Kunderico schrieb:
Das wird ja immer verrückter. Sollte sich das durchsetzen sind die Mondpreise noch länger auf dem Niveau und höher.
Weniger, denn das was jetzt passiert sind „Fluchtstrategien“, auch von NVIDIA. Dafür muss man aber sehr viele News zusammen ziehen und sich ein Bild machen.
1. NVIDIA zeigt plötzlich verstärkt in der Öffentlichkeit eigene KI-Modelle und betont dabei die „Offenheit“.
2. NVIDIA setzt sich für OpenSource Modelle ein.
3. Oracle hat 50.000.000.000 an Schulden für Hardware aufgenommen.
4. Mircosofts Free-Cashflow ist stark gesunken, obwohl Gewinne massiv gestiegen sind.
5. Mircosoft prügelt alle Sparten auf Profitabilität und setzt hier Zielnarkeb von 20 - 30 % Rendite!
6. Azure brummt aber warum? Weil hier Gelder von Mircosoft über OpenAi an Mircosoft geschoben werden.
7. OpenAI will an die Börse mit katastrophalen Zahlen.
8. Viele Firmen begrenzen KI wieder, weil die Effizient nicht im Einklang stehen mit den Kosten.
9. In Europa muss MS, Amazon und Google „Cloud“ mieten, damit sie attraktiv bleiben.
Ich könnte die Liste weiter führen. Hier beim Deal kommt mit dazu, dass hier die ROIs massive verschoben werden. Im Endeffekt. Wir reden hier von „Infrastruktur“, da sind sich alle Anleger einig, dass wir von ROIs von mindestens 10 Jahren und mehr schreiben.
Dazu kommt für NVIDIA noch der Druck von AMD, man wird es kaum glauben! Quasi alle gängigen AI-Frameworks haben in den letzten Jahren massive Bemühungen unternommen, hardwareagnoatisch zu arbeiten. Wir haben teilweise nun ein „Treibermodel“ in diesem Bereich. NVIDIA und AMD sowie Intel liefern „Treiber“ für die Frameworks. Dazu nun die Rackscale bei AMD. Mit einem Schlag hat AMD aufgeholt. 72 MI455X gegen 72 Blackwell. Der größere Server bleibt Wunschdenken bei NVIDIA zur Zeit.
Dazu kommt, dass man bei NVIDIA den „wissenschaftlichen“ Bereich quasi aufgegeben hat. AMD zeigt mit Mi455 und einem schon genialen Ansatz bei ihren WGP, dass man FP64 und FP4 „zusammen“ haben kann.
Open AI als auch Anthropic wiederum verhalten sich aktuell plötzlich ziemlich still, was einerseits mit der U.S.-Regierubg zutun hat, aber auch den „Skandalen“ mit Hacking von bekannten Seiten.
Die normalen „Investoren“ werden nervös, also sucht NVIDIA andere „Anlagenformen“, und wählt hier die, die langfristig investieren und gibt zudem absurde Sicherheiten.
NVIDIA ist klar, dass sie ihre Traummargen nicht mehr lange halten können und sie wissen ebenso, dass der Markt sich „drehen“ muss. Also wird mit dem, was sie jetzt machen, deutlich mehr „Planbarkeit“ gesucht und vor allem eine „gesündere“ Wachstumsstrategie. Denn die 500.000.000.000 werden nicht auf einen Schlag in den nächsten 1 - 2 Jahren fließen, sondern über einen deutlich längeren Zeitraum. Dazu kommt, dass NVIDIA nicht nur KI hier erwähnt, sondern bewusst auch Cloud allgemein wieder anspricht.
Es kann gut passieren, dass wir durchaus ab 27 beginnend und 28 wieder relativ normale „Preise“ erleben. Warum? Weil quasi aktuell alle Firmen „Exit“ Strategien suchen um ihre „getätigten“ Bestellungen zwar zu bezahlen, aber mit neueren deutlich vorsichtiger sind. Dazu kommt nun, dass hier Lebenszeiten von teilweise 3 Jahren nun auf 5 und sogar 10 Jahren bei den Abschreibezeiträumen. Mit den neuen „Rechenzentren“ werden nun sogar 15 und 20 Jahre „realistisch“.
Und das sind nur die „offensichtlichen“ News. Von denn strategischen Partnerschaften, die AMD eingeht, wollen wir nicht anfangen oder davon, dass NVIDIA nun bewusst „APU/SoC“ für Notebooks herstellt.
Fighter1993 schrieb:
Das Ende des Gamings ist damit wohl endgültig besiegelt.
Weniger, denn die Anlageform, die hier nun kommt, basiert auf Planbarkeit und „Geduld“. NVIDIA versucht hier langfristig sich Umsatz zu sichern. Gibt dazu massive Garantien.
Alles was sich aktuell andeutet und zeigt, spricht eher dafür, dass alle Firmen Mitte letzten Jahres ein „Game“ gestartet haben wegen ein paar „Tech-Gurus“ - u.a Altman - dass ihnen nun droht auf die Füße zufallen. Entsprechend sind die „Schaufelverkäufer“ aktuell die, die versuchen ihre Produktionen abzusichern, und zwar so, dass sie noch weich fallen. Und wenn man bedenkt was quasi Oracle, Mircosoft und Co auf „lagern“ haben GPU, CPUs und RAM, diese aber nicht anschließen können, habe. Aktuell quasi alle Firmen die Chance „noch“ mit möglichst wenig Schaden heraus zu kommen und genau das versuchen alle Beteiligten. Die Frage ist nur, ob andere Akteure - ich denke hier an Samsung, Micron und Co „rechtzeitig“ genug davon erfahren.