BeBur schrieb:
Ausleben, ja. Solange andere nicht belästigt oder bedrängt werden. Er hat aber nicht das Recht, dafür nicht kritisiert zu werden. Aber ich stimme dir zu, dass jegliche Kritik gewisse Mindestanforderungen an Sachlichkeit und Menschlichkeit haben muss.
Doch, genau das Recht habe ich, hast du, hat jeder.
Wenn du meine Weltanschauung, meine Sexualität, mein Selbstverständnis kritisierst, dann nimmst du dir das Recht heraus zu urteilen, dass meine Lebensmodell "falsch" ist. Und damit entwürdigst du mich als Menschen. Damit tust du genau das, wogenen sich sich Homosexuelle 1969 gewehrt haben. Dass konservative Elemente der Gesellschaft gesagt haben: So wie du lebst, das ist falsch und unmoralisch, du bist krank und hast so wie wie wir zu sein.
Natürlich hat meine Freiheit, mein Leben zu leben, so wie es mir passt da ihre Grenzen, wo andere darunter Leiden müssen, als krassestes und emotionalste Beispiel sei hier die Pädophilie genannt. Aber Grundsätzlich hat es dich nicht zu interessieren, wie ich ticke.
Ja, es gibt Lebensmodelle, die ich selbstsam, finde, es gibt Lebensmodelle, die ich für furchtbar und teilweise sogar ekelhaft und wiederlich ansehe. Das ist auch der Grund, warum ich mich von diesen sozialen Gruppen fern halte. Trotzdem käme ich niemals auf die Idee, jemanden dafür zu kritisieren, weil er einer bestimmten sexuellen Orientierung oder einem Fetisch folgt. Das ist seine persönliche Sache und geht mich nichts an.
Ich habe auch keine Probleme damit, wenn diese Person mein Vorgesetzter ist oder ich ihr Vorgesetzter, weil im Beruf haben derartige Dinge nichts zu suchen. Frei nach "Dienst ist Dienst und Schnapps ist Schnapps".
Von daher gibt es gar keinen Grund diesbezüglich irgendeinen Diskurs zu haben weil, was soll das bringen? Transsexualität ist nichts, wovon ich jemand anderen "überzeugen" muss, das ist keine Meinung, das ist keine Laune und nur weil ich sage "finde ich gut/schlimm/richtig/falsch...." desswegen wird kein einziger Transsexueller aufhören transsexuell zu sein noch kommen plötzlich 5 neue Leute auf die Idee "och, trans, das hört sich nett an, das probier ich mal aus".
Letztendlich ist das, was eher in den Bereich sexueller Aufklärung gehört, aber das ist nichts, worüber eine Gesellschaft eine Diskussion führen (müssen) sollte....
Aber wie gesagt, wir leben ins Zeiten, in denen Politiker nach ihrem Geschlecht, nicht nach ihren Fähigkeiten aufgestellt werden. Da kann man eigentlich nichts mehr erwarten....