Mobilfunk 5G vs LTE im Heimbereich

danfi88

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Hi,

ich bin kürzlich umgezogen und das Haus wird erst nächstes Jahr ans Glasfasernetz angeschlossen. So lange muss ich mit Internet aus dem Mobilfunk vorlieb nehmen. Jetzt war ich etwas geizig und habe mir einen 4G Router mit einem Homespottarif von Congstar geholt, weil ich der Meinung war LTE reicht übergangsweise aus.

Geschwindigkeitstechnisch habe ich in der Regel auch ausreichende 10-20 MBit/s anliegen, aber ich habe regelmäßige Gedenksenkunden, Wartezeiten und Abbrüche, vermutlich aufgrund des eher schlechten Empfangs.

Da ich damit jetzt aber bis Februar/März mindestens leben muss überlege ich doch einen 5G Router anzuschaffen und den Tarif auf 5G aufzustocken. Wäre mir damit geholfen, dass ich ein stabileres Netz habe? Die Geschwindigkeit dabei ist eher nebensächlich, es geht mir nur um die Zuverlässigkeit.

Ich habe da an einen ZTE MC801A gedacht, der günstig zu bekommen ist. Außenantennen kommen nicht in Frage. Es bliebe beim Empfang hinter einer Fensterscheibe.

Habt ihr dazu Erfahrungen?

Beste Grüße
 
Hi,

zunächst kannst du ja mal gucken, ob du überhaupt innerhalb von 5G-Netzabdeckung wohnst (bzw. inzwischen in einem der wenigen Flecke ohne).

Ansonsten, hat dein Handy 5G Empfang? Kannst das ja sonst mal an den PC stöpseln und Tethering aktivieren, um über das Handy zu surfen. Und dann vergleichst du über beide Lösungen mal Geschwindigkeit/Ping.

Oder ggf. hilft eine Umpositionierung des 4G Routers. Welchen 4G-Router hast du dir denn geholt?
 
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4g kommt tendenziell besser durch Wände / feste Materie.

Was im Detail besser ist kommt immer etwas darauf an welcher Anbieter es ist, welche Frequenzen genutzt werden und wie voll die zellen sind.
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TriceO schrieb:
Ansonsten, hat dein Handy 5G Empfang? Kannst das ja sonst mal an den PC stöpseln und Tethering aktivieren, um über das Handy zu surfen. Und dann vergleichst du über beide Lösungen mal Geschwindigkeit/Ping.
den weg geh ich gern wenn mir das lokalte netz nicht passt.
 
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Erstmal prüfen ob du überhaupt 5G hast bei dir.
Abgesehen davon, wäre dann zu prüfen ob du nicht ggf. eine Außenantenne benötigst.
 
Oh ja, das vergas ich zu erwähnen. Mit dem Handy habe ich 3-4 von 5 Balken 5G Empfang (ebenfalls Telekom) und auch über WiFi Tethering läuft es grundlegend besser. Aber ich habe hier mal im Forum gelesen, dass Handys an Masten erstmal bevorzugt behandelt werden.

Das LTE aufgrund der Wellenlänge besser durch Hindernisse kommt habe ich auch schon drüber nachgedacht, aber das Handy mit den Bauartbedingt eher kleinen Antennen schafft das ja auch ohne Probleme.

@TriceO Ich habe einen D-Link G403. Positionen habe ich schon alle durchprobiert.
 
LTE hat nicht prinzipiell eine andere Wellenlänge als 5G, meist wird sogar die gleiche Funktechnik genutzt. Es kann daher sein, dass Du mit 5G den gleichen Mast mit dem gleichen Signal wie mit LTE nutzt.
Wie aber bereits gesagt wurde lässt sich das alles nicht am grünen Tisch besprechen, Du kannst es nur ausprobieren.
 
danfi88 schrieb:
Aber ich habe hier mal im Forum gelesen, dass Handys an Masten erstmal bevorzugt behandelt werden.

Das LTE aufgrund der Wellenlänge besser durch Hindernisse kommt habe ich auch schon drüber nachgedacht, aber das Handy mit den Bauartbedingt eher kleinen Antennen schafft das ja auch ohne Probleme.
Weder das eine noch das andere ist richtig. Es gibt einen Unterschied zwischen Telekom Hybrid und dem Rest, aber nicht zwischen LTE-Routern und Smaprtphones. Das wäre gegen die Netzneutralität und von der Bundesnetzagentur nicht gestattet.
Es kann sein, dass dein Smartphone einfach das bessere Modem bzw. die besseren Antennen hat. Kannst du auslesen, welche Frequenzen du empfängst bzw. verwendest?

Ob 4G oder 5G hat nichts mit der Objektpenetration zu tun. Entscheidend ist die Frequenz, welche genutzt wird. Je niedriger die Frequenz, desto besser die Objektpenetration. Sowohl für 4G als auch für 5G gibt es mehrere Frequenzen, die parallel genutzt werden (können).

Bei der Telekom nutzt du generell 5G NSA, das bedeutet, dass deiner 5G Verbindung immer eine LTE-Verbindung zugrunde liegt, über die die verbindung gesteuert wird. 5G ist dann lediglich ein Performance-Booster. Es kann sein, dass durch die 5G Verbindung einfach mehr Kapazität zur Verfüung steht und dadurch die Stabilität der Leitung besser ist.
 
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Alles klar, ich war der Annahme, dass LTE grundsätzlich mit den geringeren Frequenzen funkt.

Da beides im Telekomnetz ist und das Handy (iPhone 13 Mini) von der Netzqualität dem Router deutlich überlegen ist, würde ich es dann einfach mal probieren und mir einen 5G Router irgendwo gebraucht holen. Die Option im Tarif kostet nur 3 € mehr, also ist es kein großes Investment.

Danke euch!
 
danfi88 schrieb:
Alles klar, ich war der Annahme, dass LTE grundsätzlich mit den geringeren Frequenzen funkt.
Bei der Telekom ist die niedrigste Frequenz 700MHz und diese wird tatsächlich mit 5G verwendet. LTE nutzt 800MHz und 900MHz (jetzt nur bezogen auf niedrige Frequenzen, gibt noch ein paar mehr). Der Unterschied zwischen den Frequenzen ist allerdings minimal, weil sehr ähnlich. Nicht immer sind aber alle Frequenzen am Mast vorhanden, daher kann es tatsächlich an manchen Stellen sein, dass LTE deutlich besser empfangbar ist, wenn kein 700MHz vorhanden ist.
 
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Die beiden Aldi 5G Router für je 99€ sind übrigens bisher nicht schlecht getestet worden.
Nutze aktuell den ZTE und der bringt sehr stabile Leistung, auch mit fremden Sim Karten.
 
Starlink ist keine Option?
 
Ich habe über viele Jahre das Mobilfunknetz als Ersatz für einen Festanschluss genutzt und werde evtl. auch wieder dorthin zurückkehren. Dabei habe ich durchaus einige (auch kuriose :D) Dinge erlebt und gelernt. Wäre ich in deiner Situation, würde ich mir erst einmal anschauen, wie die (mögliche) Empfang-Situation im Detail(!) aussieht. Dafür kann man z.B. cellmapper.net verwenden. Wenn dann klar ist, welche Sender-Standorte es in der Umgebung gibt und auf welchen Frequenzen diese funken, wäre der nächste Schritt, diese (möglichst die Kombination Kanal & Standort) für die Verbindung zu fixieren (bzw. wenigstens zu wissen, womit man gerade verbunden ist) und jeweils einzeln zu testen. Alleine das bewirkt manchmal schon Wunder.

Kleiner Schwenk aus der Praxis dazu: An meinem Wohnort habe ich in unmittelbarer Nähe drei(!) Sender-Standorte meines Providers, die allesamt auch noch auf Frequenzen eher niedrigerer Reichweiten funken. Trotzdem haben sich meine Geräte (weiß der Geier warum) unbedingt mit einem Standort in mehr als doppelter Entfernung auf LTE Band 20 (also in eine sehr große Zelle hinein) verbinden wollen. Die Folge war dann, dass zeitweise (zum Beispiel dann, wenn sich gerade der Schulunterricht in seiner Kernzeit befand) häufiger quasi gar nichts mehr ging. Sobald ich die Geräte in die unteren Bänder 1 bzw. 3 gezwungen habe, war die Performance ok.

(Ergänzung: Insofern trauere ich dem abgeschalteten UMTS etwas hinterher. Mir ist zwar klar, dass man die Frequenzen heute sinnvoller nutzt. Da diese Technologie in ihrer Spätzeit aber de facto niemand mehr nutzte, war ich von der Performance her gefühlt mit einer handvoll anderen Teilnehmern alleine in der Funkzelle. Da war der Workaround also noch viel einfacher. :p Ist aber im vorliegenden Fall keine Hilfe...)
 
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