Die banale Antwort: Wenn ich es mir nicht mehr leisten kann. Zur Zeit nutze ich das Auto für grössere Einkäufe oder wenn mal ne ausgedehnte Wochenend-Tour ansteht. Auch im (inländischen) Urlaub ist das Auto meine Nr. 1.
Ansonsten nutze ich schon den öffentlichen Nahverkehr. Hier in der Großstadt ist es meistens sogar die besssere Wahl. Ich habe sogar eine Abo-Karte.
Aber... den öffentlichen Fernverkehr, wie die Deutsche Bahn, den meide ich inzwischen wie der Teufel das Weihwasser. Lieber stehe ich im Stau als auch nur 5 Minuten in einem Zug zu verbringen. Die Bahn stellt keine Alternative dar, die Bahn ist eine Zumutung. Als ehemaliger leidgeprüfter Bahnpendler kann ich Horrorstorys zum besten geben, die toppen alles. Da sind die völlig überzogenen Preise nur die Spitze des Eisbergs.
Hier mal ne kleine Gruselstunde aus dem Kabinett "Die Bahn":
- Bis ich meine Bahncard bekam dauerte es 9 Monate, kostete mich 4 neue Anträge, 3 Mahnschreiben meinerseits und viele Nerven. Am Ende hatte ich 3 Bahncards, aber mit falschem Namen.
Knüller hierbei: Den 3ten Antrag durfte ich erneut ausfüllen, weil (blumenreiche Entschuldigung) mir vorher ein angeblich veralteter Vordruck zugesendet wurde, die könnten nicht mehr verabreitet werden. Ich legte also alten und neuen Vordruck nebeneinander. EINZIGER Unterschied: Im neuen Vordruck bestand die Möglichkeit Bahncards mit Zahlungsfunktion wie VISA zu bekommen. Ich hatte aber schon erklärt, ich wolle nur einen 0815 Bahncard.
- Ich wollte mein Fahrrad mit der Bahn transportieren. Ich reservierte den entsprechenden Zug mit Fahrradabteil und zahlte auch dafür.
Blöd nur, das der Zug kein Fahrradabteil besaß. Vom Schaffner durfte ich mich noch dumm anmachen lassen. Seine Gesichtzüge (welch Wortspiel) entgleisten als er meine Reservierung, Fahrtverbindung und die Tickets sah.
- Der Sardinentest. Sieht folgendermassen aus: Man nehme: Einen Anschluss-Pendlerzug mit 5 Waggons mit Fahrtrichtung Großstadt. Dazu kommt eine Anzahl Pendler, die mindestens ein Zug in doppelter Grösse bräuchten. Als Sahnehäubchen garniere man das ganze mit einem knackigen Sommer so bei 30 Grad. An diesem altbewährten Rezept trotz zahlreicher Beschwerden bitte nichts ändern!
Ergebnis: Ich kaufte mir nicht mal mehr Fahrkarten. Ein 3/4 Jahr fuhr ich umsonst Bahn. Der Zug mag zwar nur klein gewesen sein, ein Schaffner hätte den sicher in weniger als 15 min abgearbeitet... Wenn er denn irgendwo durchgekommen wäre.
- Der Eskimotest. Sieht so aus: Man nehme: Einen norddeutschen Winter. Ein Pendlerzug mit defekter Heizung + 2 Stunden Fahrtzeit. Yeeaahhhh, Frischluftfeeling pur!
Von anderen Bahn-Normalitäten will ich gar nicht erst reden:
- Unpünktlichkeit
- verdreckte Züge
- unhöfliches & unfähiges Personal