten brauchen weniger Strom als 8.
 
Die Platten werden fast durchgehend im Sleep-Modus sein. Die SnapRide-Paritätsplatten nur bei Bedarf angeschlossen.
Die 8TB-Platten haben einen doppelt so hohen Standby/Sleep-Verbrauch als die 3TB RED.

Macht also 10x0.4W vs. 4x0.8W = 4W vs 3.2W

Vorteil bei 3TB: Bei einem einzelnen Plattenausfall verliere ich nur 3TB an Daten.
Bei den 8TB-Platten verliere ich bei einem einzelnen Plattenausfall 8TB an Daten.

Denkt ihr SnapRaid hat bei RAID6 mit 12 3TB-Platten oder RAID5 mit 5 8TB-Platten die bessere Chancen zur Wiederherstellung der Daten?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz klar die 8tb platten...

Wenn du in Zukunft aufrüsten willst kannst du einfach platten nachstecken.
 
Die 8TB natürlich. Irgendwann kommt der Zeitpunkt wo man aufrüsten muss - kenne das selber aus Erfahrung mit meinem Backupserver (und Hauptserver).

Übrigens: die ausgebauten HDDs haben nicht wirklich lange Garantie. Eigentlich gar keine, nachdem du die ausgebaut hast. Als Alternative würde ich die Seagate Archive 8TB nehmen. Ist ein paar € teurer, aber dafür mit Garantie.
 
Die Seagate sind aber SMR-Platten? Weiß nicht ob sich das gut mit SnapRaid verträgt.
 
In einem Test von NAS Festplatte hatte ich gelesen, die 3TB Modelle wären in der Regel langsam. Aber wer verläßt sich schon auf mein Gedächtnis.

Ich habe keine Ahnung, was ein WD MyBook ist, aber ich würde definitiv explizit NAS Platten mit 24/365 kaufen.

Ich würde auch von verschiedenen Herstellern kaufen. Nachdem einmal 3 HDs einer Serie innerhalb von 6 Monaten ersetzt wurden, verlasse ich mich nicht mehr auf die QS der Hersteller.
 
Ist ja kein richtiges Raid, sehe da deshalb auch keine Gefahr.
Ergänzung ()

RangnaR schrieb:
In einem Test von NAS Festplatte hatte ich gelesen, die 3TB Modelle wären in der Regel langsam. Aber wer verläßt sich schon auf mein Gedächtnis.

Es geht um ein Backupserver. Und langsam? Normalerweise limitiert immer das Netzwerk. Kaum jemand hat ein 10gbit Netzwerk am Start.


Ich habe keine Ahnung, was ein WD MyBook ist,

Externes HDD Gehäuse mit eingebauter Festplatte. 8TB davon sind günstiger als eine einzelne 8TB Platte. Aber beim Ausbau ist halt die Garantie futsch, weil man meistens das Gehäuse zerstören muss um an die Platte zu kommen.


Ich würde auch von verschiedenen Herstellern kaufen. Nachdem einmal 3 HDs einer Serie innerhalb von 6 Monaten ersetzt wurden, verlasse ich mich nicht mehr auf die QS der Hersteller.

Mumpitz, ist höchstens extremes Pech. In fast allen Servern der Welt sind keine gemischten Festplatten im Einsatz, sondern immer nur von einem Hersteller.
 
Ich würde immer auf die Variante mit weniger Platten setzen. Hauptaugenmerk liegt bei mir üblicherweise auf Erweiterbarkeit. Denn wie wir alle wissen sind 640kb für jeden genug und 5x8TB bekommt man nie voll.
 
revx schrieb:
Die Red sind nur für bis zu 8 HDDs in einem Gehäuse zugelassen, die frühen Modelle waren sogar nur für bis zu 5 freigegeben. Bei mehr als 8 sollte man die Red Pro, IronWolf Pro, HGST Deskstar NAS oder eben Enterprise Platte verwenden.
revx schrieb:
oder 5x8 TB (aus WD MyBook ausgebaut).
revx schrieb:
Bedeutet also entweder:
10x3TB = 30TB + 2x3TB Parität.
oder
4x8TB = 32TB + 1x8TB Parität.
Einfache Parity würde ich für so viele so große HDDs mit einer UBER von 1:10^14 nicht empfehlen.

Loopman schrieb:
Ist ja kein richtiges Raid, sehe da deshalb auch keine Gefahr.
Wieso kein richtiges RAID? Was passiert denn wenn eine der Platten ausfällt und dann beim "Rebuild" nach deren Ersatz ein Lesefehler auftritt?
Loopman schrieb:
8TB davon sind günstiger als eine einzelne 8TB Platte. Aber beim Ausbau ist halt die Garantie futsch, weil man meistens das Gehäuse zerstören muss um an die Platte zu kommen.
Die HDDs die WD im MyBook 8TB verbaut, gibt es einzeln nicht zu kaufen, wenn, dann wären es wohl Blue Modelle. Im MyBook Duo 16TB verbaut WD hingegen die Red 8TB, denn einfache Desktopplatten wie die Blue sollten eben nur als einzige HDD im Gehäuse arbeiten und da WD schon für die zwei HDDs in den MyBook Duo NAS Platten verbaut, würde ich vermuten das die 8TB in den MyBook noch schlechtere Spezifikationen als die Red haben, also noch weiter kostenoptimiert sind.

Letztlich musst Du das wissen und für eine ganze Zeit wird es ja auch laufen, nur meckere eben nicht über die Qualität der Platten wenn sie nicht die üblichen 5 Jahre Nutzungsdauer erreichen.
 
Holt schrieb:
Die Red sind nur für bis zu 8 HDDs in einem Gehäuse zugelassen, die frühen Modelle waren sogar nur für bis zu 5 freigegeben. Bei mehr als 8 sollte man die Red Pro, IronWolf Pro, HGST Deskstar NAS oder eben Enterprise Platte verwenden.

Es ist nur ein Backupserver, wo die Platten also nur zum Backup anlaufen. Für ein paar Minuten am Tag/Woche/Monat sollte es Wumpe sein, ob die NAS zertifiziert sind oder nicht.
Und in einem Snapraid, was ja kein richtiges Raid ist, wo also nicht alle Platten gleichzeitig rumrödeln, ist es ebenfalls egal.


Wieso kein richtiges RAID? Was passiert denn wenn eine der Platten ausfällt und dann beim "Rebuild" nach deren Ersatz ein Lesefehler auftritt?

Ob du da eine SMR Platte oder was anderes hast, macht in deinem Szenario keinen Unterschied. Die Probleme die er meint, könnte man in einem richtigen RAID bekommen.
Um das Rebuild sollte man sich aber immer Gedanken machen. Unabhängig von den verwendeten Platten.


Die HDDs die WD im MyBook 8TB verbaut, gibt es einzeln nicht zu kaufen, wenn, dann wären es wohl Blue Modelle. Im MyBook Duo 16TB verbaut WD hingegen die Red 8TB

Ein weiteres Problem bei diesen Platten: WD kann die Bestückung jederzeit ändern. Heute ist das drin, morgen was anderes. Ist wie eine HDD Wundertüte.
 
Loopman schrieb:
Und in einem Snapraid, was ja kein richtiges Raid ist, wo also nicht alle Platten gleichzeitig rumrödeln, ist es ebenfalls egal.
Wenn es Redundanz gibt, muss ja zumindest beim Schreiben mindestens auf zwei Platten geschrieben werden und wieso kommst Du überhaupt darauf das die Anzahl der Platten pro Gehäuse davon abhängt ob auf mehrere gleichzeitig zugegriffen wird? Manche HDDs auf die gerade nicht zugegriffen sind etwa gar keine Vibrationen?
 
Die Platten sind in externen 4 Bay-Gehäusen, die über eSATA angeschlossen sind.
Die externen Gehäuse sind an einer FRITZ!DECT 200-Steckdose angeschlossen. Die Festplattengehäuse werden also nur für jene Zeit eingeschaltet, in denen sie für ein Backup benötigt werden.

SnapRAID ist auch kein echtes RAID. Es erstellt ein partielles Backup des Disk-Arrays. Dieses Backup muss manuell angestoßen werden, entsprechend kann auch nur zu diesem Stand das Array wiederhergestellt werden - also keine RealTime-Parität. Im Gegensatz zu einem RAID, verliere ich bei einer fehlgeschlagenen Wiederherstellung nur die Daten der defekten Platte. Zudem kann man mit SnapRAID auch versehentlich gelöschte Daten wiederherstellen (bis zu einem gewissen Umfang). Das ganze läuft auf File-Level. Entsprechend werden die Platten einzeln über Bitlocker verschlüsselt, die entsperrten Platten mit DrivePool zu einer virtuellen Festplatte verbunden, und mit SnapRAID gesichert.

Es ist somit ein weiterer Backup-Mechanismus für mich, und bietet sich eben für ein Archiv mit großen Daten und wenig Änderungen an.

Edit: Eigentlich müsste es doch eine gute Idee sein, günstiger SMR-Platten für die Daten zu verwenden, und teurere RED-Platten für die höheren Schreibanforderungen der Parität-Platten?
 
Zuletzt bearbeitet:
Holt schrieb:
Wenn es Redundanz gibt, muss ja zumindest beim Schreiben mindestens auf zwei Platten geschrieben werden und wieso kommst Du überhaupt darauf das die Anzahl der Platten pro Gehäuse davon abhängt ob auf mehrere gleichzeitig zugegriffen wird? Manche HDDs auf die gerade nicht zugegriffen sind etwa gar keine Vibrationen?

Sorry, aber was faselst du da?

Die Red sind nur für bis zu 8 HDDs in einem Gehäuse zugelassen, die frühen Modelle waren sogar nur für bis zu 5 freigegeben. Bei mehr als 8 sollte man die Red Pro, IronWolf Pro, HGST Deskstar NAS oder eben Enterprise Platte verwenden.

Wenn die Platten nur in einem Gehäuse eingebaut sind, aber nicht in einem richtigen Raid laufen, dann ist es völlig Wumpe ob die "zugelassen" sind oder nicht.
Die Probleme kommen von Vibrationen wenn alle Platten in einem Gehäuse gleichzeitig laufen. Je nachdem sind die Platten dann unterschiedlich gut gegen die Probleme gewappnet.
Wenn aber jetzt nur 1,2 Platten gleichzeitig laufen und der Rest vor sich hin schläft, dann ist es halt total egal. Dann brauche ich theoretisch nicht mal die normalen RED und kann normale Desktop-Platten verwenden. Nicht beachtet sind jetzt alle weiteren Pluspunkte die diese Platten eventuell haben können (MTBF, Garantie, etc.)
 
Loopman schrieb:
Wenn die Platten nur in einem Gehäuse eingebaut sind, aber nicht in einem richtigen Raid laufen, dann ist es völlig Wumpe ob die "zugelassen" sind oder nicht.
Dies ist, wie so manches andere was da geschrieben wurde, nur deine Meinung. Da mir unterstellt wurde zu faseln, gehe ich nicht darauf ein.
 
Zurück
Oben