Cabranium schrieb:
Was haben den die ganzen grossen auf Lager liegen? Ich finde dazu nie zahlen, um das mal in verhältnisse zu gestopten und abgesagten Projekten zu setzen.
Genaue Zahlen wirst du da leider auch nicht finden - selbst wenn du dir mal ein "Inventar" ansiehst, siehst du die GPUs nur allgemein, ob die benutzt werden oder nicht, spielt in der Anlagenbuchhaltung leider erst mal keine Rolle.
Wie viele auf Lager liegen, kann man aus Interviews ableiten und durch "Insindergerüchte" - da wird quasi aktuell davon berichtet, dass jede GPU, die sie bei Nvidia kaufen ins Lager geht und dort wartet, bis sie verbaut werden kann und man redet nicht von der genauen Summe, sondern davon dass von Kauf, Lieferung und Installation mehrere Monate ins Land ziehen und teilweise schon die Jahresmarke geknackt wird - die Hardware liegt also circa 12 Monate von 60/72 Monaten "Lebenszeit". (Letztere sind die 6 Jahre, die nun MS abschreibt auf Server, was sie 2023 umgesetzt hatten von 3 Jahren vorher.)
Das Problem an der aktuellen Lage ist, dass gerade Oracle und Microsoft - also zwei der "Hauptreiber" - der aktuellen Nachfrage, einmal relativ sichtbar, die andere Firma eher hinter Finanztricks - gewaltig in Schieflage geraten, weil hier massive Wetten laufen. Und gerade Microsoft versucht aktuell alles um alle anderen Bereiche auf Profitablität zu trimmen und zwar auf eine Art, die man so von Microsoft gar nicht kannte - die haben sich ein paar Vorzeige-Projekte gegönnt, weil es durch satte Gewinne aus anderen Bereichen finanziert wurde.
Necareor schrieb:
Jeder einzelne Konzern, jede Bank, jeder Hedgefonds, in jedem Land dieser Erde mit genügend Kapital, sie alle investieren Unmengen in KI, in die Rechenzentren, in Energie…
Es ist ja nicht so, dass wir nicht genug Finanzkrisen hatten, die in ihrer Struktur ähnlich abgelaufen sind, die am Ende auch immer wieder dazu führten, Banken und Firmen kollabierten und Menschen am Ende - gerade die Mittel- als auch Unterschicht am Ende verarmten.
Nehmen wir mal die 1920er und die Weltwirtschaftskrise: Die Börse ist als neues "Hype-Instrument"-Entdeckt worden, Banken haben ohne Sinn und Verstand Menschen Geld geliehen für Aktienkäufe und Börsenwetten - Ende vom Lied war ein schwarzer Freitag und eine der größten Weltwirtschaftskrisen, die auch den Nährboden für den 2. Weltkrieg mit gelegt haben.
Oder nehmen wir die DotCom-Blase Ende der 90er, bei Banken und Investoren Kredite an Firmen vergaben, weil sie irgendwas mit Internet gemacht haben - und nein die Technik dahinter blieb erhalten. Am Ende hat es vorallem so einige Privatanleger getroffen.
Die Immobilienkrise von 2007/2008 ist da auch so ein Fall, in dem sogar relativ perfide Systeme dann griffen, da wurde Geld in den USA an quasi jeden verliehen, der ein Haus kaufen/bauen wollte und als dann die Bewertungen rein trudelten, dass die Häuser nicht so viel Wert waren, haben manche Banken bewusst entsprechende giftige Pakete mit utopischen Versprechen geschnürrt und ausgelagert.
Und was aktuell passiert? Wenn man sich die Bücher von Google, Amazon, Oracle und ebenso Microsoft ansieht, dann werden da teilweise alle möglichen noch legalen Register der Buchhaltung gezückt, bei der die Börsenaufsicht noch nicht das FBI vorbei schickt um alle Dokumente einzusacken. Das primäre Wachstum bei Microsoft in Azure-Cloud? Auf OpenAI zurücjk zuführen, Micrsoft betreibt hier zum Teil Zirkelzahlungen. Von Firmenkonto A zu Open AI um dann wieder auf Firmenkonto B gebucht zu werden. Teilweise werden hier Zahlungen sogar direkt als Gutschrift auf andere Konten gebucht als Guthaben von OpenAI beiu Microsoft für den Kauf von Rechenleistung.
Oracle hat "verbindliche" Zusagen zur Kapzitätmiete, nur verbindlich ist in diesen Phasen ein verdammt DEHNBARER Begriff.
Es gibt genug Wirtschaftsanalysten, die aktuell vollkommen in Panikgeraten, weil aktuell im AI-Markt jede Redflag überschritten wird und gerade MS, Oracle, Amazon und Google sowie ebenso Meta als der letzte große Player in diesem Bereich merken den Gegenwind auf den Aktionärsversammlungen und so manche Aufsichtsräte besinnen sich darauf, dass sie im Namen der Aktionäre handeln müssen, was es immer schwerer macht, diese Ausgaben zurechtfertigen.
Was Nvidia hier nun macht ist - wie richtig festgestellt wird - die Absicherung der Investitionen durch breitere Streuung. Gleichzeitig ist das für Nvidia jedoch auch die Exit-Strategie, um einem möglichen Knall möglichst sanft zu entkommen - wie geschrieben, wenn wir hier von Infrastrkturprogrammen reden, zu denen das werden soll, reden wir von ganz anderen ROI-Zeiten. Nvidia versucht mit diesem Investment den Druck vom Kessel zu nehmen, denn so wie es aktuell läuft könnte das Erwachen echt böse werden.
Und im übrigen ist das, was sich jetzt andeutet auch genau das, was ich als ein mögliches Szenario für diese Blase genannt habe: Man versucht es in ruhigeres Fahrwasser zu bekommen.