MountWalker schrieb:
Ich hatte schon verstanden, was du sagen wolltest, entdecke nur keinen Sinn darin. Mein Schreibtisch ist 1,2 m breit und 0,8 m tief. Wenn ich diesen Schreibtisch durch einen Schreibtisch mit 2 m Breite ersetze, der auch 0,8 m tief ist, wieso müssen dann die Dinge, die ich in der Tiefe raufpacke, schmaler werden?
Der Vergleich hinkt aber etwas. Zum einen gibt's da eine perspektivische Verzerrung, du betrachtet deinen Schreibtisch ja von seitlich schräg vorn und nicht von frontal oben - wie du auf einen Bildschirm siehst.
Was ich damit meinte war: Bildschirme wurden/werden immer größer, vor allem aber eben auch breiter. Das bringt ja automatisch eine Erwartungshaltung von mehr nutzbarer Fläche mit sich.
Und durch das Aufkommen von Breitbildformaten ist der Zugewinn an Fläche vor allem in mehr Breite gewachsen.
Was eben - immer relativ betrachtet! - einen Gewinn oder Verlust an Höhe im Vergleich zur Breite wertvoller macht / mehr Gewicht verleiht.
Weil ja in der Höhe bei gleicher Zugabe/Entnahme von Pixeln prozentual gesehen mehr Gewinn/Verlust entsteht als in der Breite.
MountWalker schrieb:
Ja, ich weiß, dass es ein paar Leute wie dich gibt. Ultrabreitformat hört ja da nicht auf. Es gibt Monitore, die bilden das Sichtfeld von drei Breitbildmonitoren nebeneinander ab. Brauchst du da 800 Zeichen in einer Textzeile, damit du keinen Platz als verschwendet empfindest? Dass Text in begrenzten Absatzsäulen schneller lesbar ist, weil man nicht bei jedem Zeilenumbruch verrutscht, ist eine nicht neue Erkenntnis. CB hält sich hier ungefähr an eine Art Buchabsatzbreite. Zeitungen, die schneller gelesen werden, machen die Säulen noch deutlich schmaler, siehe c't. Deine Idee, dass Text unbedingt absolut variabel in der Breite sein müsse, um den Bildschirm seitlich voll zu füllen, ist Designguide von HTML1 bis HTML4, das ist keine "heutzutage sind wir aber modern" Empfehlung aus den 2020ern, sondern ein Designrelikt aus einer Zeit, in der die größte Desktop-Auflösung 1280*1024 px war.
Vielleicht hab ich dich da etwas falsch verstanden. Text auf einem UltraBreitbild mit bsp. 900 Zeichen Länge würde ich aus üblichem Schreibtischabstand auch ziemlich anstrengend zum Lesen finden.
Die von dir angegeben 300 Zeichen sind da schon eine ganz gute ergonomische Grenze, dem hab ich ja auch in keiner Weise widersprochen.
MountWalker schrieb:
Ich dachte, die zwei Klicks in der Menüleiste wären einer zu viel; wieso soll dann rumsuchen in der gesamten Prozesseliste einfacher sein?
Weil ich nicht manuell suche. Ich geb "fire" im Filter ein und bin direkt da, egal wie viel Prozesse laufen. ^^
Davon abgesehen bei häufigen Tätigkeiten/Aktionen ist natürlich prinzipiell jeder klick einer zu viel, das stimmt schon.
Aber nun kenne ich fürs Beenden ja Dank dir eine noch schnellere Variante. Also nochmal Danke für den Tip.
MountWalker schrieb:
Ja, da gilt andere Menschen, andere Vorlieben.
Und das war ja letztlich der Anstoß für die (wen auch was OT, trotzdem durchaus angenehme und inhaltlich bereichernde) Diskussion hier.
Dass ich mich an deiner absoluten Formulierung "Der Fehler kommt vom Microsoft-Windows-
Paradigmafehler, "Programme" und "Fenster" gleichzusetzen" gestoßen habe.
Es ist nun mal kein
Fehler - es ist einfach ein
anderer Ansatz. Kann man gut finden oder schlecht finden - es ist aber nicht objektiv falsch oder ein Fehler.
MountWalker schrieb:
Seit Windows 7 oder so funktioniert das einigermaßen, weil du in der Taskleiste zwei Klicks machst: Klick 1 auf die Fenstergruppe des Programms, Klick 2 auf das von dir gewünschte Fenster.
MountWalker schrieb:
Bei mir auch - naja, wenns nicht zu viele Fenster für einen virtuellen Desktop sind.
Ich denke, ich verstehe auch langsam deine Perspektive besser.
Für mich ist halt seit mind. 15 Jahren ein großer Schreibtisch und mindestens(!) 2 Bildschirme am PC mit Tastatur + Maus sowie Modifikation des default Standard Win Desktops auf meine Bedürfnisse der absolute Standard.
Darunter mach ich es nicht!
Wenn man natürlich - wie wohl ziemlich viele - nur wenig Platz hat. Nur einen Bildschirm, nur einen Laptop, nur einen kleinen Screen - am Ende gar sogar nur mit Touchpad und ohne Maus arbeitet
(in meiner Vorstellung das blanke Grauen - so stelle ich mir die Hölle vor ^^) - und trotzdem lieber klickt oder Gesten nutzt anstatt key Shortcuts - dann kann ich mir vorstellen, dass der von dir beschriebene Workflow unter macOS durchaus seine Vorteile mit sich bringt.
MountWalker schrieb:
Ich finde Alt-Tab halt langsam und "Windowstaste"-Tab schneller, aktive Ecke noch schneller und Mac Exposé oder Cinnamon mit entsprechender Konfiguration noch praktischer, wenn ich eben nicht die Übersicht über alle geöffneten Fenster öffne, sondern nur über die, des Programms. Der Windows Desktop hat ja viel dazugelernt seit Vista.
Ach das meinst du. Doch die Funktion gibt es unter Win tatsächlich schon lange (ich meine seit Win 7). Wenn man die Maus über das Symbol des Programms in der Taskleiste hält, erscheint direkt darüber eine live-preview nur der/aller Fenster/Instanzen, die zu diesem Programm gehören. Das nutze ich tatsächlich sehr häufig für den Wechsel zu Programmen mit mehreren Instanzen oder Fenstern. (hier mal bsp. meine derzeit 8 FF Fenster)
