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"60 Euro sind nicht genug für ein Spiel" - Ach...

Tod

Banned
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Es scheint, als könnten wir Spieler uns bald wieder auf was neues einstellen, was die Preiserhöhungen für Computerspiele betrifft.

Folgende Meldung hab ich bei JustGamers gelesen:
60 Euro im Schnitt kosten die Spiele dieser Generation, doch dies soll sich in der nächsten Generation noch ändern. Leider nicht zum Guten, denn die Spieleproduktion verschlingt laut Activision immer mehr Geld. So werden die Spiele um bis zu 10 US Dollar teurer, was schon ziemlich viel ist und die 70 Euro Marke in einigen Fällen zu Fall bringen wird.

Schwachsinn, meine ich. Sicher kosten die Spiele ob Ihrer zunehmenden Komplexität immer mehr in ihrer Entwicklung. Die Frage ist aber, ob solche Publi$her nicht vielleicht irgendwo einen Geldhahn riechen, den man aufdrehen kann. Mich erinnert das langsam an die Krankenkassen. Hä? Jaja... dort verdienen sich die Bosse blöd und bekloppt und die ineffiziente Verwaltung kostet Milliarden, aber die Beiträge werden erhöht. So oder so ähnlich könnte das bei den Spieleherstellern auch sein.

Ich meine jedenfalls, solch eine Entwicklung ist bedenklich. Denn es öffnet zweierlei Dingen Tür und Tor, die sich bedingen dürften und das eine kausal für das andere ist: Mehr Software-Piraterie und mehr Steam-artige Software.

Nein Danke.
 

Kim

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wenn die spiele immer teurer werden, bekommen p2p dienste nen mords ansturm is doch klar, mal nachgedacht, dass in Asien ein Originalspiel nur max 30€ kostet und hier wir Deppen schon knapp 60€ zahlen? Find das echt ne Frechheit!
 

Shir-Khan

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Das wäre wirklich eine Schweinerei! Aber ich könnte mir auch vorstellen, daß die sich damit ins eigene Fleisch schneiden, sofern die Preiserhöhung wirklich kommt. Denn dann werden es sich einige Gamer zweimal überlegen, ein Spiel zu kaufen, anstatt es illegal zu saugen oder aus der Videothek zu kopieren.

Ich werde mir jedenfalls kein Spiel kaufen, daß 70 € kostet. Bei 45 € ist für mich die Schmerzgrenze erreicht. Da warte ich dann lieber auf Low-Budget oder kaufe es gebraucht.

@ Kim: Ein Freund von mir war letztens in China und hat dort FarCry für 3 € gekauft. Keine Raubkopie sondern absolut original.
 

Dope4you

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Die Firmen sollten sich weniger Gedanken darüber machen wie sie den Kunden noch mehr Geld aus der Tasche ziehen können sondern lieber Spiele auf den Markt bringen die dann auch laufen.

Neustes Beispiel sind Act of War, Silent Hunter 3 und Brothers in Arms-- bei allen 3 Spielen kamen nicht mal 1 Woche nach der Veröffentlichung Patches heraus-bei Act of War sogar 4 Tage VOR der Veröffentlichung. Nicht das die Spiele nicht laufen, aber ich bin der Meinung wenn ich 45-50 Euro für ein Spiel ausgebe sollte es auch ausreichend getestet sein-bei dem ersten Patch nach 2-3 Tagen bin ich mir da dann nicht soooo sicher, daß hier ausreichend getstet wurde.

Und auch bei der Verpackung sollte man wieder etwas mehr bieten als nur ne DVD Hülle und ein 3 Seiten Handbuch-- In diesem Fall sind ACT of War und Silent Hunter3 schon die richtige Richtung. Zwar ist es immer noch die DVD-Hülle aber die Handbücher sind OK und die Kartenbeilage ist auch mehr als andere Spiele bieten.

Also liebe Spieleindustrie beseitigt doch erst mal die Mängel bevor Ihr ans Abkassieren denkt
 

Acrylium

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Die wollen halt erst mal testen ob die Leute diesen Preis zahlen würden. Es gab' schon mal eine Zeit da haben Spiele rund 150,- DM gekostet, das war kurz vor der Einführung der CD als Speichermedium und dem Erscheinen von "Rebel Assault". Interessanterweise haben die Leute auch damals diese Preise bezahlt.

Heute verdiene ich zwar weit mehr als damals, würde aber dennoch nicht mehr als 50,- Euro für ein Spiel bezahlen.
 

sverebom

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Als Konsolen noch mit Modulen statt mit CD/DVD versorgt wurden, haben Games (SNES) bis zu 150 DM und teilweise mehr gekostet. Neo Geo Module haben gar teils über 400 DM gekostet. Dies lag an den recht teuren festspeichern, auf denen die Spiele gespeichert wurden. Gekauft wurde trotzdem wie bekloppt und dies, im Falle von SNES und Mega Drive, überwiegend von Teenagern.

Ich befürchte also, das sich die Preise durchsetzen werden.
In diesem Falle empfinde ich es aber auch als Frechheit, für Pfennigprodukte (man vergleiche Hertsellungskosten einer DVD nebst Hülle 10-Seiten-SW-Anleitung mit den Kosten für EEPROMs damaliger Modulspiele. Ich rede nicht von dem Spiel selber.) solche Preise zu zahlen, vor allem wenn es sich um ein Spiel handelt, das nach einmaligem Durchspielen (meist innerhalb einer Woche) keinen Anreiz bietet, es nochmal zu spielen (was heute ja fast schon die Regel ist). Dann kommt noch hinzu, das die Produkqualität meist nicht stimmt und man teilweise Monate lang damit beschäftigt ist, Patches nach zu installieren, um ein halbwegs spielbares Spiel geniessen zu können.

Letzteres war ja bspw. bei Sacred der Fall. Ich wollte es haben, hab es mir aber erst einmal nur ausgeliehen und musste fest stellen, das dermaßen verbuggt war, das ein kauf nicht lohnte. Nun habe ich es mir in der Plus-version noch mal ausgeliehen und jetzt ist es auch vernünftig spielbar. Nächste Woche, am Erscheingstag des Addons, der zugleich mein Burzeltach ist, werde ich es mir endlich kaufen ... ein Jahr nach dem Stichtag. Wäre Ascaron in der Zeit Pleite gegangen, dann hätte mir dies leid getan, aber ich bin kein Sammariter, der unfertige Produkte kauft um ein Unternehmen vor dem Aus zu waren. Ich erwarte saubere Arbeit und für die zahle ich dann auch gerne.
 

Sir_Sascha

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die denken auch, alles wirdteurer, also erhöhrn wir auch. Sicher ich kann es nach vollziehen, daß auch die Produktionen teurer werden weil auch teilweise aufwendiger. Aber einen Preis von über 50€ ist bei vielen Spielen nicht wirklich gerechtfertigt. Viele Spiele haben einfach unmengen an Bugs. Man erinner sich mit Schrecken an Söldner. Wollte es eigentlich haben, habe mir die Demo gezogen installiert und ein paar Minuten gespielt. Was mir dabei an Bugs (Grafik / Logik) untergekommen ist, hat mich von dem Spiel abgeschreckt. Zumal erst zig Patches ein halbwegs spielbares Spiel hervor brachten.
Auch muß man bedenken, das Spiele überwigend für die Jugend gemacht sind und diese nicht immer so viel Kohle in der Tasche haben um sich ein Original zu kaufen. P2P wird sicher dann noch mal einen Ansturm bekommen.
 

Fr34k.2

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Für 70 Euro kauf ich mir doch kein Spiel. Da verkauf ich meinen Rechner und surfe mit nem 200MHz Teil im Inet, das kostet mich dank Telekom ja schon ein Vermögen :lol:
 

GaBBa-Gandalf

The Overclocker
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dadurch wird mehr raubkopiert.....
 

honkitonk

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ich bin der meinung, dass die spiele zwar komplexer geworden sind, aber auf der anderen seite stehen die vielen bugs, und auch die verwendung von fertigen engines. selbst topaktuelle games bedienen sich zum teil bei schon seit längrem existierenden engines. also 50€ sind die obergrenze, aber dann erwarte ich nen hamergame ohne schwerwiegende bugs. kleinere bugs können durchaus passieren, da habe ich verständnis für.
 
?

"?"

Gast
Tja da müssen die Spielehersteller lernen zu wirtschaften. Der Porsche als Firmenwagen muss nicht sein.
40€ für ein Spiel reicht! Alles andere ist P2P fördernt.
 

Spania

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Zitat von Tod:
Sicher kosten die Spiele ob Ihrer zunehmenden Komplexität immer mehr in ihrer Entwicklung.

Die Spiele kosten vllt mehr in ihrer Entwicklung, jedoch werden auch viel mehr von diesen Spielen abgesetzt, da jetzt so gut wie jeder eine Konsole/ nen PC hat, nicht so wie vor Jahren als nur die "Freaks" nen C64 oder ähnliches hatten (Ich gestehe, ich war und bin ein "Freak" :D). Das ist in meinen Augen pure ABZOCKE!
 

powerhawk

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Es liegt doch nur an "Euch": wenn keiner zahlt, wirds billiger. Wenn alle wie die Irren dahinter herrennen, kann sich der Programmierer und Publisher doch jede Idiotie erlaube (bestes Beispiel: HL2 mit Online-Zwang).

Also nicht auf die Hersteller schimpfen, sondern einfach vernünftig handeln (auch wenn man das Spiel dann vielleicht erst 1-2 Monate später bekommt)...
 

marxx

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Hmm. Käme darauf an, was die Hersteller mit dem Geld machen. Wenn ich dafür mehr Qualität bekomme, bin ich grundsätzlich immer bereit einen geringfügig höheren Preis zu zahlen - oder ich warte halt solange, bis mir der Preis passt. Das wäre auch bei einer Teuerung auf mehr als 60 Euro der Fall - schau ich halt ins Netz und kaufe es neim billigsten. Geht ja immer schneller und zack ist ein Spiel im Sonderangebot.

Ich bin der Meinung, das sich die Preise viel stärker unterscheiden müssten. Warum kostet Billig-Mist wie Psychotoxic oder Mainstream-Zeug wie Herr der Ringe - billiger Konsolen-Abklatsch - genau so viel, wie Spiele mit jahrelanger Entwicklungszeit, wie HL2 oder innovatives wie Farcry? Ich meine, wenn man für HL2 oder Farcry anfangs 45 Euro abdrückt, dürften Billigheimer und Fließbandware eigentlich auch nur den Preis kosten, den Fließbandware wert ist. 15-30 Euro und mehr nicht. Solange Spieler jeden Dreck für 50 Euro kaufen weils halt neu ist und die geschönten Screens ganz gut aussahen, muss man sich nicht wundern. Erklärt übrigens auch, warum man gute Spiele eines Jahres immer an seinen Händen abzählen kann.

Ich hab viel mehr Angst, dass die Hersteller irgendwann nur noch für den Mainstream produzieren (Konsolen-Ports), weil sie damit besser abkassieren können.

Es liegt deshalb in der Verantwortung unserer Spielezeitschriften, billigen Mainstream-Dreck konsequent abzustrafen, ohne Rücksicht auf die Hersteller - auch wenn EA und Konsorten die Zeitschriften über Werbung mitfinanzieren. Für ein Nobelspiel mit exzellenter Grafik und Sound, technisch auf dem neuesten Stand, mit enormer Freiheit und Spieltiefe, mit Story und Tiefgang, das mich für 100 Spielstunden an den Rechner fesselt - für so ein Spiel zahle ich auch gern 70 Euro. Für eine weitere Folge von Matrix und Herr der Ringe gibt es hingegen nichts.
 

China

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Hmmm....

Fakt ist das Läden wie Saturn im Einkauf ca 25-30 € bezahlen für nen Spiel.
Der Rest zum Verkaufspreis steckt sich dann der Laden selbst ein...
Also können ruhig die Läden den Anteil tragen der dann drauf kommen soll,
die verdienen sich eh schon nen goldenen Arsch.

Und wenn es soweit kommt werden entweder die Raubkopien noch mehr
ansteigen oder keiner mehr zocken.
Obwohl ich in meinem Falle das letztere nicht vorstellen kann...
 

Broeselmappe

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Zitat von powerhawk:
Es liegt doch nur an "Euch": wenn keiner zahlt, wirds billiger.

Na wenns so einfach wäre. Leider Steigt bei sinkender Nachfrage erstmal der Preis!
Es geht einfach nur das Angebot zurück, nicht zwangsäufig der Preis.

Bei bereits produzierten und vertriebenen Spielen mag das stimmen, aber nicht bei der Entwicklung...
 

hapelo

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Zitat von Kim:
mal nachgedacht, dass in Asien ein Originalspiel nur max 30€ kostet und hier wir Deppen schon knapp 60€ zahlen? Find das echt ne Frechheit!
Wohl wahr!
Während wir bei einem durchschnittlichen Stundenlohn von 20 EUR für ein Spiel 3h arbeiten müssen, muss der Asiate bei 0,20 EUR/h satte 150h dafür arbeiten. :rolleyes:

Aus der Sicht sollte man das auch mal sehen, bevor man sich beschwert.
 

powerhawk

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Zitat von Broeselmappe:
Na wenns so einfach wäre. Leider Steigt bei sinkender Nachfrage erstmal der Preis!
Es geht einfach nur das Angebot zurück, nicht zwangsäufig der Preis.


Stimmt, wenn der Absatz um 3-5% zurück geht. Wenn er um 80-90% zurückgeht, fällt der Preis innerhalb kürzester Zeit in den Keller.
Preise pendeln sich IMMER dort ein, wo noch genug Nachfrage da ist - die eigentliche Kunst ist es, den besten Kompromiss zwischen Stückzahl und Marge zu finden.

Leider versteht das der Konsument (und auch viele Manager) nicht mehr. Dennoch gehört es seit vielen Jahrzehnten zu den unbestrittenen Grundfesten der Marktwirtschaft...
 

Broeselmappe

Lt. Junior Grade
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Na da haben sich ja jetzt 2 gefunden...
;)

Irgendwie gebe ich dir Recht...
aber,
Schön, dass es so viele verschiedene Theorien gibt...
a) Sinkt die Nachfrage, gibt es ein Überangebot, der Preis müsste also sinken, um das auszugleichen => Du hast Recht. (im Bestand)

b) Sinkt die Nachfrage heute wird später das Angebot angepasst um die erwartete niedrige Nachfrage auszugleichen => Preis bleibt stabil...

zugegeben etwas hypothetisch, aber denkbar...
Aber BTT:
60€ sind und bleiben zu teuer, aber es wird sicher kommen...
So wie allen immer teurer wird ;)
 

RackZero

Lt. Junior Grade
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Okay, die Spiele werden komplexer zu Entwickeln. Keine Frage.

Aber deswegen unfertige und verbuggte Versionen rausbringen?


Außerdem ist der Computerspiele Absatz in den letzten Jahren enorm gestiegen.
Das heisst gleichzeitig natürlich auch mehr Geld zum Entwickeln.

Mehr als 45€ gebe ich als Schüler (Und kann auch nicht mehr) für teilweise verbuggte Spiele nicht aus.


Solch ein hoher Preis fördert in meinen Augen die Raubkopiererei noch viel mehr.

(P.S: Es gäbe viele Spiele, die, wenn sie billiger wären ich schon längst gekauft hätte)
 
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