Bericht 4 Erkenntnisse: Wie Microsoft den Ruf von Windows 11 ruiniert hat

Cinquedea schrieb:
Windows 8/8.1? Was zur Hölle will man denn damit, das war schon immer Murks.
Für dich Murks, aber mein Lieblingswindows bisher - war damals auch Fan von Surface & Windows Phone, seitdem geht's ziemlich bergab.
Damals war Microsoft in dem Bereich noch innovativ und man hatte man noch das Gefühl, dass Microsoft mit Windows was bewegen wollte.
Danach kam Cloud & KI während Windows als Werbeplattform dafür herhalten darf (von einzelnen Ausnahmen wie WSL oder dem eingestampften WSA mal abgesehen).
 
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Schwachkopp schrieb:
Glaube das stimmt schon. Installiert man Windows, dann richtet sich Bitlocker von selbst ein und lädt dann auch den Schlüssel in den Account. Das ist ein relativ neuer Mechanismus. Wenn man es dagegen von Hand einrichtet, wird man gefragt (jedesfalls bei der Pro Version).
Das ist vor allem Editions-abhängig und gibt es schon seit Windows 10.

Bei der Home- bzw. EDU-Edition wird bei der Ersteinrichtung, sofern ein Microsoft Account zur Anmeldung genutzt wird, automatisch die Geräteverschlüsselung aktiviert, sofern das Gerät diese unterstützt (bei Windows 11 quasi immer, da hier TPM offiziell vorausgesetzt werden). Hiervon bekommt der Nutzer nichts mit bzw. hat keinerlei Möglichkeiten einzuschreiten und bspw. der Speicherung des Schlüssels im Microsoft Account (Cloud) zu widersprechen.

Die Umsetzung ist derart transparent, dass viele das gar nicht wissen. Oftmals merkt man es nur dann, wenn bspw. das Gerät nicht mehr startet und man sich an jemanden wendet der etwas mehr Ahnung hat und der einem noch erzählt, "Kein Problem, ich bau' die Festplatte aus und kopiere deine Daten runter"... bis dieser dann feststellt bzw. einen fragt, wie denn der Recovery Key lautet ;-)
 
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Ich persönlich muss zugeben, dass ich bisher eigentlich mit jedem Windows relativ gut klarkam, auch die vielgehassten Vista und 8. Ich bin auch bisher weitesgehend von Problemen bei 11 verschont geblieben. Dennoch muss ich sagen, ist seit 8 ein wenig der Ausrichtungs-Wurm drin. Der gescheiterte Touch Ansatz damals, und alles was danach kam, wirkte stets wie Versionen zwischen irgendwas, nur dass das Ziel sich ständig ändert, auf das man hinarbeitet, und deshalb nie fertig wird.

Wie lange sind die jetzt z.B. bitte dran, das UI Konzept, insbesondere die Systemsteuerung zu überarbeiten? Natürlich ist das nicht trivial, aber Windows 10 kam vor über 10 Jahren raus. Da ist jetzt echt viel Zeit vergangen, und noch immer wirkt das einfach unfertig. Und stets kommen neue Absurditäten dazu, siehe Kontext-Menü in Windows 11 auf der rechten Maustaste. Um das mal zu verdeutlichen, nehmen wir mal einen anderen 10 Jahreszeitraum: 1985-1995. Mit DOS 3.0 und Windows 1.0 ist man hier in 10 Jahren bis zu Windows 95 gekommen. In der Zeit wurden um die 3-4 unterschiedliche komplette neue UIs gebaut. Dass das nicht 1 zu 1 vergleichbar ist, ist mir klar, aber es unterstreicht den Punkt trotzdem. 1995-2005 hat man dann den Wechsel von DOS/9x zu NT vollzogen über 95/98/ME bzw. NT4/2000/XP, auch nicht trivial und bei 2005-2015 hatten wir immerhin Vista/7/8/8.1 dazwischen bis 10 jede Menge UI Overhauls. Und seit 10... kam 11. \o/

Dann ist es heavy wie sonstwas. Ansätze, Altlasen mal zu entfernen, werden dadurch zunichte gemacht, dass man da unfertige Features noch und nöcher reinkippt, angereichert mit allerlei Bloatware. Wenn man mal den Vergleich mit etwas anderem hatte, hat man immer das Gefühl, sich einen riesen Trümmer auf die Platte zu laden, ohne überhaupt etwas anderes installiert zu haben. Dass es dabei noch erstaunlich flott ist, ist tatsächlich ein Pluspunkt vor diesem Hintergrund. Aber diverse Entschlackungstools zeigen ja, dass es insgesamt doch dadurch gehemmt ist.

Ein schönes Beispiel ist Edge. Zuerst etwas eigenes, was nie richtig fertig wurde, dann ein Chromederivat, dass zu Anfang sogar in Sachen privacy Chrome schlug und jetzt nach ein paar Jahren Enshittification mag man das Ding mit der Kneifzange nicht mehr anpacken. Und dabei gab es eine Zeit, da habe ich den sogar unter Linux genutzt, auf die Gefahr hin, jetzt standrechtlich erschossen zu werden, weil er zu dieser Zeit einfach gut funtkioniert hat und schlanker als Chrome war. Heute hat Edge bei mir den IE Status: nur dazu nütze, einen anderen Browser zu beziehen und dann nie wieder anzupacken.

Ein weiterer Punkt sind Updates. Mal unabhängig von der fragwürdigen Qualität in letzter Zeit mit Tendenz nach unten ist es grausam, wie lange es dauert, sein System auf den neuesten Stand zu bekommen, wenn man es mal eine Weile nicht benutzt hat. Das geht woanders wirklich zackiger. Die kummulativen Udpates haben da zwar bzgl. Quantität geholfen, ändert aber trotzdem an dem gottlos lahmen Updateprozess über zig Quellen (Windows Update, Microsoft Store, Winget, Office Update, jede verdammte andere Software mit seinem eigenen verdammten Updater) nichts.

Abgerundet wird der Eindruck, ständig gegen das System anstatt mit ihm zu arbeiten, dass sich MS immer wieder mal auf's neue Überlegt, meine Augen mit knallweißen "Du hast da eine Einstellung aber nicht gesetzt!" Vollbildanzeigen zu malträtieren, die man irgendwann auch nicht mehr mit Alt+F4 abschießen konnte und sich irgendwann doch gegen anderslautende Einstellungen in der Systemsteuerung durchsetzten. Bei sowas denkt man ein wenig an "hey, LISTEN!!!" - Feen in so Spielen mit einem spitzohrigen grün-gekleideten Helden.

Auch stört mich diese Platzhirsch-Mentalität. In den allermeisten Fällen hat man ja den PC nicht bei Microsoft selbst gekauft. Trotzdem tut MS so, als gäbe es nichts anderes. Bei Mac kann ich das ja noch irgendwie verstehen, kommt doch da jedes System aus eigenem Hause. Dies ist bei PCs aber nicht der Fall. Und das ist noch immer mein PC! Jedes andere System spricht zudem von Haus aus mehr andere Protokolle, Dateisysteme etc. an bzw. bringt zumindest rudimentäre Unterstützung dafür mit. Bei Windows hat man darauf lange warten müssen, die Lage hat sich aber tatsächlich geringfügig gebessert. Auch WSL fand ich gut.

Die KI-Tools drängen sich mir noch nicht so auf, da mein PC glücklicherweise nicht als würdig erachtet wird. So muss ich nicht auch noch dagegen anarbeiten.

Das alles nervt irgendwo einfach schon unabhängig der Datenschutzprobleme. Stets entsteht der Eindruck, wäre ich jetzt ahnungslos, würde ich total ausgenutzt. Also mich nervt das. Da mag jeder eine andere Schmerzgrenze haben. Derzeit fristet es bei mir ein Nischendasein, und überlebt nicht zuletzt auch ein wenig durch meine Faulheit, auch wenn ich's kaum noch boote.
 
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Restart001 schrieb:
Die Performance von Windows 11 ist so für dieTonne, LinuxMint startet in der hälfte der Zeit.

Die Performance von Fedora ist für die Tonne. Windows 11 startet in der Hälfte der Zeit.
 
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Mir wäre es am liebsten gewesen wenn Windows 10 wirklich das letzte Windows gewesen wäre (ich weiß, das war nie was offizielles) das man je braucht und sich der Nutzer alles was man sonst an Neuerungen braucht oder glaubt zu brauchen dazupacken kann. Der Unterbau zu Win11 ist ja rein technisch nicht so verschieden.
Und das was man dazu haben will sollte nicht nur im Abo erhältlich sein sondern auch als Version zum einmaligen Kauf.
Der Zug ist ja theoretisch noch nicht abgefahren. Man könnte ja Windows 10 nehmen, dieses entschlacken bis auf einen optimierten Defender und Software-Verwaltung, es Windows X nennen und macht damit Privatkunden glücklich die da bestimmt auch gern ein paar Euro für ausgeben wollen bevor sie auf Linux wechseln. Dann können sich die Kunden das System verbasteln wie sie wollen haben ihre Privatsphäre und Programme nach eigener Vorstellung, haben dafür außer sicherheits-Updates wenig Support und Business-Kunden bekommen dann halt die andere Linie welche Microsoft jetzt aber allen aufzwingen will.
Ist ja nicht so das wir dieses schlanke handoptimierte Win10 nicht schon haben mit IoT Enterprise aber das zeigt doch das dafür ein Markt da wäre es gleich so herauszubringen.
 
Immerhin ist es von Microsoft konsequent, einen Holzweg, zu Ende zu gehen. :D
 
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mad999 schrieb:
UV funktioniert bei NVIDIA nicht, da der tolle Hersteller dies nicht freigibt.
Bei AMD kann man nur einen Offset vorgeben (z.B. -50mV).
Eine Kurve wie beim Afterburner gibt es unter Linux nicht.
Sxheisse.
Somit ist für mich Linux leider komplett raus.
Selbst mit einer Pv Anlage würde ich aus diversen Gründen eine GPU und schon gar keine big Chip GPU, ohne uv laufen lassen.

Ja schade, sehr schade. Und nein bei amd bekomme ich die Leistung nicht die ich benötige für über 11mio Pixel (wqhd tripple screen setup)
 
Es ist zwar völlig sinnlos, aber ist der, der die Frage "Mauszeiger ist zu klein" in den Copiloten eingetippt hat , zu doof dafür? Ich habe diese Frage in den Copiloten eingegeben, und habe die sofort die passende Antwort erhalten. Wenn man schon bashing betreibt, dann aber auch nachvollziehbar.
 
@yxcvb Naja, wenn du ein Ergebnis bekommst, der Typ aber nicht, dann zeigt es doch: Der Copilot verhält sich nicht vorhersagbar. Das ist in sich auch schon wieder schlecht. :freak:
 
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stefan92x schrieb:
Beckhoff läuft seit kurzem auch mit Linux (im September vorgestellt worden: https://www.beckhoff.com/de-de/prod...ysteme/c9900-s62x-c9900-s63x-cxxxxx-021x.html ), Wago hat schon seit Jahren Wago OS (was auch ein Linux ist).

Man sieht auch da durchaus Bewegung. Das ist ein enorm träger Markt, ich wäre aber nicht überrascht, wenn mittelfristig auch die Entwicklertools auf Linux laufen würden...
Ja ich hoffe da kommt irgendwann mal ein Umdenken. War letztens auf ner Automatisierungsmesse in DE und sämtliche Firmen haben immer geredet von Made in EU und Made in DE und ich habe mich gefragt, warum die keine Linux Lösungen anbieten. Aber schön zu hören das bei ein paar Hersteller es langsam was passiert.
Ozmog schrieb:
Nicht nur deutsche Hersteller.
Ich arbeite inzwischen als Medientechniker und da sind sehr viele Anwendungen für Programmierung Windows only. Dazu kommt natürlich noch, dass auch die Kunden zum Großteil MS365 und MTR-Systeme nutzen, also auch hauptsächlich Windows. Daher bin ich beruflich gezwungen, Windows zu nutzen. Und es läuft echt nicht sonderlich gut.

Die letzten Jahre hat die Qualität und Zuverlässigkeit von MS deutlich abgenommen, und nicht erst mit Win11. Ich bin in nicht einmal 5 Jahren vom Windows-Verfechter, ebenfalls eingebunden in Office/MS365 vorher sogar ne Zeit lang Windows Phone Nutzer und Surface-Tablet-Anwender, zum Kritiker geworden bis der Leidensdruck groß genug wurde, sodass ich mich Privat von MS getrennt habe.
Ja, alles hat seine Vor- und Nachteile. Echt klasse für dein Schritt des Wechsels auf Linux. Hatte auch schon paar mal überlegt, aber nicht weil mich Windows stört oder schlecht ist, sondern eher der unabhängigkeit und openSource Konzept. Nur leider hänge ich bei mein Hobby an Adobe Lightroom Classic, und es gibt keine Software auf dem Markt welches diese ersetzen kann. (Oder noch nicht entdeckt)
Denn die Katalog funktion ist das eine, aber die Plugin fähigkeit ist das was es zum unikat macht. Ich habe ein Plugin womit ich meine Fotos direkt mit meiner Wordpress installation Synchronisiere. Jede Änderung die ich mache wird in meiner Wordpress installation automatisch mit einen Klick angepasst. Das spart unmengen an Arbeit und Zeit.
MariaDocks schrieb:
Mir wäre es am liebsten gewesen wenn Windows 10 wirklich das letzte Windows gewesen wäre
Wieso streng genommen ist es immer noch Windows NT aus den 90zigern. DIe haben nie ein neues Windows veröffentlicht sondern nur Updates. https://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft_Windows_NT
 
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ReactivateMe347 schrieb:
Das liegt an der Hardware. Wenn Kernisolierung die Virtualisierungs-Beschleunigung nutzt, dann kann es nicht gleichzeitig auch VirtualBox tun.
Es kann sein, dass VBS durch das Upgrade (Re) aktiviert wurde.


Was meinst du mit Symbolleiste? Sowohl Quick Start als auch Systray sind doch da?!

Kontozwang und Bitlocker kann man umgehen (wobei ich bei Bitlocker nicht sehe, wieso man das wollen würde)
Unter WIndows 10 heißt es Symbolleiste da habe ich z.B. Networx drin unter Windows 11 fand ich da nichts zu.
Anscheinend gestrichen.
 
Super Artikel. Danke dafür.
Und der "Kommentar des Autors" unter ausgewählten Artikeln seit neustem finde ich auch toll.
 
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Ich finde die allgemeine Kritik etwas überzogen. Klar hats Macken, aber es ist ja nicht so, dass es unnutzbar wäre und mit Windows 10 (oder gar 8) alles besser war.
Ich kann aus drei verschiedenen Perspektiven meinen Senf dazu geben:

- Gelegenheitsnutzer, meine Eltern. Beide schon im Rentenalter. Der Wechsel von 10 auf 11 lief problemlos, nach 10 Jahren war der Laptop eh mal fällig. Ja ich habe dafür extra ein Microsoft Konto erstellt, da ich das OneDrive-Backup nützlich finde - der kostenlose Speicher reicht für die wichtigen Dokumente der letzten 25+ Jahre. Backup machen sie sonst eh nicht oder viel zu selten.


- Normaluser/Zocker, ich selbst. Schon vor Jahren auf Windows 11 gewechselt, mit ein paar Tools einige der Spionagefunktionen deaktiviert, passt. Weder beim zocken, noch arbeiten oder surfen macht mir Windows 11 Probleme. Die Copilot App kommt gelegentlich zum Einsatz, ist ganz nett, wenn auch kein Vergleich zu Copilot Pro. Einmal wöchentlich gibts eine Zockerrunde mit Freunden über Opentalk, die Aufteilung zwischen Windows 10/11 und Linuxusern liegt bei 50/50.
Die Windowsuser starten Spiel XY und sind direkt online, die Linuxuser müssen komischerweise immer wieder irgendwelche Einstellungen und Werte anpassen, damit sie spielen können. Nichts gegen Linux, aber darauf habe ich einfach keinen Bock. Ja, Komfort über totale Kontrolle und Privatsphäre. Steinigt mich.


- Poweruser/Arbeit, ich bin ein IT Admin bei einem Mittelständler mit rund 2.000 Mitarbeitern weltweit - etwa 1.400 haben einen User mit M365 E5 Lizenz (+ 200 Frontline Worker in den Werken)
Windows 11 in Verbindung mit Microsoft 365 hat die Arbeit unserer User und bei uns in der IT schon echt revolutioniert. Wobei das eher am Wechsel in die Cloud liegt, als an Windows 11 selbst.

Es ist halt alles aus einer Hand: OS, Kommunikationstools (Teams und Outlook), Kollaborationswerkzeuge (OneDrive und Teams) und der "dumme" Speicher (SharePoint). Alles abgesichert durch das große Defender-Paket und MFA natürlich.
Die ersten 100 Copilot Pro User lernen den Assistenten immer mehr schätzen, der auch laufend besser wird.
ERP, CRM, Bewerbermanagement im Personal, sogar das Brotzeitbestellportal authentifiziert sich sicher über Entra ID/Azure. Kaum noch jemand braucht zum mobilen Arbeiten einen VPN starten...

In den Besprechungsräumen stehen "Teams Rooms" Konferenzsysteme, die ebenfalls voll integriert sind - allenfalls 1-2 mal im Monat müssen wir vor oder während Besprechungen helfen, weil irgendjemand die Kamera nicht zum laufen bringt, oder nicht weiß, wie er präsentieren kann.

"Der Gast darf den Clickshare Dongle nicht anstecken, haben wir auch ein HDMI Kabel?" - Geschichte, hüpf einfach ins Teams Meeting in deinem Kalender und teile deinen Bildschirm. Teams kapiert automatisch, dass du in einem Teams Room hockst, und deaktiviert die Audiogeräte.

"Ich habe Kaffee über meinen Laptop geschüttet und jetzt geht er nicht mehr an" - kein Problem, hier hast du ein Ersatzgerät, meld dich mal da und da an und in einer Stunde hast du alle E-Mails und Files über OneDrive wieder lokal zur Verfügung.

"Mein Postfach ist bei 98 GB" - das räumt die Retention Policy im Nu auf und schiebt alles älter als 5 Jahre ins Onlinearchiv.

Ja, man macht sich da als Firma extrem abhängig von Microsoft und vom bösen Amerikaner, aber was wäre die Alternative? Wieder alles onprem? Nein Danke.

Wenn ich nur 5 Jahre zurück denke grausts mir. Jeder zweite der damals (gezwungenermaßen) zuhause arbeiten musste, hat den VPN nicht zum laufen bekommen. Entweder weil der ISP schei..e war, weil ein Hybridrouter genutzt wurde, (in Bayern auf dem Land ist DSL noch Luxus...) oder die Firewall vom Router geblockt hat. Ohne VPN keine Netzlaufwerke, kein Login am ERP-System (und zig weiteren), kurzum: keine Arbeit möglich.
Die Postfachgröße am lokalen Exchange war extrem limitiert (Normaluser 3 GB, hohe Tiere bis 10 GB), also musste ständig archiviert werden. Poweruser hatten irgendwann ein dutzend .pst Dateien, die natürlich regelmäßig korrupt wurden und über die scanpst.exe repariert werden mussten. Gibt es natürlich nicht mehr, Archivdateien öffnet Outlook gar nicht mehr.
Skype for Business konnte noch keinen persistenten Chat (für ein Jährchen in der Übergangszeit habe ich extra noch einen persistant chat server installiert...) und hatte nur rudimentäre Kollaborationstools.
Wenn die Firewall Spam/Phishing etc. nicht erkannt hatte - und die schaut ja auch nur auf den Header und kuckt sich Anhänge an - ging jeder Müll durch. Und wenn Otto-Normal-User auf einen verschurbelten Phising Link geklickt hat, haben wir nur davon mitbekommen, wenn es mal gebeichtet wurde. Keine "unusual travel" Erkennung mit automatischer Usersperrung, und natürlich auch kein MFA.

Man kann MS ja haten, und ja, es gibt Alternativen, aber das Gesamtpaket ist wirklich rund, sowohl für den normalen Anwender, aber vor allem auch für die Administratoren.
Sorry, dass das in einen Rant ausgeartet ist, der mit Windows 11 am Ende gar nicht viel zu tun hatte. :p
 
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Kuristina schrieb:
Das gibt es nativ für Linux und ist in der Anwendungsverwaltung von Mint mit drin. :)
Die Frage ist halt ob es VHD unterstützt und mit WIndows 98 und XP klar kommt dann könnte ich ggf. komplett umsteigen:) Danke
 
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wagga schrieb:
Unter WIndows 10 heißt es Symbolleiste da habe ich z.B. Networx drin unter Windows 11 fand ich da nichts zu.
Anscheinend gestrichen.
Unter -> Personalisierung ->Taskleiste (Rechtsklick Taskleisteneinstellung) gibt es den Punkt "Andere Taskleistensymbole", dort kann ausgewählt werden welche Symbole immer angezeigt werden sollen, wenn das entsprechende Programm (auch im Hintergrund) geöffnet ist. Man kann nur nicht mehr alle anzeigen mit einem Klick, was allerdings auch Overkill wäre (beim Arbeitsplatzrechner habe ich 34 mögliche Symbole zum einblenden).
 
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raychan schrieb:
Ja ich hoffe da kommt irgendwann mal ein Umdenken. War letztens auf ner Automatisierungsmesse in DE und sämtliche Firmen haben immer geredet von Made in EU und Made in DE und ich habe mich gefragt, warum die keine Linux Lösungen anbieten.
Das wundert mich, denn das passiert eigentlich relativ breit mittlerweile, dass Linux zumindest als Option kommt - aber eben stark fokussiert auf die Runtime, weniger auf Entwicklertools. Ich hab im Lauf der Jahre mit SPS von Eaton, Wago und Beckhoff gearbeitet, und alle drei bieten mittlerweile zumindest optional oder in einigen Geräten Linux als Embedded Betriebssystem an.

Generell kommt die ganze Geschichte mit dem Realtime-Linux auch schon aus diesem Umfeld (was nach zwei Jahrzehnten vor einer Weile ja endlich in den Mainline-Kernel aufgenommen wurde) und wurde federführend von der Linutronix GmbH aus Uhldingen-Mühlhofen geschaffen. Die Tatsache, dass das nicht mehr out-of-tree ist macht die Adaption von Linux als Automatisierungs-Runtime sicherlich auch nochmal einfacher. Und je mehr das so nutzen, umso größer wird sicherlich auch das Interesse daran, dann auch konsequent Linux als Entwicklungsumgebung zu nutzen.
 
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Corros1on schrieb:
Es geht mir nicht um Konzern-Anbetung, sondern um die Art, wie hier miteinander umgegangen wird.
Ja. Den Punkt sehe ich auch. Und ja. Es wäre wünschenswert, wenn man ein bisschen mehr auf der Sachebene bleibt und ein bisschen mehr sich aufs Thema fokussiert.

Corros1on schrieb:
Dass sofort die "Moral-Keule" kommt, sobald man nicht in die allgemeine Ablehnung einstimmt, ist genau die Toxizität, die ich meine.
Naja. Das Wort sympathisch kam von Dir. Ich meine, Du kannst dich schlecht über mangelnden sachlichen Diskurs beschweren und dann ein solches Wording an den Tag legen.
Daann solltest Du auch die objektive Sachebene vorleben.
Ansonsten sieht es halt doof aus.

Corros1on schrieb:
und genau das macht den Austausch über Windows eben so mühsam. Mehr wollte ich gar nicht sagen.
Ja. Ich bin da durchaus bei Dir. Und ich finde es auch gut, das Du das ansprichst.
Nur ich glaube nicht, das es hilft, wenn man das so polarisierend macht und vom "Linuxkritik ist Gotteslästerung" spricht, was man nicht kritisieren darf. Weil das führt ja genau zu den emotionalisierten Reaktionen, die man eigentlich vermeiden will.

Was sicherlich störend ist und sehr dazu beiträgt, das ein Austausch über Windows schwierig ist, ist die Tatsache das Linux-Befürworter im Windows-Forum "Werbung" für Linux machen müssen. Wobei da die Windows-Befürworter auch nicht soooo viel besser sind. :-)
 
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Bis auf den Kontozwang und Copilot kann ich mich über Windows 11 nicht beklagen.
 
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