Adobe CC – aufrüsten oder neu kaufen?

E

Emskerla

Gast
Liebe Gemeinschaft,

ich habe nicht viel Geld: Es geht um Aufrüsten oder Neukauf für die Adobe CC.

Illustrator meldet häufig, dass nicht genügend Arbeitsspeicher zur Verfügung steht (meist geht es, wenn ich Firefox schließe). Photoshop braucht ewig um zu starten. Und das 120-seitige InDesign-Dokument, welches ich testweise öffnete, lässt sich mit meinem Rechner definitiv nicht mehr bearbeiten, ohne einen Nervenzusammenbruch zu bekommen.

Aktuelle Konfiguration:

Microsoft Windows 10 Professional (x64)
Intel Core i5-3450
Original Processor Frequency: 3100.0 MHz
Motherboard Model: ASRock Z77 Pro4
Motherboard Chipset: Intel Z77 (Panther Point DH)
Total Memory Size: 4 GBytes
Total Memory Size [MB]: 4096
Maximum Supported Memory Clock: 800.0 MHz
Current Memory Clock: 666.7 MHz
Current Timing (tCAS-tRCD-tRP-tRAS): 9-9-9-24
Memory Runs At: Dual-Channel
Memory Type: DDR3 SDRAM
AMD Radeon HD 6850
Drive Controller: Serial ATA 3Gb/s
Drive Controller: Serial ATA 6Gb/s @ 3Gb/s
Drive Controller: Serial ATA 6Gb/s @ 3Gb/s

und so weiter.

Vielen Dank im Voraus
 
Hi

Denke mehr ram und falls du noch keine SSD hast noch diese dazu, wäre wohl die beste option.

Wie viel Geld würdest du überhaupt ausgeben können?
 
Total Memory Size: 4 GBytes
Da hast du das Problem. 4GB sind definitiv viel zu wenig. Du siehst ja, Windows und Browser machen das allein schon voll.

Hast du ein Budget? SSD vorhanden?

Priorität 1: Mehr RAM! Mindestens 8GB, wenn Budgetmäßig möglich, geh gleich auf 16GB, die vorhandenen 4GB kannst du weiternutzen.

Priorität 2: SSD, wenn nicht vorhanden. Wenn dort die Auslagerungsdatei liegt und der RAM überläuft, bricht die Performance weniger stark ein.

Priorität 3: Dein Mainboard hat einen Z-Chipsatz. Mit dem lässt sich übertakten. Also Upgrade auf einen Prozessor mit K im Namen, z.b. i5 2500K, i5 3570K, i7 2600K und i7 3770K und auf 4GHz übertakten. Damit lässt sich noch richtig viel aus dem System rausholen


Was du ebenfalls machen könntest: Dein Mainboard bietet zwei SATA 6Gbit/s-Anschlüsse. Die sind farbig abgesetzt. Die sind in der Ecke des Boards und grau statt schwarz. Wenn du da deine vorhandenen 6Gbit/s-Laufwerke anschließt, steht denen mehr Bandbreite zur Verfügung. Macht zwar wenig Unterschied in der Praxis, ist aber schöner. SSDs solltest du aber auf jeden Fall an die schnelleren Anschlüsse anschließen, da gibt es schon welche, die in ihrer Leserate gebremst werden könnten.
 
Ram aufrüsten. Oder andere Programme nutzen (aber da sind 4Gb RAM auch echt knapp bemessen, 8Gb Minimum, besser 16Gb!).

Leider habe ich für InDesign noch nicht so richtig gute Alternativen gesehen, aber meiner Erfahrung nach sind die meisten Adobe-Programme von der Performance her unterirdisch schlecht auf Multi-Core etc...
Eine echte Abzocke solche Programme noch zu einem Jahresabo-Preis zu verkaufen (mmn) und ich bin weg, sobald ich eine gute Alternative gefunden habe :)
Oder sie verbessern die Performance mal grundlegend.
 
Vielen Dank erst mal!

Speicher:

Ein Kit mit 2*8 (wg. Dual-Channel) kostet um die 140€. Ich überlege deshalb, die beiden 4er drinnen zu lassen und zusätzlich diesen zu kaufen. Dann habe ich 12, statt 16 – aber massig Kohle gespart. Macht Sinn?

SSD:
Ich nehme an, auf dieser sollte ich Windows neu installieren und die Adobe CC, richtig?

Die Dinger gibt es ja primär nur als 2,5", oder? Benötige ich dann einen Adapter (siehe Foto) oder soll ich diese SSHD nehmen? Ansonsten würde ich zu dieser SSD greifen.

CPU:

Die gibt es ja so nicht mehr zu kaufen, außer bei eBay. Ich benötige aber eine Rechnung mit meinem Namen. Übertakten kommt nicht in Frage, wegen der Lautstärke. Aktuell ist ja der i5-3450 verbaut: Was, unter 200€, macht denn da noch am meisten Sinn? Benötige ich einen neuen Lüfter? Ein neues Netzteil (aktuell habe ich ein OCZ mit 500 Watt)?
 
Das mit dem RAM kannst du so machen. 12GB reichen vermutlich für's erste und auf absehbare Zeit vollkommen. Zur Sicherheit könntest du noch CPU-Z runterladen und im Reiter SPD schauen, welche Arbeitsspeicherkonfiguration wirklich vorhanden ist. Dann können wir einen mit exakt gleichen Spezifikationen raussuchen. Muss aber nicht zwingend sein, im Zweifel passt sich der schnellere an den langsamen an.

Je nachdem, ob du 2x2 GB oder 1x4 hast, könnte man eventuell ein Modul umstecken, damit die beiden Speicherkanäle gleichmäßiger bestückt sind. 4/8 ist besser als 2/12 pro Channel. Und bei Vollbestückung an die Spannungsversorgung denken. Viele Boards brauchen dann etwas mehr Saft auf dem Speicher, geben den aber nicht automatisch.


Nimm auf jeden Fall eine richtige SSD. Die kannst du in ein eventuelles neues System mitnehmen.
Ja, Windows solltest du am besten neu installieren, Programme ebenfalls darauf. Für den Massenspeicher hast du ja weiterhin deine HDDs.
Beim Einbau hast du mit Glück schon irgendwo im Gehäuse eine Stelle, die geeignet ist. Was auch geht: Nur einseitig festschrauben. Manchen reicht auch doppelseitiges Klebeband. So ein Adapter kostet aber zum Glück nicht die Welt.


Das mit der CPU würde ich mal noch vertagen. Ist nur dann eine Option, wenn der Taskmanager ständig 100% CPU-Last anzeigt und dir das System beim Exportieren aus Adobe CC-Produkten zu langsam ist. Und das Übertakten wäre zwingend nötig, sonst bringt ein 3570K kaum, und 2500K keine Vorteile.

Das mit der Rechnung ist relativ schwierig bei Hardware, die es nicht mehr neu gibt. Mit Glück findet man sowas noch bei einem professionellen eBay-Händler. Ich gehe mal davon aus, dass du den PC irgendwie beruflich nutzt, deshalb die Rechnung?

Übertakten ist mit einem K-Prozessor kein Hexenwerk, da musst du kaum was beachten. Multiplikator auf 40 ergibt 4GHz. Die meisten CPUs machen das problemlos und ohne Spannungserhöhung mit. Und selbst mit leichter Spannungserhöhung laufen fast alle übertakteten CPUs ebenso locker 5 Jahre. Das Netzteil reicht vollkommen und so dramatisch sollte der Strombedarf auch nicht steigen.
Die Lautstärke im Idle bleibt quasi gleich, Energiesparfunktionen funktionieren wie gehabt. Beim Kühler reicht einer um 20€. Und den könntest du ebenfalls in ein neues System mitnehmen.

Du siehst, das Thema ist relativ unkompliziert und ungefährlich. Sonst hätte ich es nicht vorgeschlagen. Bei Arbeitsrechnern würde ich es aber dann doch eher lassen.
 
Vielen Dank!

1337 g33k schrieb:
Zur Sicherheit könntest du noch CPU-Z runterladen und im Reiter SPD schauen, welche Arbeitsspeicherkonfiguration wirklich vorhanden ist. Dann können wir einen mit exakt gleichen Spezifikationen raussuchen. Muss aber nicht zwingend sein, im Zweifel passt sich der schnellere an den langsamen an.

Slot 2, Slot 4.

Ich denke, bei meiner zukünftigen SSD macht eine Partition nur für Windows Sinn, richtig? Aber wie sieht es mit meinen Dokumenten aus? Sollten die auch auf einer SSD liegen? Dann reichen 120GB nämlich nicht aus.

Wie mache ich das mit der oben erwähnten Auslagerungsdatei am besten?
 
Emskerla schrieb:
Vielen Dank!



Slot 2, Slot 4.

Ich denke, bei meiner zukünftigen SSD macht eine Partition nur für Windows Sinn, richtig? Aber wie sieht es mit meinen Dokumenten aus? Sollten die auch auf einer SSD liegen? Dann reichen 120GB nämlich nicht aus.

Wie mache ich das mit der oben erwähnten Auslagerungsdatei am besten?

Wie gross sind ist dein Programm Ordner? Und wie gross sind die Projekt/Arbeitsdaten. Grundsätzlich kannst du einfach Windows auf die SSD Installieren, und Windows so konfigurieren das deine Dokumente auf der HD sind. Falls du aber grosse Projekt Daten hast die von schnellem Lesen/Schreiben profitieren würde ich eher zu einer 240-256 GB SSD raten. Sobald Windows auf der SSD installiert ist wird auch Automatisch hier die Auslagerungsdatei erstellt, also musst du nichts mehr machen.
 
Da gibt's eine schöne Möglichkeit:
2017-06-16 (1).png

Die Pfade der Ordner "Eigene Dokumente", Desktop und Co. lassen sich mit wenigen Klicks umleiten. Damit kommt man relativ weit bei einer 120GB SSD. Musikdateien, Word- und Exceldateien müssen nicht auf die SSD. Die werden beim Öffnen von der HDD in den RAM geladen und erledigt.

Wie sieht denn dein Budget aus? Die größeren SSDs sind in der Regel etwas performanter, da sie mehr Speicherchips enthalten und so alle Speicherkanäle des Controllers nutzen können.

Dank Auslagerungsdatei und Ruhezustandsdatei geht schon etwas an Speicher verloren. Viel bedenken musst du nicht. Lass es vom System verwalten. Die werden dann beide auf Laufwerk C:, der SSD abgelegt. So soll es sein, da ist es am schnellsten. Würde das System auf HDD auslagern, wäre die SSD ungenutzt.

Die Auslagerungsdatei wird bei großen RAMs auch wieder kleiner; die Regel 1,5x RAM gilt schon lange nicht mehr. Mein System nutzt gerade ~2,5GB Auslagerungsdatei bei 16GB RAM. Und ich sehe gerade, die Ruhezustandsdatei ist auf meinem System auch nur 6,7GB groß. Sehr schön. Das war früher anders, da wurde pauschal die gesamte RAM-Kapazität reserviert und das merkt man schon bei 120GB SSDs.
 
Vielen Dank erstmal: Speicher und SSD sind unterwegs.

Ansonsten: Macht es denn noch Sinn, Windows auf eine extra Partition zu installieren?
 
Nur wenn du mehrere Betriebssysteme samt Bootmanager auf der SSD haben willst. Ansonsten hast du eine 256GB SSD-Systempartition und deine HDD ist die zweite Partition, auf die du deine Daten während einer Neuinstallation schieben kannst.
 
Also früher haben wir immer eine Partition nur für Windows eingerichtet, falls mal was schief läuft – und damit diese Partition immer schon defragmentiert bleibt. Würde aktuell 50GB dafür einplanen. Macht man das nicht mehr so?

Ansonsten habe ich Windows, Adobe CC und die wichtigen Dateien, die ich gerade bearbeite, ja auf einer Partition. :freak:

Noch was: Es gibt immer noch keine Möglichkeit, meine Windows-Einstellungen bei der Neuinstallation auf der SSD zu behalten, richtig?
 
Eine SSD muss man nicht defragmentieren und zu kleine Partitionen erschweren das bei HDD eigentlich noch zusätzlich. 50GB ist generell echt wenig. Viele 32GB Windows 10 Tablets haben Schwierigkeiten, wenn Updates kommen. Da reicht der Speicher dann nicht mehr. Wenn du nun Auslagerungsdatei und Ruhezustandsdatei bedenkst, reicht das hinten und vorne nicht.

Und wie gesagt, deine zweite Partition ist ja deine HDD. Deshalb würde ich mir die Flexibilität einer großen Partition nicht nehmen lassen. Von einer Partition auf die andere auf dem selben Laufwerk zu kopieren ist doch die Zeit nicht wert.


Welche Windows-Einstellungen sind dir denn wichtig? Im Microsoftkonto in der Cloud wird auch schon einiges hinterlegt.
 
Vielen Dank, hat alles geklappt.

Ich bin im BIOS auf den Menüpunkt "No-K OC" gestoßen: Geht da was? Zur Erinnerung: Ich habe einen Intel Core i5-3450.
 
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