News Abschwung im PC-Bereich: Intel plant angeblich die Streichung tausender Stellen

thornhill schrieb:
Früher, als Unternehmer noch soziale Verantwortung gelebt haben,
Wann soll denn dieses „Früher“ gewesen sein? Die Geschichtsbücher jedenfalls sind voll von Beispielen der Gier, bisweilen auf Kosten von Menschenleben, durch die Jahrtausende hinweg und unabhängig vom jeweiligen Herrschaftssystem.

Es ist ja seit Bestehen solch großer Unternehmen auch Gang und Gäbe, solche Anpassungen an die wirtschaftliche Lage vorzunehmen. Aus meiner Sicht als Aktionär erwarte ich das auch, aus meiner Sicht als Arbeitnehmer (bin aber nicht bei Intel) ist es natürlich, mit Verlaub, Scheiße und die Verstimmung durchaus nachvollziehbar.

Mich wundert auch, ob man es sich als Unternehmen wirklich leisten kann, auf so viele Fachkräfte zu verzichten. Der Arbeitsmarkt bleibt aktuellen Prognosen zufolge auch im Fall einer Rezession auf absehbare Zeit leer gefegt.

Dazu dann Intels üppiger Griff in die Subventionskiste weltweit, ich bin gespannt wie die Politik dort und hier reagieren wird.
 
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Bei Intel läuft schon seit Jahren einiges falsch und das sieht man jetzt deutlich. Allein das sich Intel seit Jahren von einem Zwerg wie AMD düpieren lässt, zeigt schon wie langsam und festgefahren der Konzern ist. Es wird noch Jahre dauern bis Intel wieder in der Spur ist. Allein das Intel fast Null vom Corona Boom profitiert hat macht deutlich wie schlecht Sie seit Jahren aufgestellt sind.
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Sherman789 schrieb:
Wann soll denn dieses „Früher“ gewesen sein? Die Geschichtsbücher jedenfalls sind voll von Beispielen der Gier, bisweilen auf Kosten von Menschenleben, durch die Jahrtausende hinweg und unabhängig vom jeweiligen Herrschaftssystem.

Es ist ja seit Bestehen solch großer Unternehmen auch Gang und Gäbe, solche Anpassungen an die wirtschaftliche Lage vorzunehmen. Aus meiner Sicht als Aktionär erwarte ich das auch, aus meiner Sicht als Arbeitnehmer (bin aber nicht bei Intel) ist es natürlich, mit Verlaub, Scheiße und die Verstimmung durchaus nachvollziehbar.

Mich wundert auch, ob man es sich als Unternehmen wirklich leisten kann, auf so viele Fachkräfte zu verzichten. Der Arbeitsmarkt bleibt aktuellen Prognosen zufolge auch im Fall einer Rezession auf absehbare Zeit leer gefegt.

Dazu dann Intels üppiger Griff in die Subventionskiste weltweit, ich bin gespannt wie die Politik dort und hier reagieren wird.

Das kommt noch aus Zeiten von Henry Ford. Die Aufgabe der sozialen Verantwortung wurde doch zu 100% an den Staat übertragen. Sieht man ja an der Staatsquote von 52% was nix anderes als Sozialismus heißt.
 
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lordfritte schrieb:
Auf der einen Seite plant Intel ein neues Werk in Deutschland und Italien(angeblich) auf der anderen Seite sollen tausende Stellen gestrichen werden. Passt das zusammen?
"im Verkauf und Marketing",... "ein neues Werk in Deutschland und Italien",... ist jetzt irgendwie selbsterklärend wie das zusammenpasst?
 
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Verkauf & Marketing ist halt die erste Anlaufstelle für Kündigungen, wundert mich eher, dass es bei den Fertigungsproblemen so lange ohne die Kürzung von Stellen ging.
 
Marketing und Verkauf?
Also keine Entlassungen in der Produktion.

Wird AMD demnächst auch treffen, dann Samsung, TSMC, Foxcon und wie sie nicht alle heißen.
 
lordfritte schrieb:
Auf der einen Seite plant Intel ein neues Werk in Deutschland und Italien(angeblich) auf der anderen Seite sollen tausende Stellen gestrichen werden. Passt das zusammen?

Die Verkäufer und Marketing Leute in den USA, werden wohl nicht nach Italien und Deutschland umziehen, um dort eine Stelle im Werk anzutreten.
 
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thornhill schrieb:
mit einem Quartalsgewinn von 8Mrd USD ist man nicht in der Lage mal temporär seine Leute zu halten.
Naja, bis nächstes Jahr soll der Gewinn gegenüber den Jahren 2018-2021 um teils über 62% runter gehen und sich auch nicht so schnell erholen. Ob die US-China Politik, Inflation und die ganzen anderen Krisen rings rum da schon voll mit einkalkuliert sind ist fraglich. Der Aktienkurs in 2 Monaten fast halbiert, Tendenz weiter fallend. Kreditzinsen steigen steil ohne Ende und die Fabrikneubauten kosten dreistellige Milliardensummen die man nicht hat und nicht so schnell erwirtschaften kann. Irgendwo muss man halt sparen, sonst wird man als CEO (bzw. auch als CFO und Co.) ganz schnell abgesägt und ein anderer kommt der es dann durchzieht. Das ist jetzt kein "weil Intel böse" oder gierig ist Ding, sondern eine marktwirtschaftliche Notwendigkeit. Handeln börsennotierte Unternehmen nur noch sozial und weniger wirtschaftlich wird keiner die Aktien anrühren und das Unternehmen wird handlungsunfähig. Irgendwo kommt das Geld ja her mit dem da gearbeitet wird und da haben Aktionäre zurecht einen gewissen Anspruch wenn sie die ganzen Risiken tragen müssen.

"Temporär",... dann kannst du ja gerne für "XXXXX €" Aktien erwerben und sie temporäre 2-3 Jahre halten, wenn du zu diesem sozialen Akt etwas beitragen willst.
 
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lordfritte schrieb:
Auf der einen Seite plant Intel ein neues Werk in Deutschland und Italien(angeblich) auf der anderen Seite sollen tausende Stellen gestrichen werden. Passt das zusammen?
Klar passt das zusammen!

Mehr Arbeit verteilt auf weniger Arbeitnehmer..."Beste"!
 
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markox schrieb:
"Temporär",... dann kannst du ja gerne für "XXXXX €" Aktien erwerben und sie temporäre 2-3 Jahre halten, wenn du zu diesem sozialen Akt etwas beitragen willst.
Jap, kuerzere Haltedauer von Aktien hat auch nichts mit Investieren oder so zu tun, sondern ist einzig und allein asoziales Spekulantentum und sollte, wenn es nach mir ginge, verboten werden.
 
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Dr. MaRV schrieb:
Es ist die Pflicht der Mitglieder der Aufsichtsgremien alles zu unternehmen, um den Fortbestand und das Wachstum des Unternehmens zu sichern. Wer dies nicht tut, handelt gesetzeswidrig und hat Strafen zu fürchten, das bedeutet im Klartext auch Knast. Aus diesem Grund wollten auch Gaslieferanten bei uns in Deutschland die Umlage einstreichen, obwohl sie nicht darauf angewiesen waren. Aus diesem Grund haben Windradbetreiber dank teurer Gaskraftwerke Rekordeinnnahmen verbucht, obwohl sie darauf nicht angewiesen waren. Es war und ist einfach deren Pflicht und nicht die Gier.

Beides !
Gier und Aufgabe.
 
nato44 schrieb:
Bei einer hochautomatisierten Arbeit und wenig Personalkosten ist sowas dann auch in Deutschland möglich und lohnend für ein Unternehmen.
WAR sowas auch in Deutschland möglich und lohnend. Seit die Preise für Energie durch die Decke gehen, leider nicht mehr.
 
Nur weil eine Firma Gewinn macht, ist das doch kein Grund, sinnlos Angestellte zu halten, auch wenn man zum Schluss kommt, dass sie eigtl überflüssig sind.

Hätte ich ein erfolgreiches Unternehmen, wüsste ich Besseres mit meinen Gewinnen anzufangen als hunderte Leute zu viel zu beschäftigen, die die meiste Zeit rumsitzen, weil ihre Arbeitskraft eigtl nicht wirklich gebraucht wird.

Das Unternehmen entwickelt sich ja auch immer weiter. Nach ein paar Jahren braucht man vielleicht weniger im Marketing, aber dafür mehr Ingenieure. Logisch, dass man die Mitarbeiter aufgrund völlig unterschiedlicher Qualifikation da nicht einfach intern vom einen zum anderen verschieben kann.
So kommen dann auf den ersten Blick die paradoxen Situationen zustande, in denen Firmen 10.000 Leute entlassen aber gleichzeitig woanders einstellen wie blöde.

Man muss ja auch in der Lage zu sein, auf sowas zu reagieren. Wenn Firmen immer nach dem Motto handeln müssten, dass alle Mitarbeiter gehalten werden solange Gewinne gemacht werden, wären sie dem sicheren Untergang geweiht.
 
jauns91 schrieb:
Intel hat in seinen Geschäftsberichten zwar keinen ausgewiesenen Personalaufwand, aber du kannst von einem Vielfachen ausgehen. Ist ja kein deutscher Mittelständler der selbstlose ITler für 100k pro Stelle schafft zu halten.

jray schrieb:
Zumal der Standort Deutschland sowieso wirtschaftlich gar nicht interessant sein sollte.
Aus Sicht eines US-Unternehmens ist die aktuelle Kombination aus niedrigen Gehältern in der EU, wenig erwarteten Arbeitgeberleistungen, starkem US-Dollar und Bereitschaft zu Subventionen (EU Chips Act) sehr verlockend.
 
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Die könnten doch alle im Betatestprogramm für Intel ARC und deren Treiberoptimierung eingesetzt werden?
Einfach mal die 50000 Spiele testen, die eigentlich damit laufen sollten, nicht nur 100 ausgewählte Spiele, die theoretisch in Testbenchmarks eingesetzt werden.
Wobei ... 3 von 20 Spiele liefen bei PCGH nicht so pralle, darunter sogar ein aktuelles DX12 Spiel, was ja eigentlich die Paradedisziplin von Arc sein soll.... also quasi das einzige, was wirklich laufen soll. Na ja. Schwund ist überall.
Also: Win Win für alle. :-)
 
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HardcoreGaymer schrieb:
Klar passt das zusammen!

Mehr Arbeit verteilt auf weniger Arbeitnehmer..."Beste"!
Blödsinn.
Es geht zum größten Teil um Stellen im "Verkauf und Marketing".
Da ist völlig unerheblich, ob Intel in Europa neue Fabriken baut.
Diese Leute stehen nicht in einer Fabrik am Fertigungsband, sondern sitzen in irgendwelchen Büros.
Auch gibt es für diese Abteilung keine Mehrarbeit wenn irgendwo eine neue Fabrik gebaut wird.
 
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Dr. MaRV schrieb:
Es war und ist einfach deren Pflicht und nicht die Gier.
Das mag ja alles stimmen aber es könnte der Gesetzgeber ja gewisse Punkte schaffen um das zu bremsen bzw auszuhebeln , denn bei besonderen Umstände wie ein Krieg der alle beinflusst oder Korona in diesem Momenten dann immer noch auf maximalen Gewinn zu pochen ist in meinen Augen eine riesen Sauerei

Jeden normalen Menschen ist klar es gibt ein endloses Wachstum schon garnicht in den Prozenten die man so gerne hätte ..... Mal mit weniger Gewinn zufrieden sein und für Stabilität und langen erhalt zu sorgen ist leider in der endlosen gier nicht drinne
 
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Coole News! Ist denn schon bekannt, wo der Koduri nun hingeht? :evillol:
 
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jray schrieb:
Dachte ich mir auch! Das geht wirklich nicht auf. Zumal der Standort Deutschland sowieso wirtschaftlich gar nicht interessant sein sollte.
Noch ist das Werk ja nicht gebaut... da wäre also auch noch eine Einsparoption möglich.
 
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DevPandi schrieb:
An deinem Beitrag merkt man, dass du keine Ahnung von BWL, VWL und ebenso wenig von Jura hast, aber Hauptsache Neunmalklug etwas daher geschrieben.
Aber du hast mehr Ahnung? Außer Kritik ist von dir nichts gekommen. Dann klär' mich und uns auf! Ich lerne gern dazu. Her mit den Gesetzen.
Aber, ich habe in keinem Satz erwähnt, dass es um Mindestrenditen geht. Das hast du dir zusammengedichtet. Der Vorstand ist Verpflichtet zum Wohle des Unternehmens zu handeln, wenn es eine schlechte Prognose gibt, muss man auch gegensteuern bevor das Ding aufgelaufen ist, oder?
Ein Handeln zum Wohl der Gesellschaft liegt vor, wenn die Entscheidung der langfristigen Ertragsstärkung und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und seiner Produkte oder Dienstleistungen dient. Das ist dann nicht mehr der Fall, wenn der Vorstand das mit der unternehmerischen Entscheidung verbundene Risiko in völlig unverantwortlicher Weise falsch beurteilt hat.
 
NOTAUS schrieb:
Noch ist das Werk ja nicht gebaut...
Eben. Es ist noch nicht gebaut und soll auch erst 2027 die Arbeit aufnehmen, wenn die Nachfragesituation ganz anders aussehen wird.

Das eine sind kurzfristige Einsparungen, das andere eben langfristige Planungen. Ich sehe da keinen Widerspruch. Zumal der Stellenabbau, wie schon von anderen erwähnt, nicht in der Produktion stattfindet.
 
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