News 58 Prozent nutzen US-Mail-Anbieter: Proton warnt vor „gefährlicher Abhängigkeit“ von Big-Tech-Konzernen

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Andy

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Im Prinzip richtig, aber: Proton skizziert hier ein Problem und bietet quasi direkt die Lösung dafür an. Das ist letztlich nichts anderes als Werbung. 😅
Das ist in etwa so als ob ein Versicherungsanbieter einen Artikel schreiben würde dass der Klimawandel durch Unwetter das Eigenheim bedroht und eine Wohngebäudeversicherung einen dagegen finanziell absichern kann. 😵‍💫
 
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Wo waren die Deutschen IT Anbieter vor 10 Jahren? Da sind wir selbst in die Cloud umgezogen. Damals habe ich als verantworlicher Admin den Umzug begleitet den ein Dienstleistungsunternehmen durchgeführt hat. Bin jetzt im Ruhestand und frage mich ob die Entscheidung richtig war. Aus damaliger Sicht sicherlich.
 
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Es gibt halt kaum Alternativen.. Ich war auf der Suche nach einer Alternative für den Umstieg auf Exchange SE. Fazit: gibt kaum was, was nicht mit basteln zu tun hat. Lotus Notes ist tot und allen Usern was komplett anderes zu geben, funktioniert nur so semi..
 
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Generell sinkt das Vertrauen in US-Firmen, als zu unberechenbar gilt die Trump-Administration. Schon Regelungen wie der Digital Service Act (DSA) spielen nun in den Zollverhandlungen eine Rolle. In der EU-Kommission scheint das bereits zu wirken: Verfahren wie das gegen Google wurden gestoppt oder Strafen fallen milder als erwartet aus, was EU-Politikerinnen wie die Grünen-Abgeordnete Alexandra Geese als Einknicken vor der US-Regierung werten.
Zu teuer werden anscheinend Personal in der EDV befürchtet und zu viel Angst vor freien oder nationalen/europäischen Alternativen hat man noch. Dabei wird es längst Zeit sich unabhängig zu machen.
Die Angst vor BigTech hat ja selbst in den USA mittlerweile dazu geführt, dass man gegen Google vorgeht.
Allerdings ist man gescheitert, das gigantische Unternehmen zu regulieren.

Insbesondere bei Cloud-Diensten spielen allerdings auch US-Regelungen wie der als Cloud-Act bekannte „Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act“ eine Rolle, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Befürchtet wird: Die US-Regierung könnte damit einen Zugang auf sämtliche Daten einfordern, die US-Anbieter gespeichert haben – unabhängig davon, ob diese in den USA oder anderswo liegen.
Man muß ja als Firma und auch als Privatperson mittlerweile damit leben, dass die USA als fremder Staat zur neuen Stasi mutiert, während man auf der anderen Seite noch mit dem Finger auf China zeigt und behauptet wir wären dahingehend freier.
Ergänzung ()

SSD960 schrieb:
Bin jetzt im Ruhestand und frage mich ob die Entscheidung richtig war. Aus damaliger Sicht sicherlich.
Wenn das so kommt
Befürchtet wird: Die US-Regierung könnte damit einen Zugang auf sämtliche Daten einfordern, die US-Anbieter gespeichert haben – unabhängig davon, ob diese in den USA oder anderswo liegen.
Wären diese Lösungen gar nicht mehr DSGVO konform, also grundsätzlich nein.
 
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Vor allem seit dem Amtsantritt der neuen Trump-Administration stellt sich in Europa die Frage nach der Abhängigkeit von Big Tech und der digitalen Souveränität.
Nein, die Frage stellt sich schon seit Jahren. Jahrzehnten! Trump zerrt das Problem nur ins Bewusstsein und macht es in der Öffentlichkeit sichtbarer. Für mich ist das eine wichtige Unterscheidung, weil ich mir deswegen seit den 90er Jahren den Mund fusselig geredet habe und ich mich noch an zahlreiche Diskussionen aus der Zeit erinnern kann, inwiefern es dumm ist sich so von Microsoft abhängig zu machen. Damals war MS der Bossmob, heute ist es ja nur ein Boss in einer Bossarmee...

Benutze jetzt auch nicht zufällig seit 30 Jahre Linux, auch privat. Kann ich nur jedem empfehlen. Aber das nur am Rande.

Und dafür, dass Google ab 2026 bei Android nur noch sideloaded Apps von vollidentifizierten Entwicklern installierbar halten will kann Trump mal so überhaupt gar nichts. Das ist Google, und die waren eigentlich eher "demokraten-affin", weshalb man davon ausgehen kann, dass sie diesen Move auch mit Harris als Präsidentin gemacht hätten.

Und das ist ein ganz schöner Angriff auf die Freiheit zahlreicher Android-Anwender weltweit, der mMn sogar gegen hiesige Gesetze verstösst:

Denn wenn mir ein Hacker den Paketmanager meines OS so abschiesst/manipuliert, dass ich nicht mehr die Apps installieren kann die ich will und in Folge das Gerät nicht mehr so verwenden kann, wie ich möchte, dann spricht man da von Computersabotage. Zurecht strafbar.

Nur warum soll das dann in Ordnung sein, wenn ein Hersteller genau das Gleiche bei einem vor Ankündigung des Ganzen verkauften Geräts per "Wartungs-Hintertür" macht? Es ist und bleibt Sabotage von ich schätz mal über 100 Millionen Android-Geräten allein in der EU - dass es 99% deren Anwender nicht interessiert spielt überhaupt keine Rolle!

Entsprechende AGB und "Nutzungsbedingungen" können hier mMn keine Absolution erteilen, da erstens rückwirkend und zweitens auch überraschend. Ich hoffe, hier wird Google mal ordentlich in die Schranken verwiesen und holt sich eine blutige Nase!

Insofern ja, das Thema hat eine enorme Wichtigkeit, ich halte es aber für falsch und gefährlich, dass jetzt wieder am Thema Trump festzumachen. Das Ganze ist viel grundlegender, als es jetzt gedanklich mit einem "falschen Präsidenten, der ja Gott sei Dank in 3,5 Jahren abgewählt ist!" zu verknüpfen. Das ist ein Dauerthema, und man verkackt hier seit Jahrzehnten.

PS: Ich erinnere nur daran, wie München mal auf Linux umstellen wollte, und wie MS dann dort die Strippen gezogen hat um das Ganze auszubooten. Da war Trump noch Beauty-Contest-Hampelmann. Passiert ist nichts seit dem!
 
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Im privaten Umfeld benutze ich seit über 6 Jahren Mailbox.org und ich bin mit dem Dienst immer noch voll zufrieden. Google habe ich mittlerweile komplett den Rücken gekehrt und benutze bei Suchanfragen nur noch perplexity.
 
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SSD960 schrieb:
Bin jetzt im Ruhestand und frage mich ob die Entscheidung richtig war. Aus damaliger Sicht sicherlich.
Oft ist es auch einfach Compliance over common sense.
Es muss technisch nicht unbedingt ideal oder logisch sein, gerade im Konzern muss es halt der Versicherung und der Rechtsabteilung passen.
 
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Man muss sich einfach eingestehen, dass Europa die Cloud-Entwicklung nicht nur verschlafen, sondern sich auch auf der Entwicklungsleistung amerikanischer Firmen ausgeruht hat. In Amerika hat man vor 20 Jahren damit angefangen, die klügsten Köpfe mit den höchsten Gehältern anzulocken, um sowas wie AWS oder Azure zu entwickeln. Das ist nicht nebenbei aufzuholen, selbst wenn man jetzt massiv Geld rein pumpt. Dass Kubernetes öffentlich zugänglich ist und verwendet werden darf, bedeutet auch nicht automatisch, das Hans-Durchschnitts-Admin das Cluster aufsetzen und betreuen kann.

Ich sehe keine andere Möglichkeit, als Geld in die Hand zu nehmen und heute mit der Entwicklung einer europäischen Alternative zu beginnen. Also so, wie es mit dem Nextcloud Workspace gerade passiert.
 
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Was für ein Glück, das ich bei Proton ein Mailkonto habe. So bin ich verschont von Spam und all dem Mist den GMX&Co einem unterjubelt :)
 
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Das Problem ist halt: Die Win/Office/365-Welt läuft (meistens) stabil und Hand in Hand. Sie ist intuitiv bzw. über Jahrzehnte angelernt. Alternativen sind eher zerstückelt und User müssen sich einarbeiten und umgewöhnen und damit scheitert die Geschichte im Firmenumfeld.

Zweimal Probleme mit Nextcloud Talk gehabt -> Teams abonnieren. Eine Tabelle in LibreOffice sieht etwas komisch aus -> Office muss her. Ein Termin in ... ist verloren gegangen -> oh nein wir brauchen Exchange Online. Selbst in diesen sehr fraglichen Zeiten bzgl. US-Abhängigkeit läuft das noch so.
 
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Wäre schön, wenn das nur Mail betreffen würde.
Meist sind ganze Systemlandschaften betroffen.
(alles was z.B. MS an Diensten hat)

Wenn man dann abhängig ist, stehen Tür und Tor offen für:

Sabotage, Spionage, Erpressung, Verteuerung, schleichende aufweichung der Kundenrechte usw.

Fliz schrieb:
Fazit: gibt kaum was, was nicht mit basteln zu tun hat.

Warum basteln? Du suchst Dir einen europäischen Mailanbieter und erstellst ein Konto in der zentralen Verwaltung für jeden MA.
 
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Ich muss zugeben, dass ich mit weit mehr als 58% gerechnet hätte.
Da ziehen die deutschen Marken wie GMX oder web.de wohl doch noch.

Deren "Qualität" hat mich auch einst in die Arme der US-Unternehmen getrieben. Aber inzwischen zusätzlich mit Posteo auch lokal wieder beheimatet.
 
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Wobei sich einige Firmen auch echt mit Rum bekleckern, was tolle Cloud-Lösungen angeht.

Gibt einen Kunden, der früher sein eigenes Citrix-Serversystem für technische Unterlagen und Konstruktionsprojekte hatte. War den Entscheidungsträgern zu teuer.

Jetzt finden sich sämtliche virtuellen Konstruktionsumgebungen eben im AWS; die Berechnungen und Dokumente werden via Teams geteilt.

Gleichzeitig werden sämtliche Beteiligten dazu angehalten, Geheimhaltungsvereinbarungen zu unterzeichnen.

Genau mein Humor :D
 
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Ich gehöre privat zu diesen Irren die für ihren E-Mail-Account zahlen.
Posteo ist hier mein Freund.
 
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Das Problem ist doch, das keiner in den Entsprechenden Fachabteilungen sich mehr die Arbeit machen will.
Sehe ich jeden Tag auf der Arbeit.😒

Entweder weil sie sich vom Lohn her über den Tisch haben ziehen lasse (was häufig auch an fehlender Kompetenz liegt!), und deswegen nicht motiviert sind.

Oder sie zwar entsprechend der Verantwortung die mit dem Job einhergeht verdienen, Sie aber genau diese Verantwortung nicht tragen wollen. 🙄

Da ist es dann halt einfacher und bequemer alles nach Außen (MS und co. ) zu geben, dann kann man alle Verantwortung dahin abschieben.🤦‍♂️😒

Diese verstärkte Entwicklung dorthin, beobachte ich jetzt auch schon seit gut 30 Jahren. 🙄
 
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Ist sicher keine CB Werbung aber Proton sagt, dass man auf eine europäische Lösung setzen soll... Proton 😜
Das Europa nicht endlich zusammenspannt... wie naiv kann man sein... obwohl es ja alle wissen.

Ich bin komplett bei Proton und es ist noch einiges an Luft nach oben, vorallem Proton Drive.
Proton liefert gerade viel nach.
Wer Vorschläge hat oder den Status von geplanten, in Arbeit und in Abklärung befindlichen Projekten sehen möchte.
https://protonmail.uservoice.com/
 
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Das Problem sind doch weniger die USA sondern die vollkommen verrückten politischen Vorgaben der EU. Auf der einen Seite soll ein unabhängiges, sicheres, modernes Ökosystem entwickelt werden und auf der anderen will die Europäische Staatssicherheit am besten vollzugriff auf sämtliche Daten, Kommunikation , Standorte etc.
Mittendrin die Nationalstaaten, Lobbyismus, Korruption usw. Deutschland hätte lange einen Standard Behördenarbeitsplatz mit freier Software aufbauen können aber es geht um zu viel Kohle. Was würde der Große Bruder in den USA sagen... Deswegen auch die pseudo Lösung wie DSGVO oder privacy shield. Komplett lächerlich aber tief im Rektum der USA. Es wird sich nichts ändern, es ist wie sein soll.
 
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Ach echt jetzt wir befinden oder Manöveriren uns in einer Big Tech Abhängigkeit, das fällt den Jungs ja Früh ein, das schreibt mir eigentlich der Mozilla Newsletter doch schon sein 4 Jahre Wöchentlich.

Ich versuche weitestgehend das ganze zu umschiffen, privat als auch in der Firma, diese Cloudlösungen hören sich zunächst alle ziemlich Praktisch an, bis zu dem Zeitpunkt, wenn sie gehackt werden und Daten Abfließen dann ist Schluss mit lustig.

Ich hab beim Umbau der Firma gleich mit an einen Serverraum gedacht und wir speicher alles auf unseren eigenen Server da ist in den letzten 13 Jahren noch nie etwas weggekommen oder unbefugten zugriff passiert, und es ist DSGVO Konform was man von Microsoft 365 ja nicht behaupten kann, aber anscheinend interessiert das keinen.
 
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